Seit 19:05 Uhr Oper

Samstag, 21.09.2019
 
Seit 19:05 Uhr Oper

Kulturnachrichten

Mittwoch, 10. Juli 2019

Leiter des Vatikan-Chors zurückgetreten

Der musikalische Leiter des Vatikan-Chors hat sein Amt aufgegeben. Papst Franziskus nahm das Gesuch des 51-jährigen Massimo Palombella an, teilte das Presseamt des Kirchenstaates mit. Gründe gibt das Amt üblicherweise nicht bekannt. Vor einem Jahr soll es einen angeblichen Finanzskandal um den Chor gegeben haben. Anderen Berichten zufolge sollen sich Eltern über den Führungsstil des Italieners beschwert haben. Die rund 20 erwachsenen und 35 jugendlichen Chorsänger treten bei Papstmessen und Konzerten innerhalb und außerhalb des Vatikan auf. 2013 gab es ein gemeinsames Konzert mit dem Leipziger Thomanerchor.

Filmproduzent Artur Brauner in Berlin beigesetzt

Der Filmproduzent Artur Brauner ist in Berlin beigesetzt worden. Er wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Westend beerdigt. Brauner war am vergangenen Sonntag im Alter von 100 Jahren gestorben. Er galt als einer der wichtigsten Filmproduzenten in Nachkriegsdeutschland und arbeitete mit Stars wie Romy Schneider, Curd Jürgens, Caterina Valente und Heinz Rühmann. Mit vielen Filmen seiner Filme erinnerte Brauner auch an das Schicksal der Holocaust-Opfer.

Übersetzerin Annette Kopetzki erhält Paul-Celan-Preis

Die Übersetzerin Annette Kopetzki erhält den Paul-Celan-Preis für herausragende Literaturübersetzungen ins Deutsche. Kopetzki werde für ihr Gesamtwerk, ihre Übersetzungen aus dem Italienischen geehrt, teilte der Deutsche Literaturfonds in Darmstadt mit. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 17. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vergeben. Der Literaturfonds vergibt den nach dem Lyriker Paul Celan benannten Preis seit 1988.

US-Schauspieler Rip Torn gestorben

Der US-Schauspieler Rip Torn ist tot. Wie sein Agent mitteilte, starb er gestern im Alter von 88 Jahren. In Deutschland war Torn vor allem durch den Film "Men in Black" bekannt geworden. Für seine Rolle in dem Filmdrama "Cross Creek" wurde er 1984 für einen Oscar nominiert. In den USA war Torn vor allem aus der Kult-Serie "Die Larry Sanders Show" über eine fiktive Late-Night-Sendung bekannt.

Italienische Filmdiva Valentina Cortese gestorben

Die italienische Schauspielerin Valentina Cortese ist tot. Sie starb im Alter von 96 Jahren in ihrer Geburtsstadt Mailand, teilte der italienische Showbusiness-Verband Agis mit. Cortese begann ihre Karriere in den 1940er Jahren und war in zahlreichen italienischen, französischen und britischen Filmen sowie in Hollywood-Produktionen zu sehen. Zu ihren Filmpartnern zählten James Stewart, Humphrey Bogart und Ava Gardner. Eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin erhielt Cortese 1973 für ihre Rolle in Francois Truffauts "Die amerikanische Nacht".

Unesco-Welterbekomitee tagt 2020 in China

Das Welterbekomitee der Kulturorganisation Unesco wird nächstes Jahr in China tagen. Im Sommer 2020 werde dann auch über die Welterbe-Nominierung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt entschieden werden, teilte die Deutsche Unesco-Kommission in Bonn mit. Gemeinsam mit Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich und Tschechien schlägt Deutschland außerdem die bedeutenden europäischen Kurorte des 19. Jahrhunderts als Welterbe vor. Gestern war die 43. Sitzung des Welterbekomitees in Aserbaidschans Hauptstadt Baku zu Ende gegangen. Dabei wurden 29 neue Stätten in die Welterbeliste aufgenommen, darunter die Montanregion Erzgebirge/Krusnohori und das Augsburger Wassermanagement-System.

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin beschädigt

In Berlin ist das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas beschädigt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein großes "A" in eine Glasscheibe der Gedenkstätte geritzt. Das sei am Dienstagabend von Polizeibeamten entdeckt worden. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Das Denkmal in unmittelbarer Nähe des Reichstagsgebäudes war im Herbst 2012 eingeweiht worden.

Rapperin Nicki Minaj sagt Auftritt in Saudi-Arabien ab

Die Sängerin Nicki Minaj hat aus Bedenken über Menschenrechtsverletzungen ein geplantes Konzert in Saudi-Arabien abgesagt. Sie werde beim Jeddah World Fest nicht auftreten, gab Minaj per Mitteilung laut US-Medien bekannt. Es sei ihr wichtig, damit ihre Unterstützung für Frauenrechte, für die LGBTQ-Community und für Meinungsfreiheit klar herauszustellen. LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und queere Menschen. Das Jeddah World Festival hatte die "Megatron"-Rapperin vorige Woche für ein Konzert am 18. Juli als Stargast angekündigt. Menschenrechtler hatten danach die Sängerin aufgefordert, nicht bei dem Festival in dem konservativ-islamischen Land aufzutreten. Minaj ist für ihre freizügigen Lieder bekannt.

"ZDF@Bauhaus" zieht von Dessau nach Weimar

Gut neun Monate nach den Querelen um einen Auftritt der Punkband "Feine Sahne Fischfilet" verliert das Bauhaus in Dessau die Konzert-Reihe "ZDF@Bauhaus". Künftig kommt das Format aus der Bauhaus-Stadt Weimar. Das teilt das ZDF mit. Damit beginne die neue Staffel dort, wo vor einem Jahrhundert die Wiege des Bauhauses lag. Laut ZDF hat der Umzug mit dem 100. Jubiläum der Kunstschule zu tun - nicht jedoch mit den Querelen um den abgesagten Punkband-Auftritt in ihrer Reihe. Die Bauhaus-Stiftung in Dessau hatte vorigen Oktober ein Konzert der linken Band abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen zum Protest gegen den Auftritt aufgerufen hatten. Das hatte bundesweit für Diskussionen und Kritik gesorgt.

Prozess gegen Kevin Spacey könnte platzen

Das Strafverfahren gegen US-Schauspieler Kevin Spacey wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs könnte platzen. Das mutmaßliche Opfer verweigerte gestern bei einer Gerichtsanhörung im Bundesstaat Massachusetts die Aussage. Der damals 18-jährige soll vom zweifachen Oscar-Preisträger betrunken gemacht und bedrängt worden sein.

Kulturnachrichten hören

Juli 2019
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur