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Kulturnachrichten

Donnerstag, 14. Juli 2016

Ungarischer Schriftsteller Peter Esterhazy im Alter von 66 Jahren gestorben

Der ungarische Schriftsteller Peter Esterhazy ist ist tot.

Dies berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die Familie und den Verlag des Autors. Esterhazy starb am Donnerstag in Budapest. Die meisten seiner Romane wurden ins Deutsche übersetzt. Bekannt wurde er unter anderem durch die Werke „Kleine ungarische Pornographie, „Donau abwärts und „Harmonia Caelestis. Vor gut einem halben Jahr hatte der Schriftsteller seine Krebserkrankung in seinem neuesten Buch „Der Schuldige" thematisiert.
2004 erhielt Esterhazy den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

"Game of Thrones" führt Emmy-Nominierungen an

"Game of Thrones" könnte zum zweiten Mal den Preis für die beste Dramaserie gewinnen

Die Fantasy-TV-Saga "Game of Thrones" führt die diesjährigen Nominierten für einen Emmy Award an. Die Serie wurde 23 Mal für einen der bekannten Fernsehpreise nominiert, unter anderem in der Kategorie beste Dramaserie. Die Produktion "The People v. O.J. Simpson" kam auf 22 Nominierungen. Ebenfalls für diese Auszeichnung nominiert sind in diesem Jahr "Mr. Robot", "Better Call Saul", "Homeland", "House of Cards", "The Americans" und "Downton Abbey". In der Kategorie Comedy könnte der Sieger vom vergangenen Jahr, "Veep - Die Vizepräsidentin", erneut abräumen. Die Serie wurde 17 Mal nominiert und konkurriert in der Hauptkategorie diesmal mit "Master of None", "Modern Family", "Transparent", "Silicon Valley" und "Unbreakable Kimmy Schmidt". Nominierungen gab es auch für die Stars der Sitcom, Anthony Anderson und Tracee Ellis Ross. Anderson und Ross gehören zu mehreren schwarzen Schauspielern, die von den Fernsehakademiewählern Anerkennung bekamen. Die Emmy-Nominierungen stehen damit im Kontrast zu den diesjährigen Oscars, bei denen zum zweiten Mal in Folge keine schwarzen Darsteller für die Schauspielpreise nominiert waren. Die Emmy Awards werden am 18. September verliehen.

Unesco setzt libysche Welterbestätten auf rote Liste

Libyen sei extrem instabil, teilte das Komitee für das Welterbe in Istanbul mit

Die Unesco hat die fünf Welterbestätten in Libyen auf die Liste der gefährdeten Kulturdenkmäler gesetzt. Das nordafrikanische Land sei extrem instabil, teilte das Komitee für das Welterbe am Donnerstag bei seinem Treffen in Istanbul mit. Bewaffnete Gruppen befänden sich unmittelbar in den Welterbestätten oder in deren direkter Umgebung. Einige Stätten seien bereits beschädigt worden, eine weitere Zerstörung sei zu befürchten. Zum gefährdeten Welterbe in Libyen zählen die Ruinen der griechischen Kolonie Kyrene, die Römerstadt Leptis Magna sowie die Altstadt der Oase Ghadamis, die als "Perle der Wüste" bezeichnet wird. In Libyen tobt seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat Gebiete unter Kontrolle. Bereits am Dienstag hatte das Unesco-Komitee erklärt, er sei höchst besorgt über die Zerstörung der Welterbestätten im Bürgerkriegsland Syrien.

