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Samstag, 25.05.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 25. Mai 2019

Elefantenmuseum in Myanmar

Mit einem neuen Museum wollen Tierschützer in Myanmar auf die Bedrohung von Elefanten durch Wilderer und den illegalen Handel mit Elfenbein und Elefantenhaut aufmerksam machen. Im Jahr 2017 sei in dem Land im Schnitt ein Elefant pro Woche getötet worden, sagt Ye Min Thwin, Pressereferent der Umweltstiftung WWF in Myanmar. Sollte das so weiter gehen, könnten die Dickhäuter binnen weniger Jahre ausgestorben sein, befürchtet er. Das im März eröffnete Museum in Rangun wird vom WWF gefördert. Zu sehen sind dort Tierskelette, Elfenbeinschnitzereien sowie ein Modell eines getöteten Elefanten mit abgezogener Haut.

Flussbad: Idee für temporäre Öffnung ab 2021

Abtauchen an der Museumsinsel: Der Verein Flussbad Berlin peilt für das Jahr 2021 temporäre Badezeiten im Spreekanal in Berlins historischer Mitte an. Ziel sei es, das Baden über den jährlichen Flussbad-Pokal hinaus möglich zu machen, sagt Vorstand Jan Edler. "Auf Basis verlässlicher Prognosen zu Wasserqualität in Echtzeit." Grundlage dafür könnten die laufenden Untersuchungen zur Wasserqualität sein. Seit zwei Jahren liefere eine der Testfilter-Anlagen Daten dazu. In diesem Jahr soll das traditionelle Wettschwimmen im Spreekanal am 16. Juni starten. Auch für schwimmbegeisterte Berliner ohne Wettkampf-Ambitionen steht der Kanal für zwei Stunden offen - nach Anmeldung. Für den Rest des Jahres aber bleibt das Schwimmen dort wie üblich verboten.

Bayerischer Filmpreis: Alle Preisträger

Anna Schudt und Jan Josef Liefers haben den bayerischen Fernsehpreis als beste Schauspielerin und bester Schauspieler erhalten. Der Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten ging an die Brüder Fritz und Elmar Wepper für ihr Lebenswerk. Den Sonderpreis der Jury bekamen Andreas Prochaska, Oliver Vogel und Marcus Ammon für ihre Fernsehserie "Das Boot". Der Nachwuchsförderpreis ging an die Regisseurin und Drehbuchautorin Natalie Spinell für ihre BR-Serie "Servus Baby", die laut Jury durch ihre präzise und hochemotionale Erzählung von Lebenswelten besticht. Holger Karsten Schmidt wurde mit einem Preis für sein Drehbuch des Films "Gladbeck" bedacht. Den Regiepreis bekamen Max Eipp und Mark Monheim für ihren Film "Alles Isy". Als beste Produzentin wurde Astrid Quentell für ihre Serie "Der Lehrer" mit dem "Blauen Panther" geehrt. Sonja Rohm bekam den Preis für ihre Kameraführung in dem Film "Zersetzt - ein Fall für Dr. Abel". In der Sparte Unterhaltung wurde Maren Kroymann für ihre Sketch-Comedy-Sendung "Kroymann" ausgezeichnet. In der Sparte Kultur und Bildung wurden der Produzent und Regisseur Gero von Boehm für seinen Film "Exodus? - Eine Geschichte der Juden in Europa" und Axel Brüggemann, Moderator und Autor der Show "Bayreuther Festspiele 2018", geehrt. In der Kategorie Information wurde dem ZDF-Korrespondent Ulf Röller der Preis für seine USA-Berichterstattung zuerkannt.

Banksy reklamiert weiteres Kunstwerk für sich

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat ein in Venedig entdecktes Graffito für sich reklamiert. Auf seinem Instagram-Account postete er am Freitag ohne Kommentar zwei Fotos von dem Kunstwerk an einer Hauswand an einem Kanal. Darauf ist ein Kind mit einer Rettungsweste und einer Seenotfackel zu sehen. Das Wandgemälde war kurz nach der Eröffnung der Kunst-Biennale vor zwei Wochen entdeckt worden. Zuvor hatte Banksy bereits enthüllt, ein weiteres Kunstwerk in Venedig gezeigt zu haben. Vor der Eröffnung der Biennale hatte er nach Darstellung auf seinem Instagram-Account in der Nähe des Markusplatzes einen Straßenstand aufgebaut. Dort zeigte er mehrere Gemälde, die sich zu einem großen Kreuzfahrtschiff zusammenfügen. Banksys Identität ist noch immer ungeklärt.

