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Kulturnachrichten

Freitag, 8. August 2014

Bad Hersfelder Festspiele bilanzieren Minus bei Ticketverkauf

Defizit von fast 300 000 Euro

Die Bad Hersfelder Festspiele haben nach städtischen Angaben unter dem fristlos entlassenen Intendanten Holk Freytag in dieser Saison die finanziellen Erwartungen nicht erfüllt. Der Wirtschaftsplan habe Einnahmen aus Eintrittsgeldern in Höhe von rund 3,18 Millionen Euro vorgesehen. Erzielt worden seien aber nur etwa 2,89 Millionen Euro, berichtete heute die Stadt. Das Ergebnis entspreche nicht den Erwartungen. Freytag war nach langem Streit um die Finanzen noch während der laufenden Festspiele entlassen worden. Die Stadt lobte in ihrer Bilanz zugleich die "hohe Qualität der Inszenierungen" der diesjährigen Festspiele, die am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen waren.

Abriss der Kunsthalle Mannheim kann Montag beginnen

Bürgerinitiative gegen Abriss gescheitert

Der Abriss der Kunsthalle Mannheimer steht nun nach jahrelanger Planung kurz bevor. Am kommenden Montag wird die Baustelle eingerichtet. «Wir operieren hier am Herzen Mannheims, das ist allen Baubeteiligten sehr bewusst», sagte Kunsthallendirektorin Ulrike Lorenz der Nachrichtenagentur dpa in Mannheim. «Es ist der schönste Platz der Stadt, demzufolge gibt es auch großes Verständnis auf unserer Seite, dass die Bürgerschaft besorgt ist.» Eine Bürgerinitiative war kürzlich mit einer Petition gegen den Abriss der Kunsthalle gescheitert. Der Neubau soll 2017 fertig sein.

Achenbach-Insolvenzverwalter: Streit mit Aldi-Erben verursachte Zahlungsunfähigkeit

Düsseldorfer Amtsgericht hat Anwalt Marc d'Avoine zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt

Der Kunstberater Helge Achenbach sitzt seit knapp zwei Monaten in Untersuchungshaft. Drei Unternehmen seiner Firmengruppe sind zahlungsunfähig. Nun ist der Insolvenzverwalter am Zug. Er sieht im Rechtsstreit zwischen dem inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach und den Aldi-Erben die Ursache für die Insolvenz. Die rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Achenbach und der Erbengemeinschaft des im November gestorbenen Berthold Albrecht hätten eine existenzielle Krise der Unternehmensgruppe verursacht, teilte ein Sprecher des Verwalters am Freitag mit.

Edinburgh International Festival eröffnet heute

Rund 2500 Künstler aus 43 Nationen werden in der schottischen Hauptstadt erwartet

Das Festspiel der Superlative bietet einen Monat lang Kultur pur - von Theater über Literatur, Oper, Komödie, Kabarett und Tanz. Zwei Themen stehen beim Edinburgh Festival 2014 im Vordergrund: Das Verhältnis zwischen Kultur und Konflikt - 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs - und die Frage von Identität und Nation. Teilnehmer aus Deutschland sind unter anderem Ute Lemper, das Tanztheater Pina Bausch, das Hamburger Thalia-Theater und Heiner Goebbels mit dem Ensemble musikFabrik.

Digitalisierung von Filmerbe wird mit einer Million Euro gefördert

Viele analog gedrehte Filme sind heute nicht mehr im Kino sehen

"Filme aus der Vergangenheit sind sensible Zeitdokumente unserer Kultur", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Deshalb müssten sie für die Öffentlichkeit und für künftige Generationen erhalten bleiben. Manche alten Filme drohen wegen ihres alten Materials sogar zu verfallen. Sie werden deshalb nach und nach digitalisiert. Die Fördergelder gehen zu gleichen Teilen an die Deutsche Kinemathek, das Deutsche Filminstitut, die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und die DEFA-Stiftung.

Schriftsteller Ror Wolf bekommt Georg-K.-Glaser-Preis

Berühmt machten Wolf seine Hörspiel-Collagen aus den Fußballstadien

Seine Werke seien gespickt mit Humor und gleichzeitig eindrucksvolle Kunstwerke der deutschen Sprache, sagte die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen. Wolf begeistere nicht nur Literaturexperten, sondern auch Fußballfans und Lokalpatrioten. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro verbunden und wird im November verliehen. Wolf hat zahlreiche Bücher, Essays und Gedichte veröffentlicht. Für seine Collagen begleitete er jahrelang die Spiele von Eintracht Frankfurt, zerschnippelte Zitate von Fußballern, Kommentatoren und Zuschauern und ließ daraus neue Werke entstehen.

