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Montag, 09.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 23. Juli 2018

Paul McCartney spielte Geheimkonzert

In den Abbey Road Studios in London

Ex-Beatle Paul McCartney hat vor auserwählten Fans und Stargästen ein Geheimkonzert in den Abbey Road Studios gegeben. Sir Paul spielte in den berühmten Tonstudios in London knapp zwei Dutzend Songs, darunter Beatles-Hits wie "Drive My Car", "Lady Madonna" oder "Back In The U.S.S.R." und Lieder von seinem kommenden Album "Egypt Station". Die Zuschauer waren über einen Wettbewerb im Internet ausgewählt worden. McCartney hatte vergangene Woche auf Instagram seine Fans dazu aufgerufen, in einem Video zu erklären, warum sie unbedingt bei dem exklusiven Auftritt dabei sein müssten. Neben den Gewinnern waren Sängerin Kylie Minogue sowie die Schauspieler Johnny Depp und Orlando Bloom im Publikum.

Karin Baal mit erstem Götz George Preis geehrt

Baal erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Lebenswerk

Die Schauspielerin Karin Baal ("Die Halbstarken") ist für ihr Lebenswerk mit dem erstmals verliehenen Götz George Preis geehrt worden. Die 77-Jährige erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin - an dem Tag, an dem der populäre Schimanski-Darsteller 80 Jahre alt geworden wäre. Die Götz George Stiftung würdigte Baal als "großartige Schauspielerin und bewundernswerte Frau". Sie öffne sich schonungslos und mit berührender Hingabe ihren Figuren und mache dadurch auch feinste Nuancen ihrer großen Gefühlsskala sichtbar, hieß es. Götz George, 2016 mit 77 Jahren in Hamburg gestorben, hatte sich als Zweck der nach ihm benannten Stiftung die Förderung älterer Schauspieler gewünscht. Sie sollten zu Botschaftern der Solidarität unter Künstlern werden, erklärte die von seiner Frau Marika geführte Stiftung. "Trotz künstlerischer Erfolge droht vielen Schauspielerinnen und Schauspielern Altersarmut."

New Yorker "Daily News" entlässt Hälfte der Mitarbeiter

Zeitung wird sich stärker auf das Digitale konzentrieren

Die New Yorker Tageszeitung "Daily News" entlässt die Hälfte der Mitarbeiter ihrer Redaktion. In einer E-Mail an die Redakteure hieß es, die Zeitung werde sich stärker auf das Digitale konzentrieren. Der Fokus liege dabei auf Nachrichten zu den Themen "Kriminalität, Justiz und öffentliche Aufgaben". Die Zeitung wurde im vergangenen Jahr für den symbolischen Preis von einem Dollar an den Eigentümer der "Chicago Tribune" verkauft. Das Unternehmen übernahm alle Verbindlichkeiten der Zeitung. "Daily News" sorgte immer wieder mit kritischen Berichten, unter anderem zu gesundheitlichen Gefahren in Gebäuden des städtischen Wohnungsbaus, für Aufsehen. Der Umsatz und die Auflage der Zeitung sind dennoch seit Jahren rückläufig.

Weltpremiere für Lady-Gaga-Filmmusical in Venedig

"A Star is Born" ist ein Remake des Hollywoodklassikers von 1976

Das Filmmusical "A Star is Born" mit Lady Gaga - ein Remake des gleichnamigen Hollywoodklassikers von 1976 mit Barbra Streisand - wird bei den Filmfestspielen in Venedig seine Weltpremiere feiern. Die Vorführung soll am 31. August stattfinden. Nach Mitteilung der Festivalleitung geht der Film aber nicht in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Das Studio Warner Bros. bringt das Musical Anfang Oktober in die Kinos. US-Schauspieler Bradley Cooper gibt mit "A Star is Born" sein Regiedebut und spielt auch die männliche Hauptrolle. Für Sängerin Lady Gaga ist es die erste Hauptrolle vor der Filmkamera. Das Remake ist vierte Leinwandfassung des Welterfolgs um einen alkoholkranken Musiker, der eine junge Frau kennenlernt und ihre Karriere ankurbelt. Während sie schnell aufsteigt, stürzt er ab.

"Azul" ist "Spiel des Jahres 2018"

Jury vergibt Ehrung zum 40. Mal

Das taktische Legespiel "Azul" ist mit dem begehrten Kritikerpreis "Spiel des Jahres 2018" ausgezeichnet worden. Das gab die Jury in Berlin bekannt. An dem Spiel vom Verlag Next Move (Montréal) können sich zwei bis vier Spieler ab acht Jahren beteiligen. Den begehrten "Pöppel" der Jury als "Kennerspiel des Jahres" erhielten "Die Quacksalber von Quedlinburg" aus dem Berliner Verlag Schmidt Spiele. Es kann von zwei bis vier Spielern ab zehn Jahren gespielt werden. Den seit 2001 vergebenen Preis "Kinderspiel des Jahres" bekam "Funkelschatz" aus dem Hause Haba. Es soll zwei bis vier Kinder ab fünf Jahren begeistern. Der Titel "Spiel des Jahres" gilt als wichtigste Auszeichnung für analoge Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum.

