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Kulturnachrichten

Donnerstag, 21. Juli 2016

Hildesheimer Ausstellung muss nicht vorzeitig schließen

Die Schau wird wie geplant bis 8. Januar zu sehen sein

Das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum muss seine Sonderausstellung "Schätze für den Kaiser - Meisterwerke chinesischer Kunst (1368-1911)" nicht vorzeitig schließen. Die Leihgeber zögen ihre Exponate nicht zurück, teilte das Haus mit. Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hätten klargestellt, dass die Leihgaben nicht unter den Anwendungsbereich des neuen Kulturgutschutzgesetzes fielen. Vergangene Woche hat das Museum mitgeteilt, die Schau am 25. Juli beenden zu müssen, weil die beiden Privatsammler in China, deren Kunst 90 Prozent der Ausstellung ausmachten, ihren Besitz umgehend zurückgefordert hätten.

Datenschützer pocht bei Bayreuther Sicherheitsprüfung auf Grundgesetz

Polizei stuft 35 Beschäftigte für die Festspiele als Sicherheitsrisiko ein

Die Bayreuther Polizei hat bei 35 Mitarbeitern rund um die Bayreuther Festspiele Sicherheitsbedenken. "Wir haben die Personalien überprüft und die Empfehlung ausgesprochen, diese Personen nicht im sicherheitsrelevanten Bereich einzusetzen", sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken. Die Personen, die sowohl Mitarbeiter der Festspiele als auch Arbeitnehmer externer Unternehmen seien, waren zuvor "vorwiegend wegen Gewaltdelikten" verurteilt worden, hieß es weiter. Nach Angaben des kaufmännischen Geschäftsführers der Festspiele, Holger von Berg, wurden daraufhin "teilweise Akkreditierungen entzogen und teilweise nicht". Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri, sagte im Deutschlandradio Kultur: Er stelle Sicherheitsbelange nicht infrage, aber eine Sicherheitsprüfung "auf Basis einer Einwilligung der Beschäftigten" halte er "für fragwürdig". Denn ein Arbeitnehmer würde sich fragen, ob er Nachteile für seinen Arbeitsplatz zu befürchten habe, wenn er die Einwilligung verweigere. Das sei "rein rechtlich also ein Problem". Die sogenannte "Eingriffsverwaltung" könne "nicht auf anderem Wege ihre gesetzlich beschränkten Befugnisse ausdehnen." Gleichzeitig unterstrich Petri, dass die Polizei auch in Bayern mit den Grundrechten sehr sensibel umginge. Je inflationärer solche Sicherheitsprüfungen eingesetzt werden, desto größer würden die Begehrlichkeiten. Petri pocht deshalb auf das Grundgesetz - so "unschön das in manchen Situationen" auch sei.

Goethe-Institut beklagt Folgen des türkischen Ausreiseverbots

Präsident Lehmann erinnert an 60. Geburtstag der Filiale in Ankara im kommenden Jahr

Mit wachsender Sorge beobachtet Klaus-Dieter Lehmann, der Präsident des Goethe-Instituts, die Auswirkungen des Ausreiseverbots für das gesamte Lehrpersonal in der Türkei. Wissenschaft und Bildung lebten "von Internationalität und Offenheit", heißt es in einer Pressemitteilung. In der Praxis wies Lehmann darauf hin, dass türkische Stipendiaten von Förderprogrammen des Goethe-Instituts zurückbeordert würden, Residenzprogramme teilweise nicht durchgeführt werden könnten und Jugendkurs-Teilnehmer trotz gültiger Ausreisedokumente "unterschiedlich behandelt" würden.

Freiwillige Selbstkontrolle lobt Facebook

FSM anerkennt "enorme Bemühungen" beim Umgang mit Hasskommentaren

Im Kampf gegen Internethetze sieht die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter Facebook auf einem guten Weg. In den ersten acht Monaten der Zusammenarbeit habe die Europa-Zentrale des Unternehmens in Dublin "aufrichtiges Interesse und Engagement" gezeigt, sagte FSM-Geschäftsführer Otto Vollmers - um gleichzeitig anzumahnen, dass nun auch "konkrete Ergebnisse folgen" müssten. Facebook war der FSM im vergangenen November beigetreten. Die Selbstkontrolleinrichtung soll das soziale Netzwerk beraten und gemeinsam mit dem Unternehmen Lösungen für besonders schwierige Fälle erarbeiten. Derzeit rede man über "die konkrete Umsetzung des deutschen Rechts in die Facebook-Richtlinien", erläuterte Vollmers. Bundesjustizminister Heiko Maas hatte dem Zuckerberg-Unternehmen erst vor wenigen Tagen vorgeworfen, "noch immer zu wenig, zu langsam und zu oft auch das Falsche" zu löschen.

Bezahlsender steigern in Deutschland ihren Umsatz

Das teilte der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) mit

Bezahlfernseh- und -Video-Anbieter konnten in Deutschland mehr Abonnenten als im vergangenen Jahr gewinnen - und ihren Umsatz somit deutlich steigern. Lag die Zahl der Kunden 2015 bei 7,4 Millionen, rechnet der Verband in diesem Jahr mit 7,8 Millionen. Die Umsätze von Unternehmen wie Sky und Netflix legten um zwölf Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu und sollen dieses Jahr 2,8 Milliarden erreichen. VPRT erwartet beim Pay-TV etwa 7 Prozent, bei Video-on-demand rund 25 Prozent Zuwachs.

Deutsche Printmedien immer weniger gefragt

Digitale Ausgaben steigen um rund ein Viertel

Die deutschen Tageszeitungen und Zeitschriften haben im Frühjahr erneut rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen müssen. Das teilte die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) in Berlin mit. Im zweiten Quartal verkauften die Tageszeitungen demnach durchschnittlich 17,36 Millionen Exemplare pro Erscheinungstag. Das waren 7,74 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahr. Bei den Wochenzeitungen hat sich den IVW-Angaben zufolge die Lage stabilisiert. Sie verzeichneten im Frühjahr ein leichtes Auflagenplus von 0,44 Prozent und setzten 1,71 Millionen Exemplare ab. Weiter positiv entwickelten sich die Auflagenanteile digitaler Ausgaben. Ihre Zahl stieg auf 910.000 E-Paper-Exemplare, rund ein Viertel mehr gegenüber 2015.

Historiker untersuchen Geschichte des Bundeslandwirtschaftsministeriums

Das teilte Minister Schmidt (CSU) in Berlin mit

Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium wird seine Geschichte von unabhängigen Historikern aufarbeiten lassen. Eine eigens dafür gebildete Kommission soll sich insbesondere mit der inhaltlichen und personellen Positionierung während des Nationalsozialismus beschäftigen. Außerdem soll der Neubeginn des Ministeriums im Jahr 1949 und die parallele Entwicklung in der DDR aufgearbeitet werden. Agrarminister Christian Schmidt sagte zur Begründung, dass die historische Verantwortung nicht verblasse. Deshalb müsse die Prüfung "unbedingt und unbequem sein". Geleitet wird die Kommission vom Münchener Historiker Horst Möller. Weitere Mitglieder sind die Historiker Gustavo Corni (Triest), Andreas Dornheim (Bamberg), Friedrich Kießling (Eichstätt-Ingolstadt) und Daniela Münkel, die Projektleiterin beim Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen ist, sowie der ehemalige Diplomat Joachim Bitterlich. Der Bericht der Kommission soll im Frühsommer 2019 fertig sein.

Erinnerungstafeln für die Toten der Duisburger Loveparade

Am Sonntag jährt sich die Tragödie zum sechsten Mal

21 Keramikplatten am Unglücksort erinnern seit heute an die 21 Todesopfer der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010. Auf 16 der Keramikplatten sind Fotos und Namen zu sehen. Der Satz "Liebe hört niemals auf" ist in allen Sprachen der Getöteten geschrieben. Sie kamen aus Deutschland, China, Australien, Italien, den Niederlanden und Spanien. In Platten wurden in einer spanischen Werkstatt hergestellt.

Briefmarke legte 5,6 Milliarden Kilometer zurück

Neuer Guiness-Buch-Rekord

Eine 29-Cent-Briefmarke der Vereinigten Staaten von Amerika hat einen neuen Rekord aufgestellt: Ihr wurde bescheinigt, die meistgereiste Briefmarke der Welt zu sein. Denn an Bord der Nasa-Sonde "New Horizons" ging sie 2006 auf Reisen und passierte im Juli 2015 den Planeten Pluto. Ihre Reisestrecke betrug demnach fast 5,6 Milliarden Kilometer. Die offizielle Guinness-Urkunde wurde der US-Post in Washington übergeben.

Saudi-Arabien erneuert Fatwa über Pokémon

Die App ist im Land offiziell noch nicht erhältlich

Die oberste religiöse Instanz Saudi-Arabiens hat eine 15 Jahre alte Fatwa über das Pokémon-Go-Spiel wieder aufgelegt. Der Ständige Ausschuss für Forschung und Fatwas stellte das islamische Rechtsgutachten von 2001 auf seine Website, nachdem es eigenen Angaben zufolge wegen des Spiels zahlreiche Anfragen erhalten hatte. In der Fatwa wird Pokémon mit einem Glücksspiel verglichen. Weiter heißt es, die Figuren schienen auf der Evolutionslehre von Charles Darwin zu basieren - beides wird abgelehnt. Zahlreiche Saudis haben sich die App illegal heruntergeladen.

Weitere unbekannte Dinosaurier-Art entdeckt

Das berichtet das Fachmagazin "Plos One"

Murusraptor barrosaensis haben Wissenschaftler aus Argentinien und Kanada einen bislang unbekannten fleischfressenden Dinosaurier genannt, den sie in der Sierra Barrosa in Patagonien entdeckt haben. Es sei das bislang "vollständigste" Fossil dieser Art, heißt es in der Studie der Paläontologen Rodolfo Coria und Phillip Currie. Der Dinosaurier stamme aus der Familie der "Großen Räuber" und habe vor rund 80 Millionen Jahren gelebt. Er lief auf zwei Beinen, besaß riesige sichelförmige Klauen und war ein stets hungriger Fleischfresser. Bislang ist nicht klar, welcher Untergruppe der theropoden Dinosaurier der Fund angehört. Erst vor einer Woche war ein Dinosaurier mit winzigen Armen in Argentinien ausgegraben worden. Der Gualicho shinyae getaufte Sechs-Meter-Riese ähnelt dem Tyrannosaurus Rex, soll aber nicht mit ihm verwandt sein. Der einzige bekannte Vorfahre ist der Deltadromedeus, ein langbeiniger, kleinarmiger Fleischfresser, der in Niger gefunden wurde.

LKA-Bayern übergibt Kunstschatz iranischen Erben

Sammlungsstücke waren nach Tod des Besitzers in München unterschlagen worden

Ein jahrhundertealter islamischer Kunstschatz ist den Erben eines Kunstsammlers übergeben worden. 174 Stücke im Wert von mehreren Millionen Euro waren vor fünf Jahren in einem Keller in München sichergestellt worden. "Es war eine lange Zeit der Ermittlungen notwendig, um die unterschlagenen Gegenstände zurückzugeben", sagte die Vizepräsidentin des Bayerischen Landeskriminalamtes, Petra Sandles, bei der feierlichen Übergabe. Die islamischen Handschriften und Bücher gehörten einem Iraner, der zurückgezogen in München lebte. Nach dessen Tod stellten die Angehörigen fest, dass wertvolle Stücke fehlten. Ein Bekannter des Sammlers hatte sie entwendet und ist inzwischen verurteilt. Einige Stücke fehlen bis heute, darunter eine Handschrift aus dem 14. Jahrhundert, alleine im Wert von einer Million Euro. Der Großteil der Sammlung ging nun an die Erbengemeinschaft, zwei wertvolle Koran-Bände erhält ein Museum in Teheran. Zwei Bücher gehen in den Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek über.

Hannes Malte Mahler stirbt bei einem Unfall

Der Künstler aus Hannover wurde 48 Jahre alt

Hannes Malte Mahler ist durch einen Fahrradunfall in Niedersachsen auf tragische Weise ums Leben gekommen. Das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Der Performancekünstler, Zeichner, Maler und Fotograf hatte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig studiert und war Meisterschüler von Marina Abramovic.

Neuer Intendant des Rostocker Volkstheaters bestätigt

Bürgerschaft stimmte Zwei-Jahres-Vertrag mit Joachim Kümmritz zu

Der frühere Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, Joachim Kümmritz, ist als neuer Intendant des Rostocker Volkstheaters bestätigt worden. Der Hauptausschuss der Bürgerschaft hat gestern einem Zwei-Jahres-Vertrag zugestimmt, wie ein Stadtsprecher heute sagte. Kümmritz, dessen Berufung schon Anfang Juni bekanntgegeben wurde, folgt auf Sewan Latchinian, dem nach langen Querelen fristlos gekündigt worden war. Vordringliche Aufgabe des 67-jährigen Kümmritz wird es sein, den Spielplan 2016/2017 aufzustellen.

Ikonen-Museum Recklinghausen besteht 60 Jahre

Museum präsentiert neue Schenkung

Das Ikonen-Museum Recklinghausen feiert heute sein 60-jähriges Bestehen. Am Eröffnungstag 1956 wurden 223 Ikonen gezeigt. Mittlerweile ist der Bestand auf 3500 Objekte gewachsen. Das Museum bezeichnet sich selbst als bedeutendste Ausstellung ostkirchlicher Kunst außerhalb der von orthodoxen Kirchen geprägten Länder. Aus Anlass des Jubiläums präsentiert das Museum eine bedeutende Schenkung, eine knapp 20 Zentimeter hohe und fast 500 Jahre alte russische Ikone. Sie zeigt eine betende Maria und gehört zu einer mehrteiligen Ikonenreihe, einer sogenannten Deesis, von der das Museum bereits drei Tafeln besitzt. Auf einer Deesis sind Jesus mit Maria auf der linken und Johannes der Täufer auf der rechten Seite zu sehen.

Michael "Bommi" Baumann gestorben

Mitgründer der "Bewegung 2. Juni" wurde 68 Jahre alt

Der Anarcho-Rebell, Ex-Terrorist und Buchautor Michael „Bommi" Baumann ist tot. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren. Das bestätigte seine Ehefrau der Deutschen Presseagentur. Baumann gehörte zur Kommune 1 und war in der Studentenbewegung aktiv. Später ging er in den Untergrund. Auf das Konto der von ihm mitbegründeten "Bewegung 2. Juni" ging unter anderem ein Anschlag auf den Britischen Yachtclub in Berlin-Gatow, bei dem ein Mann starb. Baumann hatte an dem Sprengkörper mitgebaut. Kurz danach löste er sich von der Organisation und wurde später verhaftet. Baumanns Autobiografie "Wie alles anfing" wurde 1975 unmittelbar nach Erscheinen wegen "Aufruf zur Gewalt" beschlagnahmt. Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt und als Theaterstück inszeniert.

Comic Con in San Diego eröffnet

Größte Comicmesse weltweit

Im US-Bundesstaat Kalifornien ist am Abend die „Comic Con" eröffnet worden, die größte internationale Comic- und Entertainment- Messe. Bei der Vorstellung der neuen Filme „Wonder Woman" und „Fantastic Beasts", einem Harry-Potter-Spin Off, werden wieder zahlreiche Fans in Superheldenkostümen erwartet. Die Messe begann in den 1970er Jahren als Fan-Treffen, ist aber mittlerweile zu einem Massen-Ereignis geworden. Die auf 130.000 Stück begrenzten Eintrittskarten sind regelmäßig im Handumdrehen ausverkauft.

Kunstaktion karikiert Trump-Forderung nach Grenzmauer

Trump-Stern auf Walk of Fame ummauert

Der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Trump hat seine Grenzmauer an der Grenze zu Mexiko bekommen - zumindest symbolisch. Sie umfasst seinen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood. Ein britischer Straßenkünstler, der unter dem Namen Plastic Jesus auftritt, errichtete sie aus Holzbrettern und Stacheldraht. Gestern wurde das Werk allerdings wieder abgebaut. Die Grenzbefestigung soll nach Trumps Vorstellung Einwanderer abschrecken. Als langjähriger Medienprominenter ist der Immobilienmilliardär mit einem eigenen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood vertreten. In den vergangenen Wochen wurde der Stern wiederholt zum Ziel von Unmutsäußerungen. Unbekannte beschmierten ihn mit Kot und malten ein Hakenkreuz darauf.

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