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Kulturnachrichten

Dienstag, 16. Juli 2019

Südafrikanischer Musiker Johnny Clegg gestorben

Der südafrikanische Musiker Johnny Clegg ist tot. Er sei nach einem langen Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs in seinem Haus in Johannesburg gestorben, sagte sein Manager Roddy Quin dem südafrikanischen Fernsehen. Clegg wurde 66 Jahre alt. Während der Apartheidzeit spielte der Weiße Clegg in seinen Bands auch mit schwarzen Musikern zusammen und wurde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bei vielen seiner Hits ließ er sich von der Sprache der Zulu und Melodien aus den südafrikanischen Townships beeinflussen.

"Game of Thrones" für 32 Emmys nominiert

Die kürzlich zu Ende gegangene Erfolgsserie "Game of Thrones" ist für die Rekordzahl von 32 Emmys nominiert worden. Das Fantasy-Epos übertraf mit seiner achten und letzten Staffel den bisherigen Allzeitrekord der Polizeiserie "NYPD Blue", die 1994 27 mal für die begehrten US-Fernsehpreise nominiert worden war. Die Emmys werden am 22. September verliehen.

Geschichten über NS-Widerstand auf App

Akteure und Orte des NS-Widerstands in Berlin zwischen 1933 und 1945 können künftig auch auf einer App abgerufen werden. Von Samstag an bietet die Gedenkstätte Deutscher Widerstand auf der berlinHistory.app Geschichten über den Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 sowie über den "Kreisauer Kreis" und "Die Rote Kapelle", wie die Gedenkstätte in Berlin ankündigte. Zudem werden mit exemplarischen Beispielen "Menschen im Widerstand" vorgestellt. Außerdem könne unter "Gedenktafeln in Berlin" darüber hinaus verfolgt werden, wo und wie an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und an historisch bedeutsame Menschen, Orte und Ereignisse im Berliner Stadtraum erinnert werde. Am Samstag jährt sich das Attentat auf Hitler durch die Verschwörer um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg zum 75. Mal.

Künstler setzt Zeichen nach Lübcke-Mord

Nach dem Mord am Politiker Walter Lübcke vor rund sechs Wochen hat der Brandenburger Künstler Rainer Opolka mit übergroßen Wolfsfiguren zum Widerstand gegen Hass und Hetze aufgerufen. Opolka zeigte die Bronzefiguren am Dienstag in Kassel auf dem Königsplatz. Anlass der Aktion seien die "Hinrichtung" Lübckes und die Hasskommentare gewesen, die danach im Internet kursierten, sagte Opolka. Er fordere ein Ende dieser Hasspropaganda. Die Wolfsmenschen, die teilweise Waffen tragen, sind für ihn ein Symbol des Nationalsozialismus. Daher habe die Aktion das Motto "Demokratie und Menschlichkeit kann man nicht mit Messern erstechen oder mit Pistolen aus der Welt schießen!" Die Kritik des Künstlers richtet sich auch gegen die AfD. Die Hetze und Hasspropaganda dieser Partei bewirkten in den sozialen und realen Netzwerken Desinformation, eine Umwertung der Werte und eine von jedweder Rechtsstaatlichkeit entbundene Moral, erklärte der Bildhauer.

9000 Jahre alte Siedlung in Israel entdeckt

Israelische Archäologen haben die Überreste einer rund 9000 Jahre alten Siedlung entdeckt. Der westlich von Jerusalem gelegene Fund sei die bisher größte in Israel entdeckte Siedlung aus der Jungsteinzeit, sagte Ausgrabungsleiter Jacob Vardi von der israelischen Altertumsbehörde. Vardi schätzt, dass in der Siedlung rund 3000 Menschen gleichzeitig gelebt haben. Die Archäologen hätten mehr als 4000 Quadratmeter Fläche ausgegraben und dabei große Häuser mit Wohnräumen, öffentliche Gebäude und rituelle Orte entdeckt, hieß es in einer Mitteilung der Altertumsbehörde. Zwischen den Gebäuden hätten Wege entlang geführt. Die fortgeschrittene Planung der Siedlung erkenne man daran, dass Wege zwischen den Bauten angelegt waren und Mörtel für das verputzen der Böden benutzt wurde. Zum Fund gehören bisher auch Schüsseln, Pfeilspitzen, Schmuck aus Kalkstein und ein Steingrab.

Mäzen gibt 30 Millionen Euro für Berliner Wissenschaft

Der Mäzen Walter Wübben unterstützt Berliner Hochschulen und Partnerinstitute mit 30 Millionen Euro. Ziel sei es, mit renommierten Wissenschaftsmetropolen, beispielsweise in den USA oder Großbritannien, besser konkurrieren zu können, sagte der Gründer der Damp-Stiftung aus Kiel am Dienstag. Das Geld fließt an die Berliner Einstein-Stiftung. Diese finanziert die Berufung von Wissenschaftlern in die Hauptstadt. Mit zusätzlichen Fördermitteln des Landes Berlin stehen insgesamt 43,5 Millionen Euro bereit, teilten Stiftung und Senatskanzlei mit. Der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller dankte Wübben. Wübben hatte die Einstein-Stiftung bisher seit 2015 mit 13,5 Millionen Euro gefördert.

Uni Bern digitalisiert mit Google 100.000 Bücher

Die Universitätsbibliothek Bern (UB) will gemeinsam mit Google 100.000 Bücher aus den Jahren 1700 bis 1900 auf "Google Books" digital zugänglich machen. Ab 2020 will die Universität monatlich 5.000 Bände bereitstellen, die dann von Google digital gescannt werden sollen. Danach bekomme die Bibliothek von jedem digitalisierten Buch eine Datei des Scans. Links zu den digitalisierten Titeln würden in den Online-Katalog der UB Bern eingespielt. Google hat nach eigenen Angaben bereits mehr als sieben Millionen Bücher aus den größten Bibliotheken weltweit digitalisiert und auf seiner internationalen Plattform frei zur Verfügung gestellt. Aus dem deutschen Sprachraum waren die Bayerische Staatsbibliothek und die Österreichische Nationalbibliothek Partner in diesem Programm; in der Schweiz war es die Bibliotheque cantonale et universitaire Lausanne.

Der Schauspieler Maximilian Krückl ist gestorben

Der Schauspieler Maximilian Krückl ist tot. Er sei bereits am 22. Juni gestorben, wie seine Familie mitteilte. Krückl spielte unter anderem in Fernsehserien wie "Wildbach", "SOKO Kitzbühel" und der ARD-Krimireihe "Polizeiruf 110" mit. Zudem schrieb er eigene Geschichten und Drehbücher für Filme und TV-Serien, darunter "Das Traumhotel" oder "Die Hüttenwirtin". Sozial engagierte sich Krückl im Kampf gegen Erbschleicher und gründete mit einer Ordensschwester und einem Rechtsanwalt die Organisation mysisteract. Maximilian Krückl starb im Alter von 52 Jahren durch plötzlichen Herztod. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Töchter.

Hessischer Rundfunk will Kultursender HR2 umbauen

Die Kulturwelle HR2 des Hessischen Rundfunks (HR) will künftig mehr Musik und weniger Wortbeiträge im Programm präsentieren. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Online Ausgabe. Ab April 2020 soll vor allem klassische Musik gespielt werden. "HR2-Kultur wird zum Klassikprogramm für Hessen", sagte der Leiter der Kommunikationsabteilung des Senders, Christoph Hammerschmidt. Mit der Neuausrichtung werde den sendereigenen Klangkörpern - Sinfonieorchester und Bigband - eine stärkere Rolle zukommen. Die Umstellung sei keine Sparmaßnahme, sondern eine Antwort auf den digitalen Wandel in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt, der schwindende Nutzung und Überalterung der Hörer vorgehalten werden. Durch die Veränderung wolle man vor allem auf das verstärkte Interesse an Internet, Podcasts und zeitversetztem Hören reagieren. Auch die übrigen Hörfunkwellen des HR sollen in den kommenden Monaten neu aufgestellt. Durch die Betonung von digitalen Angeboten nehme man künftig stärker die Bedürfnisse der unter 35-Jährigen in den Blick, sagte Hammerschmidt.

Exzellenz-Kommission berät über Förderung

In Bonn beraten die Mitglieder der Exzellenzkommission bis Freitag darüber, welche Universitäten in Deutschland besonders gefördert werden. Aus 19 Bewerbern werden künftig 11 den Titel Exzellenzuniversität tragen dürfen. Das Entscheidungsgremium besteht aus 39 internationalen Fachleuten und den für Bildung zuständigen Ministern von Bund und Ländern. Für die Förderung stehen jährlich 148 Millionen Euro bereit. Am Freitag wird das Ergebnis der Beratungen bekanntgegeben. Die Exzellenzinitiative hat das Ziel den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzenforschung an deutschen Hochschulen sichtbar zu machen.

Druck auf religiöse Menschen nimmt weltweit zu

Weltweit leiden Menschen wegen ihres Glaubens zunehmend unter staatlichen Repressionen und gesellschaftlichen Benachteiligungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center. Demnach ist die Zahl der Länder, in denen bestimmte Religionsgruppen in hohem Maße angefeindet werden, zwischen 2007 und 2017 von 39 auf 56 gestiegen. Besonders ausgeprägt seien Restriktionen von Minderheitsreligionen im Nahen Osten und in Nordafrika, heißt es. Auch in Asien und im Pazifischen Raum habe die staatliche Einwirkung zugenommen. Das Institut hatte Gesetze und Praktiken zum Umgang mit Religionen in fast 200 Staaten untersucht. Der Bericht stützt sich auf Daten von Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und den Vereinten Nationen.

Hohenzollern: Sammlungen in Museen bleiben erhalten

Die Hohenzollern wollen die historischen Sammlungen in den Museen für die Öffentlichkeit erhalten. Das geht aus einer Erklärung ihres Anwalts Markus Hennig hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Das Haus Hohenzollern hat in den Gesprächen wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass es seiner historischen Verantwortung und Aufgabe Rechnung trägt", heißt es darin. "Entgegen verschiedener Berichte ist es aus Sicht des Hauses das primäre Ziel, die Sammlungen in den bestehenden Museen zu erhalten und der Öffentlichkeit weiterhin zugänglich zu machen." Das Haus Hohenzollern, deren Chef der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers ist, verhandelt mit Bund, Berlin und Brandenburg über die Rückgabe zahlreicher Kunstobjekte.

Deutschland gibt geraubtes Gemälde an Uffizien zurück

Deutschland gibt das im Zweiten Weltkrieg aus den Uffizien in Florenz geraubte Gemälde "Vaso di Fiori" diesen Freitag an Italien zurück. Für die Übergabe der "Blumenvase" des holländischen Malers Jan van Huysum (1682-1749) werden Außenminister Heiko Maas (SPD) und sein italienischer Amtskollege Enzo Moavero nach Florenz reisen, wie das Kulturministerium am Montag in Rom mitteilte. Bei der Übergabe wird auch der deutsche Leiter der Gemäldegalerie, Eike Schmidt, dabei sein. Das Werk wurde nach Angaben der Uffizien von Soldaten der Wehrmacht aus dem Palazzo Pitti geraubt. Schmidt hatte zu Beginn des Jahres an Deutschland appelliert, alles dafür zu tun, dass das Bild nach Italien zurückkomme. Es sei "offenkundig", dass es sich um NS-Raubkunst handelt. In Deutschland war es zuletzt im Privatbesitz.

Offenbar Leiche von Charles Levin gefunden

In einer abgelegenen Gegend in Oregon ist eine Leiche gefunden worden, bei der es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten US-Schauspieler Charles Levin handelt. Das teilte die Behörde  für öffentliche Sicherheit der Kleinstadt Grants Pass mit. In dem Ort war der 70-jährige Darsteller vor einer Woche von seinem Sohn vermisst gemeldet worden. Levin hatte vor allem etliche TV-Rollen in Sitcoms wie "Seinfeld" und "Harrys wundersames Strafgericht" gespielt.

Antikenmuseen geben gegenseitig Werke zurück

Nach mehr als 70 Jahren sind 26 im jeweils anderen Museum vermisste Stücke der Antikensammlungen in Dresden und Berlin wieder an ihrem ursprünglichen Ort. Im Zuge der Provenienzforschung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und der Staatlichen Museen zu Berlin wurden zwölf der Objekte in die Hauptstadt sowie 14 Stücke in die Elbestadt zurückgegeben, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und die SKD am Montag mitteilten. Die Antiken waren von sowjetischen Trophäenkommissionen 1945 beschlagnahmt und bei der Rückgabe durch die Sowjetunion an die DDR 1958 irrtümlich der falschen Antikensammlung zugeordnet worden. In die Berliner Antikensammlung kehrten mehrere Kleinbronzen, aus Knochen gefertigte Geräte wie Löffel, ein Siegel aus Steatit und eine Tonkanne zurück. Der Dresdner Antikenbestand bekommt zwei Bronzestatuetten, mehrere Bronzegefäße und -geräte sowie als bedeutendstes Stück ein marmornes Relieffragment mit der Darstellung eines bärtigen Männerkopfs. Es stammt aus der um 1900 in Ägypten entstandenen Sammlung des Unternehmers Ernst von Sieglin.

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