Filmregisseur Héctor Babenco gestorben

Zu seinen bekanntesten Filmen gehört "Der Kuss der Spinnenfrau" von 1985

Einer der bekanntesten Filmregisseure Südamerikas, der Argentinier Héctor Babenco, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Wie brasilianischen Medien berichteten, starb er am Mittwoch in São Paulo an Herzversagen. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Der Kuss der Spinnenfrau" (1985), "Carandiru" (2003) und "Vergangenheit" (2007). Für "Kuss der Spinnenfrau", ein Drama, in dem es um die Beziehung zweier Gefangener während der Militärdiktatur geht, gewann William Hurt den Oscar als bester Darsteller, Babenco wurde für die beste Regie nominiert. Geboren 1946 im argentinischen Mar del Plata, hatte er seit 1977 auch die brasilianische Staatsangehörigkeit. 2001 war Babenco auch Mitglied der Jury der Filmfestspiele in Berlin.

Museum schließt wegen Kulturgutschutzgesetz Schau

Ausländische Sammler ziehen aus Verunsicherung Exponate vorzeitig zurück

Aufgrund des neuen Kulturgutschutzgesetzes muss das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum eine aktuelle Sonderausstellung ein halbes Jahr früher schließen als geplant. Zwei ausländische Sammler hätten sich zum Schutz ihrer eigenen Sammlungen entschlossen, ihre Leihgaben zurückzuziehen, teilte das Museum mit. Betroffen sei die derzeitige Sonderausstellung "Schätze für den Kaiser - Meisterwerke chinesischer Kunst (1368-1911)", hieß es. Die Ausstellung, die ursprünglich bis zum 8. Januar 2017 laufen sollte, endet nun am 24. Juli. Rund 90 Prozent der Ausstellungsobjekte stammen aus Privatsammlungen. Diese Objekte aus der Ming- und Qing-Dynastie wurden erstmals öffentlich gezeigt. Museumsdirektorin Regine Schulz sagte, grundsätzlich befürworte sie das neue Gesetz. Es verhindere durch schärfere Auflagen den illegalen Handel von Kunstobjekten, mit dem auch Krieg und Terrorismus gefördert würden. Derzeit gebe es allerdings noch viele Unklarheiten und eine "aufgeregte Diskussion". Einige Sammler befürchteten, dass sie enteignet würden oder dass sie ihre eigenen Werke künftig nicht mehr außerhalb des Landes verkaufen könnten. "Es besteht noch großer Klärungsbedarf."

Goldener Löwe für Belmondo und Skolimowski

Fortan bekommen ein Schauspieler und ein Regisseur Löwen für Lebenswerk

Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo und der polnische Regisseur Jerzy Skolimowski bekommen für ihr Lebenswerk den Goldenen Löwen des Filmfestivals in Venedig. Ein "bestechendes Angesicht, eine unwiderstehliche Sympathie und eine außerordentliche Vielseitigkeit" attestierte der Direktor des Filmfests, Alberto Barbera, dem Franzosen Belmondo ("Außer Atem", "Der Löwe", "Ein irrer Typ"). Skolimowski ("Wenn die Masken fallen", "Das Feuerschiff") gehöre wie Roman Polanski zu den Regisseuren, die am meisten zur Erneuerung des polnischen Kinos beigetragen haben. Der Wettbewerb läuft in diesem Jahr vom 31. August bis zum 10. September.

HU Berlin bekommt Institut für Islamische Theologie

Studienbetrieb soll zum Wintersemester 2018/19 aufgenommen werden

Das in Berlin geplante Institut für Islamische Theologie soll an der Humboldt-Universität (HU) angesiedelt werden. Dort solle es im Sommersemester 2017 eingerichtet werden, kündigten Universität und Senat am Donnerstag in Berlin an. Geplant sei, den Studienbetrieb im Wintersemester 2018/19 aufzunehmen. Die Lehrveranstaltungen sollten wissenschaftliche Grundlagen in islamischer Theologie zur Ausbildung von Imamen vermitteln sowie Studierende für den Schulunterricht qualifizieren. Berlin wird damit der bundesweit sechste Hochschulstandort mit Islamische Studien. Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erklärte, das neue Studienangebot solle eine Lücke schließen. "Gerade in Berlin ist der Bedarf an hier ausgebildeten islamischen Theologen in vielen Bereichen vorhanden", so Scheeres. HU-Präsidentin Sabine Kunst kündigte an, die Universität werde gemeinsam mit Religionsgemeinschaften und weiteren Experten über die Anbindung des Institutes an die Hochschule sowie Konzepte in Forschung und Lehre beraten. Im Frühjahr hatte sich eine auf Initiative von Scheeres eingerichtete Arbeitsgruppe auf die Gründung eines Instituts für Islamische Theologie an einer Hochschule des Landes Berlin verständigt.

