Seit 04:05 Uhr Tonart

Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 04:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Donnerstag, 28. August 2014

Peter von Matt erhält Frankfurter Goethepreis

Schweizer zählt zu den bedeutendsten Literaturwissenschftlern der Gegenwart

Der Literaturwissenschaftler Peter von Matt (77) wurde heute mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Matt sei ein profunder Kenner und geistreicher Interpret der deutschsprachigen Literatur, hieß es zur Begründung. Die Laudatio hält der Schriftsteller Michael Krüger. Der Goethepreis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre am 28. August, dem Geburtstag Goethes, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. "Peter von Matt zählt zu den bedeutendsten Literaturwissenschaftlern der Gegenwart", urteilte das Kuratorium des Goethepreises. Matt wurde 1937 im schweizerischen Luzern geboren und lebt bei Zürich. Von 1976 bis 2002 lehrte er als Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Er schrieb Bücher und Essays zu Literatur und Literaturgeschichte.

Kinderbuchautor Benno Pludra ist tot

"Bootsmann auf der Scholle" und "Die Reise nach Sundevit" zählten zur Schullektüre in der DDR

Benno Pludra, einer der bekanntesten DDR-Kinderbuchautoren, ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 88 Jahren in einem Potsdamer Seniorenheim. Die Verlagsgruppe Beltz bestätigte entsprechende Medienberichte. "Wir trauern um den feinsinnigen Poeten der Kinder, den Liebhaber des Meeres, der uns mit seinen Erzählungen von Wind und Wellen verzauberte", heißt es auf der Facebook-Seite des Verlages Beltz.
Ob "Die Jungen von Zelt 13", "Die Reise nach Sundevit" oder "Sundus und der hafergelbe Hund": In den Regalen der Buchläden und Bibliotheken in der DDR hatten Bücher von Benno Pludra einen festen Platz. Und auch nach dem Fall der Mauer schrieb der Autor fleißig immer wieder neue Werke für junge Leser. Rund 40 Bücher von ihm erschienen binnen 50 Jahren. Dazu zählen etwa "Bootsmann auf der Scholle" (1959), "Der Waldkauz Hadubrand" (1988) und "Siebenstorch" (1991). Pludra erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den DDR-Nationalpreis für Kunst und Literatur sowie 2004 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Lebenswerk. Die Jury lobte ihn als „Anwalt seiner jungen Leser, der ihnen ohne pädagogisch aufgesetzten Gestus, allein mit der Kraft der Erfindung seiner Geschichten und der sprachlichen Meisterschaft den Wert von Idealen nahe zu bringen versteht“ Nun ist Pludra in Potsdam gestorben. Am 1. Oktober wäre er 89 Jahre alt geworden.

E-Book-Urteil: Anbieter dürfen Weiterverkauf der Dateien untersagen

Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßt Entscheidung

Anbieter von E-Book- und Hörbuch-Downloads dürfen den Weiterverkauf der Dateien untersagen. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm aus dem Mai dieses Jahres ist jetzt rechtskräftig geworden. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe heute bestätigte, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband seinen Einspruch gegen die Entscheidung des OLG zurückgenommen, eine Revision nicht zuzulassen.
Die Verbraucherzentrale hatte gegen einen Online-Händler geklagt, der das Verbot des Weiterverkaufs in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert hat.
Das nun rechtskräftige Urteil sei ein wichtiges, positives Signal, hieß es in einer Mitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Entstehung eines Gebrauchtmarktes für E-Books und Hörbücher könne weder im Sinne der Autoren, Verlage und Händler noch der Kunden sein. Der Primärmarkt für digitale Inhalte würde in einem solchen Fall völlig zusammenbrechen. "Für Verlage wäre es unmöglich, digitale Buchinhalte gut und kostengünstig für den Leser anzubieten, die Autoren angemessen zu vergüten und gemeinsam mit dem Handel weiter an nachhaltigen und kundenfreundlichen Download-Modellen für Bücher zu arbeiten", wurde der Justiziar des Börsenvereins, Prof. Christian Sprang, zitiert.

