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Kulturnachrichten

Montag, 5. Juli 2021

Entertainer Bill Ramsey ist tot

Der Sänger, Schauspieler und Entertainer Bill Ramsey ist tot. Er starb im Alter von 90 Jahren in Hamburg, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ramsey, der als junger US-Amerikaner nach Deutschland kam, wurde mit Schlager- und Jazzmusik bekannt und tourte für unzählige Fernseh- und Bühnenauftritte durch Europa, die USA und Nordafrika. Außerdem spielte er in über 30 Filmen mit, war Hörfunkmoderator und viele Jahre Dozent an der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Stella Roberts erhält Barbara-Kisseler-Theaterpreis

Der mit 50 000 Euro dotierte Barbara-Kisseler-Theaterpreis geht in diesem Jahr an die Hamburger Schauspielerin Stella Roberts. Die Auszeichnung wird in der Regel auf Vorschlag eines anonymen Jurors für eine gelungene Spielzeit oder herausragende Inszenierungen vergeben, teilte die Kulturbehörde mit. Da die Spielzeit 2020/21 pandemiebedingt weitgehend ausfallen musste, werde für diese Spielzeit eine Idee prämiert, die mit dem Preisgeld möglichst noch in diesem Herbst umgesetzt werden könne. Mit ihrem Projekt "Der fröhliche Fischer" will Stella Roberts einen Leuchtturm am Elbstrand in Szene setzen. Inhaltlich verknüpfe sie die Isolation eines Menschen mit diesem außergewöhnlichen Ort. Der Preis wird im Andenken an die im Oktober 2016 gestorbene Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler verliehen.

Preußische Schlösserstiftung erlaubt Fotos & Filme

Denkmäler und Kunstschätze der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten dürfen künftig weitgehend ohne Genehmigung fotografiert und gefilmt werden. Der Stiftungsrat habe eine Änderung der bisherigen Regelungen beschlossen, teilte die Stiftung mit. Der bisherigen Richtlinie von 1998 zufolge waren das Fotografieren und Filmen in den Schlössern und Parkanlagen sowie die spätere Veröffentlichung und Nutzung der Aufnahmen nur mit einer vorherigen schriftlichen Zustimmung der Stiftung gestattet. Zu den Denkmälern der Stiftung gehören unter anderem die Schlösser Sanssouci, Neues Palais, Cecilienhof und Babelsberg in Potsdam sowie das Berliner Schloss Charlottenburg. Der neuen Richtlinie zufolge bleiben das Fotografieren in den Schlössern während der Schließzeiten sowie Fotoshootings mit Models und Filmaufnahmen mit zusätzlichem Personal und Technik jedoch weiter genehmigungs- und kostenpflichtig.

Russischer Kultregisseur Menschow gestorben

Der für seinen Film "Moskau glaubt den Tränen nicht" mit einem Oscar ausgezeichnete sowjetische und russische Regisseur Wladimir Menschow ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Menschow, der auch Schauspieler, Drehbuchschreiber und Produzent war, erlag den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus, teilte der Kinokonzern Mosfilm in Moskau mit. Menschow erfuhr von dem Oscar-Gewinn im Jahre 1981 aus den Nachrichten, durfte ihn aber wegen der Reisebeschränkungen nicht selbst abholen.Der Kulturattaché der sowjetischen Botschaft nahm ihn stattdessen entgegen und in Moskau durfte Menschow die Trophäe einmal halten. Der Preis lenkte damals internationale Aufmerksamkeit auf das sowjetische Kino - kurz nach den von einem internationalen Boykott überschatteten Olympischen Spielen 1980 in Moskau.

Ausstellung über Nachkriegskarrieren

Das Deutsche Historische Museum in Berlin thematisiert die Nachkriegskarrieren populärer Künstler der NS-Zeit. Die Ausstellung "Die Liste der 'Gottbegnadeten'. Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik" zeigt ab 27. August, wie präsent diese Akteure im öffentlichen Raum, aber auch in Einrichtungen des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens waren, wie das Museum ankündigte. Ziel der Schau sei es auch, die Vorstellung eines vermeintlich radikalen kunstpolitischen Neuanfangs in der jungen Bundesrepublik zu revidieren, denn noch immer sind zahlreiche Spuren im öffentlichen Raum präsent. Ausgangspunkt bildet eine im August 1944 im Auftrag von Adolf Hitler und Joseph Goebbels zusammengestellte Liste mit 378 Künstlerinnen und Künstler, die als "unabkömmlich" galten und vom Front- und Arbeitseinsatz verschont blieben. Zu ihnen zählten etwa Arno Breker, Hermann Kaspar, Willy Meller, Werner Peiner, Richard Scheibe und Adolf Wamper.

Bezos gibt Amazon-Leitung ab und fliegt ins All

Der reichste Mensch der Welt, Amazon-Gründer Jeff Bezos, legt nach fast drei Jahrzehnten die Konzernleitung nieder. Der 57-Jährige überlässt das operative Geschäft dem bisherigen Chef der Cloud-Sparte, Andy Jassy, und bereitet sich auf eine neue Mission vor: Am 20. Juli will Bezos ins All fliegen und sich damit einen Lebenstraum erfüllen. Der Multimilliardär soll beim ersten bemannten Flug seines Raumfahrtunternehmens Blue Origin mit an Bord sein. Eine Rakete wird eine futuristische Kapsel mit Bezos, seinem Bruder Mark und weiteren Passagieren in rund 100 Kilometer Höhe bringen. Neun Tage vor ihnen will der britische Milliardär Richard Branson mit einem Raumschiff seines Unternehmens Virgin Galactic ins All fliegen.

Reporter ohne Grenzen kritisiert Orban

Mit Viktor Orban steht zum ersten Mal ein EU-Regierungschef auf der Liste der "Feindinnen und Feinden der Pressefreiheit", die die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF) veröffentlicht hat. Seit Orban und seine Fidesz-Partei 2010 in Ungarn an die Regierung gekommen sind, hätten sie die Medienlandschaft Schritt für Schritt unter ihre Kontrolle gebracht, erklärte RSF. Die regionale Presse befinde sich seit 2017 vollständig im Besitz Orban-freundlicher Unternehmer. Wichtige unabhängige Medien seien ausgeschaltet worden. Ebenfalls neu dabei sind der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro, der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman und die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam. Die Liste der "Feindinnen und Feinde der Pressefreiheit" umfasst 37 Staats- und Regierungschefs, die laut RSF in besonders drastischer Weise die rücksichtslose Unterdrückung der Pressefreiheit verkörpern.

Kindermedienpreis für Kinofilm "Madison"

Der deutsch-österreichische Jugendfilm "Madison - Ungebremste Girlpower" ist auf dem Filmfest München mit dem Kindermedienpreis "Der Weiße Elefant" als bester Kinofilm ausgezeichnet worden. Die Inszenierung von Kim Strobl erzählt von der zwölfjährigen Madison, die für eine Karriere als Bahn-Rennradlerin trainiert. Nach einem Sturz muss sie pausieren und lernt beim Urlaub in Tirol ein Leben abseits von Trainingsplänen und Durchhalteparolen kennen. Ins Kino soll der Streifen im Herbst kommen. Beste Kinder-Fernsehserie wurde "Die Erben der Nacht" von KiKA und dem Ersten. In der Kategorie TV-Spielfilm siegte "@Kalinka - Melde dich bitte". Weitere Auszeichnungen gingen an die Radiosendung "Zusammen sind wir bunt - Anti-Rassismus-Woche bei TOGGO Radio" von Super RTL sowie an die KiKA-Internetangebote "Triff. Berühmte Wissenschaftlerinnen" und "Triff. Berühmte Künstlerinnen". Beste Nachwuchsdarstellerin wurde Romy Lou Janinhoff für ihre Rolle im Film "Mission Ulja Funk". Die Preise sind mit je 1.500 Euro dotiert. Der Kindermedienpreis wird seit 2001 verliehen.

Hamburger Fischmarkt wieder geöffnet

Der berühmte Hamburger Fischmarkt hat nach langer Corona-Pause am Sonntagmorgen wieder geöffnet. Von 5 Uhr an konnten Nachtschwärmer und Frühaufsteher zum ersten Mal seit mehr als 15 Monaten wieder die beliebte Hamburger Attraktion besuchen. Der Fischmarkt in Altona läuft mit Corona-Auflagen im Testbetrieb. Marktschreier und Musiker sind noch nicht erlaubt. Besucher müssen eine medizinische Maske tragen und dürfen nur außerhalb des Geländes essen. Auf einer Länge von 250 Metern und einer Breite von 30 Metern dürfen zudem derzeit nur rund 60 Händler in zwei Reihen ihre Waren anbieten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. Der 300 Jahre alte Hamburger Fischmarkt hat wie gewohnt vom frühen Morgen bis 9.30 Uhr geöffnet. Auf spätere Öffnungszeiten wollten sich die Markthändler nicht einlassen, weil damit das Image des Marktes nicht gewahrt werden könne. Vor Corona waren sonntags bis zu 70.000 Menschen auf dem Fischmarkt unterwegs.

Regisseur Ozon für die "totale Freiheit der Kunst"

Laut Francois Ozon muss Kunst ein Raum der "totalen Freiheit" bleiben, "wo man einen Mord zeigen kann, wo man eine ungewöhnliche Sexualität zeigen kann, ohne dass jemand das moralisch zensiert". Diese Freiheit werde heute von vielen Seiten angegriffen, sagte der französische Filmregisseur der "Süddeutschen Zeitung". Natürlich könne Kunst politisch sein, aber sie dürfe nicht mit dem Zeigefinger daherkommen, sagte der Künstler. "Wenn man anfängt, Regeln für die Kunst aufzustellen, wird es Propaganda, Zensur". Heutzutage sei es ein Riesenproblem, dass viele zwischen Realität und Virtualität nicht mehr unterscheiden wollten oder könnten. Die Grenzen seien fließend, und das könnten manche nicht auseinanderhalten. Ozons 2018 veröffentlichte Produktion "Gelobt sei Gott" griff einen Missbrauchsfall in der Katholischen Kirche auf und gewann den Silbernen Bären bei der Berlinale. Sein Film "Sommer 85" kommt demnächst ins Kino.

Katharina Wagner: Stream ersetzt Live-Oper nicht

Vor Beginn des diesjährigen Kartenverkaufes hat die Intendantin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, die Bedeutung von Kultur-Veranstaltungen mit Publikum hervorgehoben. Das Live-Erlebnis sei durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch Streamings, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Sie hoffe, dass die Corona-Pandemie keine dauerhaften Auswirkungen auf das Opern-Geschäft haben wird. Für das am 25. Juli beginnende Festival können ab dem Nachmittag Tickets gekauft werden. Lange Zeit war unklar, ob es in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Jetzt dürfen bei den Bayreuther Festspielen 911 Zuschauer im Saal dabei sein - und damit rund die Hälfte der üblichen Zahl.

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