Seit 01:05 Uhr Tonart

Freitag, 18.10.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Sonntag, 20. September 2015

Kabarett- Autor Volker Kühn gestorben

Einer der bedeutendsten Textlieferanten der "bissigen Muse" wurde 81 Jahre

Der Berliner Kabarett-Autor und -Historiker Volker Kühn ist tot. Kühn starb in der Nacht zu Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren, wie seine Frau, die Schauspielerin Katherina Lange, mitteilte. Volker Kühn wurde 1963 Redakteur beim Hessischen Rundfunk, für den er mehr als zehn Jahre lang die satirische Monatsbilanz "Bis zur letzten Frequenz" schrieb und produzierte. Danach wurde er Mitautor und Regisseur von Programmen des legendären Berliner "Reichskabaretts" ("Der Guerilla lässt grüße"» 1968) und der die Berliner "Wühlmäuse" ("Deutschland, wir kommen!" 1971). Für Lore Lorentz, Wolfgang Neuss, und Hanns Dieter Hüsch lieferte er zahlreiche Beiträge.1973 startete Kühn zusammen mit Dieter Hildebrandt die ZDF-"Notizen aus der Provinz". Volker Kühn produzierte TV-Dokumentationen unter anderem zum deutschen Kabarett, zur Unterhaltung in der Nazi-Zeit und zum Kabarett in den NS-Konzentrationslagern.

Künstlerkolletiv erschießt kein Jaguarbaby

Theaterpremiere des "Zentrum für politische Schönheit" ohne angekündigten Skandal

Ohne Zwischenfälle ging die Theaterpremiere des Künstlerkollektivs "Zentrum für politische Schönheit" am Samstag in Dortmund über die Bühne. Am Tag vor der Premiere hatte sich das mitveranstaltende Schauspiel Dortmund einen Abbruch vorbehalten, weil die Künstler angekündigt hatten, nach der Premiere ein Jaguarbaby im Zoo zu erschießen. Zu der Aktion kam es dann aber doch nicht. In dem in Dortmund uraufgeführten Stück "2099" stehen vier Philosophen aus dem Jahr 2099 im Mittelpunkt. Thematisiert wird unter anderem der aktuelle Konflikt in Syrien und die Kriegsführung mit Fassbomben. Nach der Aufführung sagte der Aktionskünstler und Regisseur Philipp Ruch: "Wer noch in den Zoo will, soll hingehen, wir gehen nicht mit." Das "Zentrum für politische Schönheit" machte in den vergangenen Jahren häufig mit provokanten Aktionen Schlagzeilen.

Kunstskandal: Antisemitische Tags sollen weg

Der Starkünstler Anish Kapoor muss das umstrittene Werk reinigen

Nach tagelangen Debatten muss der britische Starkünstler Anish Kapoor die antisemitischen Parolen auf seiner umstrittenen Skulptur "Dirty Corner" im Schlosspark von Versailles entfernen. Die Schmierereien müssten umgehend aus der Öffentlichkeit verschwinden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP das Verwaltungsgericht in Versailles zitierte. Unbekannte hatten vor zwei Wochen die Riesenplastik mit Hassparolen bemalt, die wegen ihrer Form teilweise auch als "Vagina der Königin" bezeichnet wird. Der 61-jährige Künstler, der Sohn eines indischen Hindus und einer jüdischen Irakerin ist, wollte die "infamen Worte" zunächst als Teil seines Werkes stehen lassen. Noch vor der Gerichtsentscheidung wollte die Leitung des Versailler Schlosses die Tags unter Aufsicht des Künstlers kaschieren lassen. Die Plastik wurde bereits kurz nach der Eröffnung der Kapoor-Ausstellung am 09. Juni mit gelber Farbe beschmiert, außerdem gab es zahlreiche Proteste.

