Dienstag, 22.10.2019
 

Kulturnachrichten

Donnerstag, 7. August 2014

Fortsetzung von "Der kleine Prinz" erscheint im August

Siebzig Jahre nach dem Tod von Antoine de Saint-Exupery erscheint die Weitererzählung seines Weltbestsellers.

Der französische Autor Emile Vigneron ergänze mit seinem Buch "Der große Prinz" die Grundthese des "Kleinen Prinzen", dass man nur mit dem Herzen gut sehe, teilte der Verlag Random House in Gütersloh mit. Im Fortsetzungsbuch ist der große Prinz Schäfer geworden und zieht mit seiner Schafherde um die Welt. Dabei erlebt er zahlreiche Abenteuer, die ihn schließlich in den New Yorker Central Park führen. Doch auch dort ist die Suche noch nicht zu Ende. Das Buch wurde vom deutschen Zeichner Peter Menne illustriert und soll im August in die Buchhandlungen kommen.

Firmen des inhaftierten Kunstberaters Achenbach melden Insolvenz an

Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte, dass Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt wurden

Die drei Unternehmen seien zahlungsunfähig, teilte die Achenbach-Gruppe mit. Als Grund gab die Gruppe an, dass "wesentliche Vermögenswerte derzeit durch gerichtliche Verfügungen blockiert und Kunstgegenstände und Konten" gepfändet seien. Mit einer angestrebten Planinsolvenz wolle man die Sanierung der Gruppe erreichen. Helge Achenbach war im Juni nach der Rückkehr von einer Kunstaktion im WM-Quartier der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien am Flughafen festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen und gefälschten Rechnungen an den Aldi-Erben Berthold Albrecht weiterverkauft zu haben. Er sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft.

Deutscher Denkmalschutzpreis für zehn Persönlichkeiten und Initiativen

Roh-Rubin geht an Architekt Michael Bräuer aus Rostock

Wie das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz in Bonn mitteilte, habe sich Architekt und Stadtplaner Michael Bräuer um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes besonders verdient gemacht. Bräuer sei einer der Väter der Städtebaulichen Denkmalpflege, hieß es. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz besteht aus einem auf eine Goldplatte montierten, in drei Teile auseinandergebrochenen Roh-Rubin.
Die Auszeichnung «Silberne Halbkugel» bekommen gleich vier Gruppen, die sich auf unterschiedliche Weise für den Erhalt von Baudenkmälern einsetzen: das Archäologische Spessart-Projekt in Aschaffenburg, die Bauhütte und der Förderverein an St. Katharinen in Hamburg, die Eisenbahnfreunde "Richard Hartmann" in Chemnitz und der Verein Rettung Schloss Blankenburg in Sachsen-Anhalt. Zudem erhält Pastor Heinz-Dieter Freese aus Sassenburg eine der Halbkugeln aus massivem Silber für sein "beispielloses, ehrenamtliches Engagement vor allem auf dem Teilgebiet der Luftbildarchäologie in Niedersachsen".

"Die Kunst findet nicht im Saale statt" - Klaus Staeck Plakate in Berlin

Plakatausstellung im öffentlichen Raum

300 Plakate des Berliner Grafikdesigners, Künstlers und Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck , sind ab heute an Litfaßsäulen in der Berliner Innenstadt zu sehen. Unter dem Titel "Die Kunst findet nicht im Saale statt" sollen sie dort drei Wochen lang zwischen kommerzieller Werbung für Aufsehen sorgen. Bereits 1971 startete Staeck eine ähnliche Aktion. Auch damals hingen seine Plakate zwischen Werbung und Anzeigen in der Stadt. ,"Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?" stand beispielsweise auf einem Plakat, das ein Portrait von Albrecht Dürers Mutter zeigte. Anfangs war sich Staeck nicht sicher, ob seine Plakate außerhalb eines Museums überhaupt wahrgenommen würden. "Die Reaktionen waren damals so überwältigend, dass mir klar wurde, es gibt eine Chance. Die Leute nehmen an der öffentlichen Litfaßsäule etwas wahr, was nicht für ein Produkt oder eine Veranstaltung wirbt, sondern eine Frage aufwirft.“

