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Kulturnachrichten

Montag, 9. Juli 2018

Akademie der Künste nimmt 14 neue Mitglieder auf

Die Sektion Literatur nimmt in diesem Jahr keine Neuzugänge auf

Die Akademie der Künste in Berlin hat 14 neue Mitglieder aufgenommen. Neue Mitglieder in der Sektion Bildende Kunst sind Douglas Gordon, Björn Melhus, Gregor Schneider und Luc Tuymans, teilte die Akademie mit. In die Sektion Baukunst wurden Thomas Auer, Peter Haimerl und HG Merz gewählt. In die Sektion Musik wurden Annesley Black, Peter Michael Hamel und Steffen Schleiermacher neu aufgenommen, in die Sektion Darstellende Kunst Johannes Schütz und Valery Tscheplanowa. In die Sektion Film- und Medienkunst wurden zudem Valeska Grisebach und Martin Steyer gewählt. Die Sektion Literatur habe in diesem Jahr keine neuen Mitglieder aufgenommen, hieß es. Aktuell zähle die Akademie der Künste in ihren sechs Kunstsektionen 418 Mitglieder.

Grundsatzerklärung gegen Antisemitismus vorgestellt

Mehr als 30 Organisationen unterstützen die Erklärung

Jüdische Organisationen haben von der Politik konkrete Maßnahmen gegen Antisemitismus gefordert. In einer in Berlin präsentierten Grundsatzerklärung des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus wird unter anderem von Polizei, Justiz, Schulen sowie der Jugend- und Flüchtlingsarbeit mehr Sensibilität gegenüber judenfeindlichen Äußerungen und Angriffen verlangt. In der Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus sollten künftig Erfahrungen der Betroffenen ernst genommen werden. Staatlich geförderte freie Träger müssten sich verbindlich gegen alle Formen des Antisemitismus aussprechen, einschließlich antisemitischer Boykott-Kampagnen, heißt es in der Erklärung. Die vierseitige Grundsatzerklärung wird den Angaben zufolge von mehr als 30 Organisationen und Einzelpersonen unterstützt. Dazu gehören unter anderem zehn jüdische Gemeinden und zwei Landesverbände Jüdischer Gemeinden.

Otto-Katalog hat ausgedient

Letzte Ausgabe im Dezember

Der Otto-Katalog wird Geschichte. Der Versandhändler will den Hauptkatalog im Dezember mit dem Frühjahr-/Sommer-Sortiment 2019 zum letzten Mal verschicken. Das kündigte das Unternehmen in Hamburg an. Der einst dicke Wälzer pries seit 1950 Waren zur Bestellung an. Models wie Claudia Schiffer, Heidi Klum oder Gisele Bündchen zierten das Titelbild. "Unsere Kunden haben den Katalog sukzessive selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen", teilte Bereichsvorstand Marc Opelt mit. 95 Prozent der Kunden bestellten digital.

Ellen Ehni wird neue WDR-Chefredakteurin Fernsehen

Ehni folgt auf Sonia Seymour Mikich

Die Journalistin und Moderatorin Ellen Ehni wird neue Fernseh-Chefredakteurin beim WDR. Sie beginnt ihre Tätigkeit am 1. September und übernimmt auch die Leitung des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen, wie der WDR in Köln mitteilte. Ehni ist Jahrgang 1973 und folgt auf die 66-jährige Sonia Seymour Mikich, die in den Ruhestand geht. Die Juristin arbeitete zuvor unter anderem als Fernsehkorrespondentin im ARD-Studio Paris. 2012 wurde Ehni Chefin der Programmgruppe Wirtschaft und Recht und moderierte die WDR-Ausgaben von "Plusminus". Seit 2016 leitet sie die Programmgruppe Zeitgeschehen, Europa und Ausland. Zudem präsentiert Ehni den "ARD-Deutschlandtrend" und kommentiert in den "Tagesthemen". Außerdem moderiert sie WDR-"Brennpunkte" und Sondersendungen im Ersten.

Stadttor aus biblischer Zeit im Golan gefunden

Es soll sich um das Eingangstor zu der biblischen Stadt Zer handeln

Bei Grabungen in der antiken Stadt Bethsaida in den Golanhöhen haben internationale Archäologen ein Stadttor aus der Zeit des ersten jüdischen Tempels gefunden. Nach Einschätzungen der Forscher handelt es sich dabei um das Eingangstor zu der biblischen Stadt Zer, wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" berichtete. Ferner fanden die Forscher unter Leitung des israelischen Archäologen Rami Arav laut dem Bericht den Boden eines römischen Tempels. Diesen soll Philipp Herodes, Sohn des großen Königs Herodes, erbaut haben. Arav bezeichnete den Fund des Tores als bedeutend, da nur wenige Stadttore aus dieser Zeit erhalten seien. Die Größe, der Reichtum und die eindrückliche Befestigung deuteten ferner darauf, dass Zer eine bedeutende Stadt gewesen sei. Die Stadt Zer wird in der Bibel im Buch Josua als eine der befestigten Städte erwähnt. Bei den biblischen Orten Bethsaida und Zer handelt es sich laut Arav um dieselbe Stadt.

Beyoncé und Jay-Z zum 100. Geburtstag Mandelas

Konzert findet am 2. Dezember 2018 in Johannesburg statt

Beim Festival zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela Ende des Jahres in Südafrika werden die US-Superstars Beyoncé und Jay-Z auftreten. Das kündigten die Veranstalter des Global Citizen Festivals an. Das Konzert am 2. Dezember ist eine der geplanten Veranstaltungen zu Ehren des Antiapartheidkämpfers, Friedensnobelpreisträgers und früheren südafrikanischen Präsidenten, der am 18. Juli 1918 geboren wurde und am 5. Dezember 2013 gestorben ist. Bei dem Konzert werden auch Ed Sheeran, Usher, Pharell Wiliams und afrikanische Künstler wie Wizkid, Cassper Nyovest und Femi Kuti auftreten. Oprah Winfrey wird eine Rede zum Vermächtnis Mandelas halten, hieß es weiter. Die Global-Citizen-Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, extreme Armut bis 2030 zu überwinden. Mit ihrer Kampagne "Mandela 100" hofft sie, eine Milliarde Dollar (850 Millionen Euro) an Spenden für die Ärmsten der Welt einzusammeln.

Polen: Mick Jagger kritisiert Justizreform

Stones-Sänger reagiert auf Bitte von Polens Ex-Präsident Walesa

Bei einem Konzert in Polen hat Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger auf eine Bitte des polnischen Ex-Präsidenten Lech Walesa hinsichtlich der umstrittenen Justizreformen im Land reagiert. "Ich bin zu alt, um ein Richter zu sein, aber ich bin jung genug, um zu singen", sagte Jagger auf Polnisch bei dem Konzert in Warschau laut einer von der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza" veröffentlichten Aufnahme. "Ihr wisst, wir sind vor langer Zeit nach Polen gekommen, 1967", sagte Jagger dann weiter auf Englisch mit Blick auf das erste Stones-Konzert in dem Land, das noch zu Zeiten des Kalten Krieges stattfand. "Ich hoffe, Ihr haltet an allem fest, was Ihr seitdem gelernt habt, Gott segne Euch!", fügte Jagger hinzu. Der Friedensnobelpreisträger Walesa, ein Gegner der nationalkonservativen Regierung in Warschau, hatte die Rockveteranen zuvor aufgefordert, politisch Stellung zu beziehen. Viele Menschen in Polen, die die Freiheit verteidigten, bräuchten Unterstützung, hatte Walesa bei Facebook geschrieben. Wenn die Stones in Polen "etwas sagen oder tun könnten, würde ihnen das wahrlich etwas bedeuten".

"Der englische Patient" bester Booker-Preis-Gewinner

Das ergab eine Online-Abstimmung

"Der englische Patient" von Autor Michael Ondaatje ist der beste Gewinner des Man Booker Prize aller Zeiten. Gekürt wurde der Roman bei einer Gala für die seit fünf Jahrzehnten bestehende renommierte britische Literaturauszeichnung. Er setzte sich gegen vier andere Werke durch. Die Entscheidung fiel per Online-Abstimmung. Der Kanadier Ondaatje hatte 1992 den Man Booker Prize für "Der englische Patient" gewonnen, vier Jahre später wurde sein Drama um Liebe und Leid im Zweiten Weltkrieg mit Ralph Fiennes und Juliette Binoche in den Hauptrollen verfilmt. Die Filmadaption heimste neun Oscars ein. Für die Nominierungsliste des sogenannten Golden Man Booker Prize hatte eine Jury aus jeder Dekade seit Gründung des Literaturpreises im Jahr 1969 ein Buch ausgewählt.

Weinstein wegen neuer Vorwürfe vor Gericht

Mutmaßlicher Missbrauchsfall soll sich 2006 zugetragen haben

Der gefallene Filmmogul Harvey Weinstein muss sich wegen eines weiteren mutmaßlichen Missbrauchsfalls vor Gericht in New York verantworten. 2006 soll er eine Frau zu einer sexuellen Handlung gezwungen haben, wie aus einer erweiterten Anklageschrift hervorgeht. Weinstein würden nach dem Gesetz des US-Staats New York "einige der schwersten sexuellen Vergehen" zur Last gelegt, erklärte Staatsanwalt Cyrus Vance. Verteidiger Ben Brafman kündigte an, sein Mandant werde auf nicht schuldig plädieren. Weinstein bleibe dabei, dass alle Anschuldigungen falsch seien, sagte sein Anwalt.

Lehrerverband fordert 50.000 unbefristete Stellen

Laut "Bild"-Umfrage laufen tausende befristete Lehrerverträge jetzt aus

Der Deutsche Lehrerverband fordert 50.000 neue Planstellen bundesweit, um befristete Beschäftigungsverhältnisse überflüssig zu machen. Er halte es für "skandalös", dass sich trotz Lehrermangel und massivem Unterrichtsausfall viele Bundesländer weigerten, befristete Verträge in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Bild- Zeitung: "Junge motivierte Lehrkräfte werden damit als beliebig verschiebbare Manövriermasse missbraucht." Mit dem Ende des Schuljahres läuft laut einer Umfrage der Zeitung für tausende Lehrer eine befristete Beschäftigung aus. Allein in Baden-Württemberg gebe es 3.300 Lehrer mit einem befristeten Arbeitsvertrag. Zudem hätten Niedersachsen 1.391, Hamburg 590, Rheinland-Pfalz 468, Mecklenburg-Vorpommern 171 und Sachsen 52 befristete Beschäftigungsverhältnisse angegeben.

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