Dienstag, 22.10.2019
 

Kulturnachrichten

Samstag, 22. August 2015

WDR entfernt "Hart aber fair"-Sendung aus Mediathek

Frauenverbände hatten die Sendung "Nieder mit den Ampelmännchen" scharf kritisiert

Der Beitrag "Nieder mit den Ampelmännchen" war am 2. März 2015 ausgestrahlt worden. Die Sendung sei "von Frauenverbänden und Gleichstellungsbeauftragten als unseriös empfunden worden und hatte zu Programmbeschwerden und zahlreichen Protestbriefen geführt", erklärte der WDR am Samstag auf Anfrage. Die Sendung habe nicht gegen Programmrichtlinien verstoßen, betonte der WDR. "Aber die Redaktion musste zur Kenntnis nehmen, dass sie offenbar viele Frauen anders empfunden haben, als sie gemeint war." Die Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats Ruth Hieronymi sagte: "Die Auswahl der Gäste und die Gesprächsleitung waren für die Ernsthaftigkeit des Themas nicht ausreichend." Es seien keine Programmgrundsätze verletzt worden, aber es habe eine Reihe von Kritikpunkten gegeben. Deshalb habe das Gremium am Dienstag dem WDR schließlich empfohlen, die Sendung nicht mehr in die Mediathek zu nehmen, sagte Hieronymi der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Tante Ju wird "bewegliches Denkmal"

Hamburger Kulturbehörde stellt historisches Flugzeug unter Schutz

Als weltweit erstes und einziges für den gewerblichen Flugverkehr zugelassenes historisches Verkehrsflugzeug ist eine Maschine des Typs Ju 52 unter Denkmalschutz gestellt worden. Wie die Lufthansa am Samstag in Hamburg mitteilte, überreichte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) die Denkmalschutzplakette der Kulturbehörde der Hansestadt an Bernhard Conrad, den Leiter der Deutschen Lufthansa-Berlin-Stiftung, die das Flugzeug betreibt. Dieses ist damit nun als "bewegliches Denkmal" eingestuft.
Der Oldtimer, der oft Tante Ju genannt wird, war 1936 in den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau gebaut worden. Er ist laut Lufthansa eines der ältesten noch fliegenden Flugzeuge weltweit und wird heute vorwiegend für Rundflüge eingesetzt.

Über 1000 Menschen bei Christopher Street Day in Magdeburg

Schwule und Lesben demonstrieren und feiern in Magdeburger Innenstadt

Mit bunten Luftballons, schrillen Kostümen und politischen Forderungen ist die 14. Christopher Street-Parade am Samstag durch Magdeburgs Innenstadt gezogen. Mehr als 1000 Menschen demonstrierten damit für die Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung. Unter dem Motto "LSBTI-Rechte sind Menschenrechte" zog der lautstarke Zug zwei Stunden lang durch die Magdeburger Innenstadt. Die Abkürzung LSBTI steht dabei für alle nicht-heterosexuellen Lebensformen. Die Teilnehmer trugen ein riesiges Tuch mit Flaggen der Länder, in denen Homosexualität noch immer unter Strafe gestellt ist.

Buga in Rathenow eröffnet erneut nach Sturmschäden

Aufräumarbeiten hatten fast eine Woche gedauert

Zur Wiedereröffnung kamen tausende Besucher. "Knapp eine Woche haben die Aufräumarbeiten gedauert. Jetzt ist alles wieder in vorzeigbarem Zustand und viele Gäste haben unsere Anstrengungen honoriert", sagte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU). Mit schwerem Gerät hatten unzählige abgeknickte Bäume und Äste aus den Parks herausgeschnitten werden müssen. Alle Bäume wurden anschließend von einem Gutachter auf ihre Standfestigkeit hin überprüft. Das Unwetter hatte am vergangenen Samstag die Anlagen schwer beschädigt, sie waren seitdem geschlossen. Seeger sprach von einer "Katastrophe".

Goethe und Kafka per App aufs Smartphone

Bayerische Staatsbibliothek will neues Publikum für Klassiker

Die Bayerische Staatsbibliothek bringt kommende Woche die App "Deutsche Klassiker in Erstausgaben" heraus. Jeder, der möchte, kann sich dann Werke wie Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werther" oder Franz Kafkas "Verwandlung" per App kostenlos aufs Handy oder Tablet holen. "Es geht darum, einen neuen Lesezugang zu bekommen", sagte ein Sprecher der Staatsbibliothek in München. Mehr als 30 deutschsprachige Erstausgaben von Klassikern sind per App verfügbar. Der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Klaus Ceynowa, will das Projekt am kommenden Donnerstag in München präsentieren.

Nach Protesten tritt jüdischer US-Musiker in Spanien auf

Ausladung vom Veranstalter zurückgenommen

Der jüdische US-Musiker Matisyahu wird nach einem Wirrwarr um seine Teilnahme an einem Reggae-Festival nun doch bei dem Musikfest in Ostspanien auftreten. Er werde - wie ursprünglich vorgesehen - an diesem Samstag, dem Schlusstag des Festivals Rototom Sunsplash, auf der Hauptbühne auftreten. Die Veranstalter hatten von dem 36-jährigen Musiker eine Erklärung verlangt, in der er das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat anerkennen sollte. Matisyahu lehnte dies jedoch ab, daraufhin wurde sein Konzert abgesagt. Dies löste eine Serie von Protesten jüdischer Organisationen aus, denen sich auch die Regierung und mehrere politische Parteien in Spanien anschlossen. Die Organisatoren räumten daraufhin ein, dass die Ausladung ein Fehler gewesen sei. Sie baten den Musiker öffentlich um Entschuldigung und luden ihn erneut ein.

Halberstädter Kirchen nachts geöffnet

Ab 20 Uhr Kulturprogramm im Halberstädter Dom und sechs weiteren Kirchen

Unter dem Motto "Atemluft" wird den Besucher ein vielfältiges Programm mit Musik, Kunst und Handwerk geboten. Nach Angaben des Veranstalters ist der Höhepunkt der Veranstaltung das Kunstprojekt "639 - thesauri in cathedrali" ("Schätze in der Kathedrale") im Halberstädter Dom. 639 Leuchtballons sollen den Dom zu einer einmaligen Kunstinstallation machen. Die Zahl der Ballons, die im Hauptschiff der zuvor leer geräumten Kathedrale verteilt werden, sei nicht zufällig gewählt. Das John-Cage-Orgel-Projekt in Halberstadt sei auf 639 Jahre ausgelegt, das Inventar des Domschatzes umfasse 639 Nummern. Dahinter verbergen sich wertvolle Kostbarkeiten wie Gewänder, Bronze- und Goldschmiedearbeiten, Skulpturen und Altarbilder.

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