91-Jährige füllt Kreuzwort-Rätsel-Kunstwerk aus

"Insert Words" veranlasste Museumsbesucherin, Fluxus-Kunstwerk zu ergänzen

Eine 91 Jahre alte Frau hat im Neuen Museum Nürnberg ausgestelltes Kreuzworträtsel-Kunstwerk ausgefüllt. Die Frau habe in dem mit 80.000 Euro versicherten Werk des Künstlers Arthur Köpcke mit einem Kugelschreiber mehrere Buchstaben in das angefangene Kreuzworträtsel ergänzt, schildert eine Museumssprecherin den Vorfall. Die Seniorin erklärte der Museumsdirektorin ihr Verhalten mit der Aufforderung "Insert words" auf dem kollagenhaften Werk des zur Kunstrichtung Fluxus zählenden Bilds. Dies habe sie veranlasst, einige Buchstaben zu ergänzen, gab die mit einer Seniorengruppe in das Museum gekommene Frau an. Mit Erstaunen nahm das Museum das Verhalten der anderen Senioren der Gruppe zur Kenntnis. Während jede Schülergruppe wisse, dass Kunstwerke nicht beschriftet werden dürften, hätten die Senioren sich sehr mit der 91-Jährigen solidarisiert und ihr Unverständnis geäußert. Sie hätten das Museum aufgefordert, doch gefälligst Schilder aufzustellen, dass die Kunstwerke nicht beschriftet werden dürften. Der private Sammler, der dem Museum das Werk zur Verfügung stellte, habe den Zwischenfall glücklicherweise mit Humor genommen, sagte die Museumssprecherin. Der Schaden werde wohl nur im Bereich von mehreren hundert Euro liegen und vom Museum übernommen.

Berliner Ensemble bekommt Autorentheaterwerkstatt

Oliver Reese vom Frankfurter Schauspiel löst 2017 Theaterleiter Claus Peymann ab

Am Berliner Ensemble wird unter dem künftigen Intendanten Oliver Reese eine Autorentheaterwerkstatt entstehen. Nach britischem Vorbild sollen darin erstmals in Berlin zeitgenössische Autoren gemeinsam mit Regisseuren neue Stücke erarbeiten, die dann am Berliner Ensemble uraufgeführt werden. Das Theater am Schiffbauerdamm werde künftig außerdem die Ensemblearbeit stärken und anders als bislang weitgehend auf Gastschauspieler verzichten. "Über die abschließende Ensemblestärke können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden", heißt es in der Antwort auf die Anfrage der Grünen-Abgeordneten Sabine Bangert. Reese hatte angekündigt, er wolle aus dem Berliner Ensemble (BE) ein Theater der Gegenwart und der Autoren machen. Peymann leitet das BE seit dem Jahr 1999.

"Aspekte"-Moderator Tobias Schlegl wird Notfallsanitäter

Schlegl begründete seine Umschulung damit, sich mehr für andere einsetzen zu wollen

