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Kulturnachrichten

Freitag, 14. Juli 2017

Samy Moussa erhält Hindemith-Preis 2017

Kanadischer Komponist steht für Formschönheit und kompositorische Strenge

Der kanadische Komponist und Dirigent Samy Moussa erhält den Hindemith-Preis 2017. Er bekommt die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung des Schleswig-Holstein Musik Festivals für seinen Stil aus Tradition und Innovation."Seine Musik, die sich durch Formschönheit und kompositorische Strenge auszeichnet, trifft den Nerv unsere Zeit", sagte Festival-Intendant Christian Kuhnt. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Moussa studierte Komposition und Dirigieren in Montreal und München. Seine Opern "L'autre frere" und "Vastation" wurden bei den Münchner Biennalen 2010 und 2014 uraufgeführt.
Der Hindemith-Preis wird seit 1990 beim Schleswig-Holstein Musik Festival verliehen.

Neuer Operndirektor in Zürich

Michael Fichtenholz kommt vom Badischen Staatstheater Karlsruhe

Der bisherige Operndirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Michael Fichtenholz, wechselt im kommenden Jahr nach Zürich. Ab der Spielzeit 2018/19 wird der 1978 in Moskau geborene Fichtenholz die Operndirektion am Opernhaus Zürich leiten, teilte das Haus mit. Außerdem ist der studierte Musikwissenschaftler bislang künstlerischer Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe. Seine neue Position sei eine "sehr große Ehre für mich und auch eine sehr große Verantwortung", sagte Fichtenholz. Er folgt in Zürich auf Sophie de Lint, die zur Direktorin der Niederländischen Nationaloper Amsterdam ernannt wurde. Der Zürcher Intendant, Andreas Homoki, bezeichnete Fichtenholz als "ausgewiesenen Experten für Operngesang". Mit ihm habe das Opernhaus Zürich "den idealen Nachfolger" gefunden.

Freiheit für Liu Xia gefordert

Liu Xiaobos Witwe steht unter Hausarrest

Nach dem Tod des chinesischen Friedensnobelpreisträgers und Dissidenten Liu Xiaobo fordern die USA und Deutschland Freiheit für seine Witwe Liu Xia, die unter Hausarrest steht. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte die chinesische Regierung mit Nachdruck dazu auf, Liu Xia Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit zu gewähren. "Sie und ihr Bruder Liu Hui sollten umgehend nach Deutschland oder ein anderes Land ihrer Wahl ausreisen dürfen, wenn sie dies wünschen", betonte er. Auch US-Außenminister Rex Tillerson hat ähnlich an die chinesische Regierung appelliert. Die chinesische Führung verwahrte sich gegen ausländische Einmischung. "Die Behörden werden Liu Xias legitime Rechte als chinesische Bürgerin schützen", schrieb die staatliche Tageszeitung "China Daily". Wegen ihrer Trauer sollte die Witwe am besten in Ruhe gelassen werden. Der Nobelpreisträger Liu Xiaobo war am Donnerstag an den Folgen seiner Leberkrebserkrankung im Alter von 61 Jahren gestorben. China hatte ihm und seiner Frau trotz vieler Appelle die Ausreise verweigert. Der Schriftstellerverband PEN fordert seit Jahren Liu Xias Freilassung. Die Vorsitzende des deutschen PEN-Zentrums, Regula Venske, bezeichnete ihren Hausarrest im Deutschlandfunk Kultur als "ganz brutale Sippenhaft."

Hochschule für Film und Fernsehen wird 50

Großer Festakt zur Münchner HFF-Gründung

Zu einem Festakt am Abend werden unter anderen der Bayerische Kultusminister Spaenle und frühere Studenten erwartet, wie der Regisseur Sönke Wortmann. Die HFF war 1967 gegründet worden. Zu den rund 1.800 Absolventen zählen viele prominente Filmemacher, darunter die Oscar-Preisträger Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck sowie der Filmproduzent Bernd Eichinger. Seit 2011 sitzt die Filmhochschule in einem repräsentativen Neubau mitten im Münchner Kunstareal, in Sichtweite der Pinakotheken.

