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Kulturnachrichten

Freitag, 14. August 2015

Moritzburg zeigt Schau mit außergewöhnlicher Kunst

Darunter auch Arbeiten des Aktionskünstlers Joseph Beuys

Unter dem Motto "Aenigma. 100 Jahre anthroposophische Kunst" ist von morgen abend an ein große Ausstellung in Halle zu sehen. Die Moritzburg zeigt rund 200 Werke von 120 Künstlern aus sieben Ländern Europas. Darunter sind zwei Arbeiten des Aktionskünstlers Joseph Beuys (1921-1986), dessen Markenzeichen sein Hut war. Anthroposophische Kunst hat nach Angaben des Museums eine ganz eigene Farben- und Formensprache. Der Titel der Schau erinnert an die 1918 gegründete Künstlervereinigung Aenigma. In der Nazizeit galt die Kunst als verboten, in der DDR war sie offiziell verpönt. Die Schau dauert bis zum 25. Oktober.

"Welt Kompakt" stellt Regionalteile ein

Aber Hamburg bleibt

Die Zeitung "Welt Kompakt" stellt zum 1. September die meisten ihrer Regionalteile ein. So in Düsseldorf, Köln, München und Berlin. Nur in Hamburg werde es weiterhin ein eigenes lokales Angebot geben. Das sagte eine Sprecherin von Axel Springer in Berlin und bestätigte damit einen Bericht des Internetportals kress.de. Für die Regionalteile in der gedruckten Zeitung gibt es Springer zufolge "keine wirtschaftliche Perspektive". Die junge Zielgruppe von "Welt Kompakt" informiere sich zunehmend digital über Nachrichten aus der jeweiligen Region. Entlassungen werde es nicht geben, sagte die Springer-Sprecherin.

Ruhrtriennale in Zeche Lohberg eröffnet

Die erste Triennale-Saison des neuen Intendanten Johan Simons

In der Zeche Lohberg in Dinslaken ist heute die Ruhrtriennale 2015 eröffnet worden. Dabei lobte die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer das Ruhrgebiets-Festival als "Erfolgsgeschichte". Sie hob insbesondere die Uraufführung des Musiktheaters "Accattone" in der Bühnenfassung des neuen Ruhrtriennale-Intendanten Johan Simons hervor. Das Musiktheater mit Sandra Hüller in der Hauptrolle ist eine Adaption von Pier Paolo Pasolinis gleichnamigen Filmdrama aus dem Jahr 1961. Die Geschichte über Menschen am Rande der bürgerlichen Gesellschaft finde in der 2005 stillgelegten Zeche Lohberg eine beeindruckende Kulisse, betonte Schäfer. Die Zeche ist in diesem Jahr erstmals Spielort der Ruhrtriennale, die unter dem Motto "Seid umschlungen" bis zum 26. September rund 40 Theater- und Musikproduktionen sowie Installationen im ganzen Ruhrgebiet zeigt. Traditionell bespielt das seit 2002 stattfindende Kulturfestival die Industriedenkmäler der Region. Zentrum ist die Jahrhunderthalle in Bochum, wo Simons erstmals am 12. September seine Inszenierung von Richard Wagners "Rheingold" präsentiert.

Katharina Wagner fehlte bei eigener Ehrung

Festspielmitwirkende wurden ohne sie ausgezeichnet

Festspielchefin Katharina Wagner hat bei einer Ehrung der Stadt Bayreuth für die Mitwirkenden des Opern-Festivals gefehlt. Bei der traditionellen Auszeichnung hätte sie heute vormittag die Richard-Wagner-Medaille bekommen sollen. Festspielsprecher Peter Emmerich sagte, Katharina Wagner habe stattdessen zu einem Vorsingen gemusst, das nicht verschoben werden konnte. Die Auszeichnung war geplant gewesen, weil die 37-Jährige seit 15 Jahren aktiv bei dem weltberühmten Festival mitarbeitet - zunächst als Regieassistentin und Mitarbeiterin der Festspielleitung, dann von 2007 an als Regisseurin und schließlich seit 2008 als Chefin an der Seite ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier. Von diesem Herbst an übernimmt Katharina Wagner die Leitung alleine. Für die Festspielleitung bedankte sich der kaufmännische Direktor Heinz-Dietrich Sense bei den Mitwirkenden auf und hinter der Bühne sowie im Orchestergraben. Die Festspiele enden am 28. August.

Bukowskis legendäre Hamburger Lesung endlich auf Video

Gezeigt wird der Mitschnitt seines einzigen Deutschland-Auftritts

Charles Bukowskis legendäre Lesung vor 37 Jahren in Hamburg wird erstmals als kompletter Mitschnitt gezeigt. Der Ort dafür ist der gleiche, an dem der Kultautor einst seinen einzigen Deutschland-Auftritt hatte. Das ungekürzte Video werde morgen abend um 20 Uhr als Weltpremiere in der Markthalle öffentlich zu sehen sein, wie die Charles-Bukowski-Gesellschaft mitteilte. Der "Dirty Old Man" der US-Literatur - geboren in Andernach am Rhein - war am 18. Mai 1978 wie ein Rock-Star gefeiert worden. Nach Angaben der Bukowski-Gesellschaft war es seine einzige Lesung außerhalb der USA und Kanada überhaupt. Bukowski selbst wunderte sich über die Zuhörer in dem überfüllten Saal. "Das Publikum in Hamburg war komisch. Wenn ich ihnen ein Gedicht zum Lachen vorlas, lachten sie, aber wenn ich ihnen ein ernstes vortrug, gab es starken Beifall. Eine wahrhaft andere Kultur", schrieb er später. Mit seinen rund 60 Büchern, meist über die düstere Kehrseite des amerikanischen Traums - gern in vulgärer Sprache und mit durchaus autobiografischen Zügen - hat Bukowski vor allem in Europa Millionen von Lesern fasziniert.

Museumsdirektor verteidigt neue Kulturgutregelung

Proteste gegen die Novelle weist er zurück

Der Direktor des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin, Markus Hilgert, hat Proteste gegen die Novelle des Kulturgutschutzgesetzes zurückgewiesen. Derzeit müsse eine Wurst, die aus einem Drittland in die Europäische Union eingeführt werde, deklariert werden, ein antikes Kulturgut nicht. "Das ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten", sagte Hilgert in Berlin. Der vorliegende Gesetzentwurf greife endlich die Vorgaben der Unesco für Deutschland auf. Damit dürften Kulturgüter aus dem Ausland künftig nurmehr mit einer eindeutigen Ausfuhrbescheinigung des Herkunftsstaates nach Deutschland gebracht werden. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, pflichtete Hilgert bei. Er könne die Aufregung um die Frage des nationalen Kulturgutes und dessen Ausfuhr nicht nachvollziehen, denn die Frage der Einfuhr von Antiken aus dem Ausland sei viel wichtiger. Das neue Kulturgutschutzgesetz soll den grenzüberschreitenden Handel mit Kunst- und Kulturgütern klarer regeln. Hintergrund ist unter anderem der gestiegene Handel mit geraubten Kunstschätzen aus dem Nahen Osten.

Wim Wenders feiert 70. Geburtstag

Filmemacher mit internationalem Rennommé

Der deutsche Filmregisseur Wim Wenders wird heute 70 Jahre alt. Bereits gestern hatten ihm Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Müller (SPD) gratuliert. "Kaum ein zweiter deutscher Filmemacher steht mit seinem Namen weltweit so sehr für den deutschen Film wie Sie", schrieb Grütters an Wenders. "Ein Geheimnis Ihres Erfolges ist sicher, dass Sie immer genau das gemacht haben, was Sie, so sagten Sie selbst einmal, machen wollten und machen mussten." Müller schrieb: "Wim Wenders hat den 'Himmel über Berlin' cineastisch ebenso zum Leuchten gebracht wie die Augen vieler Film- und Kinofreunde weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus." Der Regisseur habe mitgeholfen, das Bild der kreativen und innovativen Filmmetropole Berlin auch und gerade international zu prägen.

US-Komiker Steve Martin wird 70

Karrierestart als Luftballonbieger bei Disney

Der US-amerikanische Schauspieler und Comedian Steve Martin wird heute 70 Jahre alt. In den USA selbst ist sein Name mit der "Saturday Night Life" verbunden, für die er anfangs schrieb und später immer wieder als Stargast eingeladen wurde. International wurde Martin vor allem als Filmkomiker berühmt. Viele Werke wurden zu Kultfilmen, wie "Der Mann mit zwei Gehirnen", die "Drei Amigos", "Roxanne" und der "Vater der Braut". Sein Credo hatte Martin einmal so formuliert: "Ich denke nicht als Schauspieler, der unentwegt große, hehre Kunst machen will. Ich denke als Komiker. Mein Ziel ist es, das Publikum zum Lachen zu bringen, mit Intelligenz." 2013 wurde er auch endlich mit dem Oscar geehrt, allerdings "nur" für das Lebenswerk.

Tim-Burton-Ausstellung in Brühl

Film-Regisseur stellt Wanderausstellung persönlich vor

US-Regisseur Tim Burton stellt am Vormittag seine Ausstellung "The World Of Tim Burton" persönlich in Brühl vor. Nach Angaben des Max Ernst Museums wird sie zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag. Zu sehen sind mehr als 500 Zeichnungen, Gemälde, Filmpuppen, Fotografien, Dokumente und andere Dinge aus der Karriere des Regisseurs, der in seinen Werken ("Edward mit den Scherenhänden", "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Sleepy Hollow", "Batman") Märchen, Gruselgeschichten, Träume aber auch Popkultur aufgreift.

"Sesamstraße" wechselt zum Pay-TV

Neuer Sender ermöglicht mehr Produktionen

Nach 45 Jahren im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der USA wechselt die Sesamstraße zum Bezahlkanal HBO. Die Produzenten des beliebten Kinderprogramms teilten mit, dass mit dem Wechsel fast doppelt so viele neue Episoden möglich seien wie bisher. Vom Herbst an soll die "Sesamstraße" für fünf Staffeln auf dem Bezahlsender zu sehen sein. Bislang lief das Programm im frei empfangbaren Sender PBS. Dort sollen die neuen Folgen auch weiter kostenlos zu sehen sein - allerdings erst neun Monate nach der Erstausstrahlung auf HBO. Seit 1969 wurden mehr als 4300 Folgen der "Sesamstraße" produziert. Die Sendung erreicht mehr als 156 Millionen Kinder in rund 150 Ländern.

Luzern: Riccardo Chailly folgt auf Claudio Abbado

Ab Sommer 2016 wird Chailly neuer Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra

Scala-Musikdirektor Riccardo Chailly übernimmt den Posten des Chefdirigenten beim Lucerne Festival Orchestra. Ab Sommer 2016 tritt der 62-jährige laut einem Bericht der Neuen Züricher Zeitung damit die Nachfolge von Claudio Abbado an, der im Januar 2014 verstarb. Der Vertrag gilt zunächst für fünf Jahre und sieht vor, dass Chailly das Orchester in jeweils vier oder fünf Konzerten während der Festivalsommer dirigiert. Laut NZZ wolle der Italiener das musikalische Profil des Orchesters wie auch des Festivals weiterentwickeln, ausdrücklich "sowohl in der Schweiz als auch weltweit. Lange hatte der Dirigent Andris Nelsons als einziger Kandidat für den Posten gegolten.

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