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Kulturnachrichten

Mittwoch, 20. August 2014

Staatliche Auszeichnung: Imre Kertesz nimmt Orden der ungarischen Regierung an

Der 84jährige war zusammen mit seiner Ehefrau zur Verleihung in Budapest erschienen. Der "Orden des Heiligen Stephan" ist die höchste staatliche Auszeichnung Ungarns.

Staatspräsident Janos Ader würdigte bei dem Staatsakt das Lebenswerk des Literaturnobelpreisträgers.
Im Vorfeld hatte beispielsweise das Onlineportal Index.hu Kertesz davor gewarnt, sich zum "Holocaust-Clown“der rechtskonservativen Regierung machen zu lassen. Der ungarische Schriftsteller Rudolf Ungvary hatte von einer "Absolution" gesprochen, die Kertesz Regierungschef Victor Orban erteilen würde.

Wie liest sich Charles Bukowski auf Persisch? Erstmal sollen im Iran seine Liebesgedichte veröffentlicht werden

Wie der Verlag «Land der Ahuraji» mitteilte, wurden die Werke des exzentrischen Schriftsellers von Aliresa Behnam ins Persische übersetzt. Unklar ist, wie nahe die Übersetzung dem Original kommt.

Im Iran müssen alle Bücher dem Kontrollgremium des Kultusministeriums vorgelegt werden. Eine Genehmigung kann auch noch nach der Veröffentlichung wieder entzogen werden.
Die «Erinnerung an meine traurigen Huren» von Gabriel Garcia Marquez, durfte nur veröffentlicht werden, weil im Titel der Begriff "Schätzchen" benutzt wurde. Weil der Roman im Nachhinein von der Zensur als unmoralisch und "prostitutionsfördernd" kategorisiert wurde, zahlten Iraner nach dem Verbot auf dem Schwarzmarkt den doppelten Preis.

In den Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen des 1994 gestorbenen Charles Bukowski geht es vor allem um Sex und Alkohol.

Josef Haslinger: Amazon bietet amateurhaftes Ambiente

Präsident des PEN-Zentrums Deutschland unterstützt Autoren-Protest gegen Online-Buchhändler

Wenn Autoran ausschließlich bei Amazon publizierten, so Josef Haslinger, dann landeten sie "auf dem Abstellgleis. Wann haben Sie je im Feuilleton eine Rezension über ein Buch gelesen, das nur bei Amazon erschienen ist? Man ist von vornherein in einem relativ amateurhaften Ambiente gelandet. Zwar kommt man leicht zu einer Veröffentlichung, aber man wird von der seriösen Buchkritik nicht beachtet."

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur stellte sich der Präsident des PEN-Zentrums hinter die mittlerweile rund 1000 deutschsprachigen Schriftsteller, die einen Offenen Brief an Amazon-Chef Jeff Bezos unterzeichnet haben. Darin werfen sie dem Konzern vor, gezielt Empfehlungslisten zu manipulieren und Bücher bestimmter Verlage verzögert auszuliefern, um höhere Rabatte durchzusetzen. "Es ist nicht so, dass wir Amazon in Bausch und Bogen verdammen. Aber es gibt bestimmte Geschäftspraktiken, die abgestellt werden müssen", so Haslinger. "Amazon versuchte von Beginn an, mit ständig neuen Anläufen die Buchpreisbindung auszuhebeln. Das geht nicht. Die gesamte Branche ist auf die Buchpreisbindung angewiesen."

Haslinger denkt, dass der Brief von Amazon ernst genommen wird. Der Online-Händler müsse in der Buchbranche um sein Image bemüht sein. Falls Amazon seine Praxis beibehalte und Autoren in Geiselhaft für Streit mit einzelnen Verlagen nehme, seien "durchaus auch noch weitere Schritte denkbar". Autoren "sind auch ein ökonomischer Faktor", daher könnten sie durchaus Druck machen.

Berlin-Brandenburg deutscher Filmstandort Nummer 1: Medienboard bilanziert 2013

Im vergangenen Jahr wurden 339 Film- und Standortprojekte mit insgesamt 29,3 Millionen Euro gefördert. Diese wiederum hätten zu Ausgaben in Höhe von 134,2 Millionen Euro in der Region geführt, teilte die Filmfördereinrichtung bei ihrer Jahresbilanz-Pressekonferenz mit.

Das Medienboard bezeichnete 2013 als ein in jeder Hinsicht besonders gutes Jahr für die Filmbranche in der Hauptstadtregion und verwies auf 2.573 Drehtage, an denen unter anderem «The Monuments Men» mit George Clooney und «The Grand Budapest Hotel» von Wes Anderson entstanden.
Sieben geförderte Filme gehörten zu den meistgesehenen deutschen Produktionen, darunter die Produktion «Fack ju Göhte». Um diese Entwicklung für Fernsehfilme voranzutreiben, wurden erstmalig 320.000 Euro für in das Programm "Serielle TV-Pilot-Förderung" investiert.

Digitalisierungshilfe für kleine Kinos: Bundesregierung legt Förderprogramm auf

«Kinos sind wichtige gesellschaftliche Begegnungsorte und unverzichtbare Bausteine unserer kulturellen Infrastruktur», teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit.

Weil vor allem kleinere Kinos noch nicht "den Schritt in die digitale Ära geschafft" haben und die Mindestfördervoraussetzungen des 2013 beendeten Vorläuferprogramms nicht erreicht haben, sollen sie mit insgesamt 900.000 Euro unterstützt werden.

Die Kinos müssten einen wirtschaftlich nachhaltigen Spielbetrieb nachweisen können und in einem Bundesland liegen, das sich an der Finanzierung der Digitalisierungsmaßnahmen beteiligt. Als maximale Förderbeträge sind 12.500 Euro beziehungsweise 15.000 Euro pro Leinwand vorgesehen.

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