Aus für Bistumszeitungen Fulda, Mainz und Limburg

Die Bistumszeitungen Fulda, Mainz und Limburg erscheinen nur noch bis Ende 2023. Das teilten die drei Diözesen nach einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung in Mainz mit. Die Entscheidung sei "unumgänglich", weil die Publikationen "im bisher bestehenden Modell keine wirtschaftliche Zukunft haben". Die Auflage der drei Blätter sank in den vergangenen Jahren von rund 40.000 auf etwa 21.000.

Bayerischer Fernsehpreis vergeben

Anna Schudt und Jan Josef Liefers haben den bayerischen Fernsehpreis als beste Schauspielerin und bester Schauspieler erhalten. Die Jury würdigte Schudt für ihre Rolle im ZDF-Film "Aufbruch in die Freiheit". Sie spielt dort eine Frau, die in den 1970er Jahren nur knapp eine heimliche Abtreibung überlebt und schließlich entgegen gesellschaftlicher Zwänge ein selbstbestimmtes Leben führt. Die Jury lobte in ihrer Begründung, wie facettenreich Schudt die Gefühle der Frau darstellt. Jan Josef Liefers erhielt den Blauen Panther für seine Hauptrolle in der Serie "Arthurs Gesetz", in der ein Mann von einer Katastrophe in die nächste schliddert.

Körner wird neuer Chef der Pückler-Stiftung Branitz

Der Kunsthistoriker Stefan Körner wird neuer Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz in Brandenburg. Der bisherige Leiter eines Bereichs des Kunst-Auktionshauses Grisebach in Berlin werde seine neue Aufgabe in Cottbus zum Jahresbeginn 2020 übernehmen, teilte das brandenburgische Kulturministerium in Potsdam mit. Körner wird Nachfolger von Gert Streidt, der die Stiftung seit 2008 leitet und Ende 2019 in den Ruhestand geht. Der Park von Branitz in Cottbus ist das Alterswerk des Gartenkünstlers, Weltreisenden und Reiseschriftstellers Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871). Nach dem Verkauf seiner Standesherrschaft Muskau 1845 bezog der Fürst das Schloss seiner Vorfahren in Branitz und legte einen Landschaftsgarten an. Seit 2018 kümmert sich die neue Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz um die gesamte Anlage.

Multimediale Arbeit mit Kunstförderpreis ausgezeichnet

Die multimediale Arbeit des italienischen Künstler-Duos Mattia Bonafini und Luisa Eugeni "Das Stehende Sein" hat den Bremer Karin Hollweg Preis 2019 bekommen. Die Auszeichnung ist mit 15 000 Euro dotiert, wobei eine Hälfte direkt an die Preisträger geht. Die zweite Hälfte ist für die Realisierung einer Einzelausstellung reserviert. In der Arbeit verbänden sich Sound, Performance, Video und installative Elemente zu einem Gefüge, das Betrachter zur Beteiligung einlade, begründete die Jury ihre Entscheidung. Der Preis wurde dem Duo im Bremer Museum für moderne Kunst "Weserburg" übergeben. Er ist den Angaben zufolge einer der bedeutendsten und höchst dotierten Kunstförderpreise aller Kunsthochschulen in Deutschland.

Chamisso-Literaturpreis für Maria Cecilia Barbetta

Die in Berlin lebende Schriftstellerin Maria Cecilia Barbetta ist in Dresden mit dem neu aufgelegten Chamisso-Preis/Hellerau ausgezeichnet worden. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung wird von Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Dresden gestiftet und soll künftig jährlich von einem Bündnis aus Vereinen, Unternehmen und Akteuren vergeben werden. Bei der Premiere lobte die Jury den 2018 erschienenen Roman "Nachtleuchten" der gebürtigen Argentinierin als außergewöhnlich anschaulich und einfallsreich. Barbetta schildere "mit allen Finessen der deutschen Sprache die Hoffnungen und Befürchtungen der kleinen Leute" am Vorabend des Militärputsches in Buenos Aires, begründete die Jury ihre Auswahl.

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