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Kulturnachrichten

Montag, 20. Juli 2020

Künstlerin Brigid Berlin gestorben

Die Performance-Künstlerin Brigid Berlin ist tot. Sie starb bereits am Freitag in New York im Alter von 80 Jahren. Bekannt wurde Berlin im Umfeld von Andy Warhol. Erst war sie seine Sekretärin, später seine enge Vertraute. Auch in einigen Filmen Warhols ist Berlin zu sehen ("The Chelsea Girls"). Berlin fotografierte ständig und machte zahllose Tonbandaufnahmen. So ist sie für das "The-Velvet-Underground"-Album "Live at Max’s Kansas City" verantwortlich, das sie auf einem billigen Kassettenrekorder mitschnitt. Später sorgten ihre Off-Broadway Performances "One Woman" für Aufsehen.

Venedig vergibt Goldene Löwen an Swinton und Hui

Die britische Schauspielerin Tilda Swinton und die Hongkonger Regisseurin Ann Hui erhalten bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig die Goldenen Löwen für ihre Lebenswerke. Filmfest-Direktor Alberto Barbera erklärte, Swinton sei eine der originellsten und kraftvollsten Darstellerinnen, die sich mit dem Ausgang des vergangenen Jahrhunderts etabliert habe. Die Chinesin Hui (73) habe ihr Können in einer langen Karriere in den unterschiedlichsten Filmgenres bewiesen. Sie sei eine der profiliertesten Filmemacherinnen Asiens, so Barbera. Von ihr stammen Werke wie "Boat People" (1982) und "Our Time Will Come" (2017). Das Kinofestival läuft vom 2. bis zum 12. September. Die Liste der Wettbewerbsfilme und das ganze Programm sollen am 28. Juli bekannt gegeben werden.

PEN: Bedrohung von Autoren in Deutschland nimmt zu

Die Autorenvereinigung PEN beklagt eine zunehmende Bedrohung von Schriftstellern und Journalistinnen in Deutschland. "Viele Autorinnen und Autoren in Deutschland haben in den letzten Jahren Bedrohungen, Einschüchterungsversuche und hasserfüllte Reaktionen erfahren müssen", erklärte der Vizepräsident des deutschen PEN-Zentrums, Ralf Nestmeyer, in Darmstadt. Anlass ist das Bekanntwerden einer Serie von rechtsextremen Drohmails an Journalisteninnen, Künstler und Politikerinnen, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet sind. Das PEN-Zentrum forderte Ermittlungsbehörden und Verfassungsschutz auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den oder die Urheber der Drohschreiben zu ermitteln. Die bedrohten Journalisten, Künstler und Politiker zu schützen, gleiche einer "Verteidigung unserer demokratischen Grundrechte".

"Pictures" als "Spiel des Jahres" gekürt

Das Bilder-Ratespiel "Pictures" ist das "Spiel des Jahres 2020". Ziel ist es, mit Hilfe von Bauklötzen, Schnürsenkeln und Symbol-Karten Foto-Motive so darzustellen, dass die Mitspieler sie erraten können. Die Jury lobte den Anreiz zum Experimentieren und die entstehenden Aha-Momente. Für erfahrene Spieler wurde "Die Crew" von Thomas Sing zum Kenner-Spiel des Jahres gewählt. Als Teil einer Raumschiff-Crew reisen die Spieler zum Rande des Sonnensystems. In dem Karten-Spiel begegnen ihnen dabei typische Probleme der Raumfahrt wie defekte Triebwerke oder Sauerstoffmangel. Vergeben werden die Preise seit mehr als 40 Jahren vom Verein "Spiel des Jahres".

Bislang größte 3D-Karte des Universums veröffentlicht

Astrophysiker von rund 30 Einrichtungen aus aller Welt haben mehr als 20 Jahre zusammengearbeitet, um die bislang größte dreidimensionale Karte des Universums zu erstellen. Zu sehen sei die Geschichte der Expansion des Universums, sagte Will Percival von der Universität im kanadischen Waterloo. Für die Karte haben Wissenschaftler mehr als vier Millionen Galaxien und Quasare - also Kerne von Galaxien - analysiert.

Design-Professor Abdullah: Stärken von Zuwanderern nutzen

Der aus dem Irak stammende Leipziger Design-Professor Rayan Abdullah hat dazu aufgerufen, die Qualifikationen von Zuwanderern stärker zu nutzen. "Integration kommt, indem man den Leuten eine Chance gibt, und zwar mit dem, was in ihrer Heimat auch schon ihre Stärke war", sagte der 63-Jährige in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. Abdullah hatte 2016 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine Akademie für transkulturellen Austausch gegründet - ein bundesweit einmaliges Projekt für geflüchtete Kunst- und Designstudenten.

Vereinigte Arabische Emirate starten Mars-Mission

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben als erste arabische Nation erfolgreich eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt. Eine in Japan entwickelte Trägerrakete hob vom südjapanischen Weltraumbahnhof auf der Insel Tanegashima ab. Im Februar 2021 soll die Sonde ihre Umlaufbahn um den Roten Planeten erreichen. Die Mars-Mission trägt den Namen "Hoffnung". Der Start der Trägerrakete war für vergangene Woche geplant, musste aber wegen schlechten Wetters verschoben werden.

Irina Liebmann erhält Uwe-Johnson-Preis

Die Schriftstellerin Irina Liebmann erhält den diesjährigen Uwe-Johnson-Preis. Die 76-Jährige werde für ihren neuen Roman "Die Große Hamburger Straße" ausgezeichnet, teilte die Jury mit. Sie würdigte die Bezüge zur Poetologie Johnsons in Liebmanns Werk. Sie habe sich in ihren Büchern immer wieder auf akribische Spurensuche begeben. Der Uwe-Johnson-Preis wird alle zwei Jahre vergeben. In den Jahren dazwischen wird der Uwe-Johnson-Förderpreis verliehen. Die Preisverleihung an Irina Liebmann soll am 9. Oktober in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin stattfinden.

Verdächtiger nach Großbrand von Nantes wieder frei

Der nach dem Großbrand der Kathedrale von Nantes in Gewahrsam genommene Mann ist wieder auf freiem Fuß. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen ihn werde keine Anklage erhoben, so ein Sprecher. Der 39-Jährige war für die Schließung der Sankt-Peter-und-Paul-Kathedrale am Freitagabend zuständig. Unter anderem dazu sollte er befragt werden. Nach dem Brand hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet. Das Feuer war an drei verschiedenen Stellen in der Kirche ausgebrochen.

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