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Kulturnachrichten

Mittwoch, 12. August 2015

Radiohead-Frontmann schreibt Musik für Broadway-Stück

Yorke folgt damit Musikern wie Sting, Cyndi Lauper und Alicia Keys

Thom Yorke, Sänger und Songwriter der britischen Band Radiohead, komponiert die Musik für ein Broadway-Stück. Das New Yorker Theater Roundabout Theatre Company bestätigte, Yorke habe seine musikalischen Talente für die Neuauflage von "Old Times" von Harold Pinter wirken lassen. Die Probeaufführungen beginnen am 17. September im American Airlines Theater. Yorke folgt anderen prominenten Musikern, die bereits die Musiken für Broadway-Aufführungen schrieben. Dazu gehören unter anderen Sting ("The Last Ship"), Cyndi Lauper ("Kinky Boots") und Alicia Keys ("Stick Fly"). In "Old Times", einem Stück über Liebe und Erinnerung, spielen unter anderem Clive Owen, Eve Best und Kelly Reilly mit.

Ermittlungen zu geplatzter Opern-Eröffnung in Köln

Staatsanwaltschaft geht Bereicherungs-Verdacht nach

Wegen der geplatzten Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus in Köln ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen unbekannt. Einen entsprechenden Bericht des WDR bestätigte ein Sprecher der Behörde. Es gehe um den Verdacht, dass die Stadt Köln betrogen worden sein könnte. Bisher gebe es aber nur vage Verdachtsmomente, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft sei aufgrund einer Anzeige tätig geworden. Das Opernhaus und das Theater werden seit drei Jahren saniert. Die Stadt Köln hatte die für November geplante Wiedereröffnung um ein Jahr verschoben, weil die Arbeiten länger dauern als geplant. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles im Zentrum der Domstadt war ursprünglich auf 278 Millionen Euro veranschlagt.

Titel "Bibliothek des Jahres" geht nach Köln

Stadtbibliothek habe durch "unkonventionelle Denkansätze viele innovative Entwicklungen angestoßen"

Der Preis "Bibliothek des Jahres 2015" geht in diesem Jahr nach Köln. Die Stadtbibliothek Köln habe in den vergangenen Jahren mutig mit unkonventionellen Denkansätzen viele innovative Entwicklungen angestoßen, teilte der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) in Berlin zur Begründung mit. Sie setze ihr neu entwickeltes Strategiekonzept bei klarer Zielgruppenorientierung konsequent mit vielfältigen Angeboten um und könne als Vorbild für andere Bibliotheken dienen. Die Preisverleihung findet am 24. Oktober, dem "Tag der Bibliotheken", in Köln statt. Die nicht dotierte Auszeichnung wird zum 16. Mal vergeben.

Habermas und Taylor erhalten John W. Kluge Preis

Philosophen werden für Lebenswerk ausgezeichnet

Der deutsche Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas und sein kanadischer Kollege Charles Taylor erhalten gemeinsam den mit 1,5 Millionen Dollar dotierten John W. Kluge Preis. Beide seien brilliante Philosophen, die sich zugleich entschieden an der öffentlichen politischen Debatte beteiligten, sagte der Leiter der US-Kongressbibliothek, James Billington, in Washington, DC. Der Preis wird von der privaten Stiftung John W. Kluge finanziert und zeichnet Geistes- oder Sozialwissenschaftler für ihr Lebenswerk aus, für deren Fachgebiete es keine Nobelpreis gibt. Unter anderem wurde bereits der polnische Philosoph Leszek Kolakowski ausgezeichnet.

Opernregisseur Harry Kupfer feiert 80. Geburtstag

Regielegende inszeniert weiter

Der Opernregisseur Harry Kupfer begeht heute seinen 80. Geburtstag.
In den Jahren der deutschen Teilung konnte Harry Kupfer Grenzen überwinden und so zum stilprägenden deutsch-deutschen Opernregisseur werden. Mit seinem "Ring" in Bayreuth schrieb er Theatergeschichte, die Komische Oper Berlin führte er künstlerisch von der DDR in das wiedervereinigte Deutschland. Ein Ruhestand kommt für den Opernmann nicht infrage, denn Kupfers Kalender ist voll. Der gebürtige Berliner verdankt seinen Beruf eigentlich einer großen Musikalität - und einer schwachen Stimme. Weil er nicht singen konnte, war ihm nur das Regiefach geblieben, um seine Leidenschaft für die Oper zu stillen. Mit 23 Jahren gab er sein Regiedebüt mit Antonin Dvoraks "Rusalka" in Halle an der Saale. Nach Stralsund, Chemnitz, Weimar und zuletzt als Staatsoperndirektor in Dresden zog er 1981 nach Berlin.