Berliner Maxim Gorki Theater ist "Theater des Jahres"

Gorki Theater schaffte es gleich im ersten Jahr mit neuer Intendanz auf Platz eins der jährlichen Liste

Die deutschsprachigen Theaterkritiker wählten die Berliner Bühne zum ersten Mal auf Platz eins der jährlichen Bestenliste. Damit zeichneten sie die neuen Intendanten Shermin Langhoff und Jens Hillje gleich für ihre erste Spielzeit an dem Haus aus.
Schauspielerin des Jahres ist Bibiana Beglau (43) vom Residenztheater München. Zum Schauspieler des Jahres wurde Peter Kurth (57) vom Schauspiel Stuttgart gewählt, wie aus der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Theater heute" hervorgeht. Zum besten Stück des Jahres wurde Sibylle Bergs am Berliner Maxim Gorki Theater uraufgeführtes Werk "Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen" gewählt. Mit Dimitrij Schaad kommt auch der Nachwuchsschauspieler des Jahres vom Gorki Theater. Beste Nachwuchsschauspielerin wurde Katharina Knap als Sonja im Stuttgarter "Onkel Wanja". "Für das mit Abstand größte Ärgernis des Jahres sorgte Matthias Hartmann und das Finanzdebakel am Wiener Burgtheater", lautet das Fazit der Kritikerumfrage von "Theater heute".

Goethe-Medaillen würdigen internationale Theater-Pioniere

Auszeichung im Rahmen des Weimarer Kunstfestes

Am 265. Geburtstag des Dichters verlieh das Goethe-Institut im Weimarer Stadtschloss heute die undotierten Ehrungen an die polnische Regisseurin Krystyna Meissner, den amerikanischen Regisseur Robert Wilson sowie posthum an den im März gestorbenen Opernregisseur Gerard Mortier. Damit verwies das Institut auf die Bedeutung der Theaterarbeit für den internationalen Kulturaustausch.
Die polnische Regisseurin und Festivalleiterin Krystyna Meissner habe zu einer starken Präsenz des deutschen Theaters in Polen beigetragen und gleichzeitig die Entdeckung des osteuropäischen Theaters für Westeuropa befördert, hieß es. Mit dem amerikanischen Regisseur und Designer Robert Wilson werde "eine international angesehene Persönlichkeit" geehrt, "die uns mit ihren Arbeiten neue Lesarten deutscher Kultur ermöglicht hat".
Die Entscheidung zur Ehrung des belgischen Intendanten Gerard Mortier fiel kurz vor seinem Tod. Das Goethe-Institut ehre ihn posthum als Erneuerer des Musiktheaters, der als "genialer Pionier neuer künstlerischer Ausdrucksformen" vor allem auch junge Zuschauer für große Inszenierungen begeistert habe.

63. Internationaler Musikwettbewerb der ARD beginnt in München

Über 300 Teilnehmer präsentieren ihr Können ab Montag

Bewerberrekord beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD: Insgesamt 519 junge Solisten und Ensembles aus 50 Ländern haben sich für den Wettstreit um die renommierten Preise angemeldet.
"Wir hatten etwa fünfzig Prozent mehr Bewerbungen als in den vergangenen Jahren", sagte Organisatorin Elisabeth Kozik am Donnerstag in München.
312 Teilnehmer wurden ausgewählt und präsentieren ihr Können von Montag (1. September) an bei der 63. Ausgabe des Wettbewerbs in München.

In vier Kategorien werden in diesem Jahr mehr als 170 000 Euro an die Preisträger vergeben, die Sieger werden durch die Landesrundfunkanstalten der ARD gefördert. «Attraktiver als das Preisgeld ist aber das Gütesiegel, das der Wettbewerb verleiht», sagte der Künstlerische Leiter, Axel Linstädt. Schließlich würden die Sieger bei den abschließenden Konzerten von 17. bis 19. September von einem der besten Orchester der Welt - dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - begleitet.
Gesucht werden in diesem Jahr nicht nur die besten Pianisten, Cellisten und Bläserquintette, sondern erstmals seit sieben Jahren auch wieder herausragende Schlagzeuger. Für die Teilnehmer wurden eigens 500 Instrumentenstücke zusammengestellt.
Der Musikwettbewerb der ARD gilt weltweit als einer der größten für klassische Musik. Die Preise werden jährlich in mehreren wechselnden Fächern vergeben.