Geburtshaus von Joachim Ringelnatz in Wurzen soll saniert werden

Am Donnerstag startet der alljährliche Ringelnatz-Sommer in seiner Geburtsstadt

Mit Ausstellungen, Aufführungen, Poesie und Vorträgen wird bis Sonntag Ringelnatz‘ 131. Geburtstag gefeiert. Derweil verfällt sein Geburtshaus seit Jahren. „Es sieht wirklich schrecklich aus sagt die Vorsitzende des Ringelnatz-Vereins Viola Heß. Dies soll sich bald ändern. Eine lebendige Erinnerungsstätte mit Museum, Bibliothek und Raum für Kulturveranstaltungen soll entstehen.Der Wurzener Stadtrat hat beschlossen, die Investitionssperre für die Erhaltung des Hauses aufzuheben und die Grundsanierung anzustoßen. „Wenn mit den Fördermitteln alles gutgeht, könnten die Arbeiter schon im September anrücken, sagt Heß. Allein für die Grundsanierung des Ringelnatz-Hauses sind 800.000 Euro angesetzt. Zunächst soll die Tourismusinformation einen Platz in dem Haus bekommen, wann das Gebäude als Museum genutzt werden kann, ist aber noch offen. Dafür wären noch weitere Mittel nötig.

36.000 Bücher der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar restauriert

Zehn Jahre nach dem Brand im September 2004 stehen 36.000 brandgeschädigte Bände wieder zur Verfügung

Seit der Katastrophe mit einem Totalverlust von 50.000 Titeln seien zudem 41.000 alte Bücher neu in den Bestand integriert worden, teilte die Klassik-Stiftung am Donnerstag in der Thüringer Kulturstadt mit. Dazu gehörten über 10.000 Ersatzexemplare für verbrannte Bücher. Die sanierte historische Bibliothek wurde drei Jahre nach dem Brand im Herbst 2007 wiedereröffnet.

Uckermärkische Musikwochen beginnen am Samstag

Musik in Kirchen, umgebauten Ställen und im Museum

Die Konzerte der Uckermärkischen Musikwochen werden auch in diesem Jahr an teils ungewöhnlichen Orten veranstaltet. Die Reihe beginnt an diesem Samstag mit geistlicher und weltlicher Musik aus Prag. Das Ensemble Cappella Mariana Prag widmet sich in der Stadtkirche in Angermünde Komponisten des ausgehenden 16. Jahrhunderts. Bis zum 31. August sind 23 Konzerte geplant. Das Festival wurde im Jahr 1992 gegründet und ist vor allem in der Alten Musik verankert.

Berliner Club Berghain feiert Jubiläum

Zum zehnjährigen Bestehen eröffnet am Donnerstagabend eine Ausstellung

In der Halle neben dem ehemaligen Heizkraftwerk am Ostbahnhof sind dann Bilder, Objekte und Installationen von Künstlern zu sehen, die dem Club seit Jahren verbunden sind und auch maßgeblich das Interieur des Berghain geprägt haben, wie Piotr Nathan, Marc Brandenburg oder der Maler Norbert Bisky. Auch Fotografien des ebenso legendären wie gefürchteten Türstehers Sven Marquardt werden gezeigt. Die bis Ende August laufende Ausstellung bildet laut Berghain den Auftakt des Jubiläums.

Maler Herbert Volkmann mit 60 Jahren gestorben

Noch vor einem halben Jahr hatte Volkmann eine große Einzelausstellung

Volkmann war ein enger Freund des Künstlers Jonathan Meese. Das teilte sein Galerist Jan-Philipp Sexauer am Donnerstag mit. 2009 zeigte er zusammen mit Meese in Goslar eine Schau mit Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten. Volkmann war über Jahrzehnte drogenabhängig. Sein Galerist sagte, er habe aber in den letzten Jahren den Drogen abgeschworen und sich ausschließlich der Kunst gewidmet.

Kampnagel Sommerfestival in Hamburg eröffnet

Musical ohne Worte des kanadischen Pianisten Chilly Gonzales uraufgeführt

Das umjubelte Eröffnungsstück ist eine Bearbeitung des Märchens „Der Schatten" von Hans Christian Andersen. „Off-Theater ist over", verkündete Festival-Leiter András Siebold. Was mal als periphere Abgrenzung „zum Einschlaftheater der städtischen Institutionen" gemeint war, stehe heute im Zentrum. Statt der zigsten Interpretation von „Romeo und Julia" soll das Leben selbst auf die Bühne geholt werden, sagt Siebold, der im zweiten Jahr das älteste und größte spartenübergreifende Festival in Europa leitet. Bis zum 24. August sind unter anderem vier Uraufführungen sowie sechs Europa- und Deutschlandpremieren zu sehen. Dabei arbeiten Choreografen mit Popmusikern und Modemacherinnen zusammen, Musiker mit Filmregisseuren und bildenden Künstlern oder Theaterleute nehmen das Kino als Vorlage.

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