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Mittwoch, 20.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 31. Juli 2019

Italiens Kulturminister legt sich mit McDonald's an

Nach Kritik von Archäologen, Kunsthistorikern und Personen des öffentlichen Lebens hat Italiens Kulturminister Alberto Bonisoli die Genehmigung für ein McDonald's-Restaurant bei den römischen Caracalla-Thermen zurückgezogen.
Nach italienischen Medienberichten hatte die Schnellimbisskette eine Niederlassung einschließlich McDrive auf einem Areal unmittelbar südöstlich der antiken Badeanlage errichten wollen.

Hollywood in Berlin: Tarantino stellt neuen Film vor

Zur Deutschlandpremiere seines neuen Films bringt Regisseur Quentin Tarantino gleich mehrere Stars mit. In Berlin werden am Donnerstag die Schauspieler Brad Pitt, Leonardo DiCaprio und Margot Robbie erwartet. Sie wollen "Once upon a time... in Hollywood" mittags bei einer Pressekonferenz vorstellen, abends ist die Deutschlandpremiere am Potsdamer Platz geplant.

Gerhard Richter braucht keinen Soloauftritt

In der Debatte um ein Gerhard-Richter-Museum in Köln hat sich der Künstler selbst zu Wort gemeldet. Für ein solches Museum gebe es keinerlei konkreten Pläne, sagte Richter im Deutschlandfunk. Die Stadt sei zwar verschiedentlich mit einer entsprechenden Idee an ihn herangetreten. Die Gespräche seien aber immer unverbindlich geblieben. Er sei in wichtigsten Museen auf der ganzen Welt vertreten und spiele gern im Orchester der Kunst, so der 87-Jährige. Den Soloauftritt durch ein Einzelmuseum brauche er aber gar nicht.

König des Broadway Musicals gestorben

Der legendäre Broadway-Regisseur und Produzent Harold Prince ist mit 91 Jahren gestorben. In seinen Shows hat er ungewöhnliche Stoffe auf die Bühne gebracht, u.a. "Das Phantom der Oper", "Sweeney Todd" und "Evita". Dafür hat er mit einigen der bekanntesten Musical-Komponisten wie Leonard Bernstein, Stephen Sondheim und Andrew Lloyd Webber zusammengearbeitet. Prince hat mehr als 21 Tony Awards bekommen.

ZDF-Journalist Werner Doyé gestorben

Der frühere ZDF-Journalist Werner Doyé ist tot. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 77 Jahren, wie das ZDF mitteilte. "Als engagierter Journalist hat sich Werner Doyé um die Berichterstattung über deutsch-deutsche Themen verdient gemacht", würdigte Chefredakteur Peter Frey. Als profilierter Filmemacher habe er mit seinen Features und Reportagen immer wieder Glanzlichter gesetzt. Doyé war insgesamt über 30 Jahre lang als Reporter und Redakteur für das ZDF tätig. Er moderierte unter anderem den "Länderspiegel", leitete das Hamburger Landesstudio und entwickelte die Sendereihen "Notizen einer Reise" und "Brief aus der Provinz". Doyé wurde am 15. März 1942 im nordrhein-westfälischen Hellenthal in der Eifel geboren. Nach einem Studium der Publizistik, Politologie und Geschichte arbeitete er ab 1968 für das ZDF-Landesstudio Berlin. Ab 1988 stand Werner Doyé fünf Jahre lang an der Spitze des Hamburger Studios, bevor er bis zu seinem Dienstende im Jahr 2000 als Chefreporter in der Hauptredaktion Innenpolitik aktiv war.

Marsimoto-Statue in Rostock gestohlen

Eine Statue des Rappers Marteria schmückte nur knapp zwei Tage die Rostocker Innenstadt, dann wurde sie gestohlen. Nach einem Hinweis auf den Diebstahl nahm die Polizei Ermittlungen auf, sagte ein Sprecher. Hinweise gebe es bislang aber nicht. Auf Bildern ist zu erkennen, dass die Skulptur oberhalb der Füße abgebrochen wurde. Sie zeigte die Kunstfigur Marsimoto des Rostocker Rappers - einen Mann in Sneakers, Kapuzenjacke und mit Gesichtsmaske. Marteria selbst hatte in sozialen Medien seine Fans dazu aufgerufen, Blumen oder Hansa-Rostock-Aufkleber an der Statue zu hinterlassen, was einige auch taten. Die Stadtverwaltung habe weder mit dem Aufstellen noch dem Verschwinden des Werks etwas zu tun, sagte ein Sprecher. Man habe sich über die Skulptur gefreut, aber auch mit Vandalismus gerechnet.

