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Kulturnachrichten

Dienstag, 3. Juli 2018

Seeed will weitermachen

"Musik ist der Weg" postete Sänger Frank Dellé auf Instagram

Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, will die Band "Seeed" trotz des tragischen Todes von Sänger Demba Nabé weiter Musik machen. In einer Instagram-Nachricht schrieb Sänger Frank Dellé: „Es muss weitergehen. Wir machen uns noch Gedanken, wie und in welcher Form, weil klar ist, dass wir spielen werden. Musik ist der Weg." Außerdem bedankte er sich bei den Fans für die „unglaubliche Zurückhaltung und Anteilnahme“. Demba Nabé, einer von drei Sängern von "Seeed", war Ende Mai im Alter von 46 Jahren verstorben. Die Todesursache bleibt bis heute ungenannt.

Kein Konzert nach Verleihung des Friedensnobelpreises

Als Grund wird Geldmangel genannt

Aus Geldmangel entfällt in diesem Jahr das traditionelle Konzert nach der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo. Es werde nach der Preisverleihung im Dezember in der norwegischen Hauptstadt kein Konzert geben, gaben das Nobel-Institut, das Filmstudio Warner Bros Norwegen und das Unternehmen Gyro Event in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Bereits in den vergangenen Jahren sei die "finanzielle Situation" der spendenfinanzierten Konzerte "herausfordernd" gewesen, hieß es in der Mitteilung. Die Pause solle auch dazu dienen, das bisherige Format zu "überdenken". Nach einem Bericht der Zeitung "Dagbladet" kündigte nun auch die Supermarktkette Rema 1000 ihre Unterstützung für das Konzert auf. Die Einschaltquoten waren in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Seit 1994 waren bei den Konzerten unter anderem die US-Sängerinnen Whitney Houston und Lady Gaga aufgetreten.

Italienische Zeitung: "Finanzskandal" bei Papst-Chor

"Misswirtschaft" und "bedeutende Fehlbeträge" beim ältesten Chor der Welt

Der Päpstliche Chor der Sixtinischen Kapelle ist laut einem italienischen Zeitungsbericht von einem "Finanzskandal" erfasst worden. Die Tageszeitung "Il Fatto Quotidiano" berichtet, exklusive "vatikanische Quellen" hätten Belege für "Misswirtschaft" und "bedeutende Fehlbeträge" bei dem wohl ältesten Chor der Welt. Der Vatikan habe den Verwaltungsleiter des Chores, Michelangelo Nardella, suspendiert; interne Ermittlungen liefen. Zudem habe der Vatikan eine vom 1. bis 26. Juli geplante USA-Tournee des Chores abgesagt. Das vatikanische Presseamt äußerte sich auf Anfrage bisher nicht zu dem Bericht. Gegen Nardella laufen laut "Il Fatto Quotidiano" interne Ermittlungen im Zusammenhang mit der Organisation der Tourneen des Papstchors. Außerdem sollen bei der Buchhaltung Unterschriften des Vatikanischen Staatssekretariats gefälscht worden sein. Nardella sei befragt worden, habe sich aber inzwischen mit seiner Familie in die USA abgesetzt.

The Black Keys-Musiker Richard Swift gestorben

Swift erlag mit 41 Jahren einer schweren Krankheit

Der Musiker, Komponist und Produzent Richard Swift ist im Alter von 41 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Sprecher Swifts. Swift war in Bands wie "The Shins", "The Arcs" und "The Black Keys". Dabei spielte er Bass, Keyboards, sang Background und komponierte Songs. Außerdem betätigte sich Swift als Produzent. Anfang Juni wurde der Musiker in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert, jetzt verstarb er an den Folgen seiner schweren Krankheit. Details wurden nicht bekannt gegeben. Dan Auerbach von "The Black Keys" verabschiedete sich auf Instagram: "Heute hat die Welt einen der talentiertesten Musiker, den ich kenne, verloren. Er ist jetzt bei seiner Mom und seiner Schwester. Ich werde dich vermissen, mein Freund".

Terézia Mora erhält den Georg-Büchner-Preis

Gebürtige Ungarin bekommt wichtigsten deutschen Literaturpreis

Die Schriftstellerin Terézia Mora bekommt den Georg-Büchner-Preis 2018. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Mora bekomme den Preis "für ihre eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint", heißt es in der Begründung der Jury. In ihren Romanen und Erzählungen widme sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und treffe damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit. Der Büchner-Preis wird Mora am 27. Oktober während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen.

Ex-documenta-Geschäftsführerin hat neuen Job

Kunsthistorikerin wechselt zum Institut für Stadtbaukunst

Die frühere documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff hat eine neue Aufgabe in Frankfurt am Main übernommen. Sie sei seit dem 1. Juli Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst, sagte ein Institutssprecher. Die Einrichtung gehört zur Technischen Universität Dortmund. Kulenkampff hatte 2014 die Geschäftsführung der weltweit bedeutendsten Ausstellung für moderne Kunst in Kassel übernommen. Nachdem die documenta 14 im vergangenen Jahr ein Defizit von 5,4 Millionen Euro erzielt hatte, gab die Kunsthistorikerin im Frühjahr ihr Amt auf.

Cézanne aus Gurlitt-Nachlass bleibt in Bern

Museum einigt sich mit Familie des Malers

Im Konflikt um eines der wertvollsten Werke aus dem Nachlass von Cornelius Gurlitt gibt es eine Einigung: Paul Cézannes Bild "La Montagne Sainte-Victoire" bleibt im Besitz des Kunstmuseums Bern. Das Gemälde wird aber oft im Museum Granet in Cézannes Heimatstadt Aix-en-Provence, zu sehen sein. Darauf hat sich das Kunstmuseum eigenen Angaben zufolge mit der Familie von Cézanne, die Anspruch auf das Bild erhoben hatte, geeinigt. Das Werk aus dem Jahr 1897 wird auf mehr als 26 Millionen Euro geschätzt. Gurlitt, Sohn eines der Kunsthändler Hitlers, starb 2014. Er hatte das Kunstmuseum Bern überraschend als Alleinerben eingesetzt.

"Batman"-Comic: "New York Times" verrät Inhalt

Comic-Autor und Fans verärgert

Die "New York Times" hat den Inhalt eines mit Spannung erwarteten "Batman"-Comics vorweggenommen und den Autor und Fans damit verärgert. Die Zeitung hatte eine Vorab-Besprechung zur 50. Ausgabe des aktuellen "Batman"-Bandes veröffentlicht und schon in der Überschrift und im ersten Absatz eine entscheidende Wendung der Geschichte verraten. Fans kritisierten das Traditionsblatt und den DC-Verlag im Internet für die Entscheidung. Der Autor des Hefts, Tom King, riet auf Twitter dazu, diesen und vergleichbare Beiträge so gut wie möglich zu ignorieren. Er sei "sauer", aber in der aktuellen Geschichte stünden noch weitere 50 Hefte aus und das könne ihm niemand nehmen.

EKD würdigt Theologin mit Hanna-Jursch-Preis

Evangelische Kirche zeichnet Dissertation zu Bibel-Texten über Ehen aus

Die Marburger Theologin Aliyah El Mansy erhält den mit 5.000 Euro dotierten Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie wird ausgezeichnet für ihre Dissertation zu biblischen Texten über Ehen, in denen die Partner unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften angehören. Nach Angaben der EKD geht die Theologin der Frage nach, wie die eigene religiöse Identität gewahrt werden könne. Der alle zwei Jahre vergebene Preis soll theologische Forschung aus Frauenperspektive fördern. Benannt ist die Auszeichnung nach der Jenaer Kirchenhistorikerin Hanna Jursch (1902-1972), die 1934 als erste Frau an einer deutschen Theologischen Fakultät habilitierte.

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