Bund gibt 23 Millionen Euro für Kultur in Osteuropa

Rund drei Millionen Euro mehr als im Jahr davor

Der Bund hat für die Förderung der deutschen Kultur und Geschichte in Osteuropa im vergangenen Jahr rund 23,3 Millionen Euro bereitgestellt. Dies geht aus dem Bericht der Bundesregierung über die Förderung der Kulturarbeit gemäß des Bundesvertriebenengesetzes hervor, wie die Bundestagspressestelle schreibt. Im Jahr 2013 habe die Förderung rund 20,2 Millionen Euro betragen. Nach Angaben der Regierung wird der Erhalt des deutschen Kulturgutes in den östlichen Nachbarländern durch Museen, wissenschaftliche Forschung, Bibliotheken, Archive, Kulturveranstaltungen und die Restaurierung von Kulturdenkmälern gesichert.

Asche von García Márquez wird nach Kolumbien gebracht

Nobelpreisträger war in Mexiko-Stadt gestorben

Die Asche des vor fast anderthalb Jahren in Mexiko-Stadt gestorbenen Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez soll in sein Geburtsland Kolumbien gebracht werden. Die eingeäscherten Überreste sollen ab Dezember in der Stadt Cartagena an der Karibikküste ausgestellt werden, wo er seine Karriere als Schriftsteller begann. Der Gouverneur des Staats Bolivar, Juan Carlos Gossain, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Entscheidung, die Überreste dauerhaft in einem Kloster im Stadtzentrum zu präsentieren, gehe auf eine Abmachung zwischen García Márquez' Familie und den Behörden zurück. García Márquez war 2014 im Alter von 87 Jahren gestorben.

Iris Berben: 65. Geburtstag

Schauspielerin und Kämpferin gegen Ausländerfeindlichkeit

Die Schauspielerin Iris Berben wird heute 65 Jahre alt. Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden gratuliert ihr folgendermaßen: „'Du bist a Mentsch' lautet das größte Lob, das man im Jiddischen machen kann und man sollte umsichtig mit dieser Auszeichnung umgehen. Iris Berben verdient sie ohne Wenn und Aber, mit tief empfundenem Dank und größter Hochachtung." Bekannt wurde Berben mit komödiantischen Rollen, später spielte sie die Kommissarin Rosa Roth und die Bundeskanzlerin. Vielfach wurde sie ausgezeichnet: Bambi, Bundesverdienstkreuz, Goldene Kamera, Grimme-Preis im Jahr 2008. 2002 erhielt sie wegen ihres Engagements gegen Ausländerfeindlichkeit vom Zentralrat der Juden in Deutschland den Leo-Baeck-Preis.

Deutsche Welle sendet mehr Russisch und Ukrainisch

"Beitrag zu mehr Pluralismus auf Medienmarkt"

Die Deutsche Welle (DW) weitet ihr russisch- und ukrainischsprachiges Nachrichtenangebot aus. Gestartet wurden jeweils zehnminütige Nachrichtensendungen "DW Nowosti" und "DW Nowyny", die im Internet und über Partnersender ausgestrahlt werden, wie die Deutsche Welle in Bonn mitteilte. "Mit diesen neuen Angeboten tragen wir als deutscher Auslandssender zu mehr Pluralismus in wichtigen Medienmärkten Osteuropas bei", erklärte DW-Intendant Peter Limbourg. Produziert werden die neuen Sendungen in Bonn und ergänzen bereits bestehende DW-Internetangebote. Die russischsprachige Sendung "DW Nowosti" ersetzt das bisherige Format "Geofaktor aktuell".

Schauspieler Peter Weck wird 85

Österreicher war auch Intendant und Regisseur

Der Schauspieler Peter Weck blickt an seinem heutigen 85. Geburtstag auf ein gelungenes Bühnenleben zurück. Als Intendant des Theaters an der Wien erlebte er die Premiere des Musicals "Cats" in London mit und brachte das Stück von Andrew Lloyd Webber 1983 zur deutschsprachigen Erstaufführung. Er trug damit dazu bei, dass sich in der Folge auch in Deutschland einige Städte zu hochkarätigen Musical-Standorten mauserten. Die Rolle eines Mörders im Wiener "Tatort" 2014 war sein erster Auftritt nach einer zweijährigen Distanz zur TV-Öffentlichkeit. Wegen des Todes seiner Frau hatte sich Weck zurückgezogen. Sein Fach hat der einstige Wiener Sängerknabe am Max-Reinhardt-Seminar gelernt. Er debütierte am Stadttheater in Klagenfurt. Es folgten Engagements am Berliner Theater am Kurfürstendamm, dem Theater in der Josefstadt, an den Münchner Kammerspielen und am Hamburger Schauspielhaus. Ab 1957 war Weck elf Jahre lang Mitglied des Burgtheaters.

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