Bisher unbekanntes Buch von Proust erscheint

Im Herbst 2019 wird in Paris ein bisher unbekanntes Buch von Marcel Proust zum ersten Mal erscheinen. Das meldet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe. Der kleine Verlag Éditions de Fallois veröffentlicht am 9. Oktober einen Band mit Novellen, Skizzen und Erzählungen des Jahrhundertautors, von deren Existenz bisher nichts bekannt war. Ursprünglich waren die Texte für Prousts Erstling „Freuden und Tage" (1896) gedacht. Herausgeber Luc Fraisse vermutet, Proust habe damals von der Veröffentlichung abgesehen, weil ihm vieles darin doch „zu heikel" erschien.
 

Berlinale plant unter neuer Leitung Änderungen

Die Berlinale will ihre Filme künftig nach einem neuen Verfahren auswählen. Das bisherige System mit Länderscouts sei geändert worden, sagte der künstlerische Leiter von Deutschlands wichtigstem Filmfestival, Carlo Chatrian, der Tageszeitung "Die Welt". Zwar gebe es weiter "Repräsentanten für größere oder kniffelige Länder" wie die USA oder China. Künftig werde aber ein internationales Auswahlkomitee über das Angebot der Filme bestimmen. Ab 2020 will die Berlinale auch neue Auszeichnungen vergeben. Neben dem traditionellen Wettbewerb soll ein zweiter Wettbewerb unter dem Titel "Encounters" für Filme "mit eher kleinem Budget" etabliert werden, kündigte Chatrian an. Zudem dürften Streaming-Produzenten wie Netflix nicht boykottiert werden."Wir dürfen uns nicht von einer jüngeren Generation von Filmfans entfernen, für die Netflix so selbstverständlich zum Filmerlebnis gehört wie ein Kinobesuch." Aber die Stärkung des Kinos als Ort habe Priorität. Die nächste Berlinale findet vom 20. Februar bis 1. März 2020 statt. Damit startet Deutschlands wichtigstes Filmfestival erstmals kurz nach der Oscar-Verleihung in Hollywood.

Hermann-Kesten-Preis für Philippe Lancon

Philippe Lancon, Journalist und Schriftsteller für das französische Magazin "Charlie Hebdo" und die Zeitung "Liberation", erhält den Hermann Kesten-Preis des PEN-Zentrums Deutschland. Lancon setze sich "in ergreifender Weise für die Freiheit des Ausdrucks in Literatur, Musik und Kunst ein", erklärte der Vizepräsident des PEN-Zentrums, Ralf Nestmeyer. Schreiben sei für Lancon ein "Akt des Widerstandes". Der Journalist gehört zu den Überlebenden des Anschlags auf die "Charlie Hebdo"-Redaktion im Jahr 2015. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll ihm am 7. November in Darmstadt verliehen werden. Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der PEN-Charta für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo, Can Dündar und Erdem Gül. Das Preisgeld stiftet das hessische Kunstministerium.

Wertvolle Putten zurück in Augsburg

Die Stadt Augsburg meldet eine "Sensation" aus dem Bereich Kunst und Kultur: Zwei im französischen Auktionshandel wiederentdeckte Putten aus der Fuggerkapelle in der Augsburger Sankt-Anna-Kirche sind ins Augsburger Maximilianmuseum zurückgekehrt. Für die Kleinodien wurden demnach rund 2,5 Millionen Euro bezahlt. Die Figuren seien Prachtstücke der deutschen Renaissance, als eines der Hauptwerke dieser Zeit gelte zudem die Fuggerkapelle selbst. Dank der Mitwirkung bedeutender Künstler wie Albrecht Dürer, Jörg Breu des Älteren und Hans Daucher stelle sie ein Gesamtkunstwerk von nationaler Bedeutung dar. Das Geld komme von der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, der Kulturstiftung der Länder sowie der Stadt Augsburg.

Grütters will flexiblere Filmförderung

Kulturstaatsministerin Monika Grütters pocht auf eine flexiblere Struktur in der Filmförderung. "Wir zählen immer nur die Tickets an der Kinokasse", sagte sie im Interview der "Süddeutschen Zeitung". Dabei müssten auch Streamingdienste ernstgenommen werden, denn auch darüber erreichten Schauspieler und Regisseure ein Millionenpublikum. Sie sehe auch die Gefahren, die diese Entwicklung für das klassische Kino berge, fügte Grütters hinzu. Kinos müssten attraktiv bleiben, betonte die Politikerin. Bund und Länder förderten dies derzeit und im kommenden Jahr mit insgesamt mehr als 30 Millionen Euro. Grundsätzlich widersprach Grütters dem Gedanken, "dass nur Filme 'erfolgreich' sind, die viele Besucher an der Kasse generieren". Ein Beispiel für letzteres sei der Film "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt, der auf der vergangenen Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Grütters: "Logischerweise zielt so ein Film nicht auf ein Millionenpublikum, aber wenn die kulturelle Förderung gelegentlich derartige Filme ermöglicht, hat sie ihren Sinn voll und ganz erfüllt."

