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Samstag, 21.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 22. Juli 2019

US-Funk-Musiker Art Neville gestorben

Der amerikanische Funk-Musiker Art Neville ist tot. Das Mitglied der Neville Brothers aus New Orleans sei im Alter von 81 Jahren gestorben, bestätigte sein Manager Kent Sorrell. Neville hatte erst im Dezember seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft erklärt und mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, unter anderem wegen einer Rückenoperation. Mit noch nicht einmal 17 Jahren hatte Neville für die R&B Combo Hawketts 1954 das Remake des Country-Songs "Mardi Gras Mambo" gesungen, der noch heute zum Karneval in New Orleans gespielt wird. Neville war einer der Mitbegründer der Funk-Band The Meters und bildete mit seinen Geschwister Charles, Cyril und Aaron in den 70er Jahren die Neville Brothers. Charles starb schon im vergangenen Jahr.

Nürnberg präsentiert Kulturhauptstadt-"Bausteine"

Mit der Präsentation wichtiger konzeptioneller «Bausteine» ist die Stadt Nürnberg in die heiße Phase ihrer Kulturhauptstadt-Bewerbung gestartet. Neben dem künftigen Motto stellte Oberbürgermeister Ulrich Maly auch Logo-Elemente und Leitprojekte vor. Die Bewerbung stehe unter dem Motto "Past Forward", der Slogan solle die wechselvolle Geschichte der Stadt mit der Gegenwart Nürnbergs verknüpfen. Für den 30. September steht die Abgabe des Bewerbungsbuchs für die erste Auswahlrunde zur Wahl von Europas Kulturhauptstadt 2025 an. Zu den "Leitprojekten", mit denen die Stadt der früheren NS-Reichsparteitage überzeugen will, gehört unter anderem die in den nächsten Jahren geplante Sanierung von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld. Bisher verschlossene Bereiche des früheren Nazibaus, wie der Goldene Saal im Inneren der Zeppelintribüne, will die Stadt künftig für Besucher und Kunstschaffende öffnen.

Kunsthändler wegen Betrugsverdacht vor Gericht

In einem Auktionshaus sollen über Jahre hinweg Kopien von Grafiken als Originale verkauft worden sein. Drei Kunsthändler räumten zum Auftakt ihres Strafprozesses vor dem Landgericht München I. ein, dass möglicherweise Mitarbeiter des Auktionshauses Angaben gemacht hätten, die sie selbst nicht überprüft hätten. Das gaben sie in einer gemeinsamen Erklärung an, die sie von einem Verteidiger verlesen ließen. Die Anklage wirft dem Trio gewerbsmäßigen Betrug in 190 Fällen vor. Die Kunstwerke sollen die Männer von einem Mann aus Bielefeld gekauft haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll dieser Kopien von Grafiken nachgedruckt und als vermeintliche Originale an Galerien und Auktionshäuser in ganz Deutschland verkauft haben. Die Reproduktionen hat er demnach auf der Vorderseite mit Bleistift nummeriert und auf der Rückseite mit einem Sachverständigen-Zertifikat versehen.

Studie zu Gewalt bei Regensburger Domspatzen

Ein in sich geschlossenes System hat die Übergriffe bei den Regensburger Domspatzen erst möglich gemacht. Zu diesem Schluss kommen zwei zwei wissenschaftliche Studien für die Jahre 1945 bis 1992. Sie waren vom Bistum Regensburg beim Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte der Universität Regensburg und bei der kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden in Auftrag gegeben worden. Die Geschichte der Erziehungspraxis bei den Domspatzen sei auch ein institutionelles Versagen kirchlicher wie staatlicher Instanzen. Weder von innen noch von außen habe es Kontrollen gegeben. Besonders schlimm sei die Gewalt an der Vorschule für Dritt- und Viertklässler gewesen, heißt es. Für bei den Domspatzen erlittene Gewalt wurden bisher Annerkennungszahlungen in Höhe von insgesamt 3,7 Millionen Euro geleistet. Die Einzelsummen bewegten sich in einer Spanne zwischen 2.500 und 25.000 Euro.

Weihnachtsmännerkongress in Kopenhagen

Fünf Monate vor dem heiligen Fest haben Weihnachtsmänner und -frauen aus aller Welt in Dänemark bereits ein wenig Christbaumstimmung verbreitet. Dutzende weißbärtige Männer und mit rot-weißen Ringelsocken ausgestattete Weihnachtsfrauen statteten der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen einen Besuch ab, ehe sie sich zu einer Bootstour durch die dänische Hauptstadt aufmachten. Auch Väterchen Frost, ein paar Rentiere und Elfen waren mit dabei - und ein Weihnachtsbaum. Anlass des bunten Treibens ist der alljährlich veranstaltete Weltkongress der Weihnachtsmänner, der noch bis Donnerstag in Kopenhagen stattfindet.

Kopten in Ägypten kämpfen um Kirche

Zum dritten Mal in fünf Monaten haben koptische Christen im oberägyptischen Dorf Koum al-Raheb im Gouvernement Minya einen Beisetzungsgottesdienst auf der Straße feiern müssen. Hintergrund ist eine fehlende Baugenehmigung für die einzige Kirche im Dorf, die deshalb von der Polizei geschlossen wurde, wie das koptische Nachrichtenportal "Watani" berichtete. Der Streit um die für rund 2.500 Besucher errichtete Dorfkirche dauert seit der Weihe im Dezember an. Die Polizei beschlagnahmte laut Bericht im Anschluss an die Feier die Schlüssel zu dem Gotteshaus; Wasser- und Stromzufuhr wurden unterbrochen. Im Zuge der Schließung kam es demnach zu Zusammenstößen zwischen muslimischen und christlichen Bewohnern.

Papst beruft deutschen Physiker in Wissenschaftsakademie

Papst Franziskus hat den rumäniendeutschen Physiker und Nobelpreisträger Stefan Walter Hell zum Ordentlichen Mitglied der Päpstlichen Wissenschaftsakademie ernannt. Hell studierte Physik in Heidelberg und spezialisierte sich anschließend auf Mikroskopieverfahren. Neben zahlreichen Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden erhielt er 2014 den Nobelpreis für Chemie. Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften mit Sitz in den Vatikanischen Gärten widmet sich der Aufgabe, naturwissenschaftliche Fortschritte und erkenntnistheoretische Fragen zu erörtern. Ihr gehören rund 80 Mitglieder an, die ohne Rücksicht auf Nationalität oder Glaubensbekenntnis ausgewählt werden.

Manfred Faig wird neuer Domkapellmeister in Eichstätt

Manfred Faig wird neuer Domkapellmeister in Eichstätt und Leiter des diözesanen Amtes für Kirchenmusik. Wie das Bistum Eichstätt am Montag mitteilte, übernimmt Faig die bisherigen Aufgaben von Christian Heiß zum 1. Januar 2020. Heiß wird ab 1. September die Regensburger Domspatzen leiten. In den letzten drei Monaten des Jahres betreut demnach Bastian Fuchs, Assistent des Domkapellmeisters, die Chöre der Eichstätter Dommusik. Faig stammt aus Kösching und erhielt wie sein Vorgänger seine erste musikalische Ausbildung bei den Domspatzen in Regensburg.

"Just One" ist "Spiel des Jahres 2019"

Das Ratespiel "Just One" ist "Spiel des Jahres 2019". Diese Entscheidung gab die Jury in Berlin bekannt. "Just One" kann von drei bis sieben Spielern ab einem Alter von acht Jahren gespielt werden, die Begriffe erraten müssen. Das Spiel sei "genial durch seine Einfachheit", urteilte die Jury. Den begehrten "Pöppel" der Jury als "Kennerspiel des Jahres" erhielt "Flügelschlag". Es wurde bei Feuerland-Spiele verlegt und kann von zwei bis fünf Spielern ab zehn Jahren gespielt werden. Die seit 2011 prämierten "Kennerspiele" sind für Spieler, die die Herausforderung suchen, wie es heißt. Der Titel "Spiel des Jahres" gilt als wichtigste Auszeichnung für analoge Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum.

Österreichische Sopranistin erhält Hugo-Wolf-Medaille

Die österreichische Sopranistin Gundula Janowitz wird mit der Hugo-Wolf-Medaille 2019 geehrt. "Eine Künstlerin, die ihre mehr als 30 Jahre dauernde, glanzvolle Opernkarriere unter die Leitsterne W. A. Mozart, Richard Wagner und Richard Strauss stellte", teilte die Internationale Hugo-Wolf-Akademie mit. Zeitgleich und leidenschaftlich habe sie sich für die Gattung Lied stark gemacht. Janowitz wird die undotierte Auszeichnung am 6. Oktober in Stuttgart entgegennehmen.

6,5 Millionen Euro für Kulturprojekte gegen Extremismus

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, unterstützt im Rahmen der „Strategie zur Extremismusprävention und Demokratieförderung“ der Bundesregierung Kulturprojekte gegen Extremismus mit rund 6,5 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten, in denen junge Menschen ihre Medienkompetenz ausbauen können und auf Initiativen, die sich der kulturellen Integration widmen. Eine der von der Staatsministerin geförderten Initiativen ist zum Beispiel das Online-Projekt „RISE - Jugendkulturelle Antworten auf islamistischen Extremismus“. Unterstützt wird auch die Initiative Kulturelle Integration, die unter dem Titel „Zusammenhalt in Vielfalt“ unter anderem bereits fünfzehn Thesen für das Zusammenleben in einer pluralen, weltoffenen Gesellschaft erarbeitet hat.

Das jüdische Studienwerk ELES wird zehn Jahre alt

Rund 800 Stipendiaten hat das jüdische Begabtenförderungswerk ELES seit seiner Gründung 2009 gefördert. 90 Prozent sind Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion oder aus Israel. Zum Jubiläumsfestakt im Oktober im Jüdischen Museum Berlin kommt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Trotz deren judenfreundlicher Äußerungen sieht das jüdische Studienwerk ELES die AfD kritisch. Die Partei gebe "sich als Freund der jüdischen Gemeinschaft, wendet sich dabei gegen Muslime und weitere Minderheiten auf eine Art, die gegen Juden in Deutschland nicht möglich wäre", sagte ELES-Geschäftsführer Jo Frank.

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