Der TV-Moderator Tobias Schlegl will künftig vor allem als Notfallsanitäter arbeiten. "Ich stand 21 Jahre lang vor der Kamera. (...) Ich sagte mir: Das kann nicht alles sein. Deshalb will ich nun hauptberuflich Notfallsanitäter beim Deutschen Roten Kreuz werden", sagte Schlegl in einem Interview. Nach eigenen Worten hat er seinen Vertrag als Sanitäter bereits unterschrieben. Am 29. Juli und 30. September werde er die Sendung "Aspekte" zum letzten Mal moderieren, sagte eine ZDF-Sprecherin. Als Auszubildender bekomme er in den ersten drei Jahren ein Gehalt von 700 bis 800 Euro brutto, sagte Schlegl. Danach liege der Verdienst bei etwa 2500 Euro brutto. "Zeigt wieder, dass viele gesellschaftlich relevante Jobs ziemlich unangemessen bezahlt werden. Wenn man einigen Fernsehmoderatoren die Hälfte des Gehalts wegnehmen würde, hätten die immer noch deutlich mehr als viele Menschen, die sich sozial engagieren", sagte der gebürtige Kölner. Schlegl kann auf eine vielfältige Fernsehkarriere zurückblicken. Seine ersten Schritte als TV-Moderator machte er in den 90er Jahren beim Musiksender Viva, 2002 bekam er auf ProSieben eine eigene Personality-Show. Von 2007 bis 2011 moderierte er das NDR-Satiremagazin "extra 3", bevor er 2012 zur ZDF-Kultursendung "Aspekte" wechselte.

Brexit: Nachteile für Kulturaustausch

Der Deutsche Bühnenverein möchte Kulturaustausch mit Großbritannien fortsetzen

Der Deutsche Bühnenverein befürchtet bei einem Brexit neue Hürden im europäischen Kulturaustausch mit Großbritannien. "Opernhäuser, Theater, Orchester, sie alle engagieren ohne große bürokratische Hindernisse Künstlerinnen und Künstler aus allen Ländern der EU und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Integration", erklärte der Geschäftsführende Direktor Rolf Bolwin in Köln. Man wolle den Kulturaustausch auch mit Großbritannien fortsetzen. Durch den Brexit, für den die Mehrheit des Landes bei dem Referendum gestimmt habe, werde dieser Austausch aber erheblich gefährdet.

Forscher: Deutsche im Urlaub besonders kritisch

Deutsche Urlauber beschweren sich häufiger als andere über Hotel und Reise

Für den Hamburger Freizeitforscher Ulrich Reinhardt haben die Deutschen weniger Begabung zum Seele baumeln lassen als andere Nationen. Sie schafften es im Urlaub oft nicht, "sich angenehm täuschen" zu lassen, sagte der wissenschaftliche Leiter der "Stiftung für Zukunftsfragen". "Ich muss beim Reisen auch einfach mal in der Lage sein, nicht alles zu hinterfragen und nicht aus dem Urlaub das Optimale rauszuholen zu wollen." Stattdessen wollten Deutsche genau wissen, wofür sie bezahlt haben, so Reinhardt. "Wir blicken etwa mit kritischen Augen im türkischen Hotel auf den nicht getrennten Müll hinterm Haus." Insgesamt sei "die Quote der Deutschen, die sich beschwert, weil irgendetwas am Schluss anders war als im Katalog", sehr hoch, betonte er. Deutsche müssten lernen, sich mehr "auf Gegebenheiten einzulassen".

Sotheby's stellt Bowies Kunstsammlung vor Auktion aus

Objekte werden im November versteigert

Rund 400 Kunstobjekte aus dem Besitz des verstorbenen britischen Musikers David Bowie kommen im Auktionshaus Sotheby's im November unter den Hammer. Zuvor werden Kunstliebhaber wie Bowie-Fans aber einen Blick auf die Sammlung werfen können, wie Sotheby's mitteilte. Die Kollektion umfasst unter anderem Werke von Damien Hirst oder Jean-Michel Basquiat und wird vom 1. bis 10. November in einer öffentlichen Schau bei Sotheby's in London zu sehen sein. Danach ist die Auktion geplant. Wertvollstes Objekt der Sammlung ist das Gemälde "Air Power" von Basquiat, einem afroamerikanischen Künstler. Es wird auf 3 bis 4,1 Millionen Euro geschätzt. Bowie war im Januar im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben. Der Sänger hatte im Redaktionsausschuss des Kunstmagazins "Modern Painters" mitgewirkt. Zur Versteigerung, am 10. und 11. November, stehen auch Objekte britischer Künstler wie Henry Moore, Graham Sutherland und Frank Auerbach.

