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Kulturnachrichten

Samstag, 15. Juli 2017

Toy Story 4: Regisseur steht fest

Spielfilmdebüt

Den vierten Teil der erfolgreichen "Toy Story"-Trickfilmserie will das Pixar-Studio dem Regie-Neuling Josh Cooley anvertrauen. Pixar-Produzent John Lasseter, der unter anderem "Toy Story" (1995) und "Toy Story 2" (1999) inszenierte, hat seinen Posten als Co-Regisseur von "Toy Story 4" abgegeben. Er werde weiterhin als Produzent an Bord sein, nun aber Cooley die Regie ganz überlassen, teilte Lasseter auf einer Konferenz im kalifornischen Anaheim mit. Cooley wirkte als Zeichentrickkünstler und Drehbuchautor schon an Pixar-Hits wie "Alles steht Kopf", "Oben" und "Cars 2" mit. "Toy Story 4" mit den Spielzeugfiguren um Cowboy Woody und den Plastik-Astronauten Buzz Lightyear soll im Juni 2019 in die US-Kinos kommen. Tom Hanks und Tim Allen wollen erneut die Figuren Woody und Buzz Lightyear vertonen.

Polnische Dichterin Julia Hartwig gestorben

Sie wurde 95 Jahre alt

Die polnische Dichterin Julia Hartwig ist tot. Sie starb nach Angaben des Schriftstellerverbands SPP bereits am Freitag- wenige Wochen vor ihrem 96. Geburtstag - im US-amerikanischen Pennsylvania. Die Autorin und Übersetzerin zahlreicher Gedichtbände galt als "große alte Dame der polnischen Lyrik". Ihr deutsches Debüt erschien erst spät, im Jahr 2013, unter dem Titel "Und alles wird erinnert" im Verlag Neue Kritik. Ihre ersten Dichtungen hatte Hartwig bereits mit 17 Jahren veröffentlicht. Als Übersetzerin aus dem Französischen und Englischen übertrug sie Gedichtsammlungen unter anderem von Guillaume Apollinaire, Robert Bly und Marianne Moore ins Polnische. Dafür erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Hartwig war am 14. August 1921 in Lublin im heutigen Osten Polens als Tochter eines polnischen Fotografen und einer Russin zur Welt gekommen. Sie war mit dem Lyriker Artur Miedzyrzecki verheiratet, der 1996 starb.

"Downsizing" eröffnet Filmfestspiele in Venedig

Matt Damon in der Hauptrolle

Die Science-Fiction-Satire "Downsizing" mit Matt Damon in der Hauptrolle eröffnet die diesjährigen Internationalen Filmfestspiele in Venedig. Das sozialkritische Werk werde bei dem Festival am 30. August seine Weltpremiere feiern, teilten die Organisatoren auf ihrer Webseite mit. Zusammen mit zahlreichen anderen Bewerbern konkurriert "Downsizing" um den Goldenen Löwen. Der Film folgt den Abenteuern des US-Amerikaners Paul Safranek (Damon), der sich gemeinsam mit seiner Frau Audrey (Kristen Wiig) auf die Größe von wenigen Zentimetern zusammenschrumpfen lässt, um das Problem der Überbevölkerung auf der Erde zu bekämpfen. Regisseur Alexander Payne kann mit "Sideways", "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" und "Nebraska" auf eine Reihe erfolgreicher Filme zurückblicken. Das Festival in Venedig gehört zu den wichtigsten der Welt und läuft vom 30. August bis 9. September.

Papst: mehr als 35 Millionen Follower

Franziskus twittert auf neun Sprachkanälen

Papst Franziskus hat viereinhalb Jahre nach seiner Wahl mehr als 35 Millionen Follower bei Twitter. Damit folgen ihm mehr Nutzer als Donald Trump, dem Dalai Lama sowie jedem anderen amtierenden Politiker oder Religionsführer. In der Liste der 100 meistgefolgten Twitter-Accounts liegt @Pontifex derzeit auf Platz 28, hinter Bill Gates und vor dem US-Comedian Kevin Hart. Donald Trump hat 33 Millionen Follower. Franziskus twittert auf neun Sprachkanälen, die meisten Follower hat der spanischsprachige mit 13 Millionen, die deutschen Twitter-Botschaften haben 450.000 Abonnenten. Seit seinem Amtsantritt im März 2013 versandte der Papst mehr als 1.200 Tweets.

Documenta in Athen: durchwachsene Bilanz

Zu wenige griechische Besucher

Am Sonntag endet die Documenta 14 nach 100 Tagen in Athen. Erstmals in ihrer Geschichte gab es neben Kassel einen zweiten gleichberechtigten Standort für die Kunstausstellung, die als eine der größten der Welt gilt. Kunstredakteurin Claudia Wheeler zog im Deutschlandfunk Kultur eine gemischte Bilanz: 320 000 Menschen hätten den Documenta-Standort in Athen besucht. Zum Vergleich: Für den Standort in Kassel würden bis zum Ausstellungsende im September rund 1 Millionen Kunstinteresseierte erwartet. Mit 43 Prozent kam nicht einmal die Hälfte der Documenta Besucher in Athen aus Griechenland. Wheeler kritisierte, dass die Ausstellung mehr hätte beworben werden müssen. Außerdem habe der rote Faden gefehlt: "Es gab einen ganzen Strauß an Themen, die die Künstler ganz unterschiedlich verhandelt haben und dadurch ist das ganze ein bisschen zerfasert." Trotzdem sei die Öffnung der Documenta ein Zukunftsmodell. Als Erfolg sei z.B. die Stärkung von Athener Kultur-Institutionen zu verbuchen. So wurde im Rahmen der Documenta das Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst in Athen das erste Mal geöffnet.

Abschied von Liu Xiaobo

Chinesischer Regierungskritiker eingeäschert

Zwei Tage nach seinem Krebstod ist der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo eingeäschert worden. An der Zeremonie in der nordostchinesischen Stadt Shenyang nahmen seine Frau und einige Freunde teil. Liu war vorgestern im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Leberkrebs-Erkrankung gestorben. Gut einen Monat zuvor war er nach mehr als acht Jahren in Haft aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus verlegt worden. Die Behörden hatten dem Demokratieaktivisten bis zuletzt eine Behandlung im Ausland verweigert.

50 Jahre Münchner Filmhochschule

HFF feiert Gründungsjubiläum

Das 50-jährige Bestehen der Hochschule für Fernsehen und Film in München ist am Freitagabend mit einem Festakt gefeiert worden. Der bayerische Kultusminister Spaenle sagte, es sei auch das Verdienst der Filmhochschule, dass der Medienstandort München weit über Bayern hinaus beachtet werde. Die bei der Gründung gesetzten Erwartungen seien mehr als erfüllt worden, so Spaenle. Im November 1967 hatte die Hochschule ihren Lehrbetrieb aufgenommen. 2011 zog sie in einen repräsentativen Neubau mitten im Münchner Kunstareal, in Sichtweite der Pinakotheken. Zu den rund 1.800 Absolventen der Filmhochschule zählen viele prominente Filmemacher, darunter die beiden Oscar-Preisträger Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck.

MDR muss 45 Millionen Euro einsparen

Sinkende Einnahmen aus Rundfunkbeitrag

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) muss bis zum Jahr 2020 45 Millionen Euro einsparen. Davon seien alle Standorte betroffen, teilte der MDR am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" über die Sparpläne berichtet. Die Verantwortlichen hätten gemeinsam Einsparmöglichkeiten erörtert und Prioritäten festgelegt. "Es ist unser festes Ziel, Vielfalt, Qualität und Regionalität unserer Programmangebote sicherzustellen", erklärte eine Sprecherin. Alles andere komme auf den Prüfstand. Hintergrund der Finanzlücke sind sinkende Erträge aus den Rundfunkbeiträgen. Für die kommenden Jahre seien die erwarteten Einnahmen deutlich nach unten korrigiert worden, sagte die Sprecherin. Der Rundfunkbeitrag war zum 1. April 2015 um 48 Cent auf 17,50 Euro monatlich gesenkt worden.

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