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Kulturnachrichten

Samstag, 18. August 2018

Ruhrtriennale: Carp verteidigt Einladung der Band

Heute fand die lang angekündigte Podiumsdiskussion zur Freiheit der Kunst statt

Die Intendantin der Ruhrtriennale, Stefanie Carp, hat die Einladung der umstrittenen Band "Young Fathers" verteidigt. Es sei ein Fehler gewesen, die schottische Band wieder auszuladen, sagte sie am Samstag in Bochum bei einer Podiumsdiskussion über die Freiheit der Kunst. Sie wolle Künstler auch dann als Mitwirkende gewinnen können, wenn diese eine Kampagne unterstützen, die sie selbst verwerflich finde. Zugleich äußerte Carp generelle Zweifel an Boykottstrategien. "Kunst sei dazu da, so etwas auszuhalten", sagte Carp. Hintergrund der Diskussion war die Kontroverse um den ursprünglich geplanten Auftritt der Band bei der Ruhrtriennale. Die Band hatte sich nicht von der umstrittenen israelkritischen Bewegung BDS distanziert und die erneute Einladung abgelehnt. NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen verwies auf Positionen innerhalb des BDS, die dem israelischen Staat das Existenzrecht absprechen würden: "Das dürfen wir nicht tolerieren". Der Vorsitzende der Freunde und Förderer Ruhrtriennale, Michael Vesper, erklärte, Kunst könne Brücken bauen, Boykott sei das falsche Instrument. Der frühere Bundestagspräsidenten Norbert Lammert moderierte die Diskussion und sagte, das Spannungsverhältnis zwischen Freiheitsanspruch und politisch-historischer Verantwortung müsse immer wieder neu diskutiert werden. Auf die Frage, wo Grenzen gezogen werden müssen, gebe es keine endgültige Antwort.

Enwezor: Abschied vom Haus der Kunst "Beleidigung"

Ehemaliger Chef des Hauses der Kunst beschwert sich im "Spiegel"

Der ehemalige Chef des Hauses der Kunst Okwui Enwezor nennt seinen Abschied von dem Münchner Museum eine "Beleidigung". "Ich bin geradezu perplex. Die Leistungen und Erfolge von sieben Jahren werden unter den Teppich gekehrt", sagte der 54-Jährige dem "Spiegel". Überhaupt werde ein "Bild des Scheiterns" konstruiert, er selbst werde "kulturell abgewertet". Es werde auf «erschreckende Weise überbetont», dass er die deutsche Sprache nicht beherrsche. Viele Kontroversen während seiner Amtszeit seien konstruiert und aufgebauscht worden, sagte der gebürtige Nigerianer dem Magazin. Womöglich habe seine Ausstellungspolitik nicht mehr ins politische Klima gepasst. Er sei bestürzt darüber, welche Entwicklung dieses Land nehme. Enwezor hatte sein Amt als künstlerischer Leiter Anfang Juni aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Das Haus der Kunst hatte da turbulente Zeiten hinter sich. Im Sommer 2017 wurden massive Geldprobleme bekannt. Auch die Nähe von Angestellten zu Scientology und Fälle sexueller Belästigung sorgten für Schlagzeilen. Der Aufsichtsrat reagierte mit Kündigungen und stellte Enwezor im Herbst einen kaufmännischen Geschäftsführer an die Seite.

Ruhrtriennale-Intendantin: "Kunst ist die Hauptsache"

Stefanie Carp sieht keinen Fehlstart des Kunstfestivals

Die Intendantin der Ruhrtriennale, Stefanie Carp, sieht den Start des Kunstfestivals gelungen. Im Deutschlandfunk Kultur sagte die 62-Jährige, einen erfolgreicheren Start eines Festivals habe es bisher nicht gegeben. "Die Kunst ist doch die Hauptsache. Politik empfinde ich als Nebensache", so Carp. Enttäuscht von der Absage des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, sei sie nicht, das sei ihr egal. "Politiker leben in ihrer eigenen Welt", so die Kulturmanagerin. Über ihre eigene Zukunft als Intendantin der Ruhrtriennale denke sie selten nach, sagt Carp zum Abschluss des Gesprächs.

Aretha Franklin wird am Monatsende beigesetzt

Vorher wird die Soul-Sängerin öffentlicht aufgebahrt

Die am Donnerstag gestorbene US-Sängerin Aretha Franklin soll am 31. August in Detroit beigesetzt werden. Wie ihre Sprecherin mitteilte, soll die Trauerfeier im Greater Grace Temple der Autostadt im Kreis von Familie und Freunden stattfinden. Franklin werde auf dem Woodlawn-Friedhof in Detroit bestattet, wo auch ihr Vater, drei Geschwister und ein Neffe beigesetzt wurden. Die Trauerfeierlichkeiten beginnen Tage zuvor im Charles H. Wright-Museum für afroamerikanische Geschichte, wo die Sängerin am 28. und 29. August öffentlich aufgebahrt werden soll.

"Kleiner Prinz" ins Klingonische übersetzt

Der Kinderbuch-Klassiker soll jetzt auch für "Außerirdische" lesbar sein.

Star-Trek-Sprachexperte Lieven Litaer hat die weltberühmte Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry jetzt ins "Klingonische" übersetzt. Die Kunstsprache umfasst mittlerweile rund 4000 Wörter, für den "Kleinen Prinzen" wurden etwa 100 neue Begriffe erschaffen, sagte Litaer, etwa für Schaf oder Rose.

Prince-Titel bei Streamingdiensten verfügbar

Mehr als 300 Lieder aus dem Spätwerk des US-Musikers im Internet abrufbar

Die Titel von 23 Alben aus den Jahren 1995 bis 2010 gingen online, wie das Plattenlabel des 2016 gestorbenen Künstlers mitteilte. Unter den digitalen Neuveröffentlichungen befinden sich auch Singles und Live-Aufnahmen aus der späten und äußerst produktiven Schaffensphase von Prince, als dieser bis zu vier Platten im Jahr herausgab. Insgesamt sind mehr als 300 Lieder aus dem Spätwerk des US-Musikers im Internet abrufbar.

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