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Kulturnachrichten

Montag, 25. August 2014

Insolvenz Achenbachs: Werke dürfen in Museen bleiben

Museen im Rheinland können vorerst aufatmen

Leihgaben des in U-Haft sitzenden Kunstberaters Achenbach, die versichert sind, dürfen grundsätzlich in den Museen bleiben. Dies teilte der Insolvenverwalter der Achenbach-Gruppe mit und auch, dass einzelne Objekte verkauft werden sollen. Welche und wie viele ließ er offen.
Achenbach steht unter Betrugsverdacht. Ihm wird vorgeworfen, Rechnungen für Kunstwerke und Oldtimer nach oben frisiert und seine Kunden um
Millionen-Summen betrogen zu haben. Die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht hatte zuerst Anzeige gegen ihn erstattet, sie fordert knapp 20 Millionen Euro Schadensersatz.
Komplizierter sieht es mit der Zukunft der wertvollen Kunstsammlung "Rheingold" aus, an der Achenbach und mehrere Unternehmer beteiligt sind. Zwar ist die Sammlung nach Angaben des Insolvenzverwalters nicht vom Insolvenzverfahren betroffen, da sie nicht zum Vermögen der Achenbach Kunstberatung zähle. Allerdings hatte die Staatsanwaltschaft Essen die privaten Anteile Achenbachs an der Sammlung kurz nach dessen Inhaftierung im Juni sperren lassen. Auch hier ist bislang unklar, um welche Kunstwerke es sich handelt.

Museum der Bayerischen Geschichte zum 100.

Unesco befürwortet Pläne des Freistaats

Das Museum, das die Geschichte Bayerns nachvollziehbar machen will, soll am Donauufer in Regensburg gebaut werden und bis 2018 fertig sein - dann feiert der Freistaat sein 100-jähriges Bestehen.
Die Unesco hat das Projekt für gut befunden, teilte das Kultusministerium in München nun mit. Das "Haus der Zukunft für die Geschichte der Gegenwart" will zeigen, "wie der Freistaat Bayern wurde, was er heute ist und was ihn so besonders macht". Der Architektenwettbewerb habe "die Einbettung des Museums in das Weltkulturerbe" bereits mit berücksichtigt, erklärte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU). Regensburgs mittelalterliche Innenstadt gehört seit 2006 zum Weltkulturerbe.

Superman-Heft für über drei Millionen Dollar versteigert

Teuerster Comic der Welt

Mit einem Auktionsrekord von 3,2 Millionen Dollar ist ein erstes Superman-Heft zum mit Abstand teuersten Comic der Welt geworden. Eine eBay-Auktion für ein «Action Comics No. 1» von 1938 endete am Montag bei umgerechnet 2,4 Millionen Euro. Damit erzielte das Heft gut eine Million mehr als der bisherige Spitzenreiter. Vor drei Jahren war ein Comic für 2,16 Millionen Dollar verkauft worden - auch damals war es ein «Action Comics No. 1». Das jetzt versteigerte Heft war einst für zehn Cent erworben und dann acht Jahrzehnte unter Idealbedingungen aufbewahrt worden. Es gilt als Heiliger Gral der Comicsammler. Superman tritt hier zum ersten Mal auf, weltweit soll es nur noch 100 Exemplare geben.

Schiffswrack vor Malta entdeckt

Phönizier-Boot von 700 vor Christus

Taucher haben eines der ältesten je im Mittelmeer gefundenen Schiffswracks entdeckt. Es handele sich um ein ursprünglich etwa 15 Meter langes phönizisches Boot, das rund 700 Jahre vor Christus gebaut worden sei, teilte Maltas Kulturminister mit.
Das Schiff sei rund 1,6 Kilometer vor der Küste in 120 Metern Tiefe gefunden worden. Die Taucher stießen nach Medienberichten auch auf rund 50 Amphoren und 20 Mühlsteine, die zur Ladung gehört haben sollen. Teile davon seien geborgen worden. Die Phönizier waren ein Händler- und Seefahrervolk, das seine Blütezeit zwischen 1200 und 800 v. Chr. erlebte.

Falsche Umlaufbahn: Schicksal der Satelliten ungewiss

Kommission soll Panne untersuchen

Die Zukunft der zwei auf eine falsche Umlaufbahn gebrachten Satelliten für das geplante europäische Navigationssystem Galileo bleibt unklar. Erst in einigen Tagen dürfte sich zeigen, ob es gelingen könnte, die Hightech-Geräte doch noch in den Zielorbit zu bringen, hieß es aus dem Umfeld des Satelliten-Kontrollzentrums der Europäischen Raumfahrtorganisation (Esa). Die Kontrolleure hätten Kontakt zu den Satelliten.
Eine Kommission soll nun untersuchen, wie es zu der schwerwiegenden Panne kommen konnte. Die beiden Satelliten waren am Freitag vom Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana ins All gestartet, aber an einer falschen Stelle ausgesetzt worden. Der Fehler liegt nach Angaben aus Darmstadt nicht bei den Satelliten.

«IceBucket Challenge» sorgt für Spendenregen

Der Internet-Trend hat das Spendenaufkommen bei der ALS-Ambulanz der Berliner Charité vervielfacht.