Schauspielerin Hüller klagt über sexuelle Belästigungen

Sandra Hüller berichtet von der berüchtigten "Besetzungscouch"

Schauspielerin Sandra Hüller klagt über sexuelle Belästigungen in der Branche. "Am Theater passiert das leider häufig. Da muss man sofort laut darauf aufmerksam machen, richtig auf den Tisch hauen", sagte die 38-Jährige der Zeitschrift "Grazia". Auch die berüchtigte Besetzungscouch gebe es. "Mir ist es zum Glück noch nicht passiert. Aber Kolleginnen berichten von Vorsprechen, bei denen anschließend die Zimmernummer verlangt wird", sagte Hüller, Hauptdarstellerin im Film "Toni Erdmann", der am Donnerstag in den deutschen Kinos gestartet ist.

Start für polnisches "Woodstock-Festival"

Rockfestival bietet auch Diskussionen mit Künstlern und engagierten Menschen

Im polnischen Kostrzyn (Küstrin) startet heute das größte polnische Open-Air-Festival "Przystanek Woodstock". Mehrere tausend Jugendliche warten bereits seit Tagen im Zeltlager auf dem Festivalgelände nahe der deutsch-polnischen Grenze auf die ersten Takte. Jerzy Owsiak, der das Festival als Dankeschön für das Engagement jugendlicher Helfer für seine Spendenaktion für Kinderkrankenhäuser ins Leben rief, kritisierte unterdessen die schärferen Sicherheitsauflagen in diesem Jahr. "Dieses Festival ist eine Errungenschaft der vergangenen 22 Jahre", sagte er im Fernsehsender TVN24. "Es unterscheidet sich von den großen kommerziellen Festivals, so phantastisch sie auch sind. Wir haben hier eine Bürgergesellschaft junger Menschen geschaffen." Außer Musik gibt es beim "polnischen Woodstock" auch Diskussionen mit Künstlern, Intellektuellen und Menschen, die sich in der polnischen Zivilgesellschaft engagieren. Das Festival wird von der Stiftung Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy organisiert, die auch die Kosten für das gesamte Event trägt. Im Jahr 2014 hatte das dreitägige Musikfest rund 750000 Besucher.

Prominente trauern um Miriam Pielhau

Die Moderatorin war am Dienstag überraschend gestorben

Deutsche Prominente zeigen sich erschüttert über den frühen Tod der Moderatorin Miriam Pielhau. Schauspieler Til Schweiger postete in der Nacht zum Donnerstag auf seiner Facebook-Seite ein Foto von Pielhau und schrieb dazu: "Life is not fair...!" Moderatorin Sylvie Meis, die selbst vor einigen Jahren an Brustkrebs erkrankt war, sprach der Familie ihr Mitgefühl aus. "Ich bin fassungslos und zutiefst traurig", so Meis. Komiker Oliver Kalkofe schrieb: "Und wieder ein Stich ins Herz, wieder ringe ich um Worte und wieder sitze ich vor der Tastatur, um irgendwie den unaussprechlichen Schock in Worte zu fassen." Pielhau war am Dienstag im Alter von 41 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens gestorben. Über ihre Leidenszeit hatte sie auch ein Buch geschrieben. Noch vor wenigen Wochen bezeichnete sie sich in einem Interview als genesen. In den vergangenen Jahren hatte sie unter anderem für RTL die Reihe "Großstadtliebe" und für ProSieben das Lifestyle-Magazin "taff" moderiert.