Hindemith-Preis für Clara Iannotta

Für ihre "ganz eigene, radikale und kompromisslose Musiksprache"

Die italienische Komponistin Clara Iannotta hat den mit 20.000 Euro dotierten Hindemith-Preis 2018 erhalten. Die in Berlin lebende 35-jährige Künstlerin besteche durch "eine ganz eigene, radikale und kompromisslose Musiksprache", hieß es zur Begründung bei der Verleihung im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals in Büdelsdorf. Die Wahl der Jury sei einstimmig auf sie gefallen. Bei der Verleihung wurde auch Iannottas Werk "The people here go mad.They blame the wind" aufgeführt. Der Hindemith-Preis wird seit 1990 beim Schleswig-Holstein Musik Festival verliehen. Mit ihr sollen herausragende zeitgenössische Komponisten gefördert werden.

Theaterregisseurin Breth im Orden Pour le merite

Deutsche Theatermacherin inszeniert seit 19 Jahren am Wiener Burgtheater

Theaterregisseurin Andrea Breth (65) ist neues Mitglied des Ordens Pour le merite für Wissenschaften und Künste. Das teilte die Kanzlerin des Ordens, Christiane Nüsslein-Volhard, in Berlin mit. Breth, die seit 1999 Hausregisseurin am Burgtheater Wien ist und auch für die Salzburger Festspiele inszeniert, wurde für ihre Regiearbeiten unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Dem Orden gehören derzeit 40 deutsche und 35 ausländische Mitglieder an. Die Künstler- und Gelehrtenvereinigung wurde 1842 von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. gegründet und 1952 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss wiederbelebt.

Boykottaufrufe gegen Berliner Festival Pop-Kultur

Anlass ist Unterstützung durch die israelische Botschaft

Das Berliner Festival Pop-Kultur sieht sich wie im vergangenen Jahr mit Boykott-Aufrufen konfrontiert. Musiker wie John Maus sowie die Briten Shopping, Richard Dawson & Band und Gwenno haben ihre Teilnahme abgesagt. Anlass ist, dass die israelische Botschaft die Teilnahme von drei Künstlern mit insgesamt 1200 Euro sponsert. Hinter dem Boykott-Aufruf steht die Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Sie begründet ihre Aktivitäten mit der Politik Israels gegenüber den Palästinensern. Roger Waters (Pink Floyd) und Brian Eno (Roxy Music) sind prominente Fürsprecher der Organisation. Das Festival wird vom Musikboard des Berliner Senats organisiert. Es arbeite mit allen offiziell von der Bundesrepublik anerkannten Ländern zusammen, sagte Festival-Chefin Katja Lucker. Zuschüsse wie durch Israel gebe es auch von anderen Ländern. Das Festival findet vom 15. bis 17. August statt.

Kulturstaatsministerin fördert weitere Kulturerbeprojekte

24 zusätzliche Projekte erhalten Geld im Europäischen Kulturerbejahr

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fördert im Europäischen Kulturerbejahr weitere 24 Projekte. "Viele Projektträger der bisher rund 40 vom Bund geförderten Vorhaben füllen mit ihrem Engagement, ihren Ideen und Initiativen dieses Europäische Kulturerbejahr mit Leben. Dazu tragen sie mit einem ebenso vielfältigen wie eindrucksvollen Programm bei", sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Unter den Projekten, die eine Förderung erhalten sollen, sind in diesem Jahr etwa die Jugendakademie "Europa und die Industriekultur" der Unesco-Welterbestätte Völklinger Hütte, das Vermittlungs- und Netzwerkprojekt der Gemeinde Jork und Samtgemeinde Lühe "Der Hollerweg im Alten Land: Den Anfang verstehen, das Erbe erleben" und ein Modellprojekt des Deutschen Fachwerkzentrums in Quedlinburg, "Sharing Heritage - Sharing Work - Sharing Community".

Thai-Höhle soll Nationalpark werden

Gerettete Kinder gehen mit ihrem Trainer in buddhistisches Kloster

Nach dem glücklichen Ausgang des Höhlendramas in Thailand will die Regierung die Gegend im Norden des Landes in einen Nationalpark umwandeln. Die Anwohner fürchten indes, dass Felder und Häuser enteignet werden, berichtet die Tageszeitung "Bangkok Post". Umstritten sind auch Pläne für eine Art Museum in der Höhle. Die Jungen-Fußballmannschaft und ihr Trainer, die nach 17 Tagen aus der Höhle gerettet wurden, gehen in dieser Woche fast alle in ein buddhistisches Kloster: Elf Spieler und der 25 Jahre alte Trainer kündigten an, sich den Kopf rasieren zu lassen. Im Buddhismus wird dies gemacht, um sich nach negativen Erfahrungen zu "reinigen". Einer der Jungen wird nicht dabei sein, weil er Christ ist.

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Fazit

Nach dem SPD-ParteitagFortgesetzte Selbstverzwergung
Ein Schkoladen-Nikolaus steht auf einem Tisch beim SPD-Parteitag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Der SPD-Parteitag sollte der Partei Aufwind geben. Aber ist die Sozialdemokratie gerettet? SPIEGEL-Journalist Nils Minkmar hat Zweifel. Die Genossen müssten internationaler denken, die Intellektuellen zurückgewinnen und die Selbstzweifel bekämpfen. Mehr

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