Bis Montag seien mehr als 450 Spenden eingegangen, sagte deren Leiter der Nachrichtenagentur dpa. Die Spenden zwischen 5 und 1500 Euro werden für Medikamentenforschung, aber auch für die Versorgung von ALS-Patienten verwendet. Der Herausforderung zur Eiskübeldusche stellten sich in den vergangenen Wochen Tausende Menschen, darunter viele prominente wie Otto Waalkes, Günther Jauch oder auch Bill Gates und George W. Bush.
Hintergrund ist eine Benefizaktion für die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). ALS führt zu einer Schädigung von Nervenzellen und ist in den meisten Fällen tödlich. Bei der amerikanischen ALS Association kamen durch die Aktion bislang mehr als 70 Millionen Dollar zusammen.

Kinosterben in der Ukraine

Konflikt schadet massiv auch der Kultur des Landes.

Wie die Fachzeitschrift «Filmdienst» heute in Bonn berichtete, ist die Zahl der Kinos in der Ukraine seit dem Jahr 1991 von 2.000 auf 400 zurückgegangen. Vor allem auf dem Land gebe es kaum noch Kinos. Für die Finanzierung ehrgeiziger Filmbildungs- und Filmförderinitiativen fehle das Geld. Die Angst vor einer weiteren Eskalation des Krieges dominiert nach Darstellung des Magazins die Stimmung unter Filmschaffenden. Auch die Filmförderung in der Ukraine stagniere.

Historisches Plumpsklo in Riga entdeckt

Das einstige stille Örtchen des Stadtgründers

Archäologen haben bei Ausgrabungen in der lettischen Hauptstadt Riga ein Plumpsklo aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Bei der sechs Meter unter dem Pflaster der Altstadt gefundenen Grube handelt es sich wahrscheinlich um die Toilette von Albert von Buxhoeveden, berichtet die Tageszeitung "Neatkariga Rita Avize". Demnach sei bekannt, dass "diese Stelle damals zum Grundstück des Erzbistums gehörte und sich dort die Dienstresidenz des Erzbischofs befand". Der Bremer Domherr von Buxhoeveden hatte Riga 1201 als Handels- und Missionsvorposten an der Ostsee gegründet.

Richard Attenborough ist tot

Britischer Schauspieler und Regisseur starb im Alter von 90 Jahren.

Attenborough war mehr als sechs Jahrzehnte einer der wichtigsten Vertreter des britischen Films, sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur. Premierminister David Cameron würdigte ihn am Abend als einen der «Großen der Filmwelt».
Mit seiner Rolle als Pinky in der Verfilmung des Graham Greene-Romans «Brighton Rock» gelang Attenborough 1947 der erste große Durchbruch. Sein größter Erfolg als Regisseur war «Gandhi», ein Film über den indischen Unabhängigkeitskämpfer, der 1982 mit acht Oscars ausgezeichnet wurde - unter anderem für die beste Regie und den besten Film.

Attenboroughs Gesundheitszustand hatte sich nach einem Sturz bereits Ende 2008 verschlechtert. Zuletzt lebte er mit seiner langjährigen Frau Sheila in einem Seniorenheim.

Miley Cyrus gewinnt MTV Award für Video des Jahres

Sängerin gewinnt die Trophäe für ihr Skandalvideo «Wrecking Ball».

Ihr freizügiger Clip, in dem sie nackt auf einer Abrissbirne sitzt, ging um die Welt. Am Sonntag sicherte sich US-Teeniestar Miley Cyrus mit «Wrecking Ball» bei den «MTV Video Music Awards» in Kalifornien den Preis für das beste Video des Jahres. Cyrus ließ damit andere Branchengrößen wie Pharrell Williams ("Happy") sowie Beyoncé und deren Ehemann Jay-Z ("Drunk in Love") hinter sich.
Anstatt persönlich auf die Bühne zu treten, schickte sie einen Obdachlosen nach vorne, der im Namen der 1,6 Millionen Kinder und Jugendlichen ohne Obdach in den USA eine Rede halten durfte.

Odenwaldschule startet mit Auflagen ins neue Schuljahr

Nach einer Rettung in letzter Minute muss Reforminternat viele Auflagen erfüllen.

Die Betriebserlaubnis gilt nach Skandalen, Streit und Geldsorgen zunächst nur für dieses Schuljahr 2014/2015.
Die Situation der Schule war selbst 2010 nicht so kritisch, als ein lange zurückliegender Missbrauchskandal mit mindestens 132 Opfern hochkochte. Weil es sich um eine Privatschule handelt, beginnt der Unterricht zwei Wochen früher als sonst in Hessen. Das Sozialministerium entzog vergangene Woche nach neuen Vorwürfen in diesem Jahr die gewohnte Betriebserlaubnis. Die neue ist nur bis zum Sommer 2015 befristet und enthält Auflagen.

Kunstpreise auf Schloss Neuhardenberg verliehen

Ehrungen für Brandenburger Künstler und Kulturmanager

Auf Schloss Neuhardenberg ist zum elften Mal der Brandenburgische Kunstpreis verliehen worden. Den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten erhielt am Sonntag der Kulturmanager Bernd Kauffmann, wie die Staatskanzlei mitteilte. Er leitet die Stiftung Schloss Neuhardenberg. Das Schloss im Landkreis Märkisch-Oderland habe sich durch Kauffmann zu einem zentralen Anziehungspunkt in der brandenburgischen Kulturlandschaft entwickelt, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Den Nachwuchsförderpreis erhielt der 1981 in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) geborene Fotograf Alexander Janetzko. Der "Brandenburgische Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung" ging an die Berliner Bildhauerin Sonja Eschefeld, die Cottbuser Malerin Mona Höke und den Grafiker Ralf Hentrich aus Altglobsow (Oberhavel), wie die Stiftung Schloss Neuhardenberg mitteilte.

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