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Kulturnachrichten

Dienstag, 28. Juli 2015

Schlagzeugstock-Erfinder Vic Firth ist tot

US-Musiker und Firmengründer im Alter von 85 Jahren gestorben

Der Erfinder moderner Schlagzeugstöcke, Vic Firth, ist tot. Wie die nach ihm benannte Firma mitteilte, starb er im Alter von 85 Jahren. Seine "grenzenlose Leidenschaft für die Musik beeinflusste alle seine Entscheidungen", hieß es in einer Erklärung. Wann und woran Firth starb, wurde zunächst nicht bekannt. Firth stammte aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und spielte als Perkussionist beim Boston Symphony Orchestra. Weil er mit den damals verwendeten Trommelstöcken und Schlägeln nicht zufrieden war, baute er sich kurzerhand seine eigenen. "Es war nicht nur die Qualität der Schlagzeugstöcke, es war die fehlende Auswahl", erinnerte er sich später. 1963 gründete Firth seine eigene Firma. Die von ihm produzierten Stöcke und Schlägel werden mittlerweile von Musikern auf der ganzen Welt genutzt. 2010 fusionierte das Unternehmen mit dem Beckenhersteller Zildjian.

IS greift Teilnehmer einer australischen Doku-Sendung an

Australischer Sicherheitsexperte wirft dem Sender schwere Versäumnisse vor

Teilnehmer einer australischen TV-Sendung sind in Syrien von Kämpfern der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) angegriffen worden. Drei der sechs Australier, die sich für das Doku-Format "Go Back Where You Came From" des Senders SBS in die Heimat von Flüchtlingen in Krisengebieten begeben, gerieten unter Beschuss. Aufnahmen zeigen, wie die Gruppe flieht und Schutz hinter Gebäuden sucht, während in der Nähe Mörsergranaten abgefeuert werden. Nach Angaben des Senders geschah der Zwischenfall während der Dreharbeiten in einem syrischen Dorf, das von kurdischen Kämpfern gegen die IS-Miliz verteidigt wird. Die Teilnehmer der Show seien von einem privaten Sicherheitsdienst begleitet worden. "Die bewaffneten Sicherheitskräfte waren auf einen solchen Vorfall vorbereitet und handelten schnell, um die Teilnehmer und das Drehteam an einen sichereren Ort zu bringen." Eine solch brenzlige Situation sei nicht geplant gewesen, sei aber in einem Kriegsgebiet auch nicht auszuschließen, erklärte SBS. Ein australischer Sicherheitsexperte warf dem Sender hingegen schwere Versäumnisse vor. Die Gruppe sei einem "erheblichen Risiko" ausgesetzt gewesen, sagte der frühere Soldat Justin Bowden. Die Teilnehmer hätten außer schusssicheren Westen auch Helme tragen müssen.

Norbert Miller hält Laudatio auf Friedenspreisträger

Preis wird am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse überreicht

Der Literaturwissenschaftler Norbert Miller (78) hält am 18. Oktober die Laudatio auf den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, den Schriftsteller und Essayisten Navid Kermani. Dies teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Der in München geborene Miller war von 1972 bis 2005 Professor für Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Technischen Universität in Berlin. Er ist Initiator und Herausgeber der Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" und gründete 1963 das Literarische Colloquium Berlin. Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche überreicht.

Bad Hersfelder Festspiele erreichen Rekordmarke

Veränderungen wurden vom Publikum angenommen, so der Intendant

Bereits vor dem Finale haben die Bad Hersfelder Festspiele erstmals in einer Spielzeit mehr als drei Millionen Euro mit Ticketverkäufen eingenommen. "Die Veränderungen, die ich mir gewünscht habe und der Bad Hersfelder Magistrat erfreulicherweise mitgetragen und ermöglicht hat, sind vom Publikum sehr gut angenommen worden", sagte Intendant Dieter Wedel (72) kurz vor dem Ende der 65. Saison des Freilicht-Festivals. Wedels Konzept gehe auf, betonte Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos). Details aus Wedels Premieren-Spielzeit etwa zur Auslastung sowie genauen Einnahmen und Ausgaben gibt es erst nach dem Ende der Saison. Im nächsten Jahr will Wedel das Festival weiter verändern.

Prominente unterschreiben Protestbrief

Amnesty International soll sich nicht für Entkriminalisierung von Prostitution einsetzen

Die Oscar-Preisträgerinnen Meryl Streep, Kate Winslet und Emma Thompson haben einen Protestbrief an Amnesty International gegen die Entkriminalisierung von Prostitution unterschrieben. Mehr als 3300 Menschen unterzeichneten bisher eine entsprechende Online-Petition an die Menschenrechtsorganisation. Sie sehen eine mögliche Amnesty-Position für die Entkriminalisierung von Sexarbeit als Unterstützung der Ausbeutung von Frauen. Ein interner Strategieentwurf der Organisation mit Sitz in London war an die Öffentlichkeit gelangt, in dem es heißt: "Amnesty International ist gegen die Kriminalisierung oder Bestrafung von Tätigkeiten in Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf von einvernehmlichem Sex zwischen Erwachsenen."

Pfeiffer-Poensgen verteidigt Kulturgutschutzgesetz

Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder spricht sich für umstrittene Pläne aus

Die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, hat das geplante Gesetz zum Schutz von Kulturgut verteidigt. Isabel Pfeiffer-Poensgen sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", es gebe bereits seit langem einen Kulturgutschutz in Deutschland. Die Listen, welche national wertvollen Kunstwerke nicht ins Ausland abwandern dürfen, würden von den Bundesländern allerdings mit unterschiedlichem Engagement geführt. Dass die Bundesregierung nun versuche, mit einem systematischen Vorgehen einzelne bedeutende Kunstwerke für Deutschland zu sichern, sollte eigentlich jeder begrüßen, sagte Pfeiffer-Poensgen. Das Kulturgutschutzgesetz soll den grenzüberschreitenden Handel mit Kunst- und Kulturgütern strenger regeln. Hintergrund ist unter anderem der Handel mit geraubten Kunstschätzen aus dem Nahen Osten. Bei Künstlern, Sammlern und Auktionatoren stößt die geplante Regelung jedoch auf Kritik. So ließ etwa der Künstler Georg Baselitz Dauerleihgaben von ihm an deutsche Museen wie der Pinakothek der Moderne in München abziehen.

US-Pfadfinder lassen schwule Teamleiter zu

Vielbeachteter Schritt gegen Diskriminierung

Bei den US-Pfadfindern dürfen künftig auch Homosexuelle als Betreuer und Teamleiter tätig sein. Das teilte die Organisation mit, wie die "Washington Post" schrieb. Zuvor habe sich eine große Mehrheit im Führungsrat für den Kurs entschieden. Damit unternimmt die Bewegung, der laut Medien rund 2,4 Millionen US-Jugendliche angehören, einen weiteren, vielbeachteten Schritt gegen Diskriminierung. Allerdings gab es auch hartnäckige interne Gegner. Bisher wurden erwachsene schwule Betreuer, Gruppenleiter und Angestellte nicht geduldet. Diese alten Statuten drohten, das Image der über 100 Jahre alten Bewegung zu beschädigen - auch angesichts von mehr Toleranz in der amerikanischen Gesellschaft.

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