Iran verweigert Bildhauer Parviz Tanavoli die Ausreise

Künstler gilt als Pionier der zeitgenössischen iranischen Bildhauerei

Der Bildhauer Parviz Tanavoli darf den Iran nicht verlassen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Am 2. Juli war Tanavolis Pass am Flughafen in Teheran konfisziert worden, als der Künstler für einen Vortrag im Britischen Museum nach London reisen wollte. Tanavoli sieht sich schweren Vorwürfen seitens der iranischen Justiz ausgesetzt. Die Londoner Kunstzeitung„The Art Newspaper" berichtet, dass der iranische Gerichtshof für Kultur und Medien den Künstler beschuldige, dass dessen Kunst den öffentlichen Frieden störe, er Lügen verbreite und öffentliche Ängste errege. Der 1937 geborene Künstler gilt als herausragender Vertreter zeitgenössischer Bildhauerei in Iran und ist bekannt für seine Skulpturen, in der sich arabische Kalligraphie und die Bildsprache der Pop-Art verbinden. Werke von ihm besitzt das Britische Museum oder das New Yorker Museum of Modern Art sowie das Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst.

Bach-Manuskript für drei Millionen Euro versteigert

Privater Käufer ersteigert seltenes Notenblatt

Ein seltenes Notenmanuskript von Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist bei Christie's in London für 2,5 Millionen Pfund (drei Millionen Euro) versteigert worden. Das historische Dokument wurde nach Angaben des Auktionshauses vom Mittwoch per Telefon an einen privaten chinesischen Käufer versteigert. Der Schätzpreis für die zwischen 1740 und 1745 entstandene Komposition BWV 998 (Prelude, Fugue und Allegro) hatte bei zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Pfund gelegen. Weniger als zehn komplette Niederschriften Bachs befinden sich nach Angaben des Auktionshauses derzeit noch in privatem Besitz, darunter zwei instrumentale Werke und sechs Bachkantaten.

Bund fördert "House of One" mit 2,2 Millionen Euro

Weitere 1,2 Millionen Euro stellt Berlin zur Verfügung

Das geplante interreligiöse "House of One" am Berliner Petriplatz wird mit 2,2 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. Weitere rund 1,2 Millionen Euro stelle das Land Berlin zur Verfügung, teilte Berlins Bausenator Geisel mit. Das weltweit wahrscheinlich einmalige Vorhaben will als interreligiöses Bet- und Lehrhaus Juden, Christen und Muslime unter einem Dach vereinen. Laut Initiatoren soll hier ein friedlicher Austausch zwischen den Religionen stattfinden. Die Gesamtkosten beziffert der Verein Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin auf rund 43,5 Millionen Euro, die durch Förderungen und eine Crowdfunding-Kampagne aufgebracht werden sollen. 2018 soll der Grundstein gelegt werden. Geplant sind drei Sakralgebäude, die durch einen zentral gelegenen Begegnungsraum miteinander verbunden sind.

Geschäftsstelle für Bauhaus-Jubiläum nimmt Arbeit auf

Vorbereitung auf 100 Jahre Bauhaus im Jahr 2019

Zweieinhalb Jahre vor dem 100. Geburtstag des Bauhauses hat in Weimar die Geschäftsstelle zur Vorbereitung des Gründungsjubiläums ihre Arbeit aufgenommen. Sie solle das bundesweite Programm für das Bauhaus-Jahr 2019 koordinieren, sagte Thüringens Kulturstaatssekretärin Winter. Weimar war 1919 Gründungsort der weltberühmten Kunst- und Designschule, an der Künstler wie Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky oder Lyonel Feininger wirkten. Zum Jubiläumsprogramm gehört unter anderem eine mobile Ausstellung "Migrant Bauhaus", die ab 2017 zwei Jahre auf fünf Kontinenten den weltweiten Spuren der Kunstschule nachgeht. Das Bauhaus unter Gründer Walter Gropius hatte 1925 Thüringen verlassen und war nach Dessau und später nach Berlin gezogen. Dort löste es sich nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten auf, viele Künstler gingen ins Exil.

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