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Kulturnachrichten

Samstag, 29. August 2015

Filmfest in Venedig ohne Scorsese

US-Regisseur wird seinen neuen Kurzfilm doch nicht zeigen

Martin Scorsese (72) wird seinen neuen Kurzfilm doch nicht wie zunächst angekündigt beim Filmfest Venedig zeigen. Die Produktionsfirma habe sie informiert, dass der Beitrag wegen unerwarteter technischer Probleme nicht rechtzeitig nach Venedig gebracht werden könne, teilte das Festival mit. Weitere Details wurden nicht bekannt. "The Audition" ist ein 16-minütiger Kurzfilm des Oscarpreisträgers Scorsese ("Wie ein wilder Stier", "The Departed"), der höchst prominent besetzt ist: Neben Scorsese selbst spielen Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Robert De Niro mit. Das 72. Filmfest Venedig startet an diesem Mittwoch mit dem Bergsteigerdrama "Everest" und Jake Gyllenhaal in einer der Hauptrollen.

Georg Leber-Preis für Zivilcourage an Künstlerpaar Lohmeyer

Ehepaar wird für Engagement gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet

Das Künstlerpaar Birgit und Horst Lohmeyer ist mit dem Georg Leber-Preis für Zivilcourage der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt geehrt worden. Beide nahmen die Auszeichnung beim Festival "Forstrock - Für eine bunte Welt" in Jamel bei Wismar entgegen, das von ihnen seit 2007 organisiert wird. Das Ehepaar Lohmeyer stelle sich mit vorbildlicher Entschlossenheit den Rechtsextremen entgegen und lasse sich nicht einschüchtern, hieß es zur Begründung. Seit 2004 lebt das Paar in dem Dorf und sieht sich seither Anfeindungen durch dort lebende Neonazis ausgesetzt. Mitte August war die Scheune auf dem Forsthof in Flammen aufgegangen. Ermittler fanden Indizien für Brandstiftung und vermuten rechtsextreme Motive. Der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger forderte "null Toleranz" im Umgang mit Rechtsextremisten.

Jüdischer Sänger Matisyahu kommt nach Deutschland

US-Musiker tritt nach Eklat um ihn in Berlin auf

Der jüdische Reggae-Sänger Matisyahu wird an diesem Montag auf dem jüdischen Kulturtag der Heinrich-Böll-Stiftung auftreten. Es ist die letzte Station auf der Europa-Tournee des Sängers, teilte die Stiftung mit. Matisyahu war beim Reggae-Festival Rototom Sunsplash in Ostspanien zunächst ausgeladen worden.
Der 36-jährige Musiker hatte im Nahostkonflikt für Israel Partei ergriffen und es abgelehnt, eine Erklärung abzugeben, in der er das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat anerkennen sollte. Daraufhin wurde sein Konzert abgesagt. Nach Protesten wurde er vom Festival wieder eingeladen. Auf dem "Jewish Culture Day" der grünennahen Stiftung tritt in der Schumannstraße in Berlin-Mitte auch der kanadische Wissenschaftler David Solomon auf, der für seine Performance-Vorträge bekannt ist.

Leipziger Zeitung ist insolvent

Mangel an Abonnenten

Drei Monate nach Erscheinen der ersten Auflage ist die neugegründete Leipziger Zeitung insolvent. Beim Amtsgericht Leipzig wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Florian Stapper bestellt, wie aus den Bekanntmachungen des Gerichtes hervorgeht. Die Leipziger Zeitung war Ende Mai als unabhängige Wochenzeitung und reines Printangebot an den Start gegangen. Die Macher hatten allerdings nie so viele Abonnenten wie erhofft gewonnen.

"Hamburger Abendblatt" setzt Flüchtlinge als Reporter ein

Die Zeitung will Flüchtlingen eine Stimme geben

Das "Hamburger Abendblatt" beschäftigt ab September fünf Flüchtlinge als Reporter. Das Team solle regelmäßig Beiträge in allen Ressorts der Zeitung veröffentlichen, teilte die Funke Mediengruppe heute mit. Geplant ist eine wöchentliche Kolumne "Mein Leben in Hamburg", die die Reporter im Wechsel schreiben. Außerdem sollen sie nach aktueller Lage die Situation von Flüchtlingen in Hamburg aus ihrer Perspektive beleuchten. Zum Team der Flüchtlings-Reporter gehören eine Ärztin aus dem Irak, ein Foto-Journalist und eine Politikwissenschaftlerin aus Afghanistan, ein Taxifahrer aus Eritrea sowie ein Bankkaufmann aus Syrien. Bezahlt würden sie wie andere freie Mitarbeiter nach Zeile. "Wir wollen den Flüchtlingen nicht nur ein Gesicht, sondern auch eine Stimme geben und mit ihrer Hilfe nicht nur etwas über sie, sondern vor allem auch über uns erfahren", sagte der Chefredakteur Lars Haider.

ARD-Musikwettbewerb sucht neuen Chef

Übergangsweise ist Oswald Beaujan künstlerischer Leiter

Die ARD sucht einen neuen künstlerischen Leiter für ihren Internationalen Musikwettbewerb. Weil der langjährige Chef Axel Linstädt seit Anfang des Monats Mitglied des Rundfunkrates sei, dürfe er die Position nach dem Bayerischen Rundfunkgesetz nicht länger innehaben, sagte der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, heute in München. Ein Nachfolger für ihn solle in Kürze bekanntgegeben werden. Übergangsweise soll Linstädts Stellvertreter Oswald Beaujean die Leitung übernehmen. Die 64. Ausgabe des Musikwettbewerbes wird in diesem Jahr in den Fächern Posaune, Flöte, Gesang und Klavierduo ausgetragen. Insgesamt gab es nach Angaben des Bayerischen Rundfunks 652 Bewerbungen aus 56 Ländern. 232 Kandidaten wurden nach München eingeladen. Ein Highlight: Die Kandidaten in der Kategorie Klavierduo müssen sich mit einem Stück auseinandersetzen, bei dem nicht nur ein Piano erklingen soll, sondern auch zwei Smartphones.

Iran will Barenboim-Auftritt in Teheran nicht zulassen

Kultusministerium stellt sich gegen ein Konzert

Der Iran will einen geplanten Auftritt des israelisch-argentinischen Stardirigenten Daniel Barenboim in Teheran nicht zulassen. "Der Iran erkennt das zionistische Regime Israels nicht an und wird auch nicht mit Künstlern dieses Regimes zusammenarbeiten", sagte heute ein Sprecher des iranischen Kultusministeriums. Sobald das Ministerium erfahren habe, dass der Dirigent des geplanten Konzerts ein israelischer Staatsbürger sei, sei das Konzert vom Minister selbst abgesagt worden. Barenboim hat immer wieder die israelische Siedlungspolitik und die Haltung der verschiedenen Regierungen gegenüber den Palästinensern kritisiert. Gestern bestätigte er die Pläne seines Orchesters für ein Konzert in Teheran. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sollte Schirmherr sein. Zuvor hatte Israels Kulturministerin Miri Regev bereits Protest gegen die Konzertpläne angekündigt.

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