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Kulturnachrichten

Mittwoch, 13. August 2014

Lauren Bacall gestorben

Hollywood-Star wurde 89 Jahre alt

Sie sei am Dienstag friedlich in ihrem Appartement in New York gestorben, teilte die Organisation "Bogart Nachlass" unter Berufung auf die Familie der Schauspielerin mit. Mit "tiefer Trauer, aber auch großer Dankbarkeit für ihr erstaunliches Leben" werde ihr Tod bekanntgegeben. Bacall wurde 89 Jahre alt.
Lauren Bacall war gerade 19, als sie dem damals 44-jährigen Humphrey Bogart auf dem Set ihres ersten Spielfilms begegnete. «Haben Sie mal Feuer?», war der berühmte Satz in der Anfangsszene von «Haben und Nichthaben» (1944), mit dem sie ihre Filmkarriere begann und das Herz des «Casablanca»-Stars entflammte.
Jung, verführerisch, mit grünen Augen und Whiskey-Stimme wurde sie seine letzte große Liebe. Der Ehe von "Bogie und Baby" waren nur elf Jahre beschieden. Bogart starb im Januar 1957, jetzt ist Bacall gestorben, 57 Jahre später.

Der traurige Komiker: Zum Tod von Robin Williams

Kollegen würdigen den großartigen Schauspieler

"Robin Williams war ein Gefreiter, ein Arzt, ein Genie, ein Kindermädchen, ein Präsident, ein Professor, ein Peter Pan und alles dazwischen. Er kam als Alien in unsere Leben - und berührte doch am Ende jede Faser des menschlichen Geistes." Mit diesen Worten hat US-Präsident Barack Obama auf den Tod des Oscar-Preisträgers reagiert.
Der 63jährige Schauspieler mit dem übersprühenden Witz hatte sich am Montag in seinem Haus im kalifornischen Tiburon das Leben genommen. Schon kurz nachdem bekannt geworden war, dass der unter schweren Depressionen leidende Williams tot in seinem Haus in Kalifornien gefunden worden war, kondolierten viele seiner Kollegen. "Unser Gelächter war der Donner, der ihn am Leben erhielt", twitterte Regisseur Steven Spielberg. "Eine echte Seele", schrieb Comedian Steve Martin und sein Kollege Steve Carell betonte: "Robin Williams hat die Welt ein bisschen besser gemacht."
Bekannt geworden war Robin Williams Ende der 70er Jahre in der TV-Serie "Mork vom Ork". 1998 erhielt er den Oscar für die beste Nebenrolle in dem Film "Good Will Hunting". Dreimal wurde er als bester Hauptdarsteller für den begehrten Filmpreis nominiert. Für "Good Morning, Vietnam", "Der Club der toten Dichter" und "König der Fischer".
Williams war bekennender Alkoholiker. Im Jahr 2006 war er nach 20 Jahren rückfällig geworden.

Moritzburg stellt August von Sachsen in den Mittelpunkt

Der evangelsiche Bischof wurde vor 400 Jahren geboren

Unter dem Titel "Im Land der Palme" zeigt die Moritzburg in Halle seit heute eine Ausstellung über August von Sachsen (1614-1680). Anlass ist dessen 400. Geburtstag. Der evangelische Bischof des Erzstifts Magdeburg und Fürst in Halle hat nach Angaben des Landeskunstmuseums eine politische und kulturelle Ära geprägt. Unter den rund 400 Exponaten der Schau sind Gemälde, Druckgrafiken, Skulpturen, Schmuck- und Dekorationsstücke sowie Jagdgeräte.
Die Palme ist in der Kunstgeschichte ein vielschichtiges Symbol, wie das Landeskunstmuseum betonte. Sie sei Symbol der Barockzeit, der Hoffnung nach Glanz, Freude und einem guten Leben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) musste sich August von Sachsen nach Angaben des Museums in äußerst schwierigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen behaupten. Die Ausstellung erinnere an die Auseinandersetzungen zwischen Katholizismus und Protestantismus im Zuge der Reformation. Die Schau ist bis zum 2. November zu sehen.

Deutscher Buchpreis 2014

Jury veröffentlicht Longlist

In Frankfurt am Main ist heute die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014 vorgestellt worden. Die siebenköpfige Jury hat 176 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2013 und dem 10. September 2014 erschienen sind oder noch erscheinen.
Die Jury des Deutschen Buchpreises hat 20 Romane in die engere Wahl für die Preisvergabe 2014 genommen "Immer wieder konnten wir neu und anders und überraschend erleben, wie durch Sprache Welten nicht schlicht abgebildet, sondern zu allererst erschaffen wurden", sagte Jurysprecherin Wiebke Porombka am Mittwoch in Frankfurt. Zur Auswahl gehören die jüngsten Werke von Angelika Klüssendorf («April»), Thomas Hettche («Pfaueninsel») und Michael Köhlmeier («Zwei Herren am Strand»). Auch Sasa Stanisic («Vor dem Fest»), Heinrich Steinfest («Der Allesforscher») und Feridun Zaimoglu («Isabel») sind vertreten. Bei den Themen handele es sich um «beschädigte und irrwitzige Innenwelten genauso wie produktiv irritierende, vermeintlich ferne Außenwelten, die aber mitunter mehr über die Gegenwart erzählen als das vordergründig Naheliegende», sagte Porombka.