Filmregisseur Marcin Wrona plötzlich gestorben

Der 42jährige galt als einer der talentiertesten Filmregisseure Polens

Der polnische Filmregisseur Marcin Wrona ist tot. Der 42-Jährige, der erst in der vergangenen Woche in Toronto seinen Horrorfilm "Demon" präsentiert hatte, ist in der vergangenen Nacht plötzlich gestorben. Das teilte der Leiter des polnischen Filmfestivals, Michal Oleszczyk, mit. Er bat, auf Spekulationen zu verzichten, bis die Polizei ihre Untersuchungen beendet habe. Polnische Filmschaffende äußerten sich bestürzt über den Tod Wronas, der als eines der größten Regie-Talente des Landes galt. Wrona hatte am Filmfestival in Gdynia an der Ostsee teilgenommen. Ein Polizeisprecher sagte, Beamte hätten in einem Hotel der Stadt die Leiche eines 42-Jährigen gefunden, nachdem sie von dessen Frau am frühen Morgen alarmiert worden seien. Einen Namen nannte er nicht.

Erster Plattenvertrag der Beatles versteigert

Das Dokument brachte mit 93.750 Dollar weniger als erhofft

Der erste Plattenvertrag der Beatles ist in New York für 93.750 Dollar versteigert worden, das sind umgerechnet 83.000 Euro. Ein anonymer Käufer bekam den Zuschlag für das mehrseitige Formular aus der Hamburger Zeit der Gruppe. Das Dokument ist auf Deutsch geschrieben und trägt die Unterschriften der vier Musiker - statt Ringo Starr saß damals noch Peter Best am Schlagzeug. Das teilte das Auktionshaus Heritage Auctions in Manhatten mit. Erhofft hatte man sich dort eigentlich einen Kaufpreis von 150.000 Dollar. Der Vertrag war das Prunkstück des vor drei Jahren geschlossenen Hamburger Beatles-Museums, dessen wichtigste Ausstellungsstücke in New York versteigert wurde. Die meisten der 300 Exponate brachten ein paar Hundert Dollar.

Bestsellerautorin Jackie Collins ist tot

Die 77jägrige erlag einem Brustkrebsleiden

Die Bestsellerautorin Jackie Collins ist tot. Sie starb am Samstag in Beverly Hills an Brustkrebs, wie ihre Agentin mitteilte. Jackie Collins, Schwester der Schauspielerin Joan Collins ("Der Denver-Clan") wurde 77 Jahre alt. Sie sei eine wahre Inspiration und eine Wegbereiterin für Frauen in der Belletristik gewesen, betonte ihre Familie. In Werken wie "Hollywood Wives" schrieb Jackie Collins über das Leben der Schönen und Reichen und erreichte damit ein Millionenpublikum. Collins verkaufte in ihrem Leben mehr als 15 Millionen Exemplare ihrer Romane, die teilweise auch als Mini-serien im Fernsehen zu sehen waren.

Buchhandel legt Beschwerde gegen Amazon-Tochter ein

Börsenverein unterstellt Download-Plattform "Audible" Missbrauch seiner Marktmacht

Die deutsche Buchbranche liegt erneut mit dem US-Konzern Amazon im Clinch. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat eine Beschwerde gegen die Amazon-Tochter "Audible" beim Bundeskartellamt eingereicht. Einen entsprechenden Bericht des "Spiegel" bestätigte eine Sprecherin des Börsenvereins. Eine Amazon-Sprecherin wollte hingegen keine Stellung nehmen. Laut Börsenverein missbraucht die Download-Plattform "Audible" des Online-Händlers Amazon ihre Marktmacht. Sie zwinge den oft kleinen deutschen Hörbuchverlagen existenzbedrohende Bedingungen auf. "Audible" hat dem "Spiegel" zufolge einen Marktanteil von rund 90 Prozent beim Verkauf digitaler Hörbücher. Nun versuche die Amazon-Tochter, die Verlage in ein Flatrate-Modell zu drängen, das ihnen deutlich niedrigere Umsätze brächte. Verlagen, die sich weigerten, drohe "Audible" mit Auslistung.

Kulturnachrichten hören

August 2015
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur