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Kulturnachrichten

Dienstag, 24. Juli 2018

James Cameron will "Titanic"-Sammlung retten

Sammlung in Gefahr wegen Insolvenz des besitzenden Unternehmens

Der Regisseur James Cameron und der Entdecker des "Titanic"-Wracks, Robert Ballard, unterstützen einen Versuch britischer Museen zum Erwerb einer Sammlung von 5500 Artefakten aus dem gesunkenen Schiff. Die Kampagne soll 20 Millionen Dollar sammeln, um die Gegenstände von einem US-Unternehmen zu kaufen. Cameron sagte, es gebe ernste Bedenken, dass die Sammlung in Einzelteilen verkauft werden könnte, weil das Unternehmen Konkurs angemeldet habe. Die Kampagne setzt sich für einen Kauf der Artefakte durch die Royal Museums Greenwich, National Museums Northern Ireland, Titanic Belfast und Titanic Foundation Limited ein. Die National Geographic Society hat 500 000 Dollar für das Projekt zugesagt.

Elton John kritisiert Diskriminierung von Homosexuellen

Popsänger stellt auch seine Anti-Aids-Initiative für Afrika vor

Der britische Popsänger Elton John hat mit großer Wut die Diskriminierung von Homosexuellen in Osteuropa angeprangert. Hass auf sexuelle Minderheiten würde dafür sorgen, dass sich HIV und Aids weiterhin verbreiten, klagte der Sänger bei der Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam. "Wenn es den Fanatismus und Hass nicht gebe, dann wäre diese Krankheit viel schneller vorbei." Experten gehen davon aus, dass sich manche Menschen nicht auf HIV testen lassen, weil sie Diskriminierung fürchten. Osteuropa und Zentralasien sind die Regionen, in der sich die Epidemie an schnellsten ausbreitet. Die Aids-Stiftung von Elton John wird gemeinsam mit dem niederländischen Aids-Fonds Projekte für Risikogruppen in Osteuropa unterstützen, dazu gehören sexuelle Minderheiten, Drogenabhängige und Gefangene. Auch stellte er in Amsterdam seine Anti-Aids-Initiative für Afrika vor. Die "Men Star Coalition" soll Männer in Afrika motivieren sich testen zu lassen. Nach einem positiven Befund sollen die Männer umgehend Medikamente bekommen.

Italienischer "Rolling Stone" wendet sich gegen Salvini

Musikmagazin kritisiert die Ausländerpolitik des Innenministers

In Italien hat sich die nationale Ausgabe des Musikmagazins "The Rolling Stone" gegen die Ausländerpolitik von Innenminister Salvini positioniert. Der Parteichef der rechten Lega Nord und stellvertretende Regierungschef will alle Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien kommen, zurückweisen. Ein Echo auf den Protest der Musikjournalisten bleibt in der Musikszene Italiens dagegen weitgehend aus. Nur der Autor und Mafia-Jäger Roberto Saviano habe reagiert, sagte unsere Korrespondentin Sarah Zerback im Deutschlandfunk Kultur. Saviano habe einen Appell bei Twitter gestartet und Kunst- und Kulturschaffende aufgefordert Position zu beziehen: "Stillstand ist ein Luxus den wir uns heutzutage nicht mehr leisten können."

Anna Netrebko debütiert 2019 in Bayreuth

Sie ist in zwei Vorstellungen als Elsa in der Oper "Lohengrin" zu sehen

Opernsängerin Anna Netrebko wird in Bayreuth bei den Festspielen debütieren. Sie werde in zwei Vorstellungen der Oper "Lohengrin" die Partie der Elsa übernehmen, sagte Festspielsprecher Peter Emmerich. Sängerin Anja Harteros bestreitet als Elsa die weiteren Vorstellungen. Mit der neuen Bayreuther "Lohengrin"-Inszenierung starten am Mittwoch die Festspiele. Netrebko sang 2016 die Elsa in Dresden an der Seite von Piotr Beczala als Lohengrin - er ist auch Bayreuths neuer Schwanenritter. Auch den Bayreuther "Lohengrin"-Dirigenten Christian Thielemann kennt Netrebko schon aus der Dresdner Inszenierung.

Weltweit größter Saurierfuß identifiziert

1998 entdecktes Fundstück ist einen Meter lang

Forscher haben den weltweit größten Fuß eines Dinosauriers identifiziert. Ein internationales Team unter Beteiligung Münchner Forscher untersuchte den versteinerten Fuß, der schon vor 20 Jahren im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt worden war. Er sei fast einen Meter breit und damit größer als alle bisher bekannten Funde, schreiben die Forscher aus Deutschland, der Schweiz und den USA in der Fachzeitschrift "PeerJ". Sie weisen darauf hin, dass zwar größere Fußspuren bekannt sind, aber eben kein größerer Fuß. Der Mittelfußknochen lasse vermuten, dass es sich um einen nahen Verwandten der Brachiosaurier handele. Den Messungen zufolge soll das Tier am Becken eine Höhe von vier Metern gehabt haben. Es könnte mindestens zehn Meter hoch gewesen sein und an die 30 bis 40 Tonnen gewogen haben.

Vanessa Redgrave bekommt Goldenen Löwen

Filmfest von Venedig zeichnet Britin für Lebenswerk aus

Die britische Schauspielerin Vanessa Redgrave bekommt vom Filmfest in Venedig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk. Die 81-Jährige sei eine der besten Schauspielerinnen des modernen Kinos, erklärte Festivaldirektor Alberto Barbera. Die Oscarpreisträgerin sei eine "sensible Schauspielerin", die auch komplizierte Charaktere spielen könne. "Sie ist ausgestattet mit natürlicher Eleganz, angeborener Verführungskraft und einem außerordentlichen Talent." Das 75. Filmfest von Venedig läuft vom 29. August bis zum 8. September. Der kanadische Regisseur David Cronenberg wird dabei ebenfalls für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Frühe Studioaufnahme von David Bowie entdeckt

16-Jähriger nahm Song mit erster Band auf

David Bowies früheste bekannte Studioaufnahme ist britischen Medienberichten zufolge in einem Brotkorb entdeckt worden und soll nun versteigert werden. Der britische Rockstar sang den Song "I Never Dreamed" als 16-Jähriger in seiner ersten Band The Konrads. Das Plattenlabel Decca lehnt allerdings einen Vertrag ab. Der frühere Schlagzeuger der Band fand die Aufnahme zufällig wieder, wie Zeitungen berichteten. Bei der Versteigerung im September im Auktionshaus Omega Auctions soll sie mindestens 10 000 Pfund einbringen.

Online-Petition für gefeuerten Hollywood-Regisseur

James Gunn twitterte Pädophilen-Sprüche

Eine Petition zur Wiedereinstellung des gefeuerten "Guardians of the Galaxy"-Regisseurs James Gunn hat drei Tage nach dem Start rund 250 000 Unterstützer im Internet gefunden. Das Filmstudio hatte den 51-Jährigen am Freitag wegen früherer Pädophilen-Sprüche bei Twitter vor die Tür gesetzt. Die meisten der Einträge stammen aus den Jahren 2008 bis 2011 und waren von einer konservativ ausgerichteten Nachrichtenseite ans Licht geholt worden. Gunn sagte dem "Hollywood Reporter", er bedauere seine Tweets und übernehme die volle Verantwortung für deren Inhalt. Auch mehrere Stars der Filmreihe haben die Petition für eine Rückkehr Gunns mittlerweile unterzeichnet, darunter Dave Bautista und Selma Blair.

Streit verhindert Bergung von Silber-Galeone

Kolumbien und Spanien beanspruchen gesunkenes Schatzschiff

In Kolumbien hat Präsident Juan Manuel Santos die Bergung eines 1708 gesunkenen spanischen Schatzschiffes vorerst gestoppt. Die Galeone San Jose war 2015 entdeckt vor der kolumbianischen Küste entdeckt worden. Zur Zeit läuft eine Klage gegen das Vorhaben, die Galeone auf privatwirtschaftlicher Basis zu bergen. Über das weitere Vorgehen entscheidet nun die neue Regierung von Präsident Ivan Duque, der Anfang August die Arbeit aufnehmen wird. Die spanische Galeone San Jose war Teil der Silberflotte, die aus den südamerikanischen Kolonien Silber und andere Schätze nach Spanien brachte. Der Wert des Wracks wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Laut Unesco-Konvention über den Schutz von Gütern auf dem Meeresgrund könnte auch Spanien den Besitz beanspruchen. Ein Gericht hatte zuletzt aber Kolumbien als Eigentümer bestätigt.

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