Salzburger Festspiele ziehen positive Bilanz

Zuspruch des Publikums auch für moderne Opern

Die Salzburger Festspiele haben eine wirtschaftlich positive Bilanz der diesjährigen Spielzeit gezogen. Die insgesamt 266 Vorstellungen hätten eine Auslastung von 93 Prozent erzielt, teilte das Direktorium am heute mit. Die Festspiele enden am 31.August.
Mehr als 271 000 Musik- und Theaterfreunde werden nach Angaben der Veranstalter dann die Opern, Konzerte, Theateraufführungen und Sonderveranstaltungen besucht haben. Es wurden Eintrittskarten im Wert von 29,1 Millionen Euro verkauft. Die Festspiele seien "guten Mutes", dass sie das Budget von knapp über 61 Millionen Euro einhielten, sagte Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler. 79 Prozent des Etats seien selbst erwirtschaftet.
Intendant Alexander Pereira zeigte sich erfreut über den Zuspruch auch für moderne Opern. "Das geht nirgends sonst als in Salzburg, dass man für moderne Oper derart viele, immerhin auch bis zu 300 Euro teure Karten verkaufen kann."

New Yorker Guggenheim Museum widmet Künstlergruppe Zero große Schau

Erste große Schau über die Avantgarde-Gruppe in einem US-Museum

Das New Yorker Guggenheim Museum widmet der vor allem in den 1960er Jahren aktiven Düsseldorfer Künstlergruppe Zero eine umfassende Ausstellung. Vom 10. Oktober an sollen unter anderem Werke von Heinz Mack, Günther Uecker, dem Mitte Juli gestorbenen Otto Piene und etlichen anderen Künstlern zu sehen sein. Piene und Mack hatten die Avantgarde-Gruppe 1957 in Düsseldorf gegründet, weil sie einen Neuanfang in der zeitgenössischen Kunst wollten. Knapp zehn Jahre später löste sich die Zero-Gruppe wieder auf, aber Künstler auf der ganzen Welt verfolgten ihren avantgardistischen Ansatz weiter. Die Zero-Werke sollen bis zum 7. Januar in dem renommierten Guggenheim Museum am New Yorker Central Park zu sehen sein.

"Die geliebten Schwestern" ist deutscher Oscar-Beitrag

Die Verleihung der Oscars findet am 22. Februar in Hollywood statt

Die Dreiecksgeschichte "Die geliebten Schwestern" von Dominik Graf geht für Deutschland ins Rennen um die Oscars. Das teilte die Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, in München mit. Für diese Entscheidung hatten neun Juroren 17 deutsche Filme gesichtet. Für Grafs Film über die Liebesgeschichte um Friedrich Schiller und zwei Schwestern ist dies allerdings nur die erste Hürde. Nur fünf Filme werden am Ende für den besten nicht-englischsprachigen Film nominiert. Welche das sein werden, soll am 15. Januar 2015 feststehen.

Roms städtische Museen erhöhen Ticketpreise

Besuch in sieben kleineren Museen dafür künftig gratis

Die großen städtischen Museen Roms haben ihre Eintrittspreise erhöht. Ein bis zwei Euro mehr müssen Touristen künftig in insgesamt zehn kommunalen Sammlungen zahlen, wie römische Medien heute meldeten. Darunter sind etwa die Kapitolinischen Museen, das Museum der Kaiserforen oder die Trajansmärkte. Römische Bürger zahlen weiterhin etwas weniger.
Die Stadtverwaltung sprach von einer maßvollen Erhöhung, die der angespannten Finanzlage der italienischen Hauptstadt geschuldet sei.
Umgekehrt sei der Besuch in sieben kleineren Museen künftig gratis. Damit wolle die Kommune Besucher anregen, auch weniger bekannte Meisterwerke der römischen Kunstgeschichte zu besichtigen.
Nach der neuen Preisordnung kostet der Eintritt etwa in den Kapitolinischen Museen, einer der weltweit größten Sammlungen antiker Kunst mit mehr als 400.000 Besuchern jährlich, künftig 15 statt wie bisher 13 Euro.

Kulturnachrichten hören

August 2014
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur