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Kulturnachrichten

Samstag, 16. Juli 2016

Tenor Patrick Grahl gewinnt Hauptpreis beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig

Bachpreisträger 2016 kommen aus Japan, Deutschland und Italien.

Beim 20. Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig gewannen der Japaner Kazuki Tomita im Fach Orgel, der Tenor Patrick Grahl (28) aus Leipzig im Fach Gesang und Paolo Bonomini aus Italien im Fach Violoncello/Barockvioloncello den jeweils mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis, teilte das Bach-Archiv Leipzig mit. Das beachtenswerte Niveau der Teilnehmer bescherte durch alle Runden spannungsgeladene Vorspiele, sagte der Wettbewerbspräsident Robert Levin. "Die Jurys hatten damit die Gelegenheit, nicht nur herausragende technische Vollkommenheit anzuerkennen, sondern (...) diejenigen Kandidaten, die Bachs Sprache, Philosophie und geistliche Potenz in besonderem Maße verinnerlichen, auszuwählen und ihnen das weltweit anerkannte Prädikat 'Bach-Preisträger' zu verleihen", unterstrich Levin. Der Internationale Bach-Wettbewerb gehört nach Angaben der Veranstalter zu den renommiertesten Musikwettbewerben weltweit. Er wird alle zwei Jahre in wechselnden Instrumentenfächern und Gesang ausgetragen.

Gespräche über dauerhafte Verbindung nach Wroclaw (Breslau)

Der Kulturzug soll nicht abgeschafft werden

Der beliebte Sonderzug von Berlin nach Wroclaw (Breslau) zum Kulturhauptstadt-Jahr könnte vielleicht zu einer Dauereinrichtung werden. Entsprechende Überlegungen äußerte Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) in der "Berliner Zeitung". "Ende August werden wir mit den Beteiligten aus Brandenburg und Berlin auswerten, wie es bisher gelaufen ist», kündigte die Ministerin an. "Dann wird es auch darum gehen, Möglichkeiten auszuloten, den Kulturzug über den 25. September hinaus weiter fahren zu lassen", sagte Schneider. "Wir werden die Deutsche Bahn fragen, ob sie es sich vorstellen kann, aktiv zu werden und eine Weiterführung als Fernverkehrsangebot zu prüfen." Vermutlich wird es um Finanzfragen gehen. Bisher zahlen die Länder Berlin und Brandenburg Zuschüsse. Den Zugverkehr hat die Deutsche Bahn Ende 2014 eingestellt, er war ihr zu unwirtschaftlich. Seitdem setzt sie nach Breslau lieber Busse ein. Der derzeit von den Ländern und der Stadt Wroclaw mitfinanzierte Fahrpreis für die viereinhalbstündige Reise beträgt 19 Euro pro Strecke. Während der Fahrt gibt es jedes Wochenende ein anderes Unterhaltungsprogramm von polnischen oder deutschen Künstlern.

Türkei-Urlauber können ihre Reisen nach Militärputsch meist kostenlos umbuchen

Fluglinien nehmen ihre Flüge in die Türkei wieder auf

Wie die Unternehmen TUI, Thomas Cook, DER-Tour und Alltours mitteilten, ist das für Abflüge heute und morgen möglich. Gäste könnten auch von der Reise zurücktreten. Ihnen werde der Preis erstattet. Nach Angaben der Unternehmen ist die große Mehrheit der Urlauber jedoch in die Türkei geflogen. Die Fluglinien Condor, AirBerlin und TuiFly nahmen ihre Flüge bereits wieder auf. Die Lufthansa hingegen sagte für heute alle Verbindungen ab. Auch die russischen Fluglinien stornierten sämtliche Flüge in die Türkei.

Montreux Jazz Festival zufrieden mit der 50. Ausgabe

Festivaldirektor Jaton sprachlos nach dem Attentat in Nizza

Von einer "wunderbaren Ausgabe" sprach der Festival-Direktor, Mathieu Jaton, auf der Abschluss-Pressekonferenz in Montreux: "Sie haben einen müden, aber glücklichen Mann vor sich." Seit Monaten habe man vom Jubiläum gesprochen und das Festival habe alle Erwartungen erfüllt, so Jaton weiter. Große und vor allem emotionale Momente erlebte das 50. Montreux Jazz Festival auch durch Musikerinnen wie Patti Smith, PJ Harvey oder Angelique Kidjo. Neben dem künstlerischen Erfolg blieb auch die Bilanz ausgeglichen. Mit 95.000 verkauften Tickets sowie 240.000 Besucherinnen und Besucher zeigt sich das Montreux Jazz Festival zufrieden mit der Jubiläumsausgabe. Angesprochen auf die Partnerschaft mit dem Festival "Jazz de Nice" zeigte sich der Festival-Direktor sprachlos. Das Attentat in Nizza habe die ganze Welt erschüttert und die Stimmung getrübt, sagte er. Ob es Auswirkungen auf das Sicherheitsdispositiv in Montreux habe, konnte Jaton noch nicht sagen.