Ernst Barlach Preis vergeben

Chinesischer Bildhauer erhält mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung

Sowohl die Werkauswahl des Preisträgers Wang Shugang als auch das außergewöhnliche "Beijing Berlin Projekt" rücken den kulturellen Dialog zwischen China und Europa in ein neues Blickfeld, teilte die Ernst Barlach Gesellschaft heute in Hamburg mit. Wang Shugang, geboren 1960, studierte Bildhauerei an der Central Academy of Fine Arts in Peking und emigrierte 1989 nach Deutschland. Er lebte und arbeitete als Bildhauer im Ruhrgebiet und kehrte im Jahr 2000 nach China zurück. Der Preis wird am 31. August verliehen, gleichzeitig eröffnet im Ernst Barlach Museum Wedel eine Ausstellung mit Skulpturen von Wang Shugang.
Der Ernst Barlach Preis wird in unregelmässigen Abständen vergeben. Vor Wang Shugang war der in Hamburg lebende Maler Frank Wiebe im Jahr 2011 ausgezeichnet worden.

Milliardär Pinault bespielt weltweit Museen - nur in Deutschland nicht

Schau in Deutschland könne sich der Kunstsammler aber vorstellen

Der 77-jährige Industrielle Pinault besitzt eine der größten privaten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Über die Größe seiner Kunstsammlung wird viel spekuliert. "Darüber gibt es viele Gerüchte", sagt Martin Bethenod, der Direktor der Pinault-Sammlung, ausweichend. Sie sei auf jeden Fall ausreichend groß, um weitere Ausstellungen organisieren zu können. In Deutschland hat Pinault bislang noch nie eine Ausstellung gezeigt. Das könnte sich bald ändern. Man habe Projekte, orakelte Bethenod. Mit welchem Museum man in Verhandlungen stehe? In Deutschland gebe es viele große Museen. Genaueres könne er jetzt noch nicht sagen.

Fortsetzung von "Der kleine Prinz" erscheint im August

Siebzig Jahre nach dem Tod von Antoine de Saint-Exupery erscheint die Weitererzählung seines Weltbestsellers.

Der französische Autor Emile Vigneron ergänze mit seinem Buch "Der große Prinz" die Grundthese des "Kleinen Prinzen", dass man nur mit dem Herzen gut sehe, teilte der Verlag Random House in Gütersloh mit. Im Fortsetzungsbuch ist der große Prinz Schäfer geworden und zieht mit seiner Schafherde um die Welt. Dabei erlebt er zahlreiche Abenteuer, die ihn schließlich in den New Yorker Central Park führen. Doch auch dort ist die Suche noch nicht zu Ende. Das Buch wurde vom deutschen Zeichner Peter Menne illustriert und soll im August in die Buchhandlungen kommen.

Firmen des inhaftierten Kunstberaters Achenbach melden Insolvenz an

Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte, dass Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt wurden

Die drei Unternehmen seien zahlungsunfähig, teilte die Achenbach-Gruppe mit. Als Grund gab die Gruppe an, dass "wesentliche Vermögenswerte derzeit durch gerichtliche Verfügungen blockiert und Kunstgegenstände und Konten" gepfändet seien. Mit einer angestrebten Planinsolvenz wolle man die Sanierung der Gruppe erreichen. Helge Achenbach war im Juni nach der Rückkehr von einer Kunstaktion im WM-Quartier der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien am Flughafen festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen und gefälschten Rechnungen an den Aldi-Erben Berthold Albrecht weiterverkauft zu haben. Er sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft.

36.000 Bücher der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar restauriert

Zehn Jahre nach dem Brand im September 2004 stehen die brandgeschädigte Bände wieder zur Verfügung

Seit der Katastrophe mit einem Totalverlust von 50.000 Titeln seien zudem 41.000 alte Bücher neu in den Bestand integriert worden, teilte die Klassik-Stiftung am Donnerstag in der Thüringer Kulturstadt mit. Dazu gehörten über 10.000 Ersatzexemplare für verbrannte Bücher. Die sanierte historische Bibliothek wurde drei Jahre nach dem Brand im Herbst 2007 wiedereröffnet.

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