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Kulturnachrichten

Sonntag, 3. August 2014

Kreml-Klöster sollen wieder aufgebaut werden

Die Klöster waren unter Stalin abgerissen worden

Russlands orthodoxe Kirche hat den von Staatspräsident Wladimir Putin geplanten Wiederaufbau zweier Klöster im Moskauer Kreml begrüßt. Die Klöster waren unter dem sowjetischen Diktator Josef Stalin vor rund 85 Jahren abgerissen worden. Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hoffe sehr, dass Putins Vorschlag umgesetzt werde, sagte ein Sprecher des Kirchenoberhaupts laut Moskauer Medienberichten vom Wochenende. Putin hatte am Donnerstag erklärt, für den Wiederaufbau sei die Zustimmung der Weltbildunsorganisation Unesco erforderlich. Der Kreml steht auf der Liste des Weltkulturerbes. An der Stelle der beiden Klöster ließ Stalin 1934 ein Verwaltungsgebäude errichten, das nun weichen soll.

BamS-Chefredakteurin: Abdruck von Islam-Kommentar Fehleinschätzung

Auf Twitter hatte sich Horn schon entschuldigt

Die Chefredakteurin der "Bild am Sonntag", Marion Horn, hat den Abdruck eines islamkritischen Kommentars in dem Blatt als "Fehleinschätzung" bezeichnet und um Verzeihung gebeten. "Ich bitte alle Menschen um Entschuldigung, die sich durch uns gekränkt fühlen", schrieb Horn in der aktuellen Ausgabe. Der Kommentar habe viele Menschen verletzt."BamS"-Vizechef Nicolaus Fest hatte in der Vorwoche in einem Kommentar den Islam als Integrationshindernis bezeichnet. Fest schrieb in dem Blatt, der Islam störe ihn immer mehr. Er sprach unter anderem von "totschlagbereiter Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle", Zwangsheiraten, Ehrenmorden und "antisemitischen Pogromen".

Woodstock in Polen: 750 000 Menschen feiern Festival-Jubiläum

Die meisten Gäste kamen aus Polen und Deutschland, aber auch Skandinavier, Spanier und Tschechen waren da

Mit einem Rekord von nach Veranstalter-Angaben 750 000 Besuchern ist das Open-Air-Festival "Haltestelle Woodstock" in Polen zu Ende gegangen. Im Vorjahr kamen etwa 300 000 Besucher. Seit der Eröffnung am Donnerstag feierten die Gäste bei freiem Eintritt im polnischen Kostrzyn (Küstrin). "Die Atmosphäre im 20. Jahr des Bestehens war sehr gut. Alles verlief friedlich", sagte die Sprecherin der Warschauer Stiftung WOSP (Wielka Orkiestra Swiatecznej Pomocy) der Nachrichtenagentur dpa. Auf drei Bühnen waren Rock, Punk, Folklore und andere Musikstile zu hören. "Przystanek Woodstock" soll an das legendäre Woodstock-Festival 1969 in den USA erinnern.

Arbeitskampf an der New Yorker Met

Die Weltklasseoper leidet unter sinkenden Besucherzahlen und steigenden Kosten

Der New Yorker Metropolitan Opera, einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt, droht eine Zwangspause. Ein seit Wochen schwelende Arbeitskampf ist dort in eine neue Phase getreten.
Die Met teilte mit, dass sie einen neutralen Prüfer eingesetzt habe, der die Finanzen des Opernhauses prüfen solle. Solange wurde der Streit vertagt. Noch läuft der Probenbetrieb für die im September beginnende neue Saison weiter. Die Leitung der Met hatte im Frühjahr angekündigt, die Gagen um ein Sechstel zu kürzen. Die Honorare machen etwa 80 Prozent der Kosten der Met aus. Der Schritt hatte Protest bei den Gewerkschaften ausgelöst - und das sind bei der Met mehr als ein Dutzend. Mit nur dreien gelang eine Einigung. Met-Chef Peter Gelb hatte den anderen mit Aussperrung gedroht.

Dieter Wedel will Drehbuch über Mallorca schreiben

Der Film sei seine "eigentliche Kernkompetenz"

Regisseur Dieter Wedel (71) will sich nach seinem Abschied von den Wormser Nibelungenfestspielen wieder dem Film zuwenden. "Ich werde als nächstes versuchen, ein Drehbuch über die Gegebenheiten auf Mallorca zu schreiben - daraus soll dann eine Komödie werden", sagte Wedel der Nachrichtenagentur dpa. Wedel schrieb und inszenierte für das Fernsehen so erfolgreiche Mehrteiler wie «Der große Bellheim» (1993) und «Der Schattenmann» (1996). Er verabschiedet sich nach 13 Spielzeiten von den Nibelungenfestspielen.
Im kommenden Jahr übernimmt Filmproduzent Nico Hofmann die Leitung der Festspiele.

Rheinland-Pfalz sieht Chancen für umstrittenen Jugendkanal

Die Öffentlich-Rechtlichen planen ein Programm für Jugendliche in Fernsehen, Radio und Internet

Der Jugendkanal von ARD und ZDF hat nach Einschätzung aus Rheinland-Pfalz trotz der Bedenken einiger Länder eine Chance auf Sendung. "Wir sind verhalten optimistisch, dass das Jugendangebot kommen wird", sagte Staatskanzleichefin Jacqueline Kraege der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. "Es geht darum, so etwas wie ein Experimentierfeld, ein Labor zu haben, wie das Fernsehen der Zukunft aussieht." Rheinland-Pfalz koordiniert die Medienpolitik der Länder. ARD und ZDF planen ein Angebot für 14- bis 29-Jährige in Fernsehen, Radio und Internet. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten ihre Entscheidung im März vertagt, weil es intern noch Gesprächsbedarf gibt. Nun wollen die Ministerpräsidenten im Oktober erneut entscheiden.

Gouverneur: Zutrittsverbot für Frauen auf dem Berg Athos bleibt

Auch Beschluss des Weltkirchenrats ändert daran nichts

Das Zutrittsverbot für Frauen («Avaton») auf dem von Mönchen bewohnten Berg Athos in Griechenland bleibt bestehen. Dies erklärte am Samstag der Gouverneur der autonomen Mönchsrepublik, Aristos Kasmiroglou. Zuvor hatte die griechischen Presse berichtet, der Weltkirchenrat habe beschlossen, solche Verbote weltweit abzuschaffen."Niemand kann das Regelwerk ändern", sagte der Gouverneur der staatlichen griechischen Nachrichtenagentur AMNA. Das Zutrittsverbot gelte seit Jahrhunderten und sei verankert in den Beitrittsverträgen Griechenlands in die damalige Europäische Gemeinschaft (1981) sowie im Schengen-Abkommen. Die rund 335 Quadratkilometer große Mönchsrepublik Berg Athos befindet sich auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki. Dort leben zur Zeit rund 3000 Mönche.

Letzte unabhängige Fernsehshow in Russland abgesetzt

Sendung war offenbar nicht hinreichend regierungstreu

Eine Fernsehshow, die als die letzte unabhängige Sendung im russischen Fernsehen galt, ist abgesetzt worden. Die wöchentliche Politiksendung von Marianna Maximowskaja sei überraschend vom Fernsehsender Ren TV ohne Angabe von Gründen aus dem Programm genommen worden, sagten Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP. Der Journalist Roman Super schrieb, die Mitarbeiter hätten davon erst kurz vorher erfahren. Was mit ihnen geschehe, sei unklar. Die Gründe für den Schritt seien "zu offensichtlich, um kommentiert zu werden", schrieb Super.

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