Unesco nimmt neun neue Stätten in Welterbe-Liste auf

Deutschland nominiert Le-Corbusier-Werke

Das UNESCO-Welterbekomitee hat neun neue Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu gehören das persische Kanat-Bewässerungssystem im Iran, die Felsmalereien der Kulturlandschaft am Hua Shan und am Fluss Zuo Jiang in China und die Ausgrabungsstätte von Nalanda Mahavihara in Indien. Auch Orte aus Mikronesien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Serbien und Spanien wurden ausgewählt. Erstmals auf der Welterbeliste vertreten sind die Föderierten Staaten von Mikronesien mit dem zeremoniellen Zentrum Nan Madol in Ostmikronesien. Die Weltkulturorganisation berät noch bis morgen in Istanbul über weitere Nominierungen. Aus Deutschland sind in diesem Jahr nur zwei Häuser der Weissenhofsiedlung in Stuttgart dabei. Sie wurden vom schweizerisch-französischen Architekten Le Corbusier erbaut.  

Applaus und Pfiffe zum Auftakt der Nibelungen-Festspiele

Premiere von "GOLD. Der Film der Nibelungen" in Worms

Mit dem Stück „Gold. Der Film der Nibelungen" sind gestern Abend in Worms die diesjährigen Nibelungenfestspiele eröffnet worden. Albert Ostermaier erzählt darin die Geschichte einer Filmcrew, die vor dem Wormser Dom einen Streifen über die Nibelungen dreht - und dabei die gleichen Gefühle durchlebt wie die Menschen aus der Sage: Liebe und Leidenschaft, Rache und Gewalt. Zu den Mitwirkenden gehören Uwe Ochsenknecht, Dominic Raacke und Alexandra Kamp. Beim Premierenpublikum gab es sowohl Bravo-Rufe als auch Pfiffe. Die Nibelungenfestspiele dauern bis zum 31.Juli.

Erfurt ist "Reformationsstadt Europas"

Martin Luther lebte sieben Jahre als Mönch in der Stadt

Die Stadt Erfurt erhält den Ehrentitel "Reformationsstadt Europas". Die Auszeichnung wurde von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen, bestätigte die Stadtverwaltung in einem Bericht des MDR. Als Reformationsstadt darf Erfurt künftig dann auf Briefbögen und am Ortseingang für sich und den Kirchenreformator Martin Luther werben. Thüringen ist dank des Aufenthalts des Reformators Martin Luther (1483-1546) im Erfurter Augustinerkloster und seiner Bibelübersetzung auf der Wartburg in Eisenach eines der Kernländer der Reformation. Neben Erfurt tragen auch Eisenach, Mühlhausen und Schmalkalden den Ehrentitel. Europaweit dürfen bislang 62 Städte in 13 Ländern damit für sich werben.

Frankfurts neue Kulturdezernentin will Kunst fördern

Ina Hartwig will auch die Zusammenarbeit mit europäischen Partnerstädten Frankfurts verbessern

Frankfurts neue Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) will die freie Kunstszene unterstützen. Frankfurt brauche mehr Räume für Experimente und alternative Kunstformen, sagte die ehemalige Literaturkritikerin in Frankfurt. Sie war am Donnerstag gewählt worden und löst Felix Semmelroth (CDU) ab. Als weitere Eckpfeiler ihrer künftigen Arbeit sieht die 1963 in Hamburg geborene Journalistin die Förderung etablierter Kulturinstitutionen und eine stärkere Zusammenarbeit mit Frankfurts Partnerstädten. "Ich sehe Frankfurt sehr stark als europäische Stadt", sagte die neue Stadträtin. Zudem will Hartwig Jugendlichen und Flüchtlingen den Zugang zur Kultur erleichtern und einen kritischen Diskurs über aktuelle politische Themen wiederbeleben. Hartwig war mehrere Jahre verantwortliche Literaturredakteurin der "Frankfurter Rundschau". Ab 2010 arbeitete sie freiberuflich unter anderem für "Die Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung".

Klage um Bau der Waldschlößchenbrücke abgeschmettert

Brückenbau hatte 2009 zur Aberkennung des Welterbetitels des Dresdner Elbtals geführt

Jahre nach der Fertigstellung der Dresdner Waldschlößchenbrücke hat das Bundesverwaltungsgericht heute eine Klage um den umstrittenen Bau abgeschmettert. Der zugrundeliegende Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2004 sei zwar rechtswidrig, urteilten die Richter in Leipzig. Dies führe aber nicht automatisch dazu, dass er aufgehoben werden müsse. Die zuständigen Behörden könnten die Planungen unter anderem durch eine Verträglichkeitsprüfung nachbessern. Das Gericht setzte für die ergänzenden Prüfungen aber keine Fristen fest. Um den Bau der Brücke hatte es jahrelang Streitereien gegeben. Kritiker sahen die Landschaft des berühmten Elbpanoramas verschandelt, auch Artenschutzaspekte wurden diskutiert. 2007 begann der Bau der gewaltigen rund 600 Meter langen Stahlbetonkonstruktion. 2013 wurde die Brücke eröffnet. Im Juni 2009 wurde der Kulturlandschaft Dresdner Elbtal der Welterbetitel aberkannt, weil die Waldschlößchenbrücke aus Sicht der Unesco das Landschaftsbild dramatisch veränderte.

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