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Kulturnachrichten

Sonntag, 28. Juli 2019

Lisa Hrdina erhält den Mario-Adorf-Preis

Die Schauspielerin Lisa Hrdina wird mit dem diesjährigen Mario-Adorf-Preis geehrt. Die 30-jährige Berlinerin erhält die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre außergewöhnlichen Leistungen bei den Nibelungen-Festspielen in Worms. Das teilten die Veranstalter am Abend mit. Dort war sie in der Inszenierung "Überwältigung" als Kriemhilds Sohn Ortlieb an der Seite von Klaus Maria Brandauer zu sehen. In der Begründung der Jury hieß es, Hrdina werfe sich "mit voller Kraft und durchaus mit vollem Risiko" in die Rolle dieses Jungen, der entschieden gegen das ewige Morden und Töten der Erwachsenen um ihn herum aufbegehrt. Der Mario-Adorf-Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen.

Venezolanischer Maler Carlos Cruz-Diez ist tot

Der venezolanischer Maler Carlos Cruz-Diez ist im Alter von 95 Jahren in Paris gestorben. Dies teilte seiner Familie auf seiner Webseite mit. Cruz-Diez gilt als einer der Begründer und großen Vertreter der Kinetischen Kunst und OP Art. Sein Werk platziert ihn unter den Schlüsselfiguren des 20. Jahrhunderts im Bereich der Farbverwendung. Cruz-Diez lebte und lehrte in Paris und Caracas. Seine Arbeiten mit Farbe und seinen Installationen wurden unter anderem im New Yorker Museum of Modern Art, in der Tate Modern in London und im Wallraf-Richartz-Museum in Köln ausgestellt.

"Monitor"-Chef fordert Schutz der Pressefreiheit

Der mit Mord bedrohte Redaktionsleiter und Moderator des Politikmagazins "Monitor", Georg Restle, fordert von der Politik einen stärkeren Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit. Er habe nicht den Eindruck, dass die Sicherheitsorgane in diesem Land die gewachsene Bedrohungslage wirklich im Griff haben, sagte der Journalist dem "Tagesspiegel". "Journalisten vor staatlichen Eingriffen zu schützen, Freiräume für Berichterstattung zu gewährleisten und eine Kultur der staatlichen Geheimniskrämerei zu beenden. Dadurch würde die Presse- und Meinungsfreiheit in diesem Land gestärkt werden", so der Redaktionsleiter. Georg Restle hatte nach einem kritischen Kommentar zur AfD in den "Tagesthemen" am 11. Juli Morddrohungen erhalten.

In New York entdeckte Schiele-Zeichnung ist echt

In einem Sozialkaufhaus in New York City hat ein Käufer eine Originalzeichnung von Egon Schiele (1890-1918) entdeckt. Wie die US-Onlinezeitschrift "The Art Newspaper" berichtet, ist der Schnäppchenkauf nach Expertenmeinung bis zu 200.000 Dollar wert. Schiele-Expertin Jane Kallir sagte, rund 90 Prozent der Exponate, die ihr vorgelegt würden, seien mehr oder weniger gut gemachte Fälschungen. Bei näherer Betrachtung habe sich dieser Fund aber als echt erwiesen. Die Bleistiftzeichnung zeigt laut Bericht ein nacktes Mädchen und entstand kurz vor dem frühen Tod des österreichischen Expressionisten durch die Spanische Grippe.

Extremwetter schädigt australische Korallen

Extreme Wetterphänomene haben den Ökosystemen an Australiens Küsten in den vergangenen Jahren schwer zugesetzt. Hitzewellen im Meer, schwere Regenfälle durch tropische Stürme sowie Zyklone und Dürren hätten Korallen-, Seetang-, Mangroven- und Seegrasbestände grundlegend verändert, heißt es in einer Studie der staatlichen australischen Wissenschaftsbehörde Csiro. Einige dieser Veränderungen seien potenziell unumkehrbar, andere könnten bestenfalls im Laufe mehrerer Jahrzehnte rückgängig gemacht werden. Die meisten Meeresorganismen und -lebensräume könnten sich nicht an die sich schnell verändernden Bedingungen anpassen. Die Methode, bei der Korallenlaich gefangen, in Aquakultur aufgezogen und dann in zerstörten Riffe verteilt wird, helfe nur kurzzeitig. Langfristig müsse der Treibhausgasausstoß reduziert werden.

Stimme von Minnie Mouse gestorben

Die US-amerikanische Synchronsprecherin Russi Taylor, die unter anderem Walt Disneys Zeichentrickfigur Minnie Mouse ihre Stimme verlieh, ist tot. Sie starb am Freitag in Glendale im US-Staat Kalifornien im Alter von 75 Jahren, wie die Walt Disney Company bestätigte. Auch in der Zeichentrickserie "Duck Tales" übernahm Taylor verschiedene Rollen, darüber hinaus gab sie den Zwillingen Sherri und Terri bei den "Simpsons" ihre Stimme. Verheiratet war sie laut "Variety" seit 1991 mit dem 2009 gestorbenen Wayne Allwin, dem langjährigen Sprecher von Micky Mouse. Bei einem Vorsprechen habe sie 1986 mehr als 200 Mitbewerber für die Sprechrolle der Minnie Mouse ausgestochen, teilte die Walt Disney Company mit. In Hunderten Disney-Projekten habe sie Minnie daraufhin ihre Stimme gegeben.

Hohenzollern kritisieren Bund wegen Indiskretion

Georg Friedrich Prinz von Preußen hat die Weitergabe von Dokumenten aus den vertraulichen Verhandlungen mit dem Bund, Berlin und Brandenburg sowie Kultureinrichtungen kritisiert. Er bedaure dabei in erster Linie nicht die Weitergabe von Dokumenten, sondern die selektive Weitergabe, die ein schiefes Bild vermittle. In einem Interview der "Welt am Sonntag" forderte das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern Bund, Länder und Institutionen zugleich zur Aufklärung auf. Außerdem verteidigte er die rechtlichen Ansprüche seines Hauses auf Immobilien und Kunstwerke aus ehemaligem Familienbesitz. Er sei sehr zuversichtlich, dass rasch eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werde. Diese werde auf keinen Fall öffentlich gezeigte Bestände in den Museen gefährden, versicherte der Chef des Hauses Hohenzollern. Ein langwieriges und kostspieliges Gerichtsverfahren sehe er nur als "Ultima Ratio".

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