Pop und Jazz stärker in die Kirchenmusik

Festival Europäischer Kirchenmusik hat begonnen

Die Kirchenmusik von heute muss sich noch stärker Pop, Rock und Jazz öffnen. Das sagte anlässlich des gerade begonnenen Festivals Europäischer Kirchenmusik der Kirchenmusiker Dieter Falk im Deutschlandfunk Kultur. Klassik sei die Basis, aber wenn man die Hörgewohnheiten der Gesellschaft heute betrachte, dann überwögen Pop, Rock und Jazz. "Dem muss die Kirche natürlich Rechnung tragen", sagt der Pianist und Komponist, der an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche in Westfalen lehrt. "Kirchenmusik muss Spiegelbild der Gesellschaft sein, vor allen Dingen kulturell, sonst wird sie die Leute nicht halten können." Falk betonte die Pionierrolle der evangelischen Kirche in Westfahlen, die seit einem Jahr in Witten an der Evangelischen Popakademie den Bachelor-Studiengang Rock, Pop und Jazz unterhält und eine große Nachfrage an Studierenden zu verzeichnen habe. Das Festival Europäischer Kirchenmusik seit 1989 jährlich im Juli und August in Schwäbisch Gmünd statt.

Berliner Staatsoper beendet Provisorum

Umzug nach sieben Übergangsjahren im Schiller Theater

Mit der Vorstellung von Wolfgang Rihms "Jakob Lenz" in der Regie von Andrea Breth geht das Kapitel der "Staatsoper im Schiller Theater" zu Ende. In den sieben Jahren des Übergangquartiers seien 1,3 Millionen Besucher in das Theater in Charlottenburg gekommen, das bedeutete zuletzt eine Auslastung von 90 Prozent, teilte die Staatsoper mit. Die neue Saison im Stammhaus Unter den Linden soll am 3. Oktober mit Robert Schumanns "Szenen aus Goethes Faust" starten. Die Rückkehr hatte sich wegen Pannen und Überraschungen bei der Renovierung vier Jahre verzögert. Im Herbst schließt das Haus dann wieder für zwei Monate, um die neue Technik den Erfordernissen der Musiker anzupassen.

MDR muss 45 Millionen Euro einsparen

Sinkende Einnahmen aus Rundfunkbeitrag

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) muss bis zum Jahr 2020 45 Millionen Euro einsparen. Davon seien alle Standorte betroffen, teilte der MDR am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" über die Sparpläne berichtet. Die Verantwortlichen hätten gemeinsam Einsparmöglichkeiten erörtert und Prioritäten festgelegt. "Es ist unser festes Ziel, Vielfalt, Qualität und Regionalität unserer Programmangebote sicherzustellen", erklärte eine Sprecherin. Alles andere komme auf den Prüfstand. Hintergrund der Finanzlücke sind sinkende Erträge aus den Rundfunkbeiträgen. Für die kommenden Jahre seien die erwarteten Einnahmen deutlich nach unten korrigiert worden, sagte die Sprecherin. Der Rundfunkbeitrag war zum 1. April 2015 um 48 Cent auf 17,50 Euro monatlich gesenkt worden.

Dankeskonzert nach Gipfeleinsatz

G20-Polizisten besuchen Elbphilharmonie

Knapp eine Woche nach dem G20-Gipfel waren am Abend gut 2.000 Polizisten zu einem Sonderkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie eingeladen. Innenminister de Maizière dankte den Beamten aus dem gesamten Bundesgebiet für ihren Einsatz während des Treffens der Staats-und Regierungschefs. Er habe vollen Respekt für die Arbeit der Polizisten, sagte de Maiziere. Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Scholz kam zu dem Konzert für die Beamten. Es trat unter anderen der Pianist Sebastian Knauer auf. Die Künstler spielten ohne Gage. Alle Plätze des großen Saals wurden für die Beamten und ihre Partner reserviert.

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