Kelten-Ausstellung zeigt Bronze-Schätze vom Gräberfeld Hallstatt

Über 250 Fundstücke werden in sechs großen begehbaren künstlichen Salzblöcken gezeigt

In Herne eröffnet eine Ausstellung mit archäologischen Funden aus dem Gräberfeld im österreichischen Hallstatt. Unter dem Titel "Das weiße Gold der Kelten - Schätze aus dem Salz" zeigt das LWL-Museum für Archäologie vom 23. August bis 25.
Januar über 250 Fundstücke, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Herne mitteilte. Die Ausstellung wurde vom Naturhistorischen Museum Wien zusammengestellt und erzählt von der vom Salzbergbau geprägten Kultur von Hallstatt, den technischen Leistungen einer der ältesten Bergbauindustrien Europas, vom Handel mit dem Salz und dem damit gewonnenen Reichtum, aber auch von Kinderarbeit in dunkelster Tiefe, von Krankheiten und schwerer Arbeit. Die Sonderausstellung vereint Originalobjekte, Videoinstallationen und Multimedia-Shows.
Eines der Glanzstücke der Schau ist laut Angaben der Initiatoren ein um 600 vor Christus hergestelltes bronzenes Gefäß mit einem Henkel in Form einer Kuh, der ein Kälbchen folgt. Das Schöpfgefäß wurde 1858 in einem Frauengrab gefunden. Die religiösen Symbole auf dem Gefäß gäben einen Einblick in die Vorstellungswelten der Kelten der Hallstattzeit.
Auf dem Gräberfeld von Hallstatt, einem der reichsten und größten prähistorischen Friedhöfe Europas, wurden seit den ersten Ausgrabungen im 19. Jahrhundert 1.500 Gräber freigelegt. Insgesamt gehen Forscher von 6.000 Grabstätten aus. Der enorme Reichtum an Grabbeigaben ist auf die dortige Salzindustrie und den Salzabbau im ältesten noch in Betrieb befindlichen Bergwerk Europas zurückzuführen und war namengebend für eine ganze Kulturepoche.

Kammeroper Rheinsberg bekommt neuen Leiter

Siegfried Matthus übergibt Leitung an Sohn

Die Kammeroper Rheinsberg bekommt einen neuen Leiter - mit altbekanntem Nachnamen: Siegfried Matthus (80) reicht nach 24 Jahren an der Spitze das Zepter an seinen Sohn Frank (50) weiter. "Nach dem letzten Vorhang der Spielzeit 2014, nach der Aufführung von Mozarts Zauberflöte, wird Siegfried Matthus die Kammeroper-Schlüssel an Sohn Frank übergeben", sagte Bühnensprecherin Ute Schindler. Das werde ein hochemotionaler Akt, schließlich habe Vater Matthus die Kammeroper 1990 gegründet. Matthus inszenierte in den Sommermonaten 24 Jahre lang Opern-Premieren und setzte dabei auf eine Melange aus jungen Musikern und erfahrenen Opernmachern.
"Es war sein sehnlichster Wunsch, dass ich sein Nachfolger werde", erklärte Theatermacher, Regisseur und Schauspieler Frank Matthus. Der 50-Jährige tritt offiziell am 1. September die Nachfolge als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Kammeroper an. Er ist mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet und will neue Akzente setzen. Ein Programm habe er bereits erarbeitet. Ende Oktober will er es in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen.

Kunstpreis der Schering Stiftung geht an Kate Cooper

Ehrung ist mit Einzelausstellung verbunden

Die britische Künstlerin Kate Cooper, geboren 1984, bekommt den diesjährigen Kunstpreis der Schering Stiftung. Sie erhält die mit 10 000 Euro dotierte Ehrung am 20. September in Berlin, wie die Stiftung heute mitteilte. "Kate Cooper hat besonders innovative und überzeugende künstlerische Praktiken entwickelt, mit denen sie den Einfluss der neuen Technologien auf unser Alltagsverhalten hinterfragt", befand die Jury. Der Preis ist mit einer Einzelausstellung verbunden, die am 13. September im Berliner KW Institute for Contemporary Art eröffnet wird. Cooper ist Leiterin der Londoner Künstlerinitiative Auto Italia.

Burgenblogger für Mittelrheintal gesucht

Kanditat wird auf einer Burg wohnen

Ob Loreley, Burgen oder Flussschleifen - das Mittelrheintal ist einzigartig, leidet aber auch unter immensen Problemen. Nun soll ein Blogger über das Tal schreiben. Im Mittelrheintal ist darum ein besonderer Job zu vergeben: Gesucht wird ein Burgenblogger, der für ein halbes Jahr auf eine Burg zieht und über gute und schlechte Dinge der Region online berichtet. Das Ganze ist ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und der Koblenzer "Rhein-Zeitung" (RZ). Wohnen kann der Blogger von Mai bis Oktober 2015 in einem Zimmer auf der landeseigenen Burg Sooneck nördlich von Bingen. Pro Monat zahlt die Entwicklungsagentur 2000 Euro, wie ein GDKE-Sprecher erklärte.
Seit Jahren leidet das Tal mit seinen zahlreichen alten Gemäuern und seiner beeindruckenden Natur unter Bahnlärm, Raumnot und Bevölkerungsschwund. Ein unvoreingenommener Blick eines Betrachters von außen - des Burgenbloggers - soll helfen, neue Visionen zu entwickeln.
"Wir wollten als Zeitung nicht mehr nur darüber berichten, sondern uns auch aktiv einbringen", sagte RZ-Chefredakteur Christian Lindner.Der Burgenblogger sei eine Art Fortentwicklung des Stadtschreibers.
Bewerbungen sind noch bis zum 14. September möglich.

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