Bayreuther "Parsifal" stürmisch gefeiert

Mit einem stürmisch gefeierten "Parsifal" sind die Bayreuther Festspiele am Dienstag fortgesetzt worden. Von den Sängern wurden vor allem Günther Groissböck als Gurnemanz, Elena Pankratova als Kundry und Andreas Schager in der Titelpartie vom Publikum gefeiert. In der Inszenierung stellt Regisseur Uwe Eric Laufenberg Religionsausübung grundsätzlich in Frage. Am Ende der mehr als vierstündigen Oper legen die Vertreter der Weltreligionen die Symbole ihres Glaubens in den Sarg.

Premierenerfolg für "Médée" bei Salzburger Festspielen

Eine Neuinszenierung der selten gespielten Oper "Médée" von Luigi Cherubini ist am Dienstag vom Salzburger Festspielpublikum gefeiert worden. Die junge russische Sopranistin Elena Stikhina gab in der Titelrolle der mythischen Kindsmörderin ihr Debüt bei den Festspielen und wurde mit besonders viel Beifall bedacht. Ebenfalls starken Applaus gab es für das Regieteam um den australisch-schweizerischen Regisseur Simon Stone, der den antiken Mythos radikal in die Jetztzeit verlegt.

Guillermo del Toro erhält Hollywood-Stern

Der mexikanische Oscar-Preisträger Guillermo del Toro wird auf dem "Walk of Fame" verewigt. Am 6. August soll der Regisseur und Produzent den Stern enthüllen, wie die Verleiher mitteilten. Als Gastredner sind Regisseur J.J. Abrams und Sängerin Lana Del Rey eingeladen. Del Toro wird den 2669. Stern auf dem Hollywood Boulevard erhalten. Die Feier fällt zeitlich mit der Premiere des von del Toro produzierten Horror-Films "Scary Stories to Tell in the Dark" zusammen.

Cameron Boyce starb an epileptischem Anfall

Gut drei Wochen nach dem Tod des US-amerikanischen Schauspielers Cameron Boyce sind Einzelheiten zur Ursache bekannt geworden.

Nach Angaben der Gerichtsmedizin in Los Angeles starb der 20-Jährige an den Folgen eines epileptischen Anfalls. Der Tod sei "plötzlich und unerwartet" gewesen, heißt es in dem Autopsiebericht.
Boyce war am 6. Juli leblos in seiner Wohnung in Hollywood gefunden worden. Seinen Debüt-Auftritt hatte er mit neun Jahren in dem Horrorfilm "Mirrors". Bekannt war er auch aus der Disney-Serie "Jessie".

Indie-Konzert im Libanon nach Protesten abgesagt

Nach Protesten christlicher Gruppen ist im Libanon ein Konzert der Indie-Rockband Mashrou Leila abgesagt worden. Das Veranstaltungskomitee des Byblos International Festival teilte mit, es sei zu der Absage gezwungen gewesen, um ein "Blutvergießen" zu vermeiden, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete. Mashrou Leila gehört zu den bekanntesten Bands in der arabischen Welt. Weil sich ihr Sänger Hamed Sinno zu seiner Homosexualität bekennt, wird sie immer wieder angefeindet.

Riesiger Dinosaurier-Knochen in Frankreich gefunden

Der rund 140 Millionen Jahre alte Schenkelknochen eines Sauropoden wurde bei Angeac-Charente nahe Bordeaux gefunden. Der Knochen misst etwa zwei Meter und wiegt 400 Kilogramm. Nach Angaben des Wissenschaftlers Ronan Allain vom Naturhistorischen Museum in Paris sei der Fund "einzigartig" wegen seines "Zustands und seiner perfekten Versteinerung". Die Ausgrabungsstätte in der Weinbauregion hat inzwischen einen Ruf als paläontologische Schatzkammer. Seit zehn Jahren werden dort tausende Dinosaurierknochen ausgegraben.

König des Broadway Musicals gestorben

Der legendäre Broadway-Regisseur und Produzent Harold Prince ist mit 91 Jahren gestorben. In seinen Shows hat er ungewöhnliche Stoffe auf die Bühne gebracht, u.a. "Das Phantom der Oper", "Sweeney Todd" und "Evita". Dafür hat er mit einigen der bekanntesten Musical-Komponisten wie Leonard Bernstein, Stephen Sondheim und Andrew Lloyd Webber zusammengearbeitet. Prince hat mehr als 21 Tony Awards bekommen.

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