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Kulturnachrichten

Mittwoch, 29. Juli 2015

Deutsche Co-Produktionen im Wettbewerb von Venedig

"Remember" und "Francofonia" im Rennen um Goldenen Löwen

Die deutsch-kanadische Co-Produktion "Remember" geht beim Filmfestival von Venedig ins Rennen um den Goldenen Löwen. Der Thriller des kanadisch-armenischen Regisseurs Atom Egoyan mit den deutschen Schauspielern Jürgen Prochnow und Heinz Lieven sowie dem Schweizer Bruno Ganz ist einer von 21 Filmen im Wettbewerb, wie aus dem in Rom präsentierten Programm hervorgeht. Ebenfalls dabei ist "Francofonia", eine Co-Produktion Deutschlands, Frankreichs und der Niederlande. Außer Konkurrenz gezeigt werden unter anderem "Black Mass" mit Johnny Depp sowie Martin Scorseses "The Audition" mit Leonardo DiCaprio und Robert De Niro. Die 72. Filmfestspiele von Venedig beginnen am 2. September und enden am 12. September.

170 000 deutschen Filmen droht Verfall

Jährlich 10 Millionen Euro für Rettung benötigt

Für die Rettung des deutschen Filmerbes werden einem Gutachten zufolge über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren jährlich 10 Millionen Euro benötigt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) schlägt eine Gemeinschaftsaktion von Bund, Ländern und Filmbranche vor, um die Filme zu digitalisieren und so der Nachwelt zu erhalten. Konkret geht es um rund 4,3 Millionen Filmminuten - Spiel- und Kurzfilme, Dokumentationen, Kinderfilme und Animationsfilme. Das entspricht knapp 170 000 Filmtiteln, wie es in dem Gutachten heißt. Vor der digitalen Archivierung müssen manche Filme restauriert und bei älterem Filmmaterial teils manuell gereinigt und geklebt werden.

Stadtrat in München lehnt Stolpersteine ab

Stattdessen Stelen und Gedenktafeln an Hauswänden sowie ein zentrales Namensdenkmal

In München wird es auch in Zukunft keine Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors geben. Der Stadtrat der bayerischen Landeshauptstadt sprach sich mehrheitlich dagegen aus, die mit kleinen Messingplatten bedeckten quadratischen Betonsteine auf öffentlichen Straßen und Plätzen zuzulassen. Stattdessen sollen Stelen und Gedenktafeln an Hauswänden sowie ein zentrales Namensdenkmal auf die Schicksale der Ermordeten aufmerksam machen. Von manchen Nachkommen der Opfer werden die Stolpersteine als unwürdig empfunden, da die Opfer ihrer Ansicht nach erneut mit Füßen getreten werden. In vielen Städten sind die Stolpersteine im Gehweg mit den Namen etwa jüdischer Opfer selbstverständlich. Weltweit gibt es inzwischen 50 000 Stolpersteine in 1200 Städten in 18 Ländern.

Beschwerden gegen Disneyland Paris

EU prüft Preissystem

Die EU-Kommission geht Beschwerden über angeblich zu hohe Ticketpreise für ausländische Besucher des Vergnügungsparks Disneyland in Paris nach. Die Brüsseler Behörde prüft Hinweise, wonach Disneyland je nach Nationalität oder Wohnort von den Kunden unterschiedliche Preise für Paketangebote verlangt und damit gegen EU-Recht verstößt. "Wir prüfen eine Anzahl an Beschwerden, darunter verschiedene gegen Disneyland Paris", bestätigte eine Sprecherin der EU-Kommission. Wie aus EU-Kreisen verlautete, zahlen Franzosen beim Kauf bestimmter Tickets im Internet am wenigsten, während Deutsche, Briten sowie Italiener tiefer in die Tasche greifen müssten.

Ukraine verhängt Einreiseverbot gegen Depardieu

Schauspieler wird zur unerwünschten Person erklärt und darf fünf Jahre nicht einreisen

Offenbar aus Verärgerung über seine prorussischen Stellungnahmen hat die Ukraine den französischen Filmstar und Wahlrussen Gérard Depardieu zur unerwünschten Person erklärt. Depardieu sei diese Woche mit einem fünfjährigen Einreiseverbot belegt worden, sagte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsdienstes in Kiew. Der 66-jährige Star ist der ukrainischen Führung wegen seines freundschaftlichen Verhältnisses zu Russlands Staatschef Wladimir Putin ohnehin suspekt. Zusätzlich sorgten zuletzt Hinweise für Verstimmung, nach denen der Schauspieler die Ukraine nicht als eigenständigen Staat anerkennt. "Ich liebe Russland und die Ukraine, die Teil von Russland ist", sagte Depardieu nach übereinstimmenden Medienberichten im vergangenen Jahr bei einem Filmfestival in Riga.

Nietzsche-Preis wird neu aufgelegt und aufgewertet

Vergabe abwechselnd in Naumburg und Basel

Drei Jahre nach der letzten Verleihung des Friedrich-Nietzsche-Preises wird die Auszeichnung neu aufgelegt und aufgewertet. Der Literaturpreis wechsele von der Länderebene auf die internationale Ebene und soll noch in diesem Jahr vergeben werden, teilte das Nietzsche-Dokumentationszentrum in Naumburg mit. Dort solle die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung während des Nietzsche-Kongresses vom 15. bis 18. Oktober vergeben werden - sollte die Jury bis dahin einen Preisträger bestimmt haben. Das internationale Gremium werde am 17. August in Basel (Schweiz) vorgestellt, hieß es. Der neue Internationale Friedrich-Nietzsche-Preis wird den Angaben zufolge künftig alle zwei Jahre für philosophisch-essayistische Werke verliehen. Dies soll abwechselnd in Naumburg und Basel geschehen.

Besucherrekord am New Yorker Metropolitan Museum

Museum sei beliebteste Touristen-Attraktion New Yorks

Das New Yorker Metropolitan Museum meldet einen neuen Besucherrekord. In den vergangenen zwölf Monaten seien 6,3 Millionen Menschen und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Statistik vor rund 40 Jahren in die Ausstellungen gekommen, teilte das Metropolitan Museum am Dienstag mit. Damit liege die Besucherzahl zum vierten Mal in Folge bei mehr als sechs Millionen. Das mache das Metropolitan Museum auch zur beliebtesten Touristen-Attraktion der Stadt. Die Besucher im Hauptgebäude am Central Park und in der Außenstelle The Cloisters im Norden von Manhattan stammten sowohl aus New York selbst als auch aus dem Rest der USA und der ganzen Welt.

14-Jähriger beginnt Informatik-Studium

Damit sei er Deutschlands jüngster Student

Ein 14-jähriger Abiturient wird am 1. Oktober sein Informatikstudium am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam beginnen. Damit ist Conrad L. nach Angaben des HPI Deutschlands jüngster Student. Er habe in diesem Jahr das Abitur am Helmholtz-Gymnasium in Potsdam bestanden. In den vergangenen zwei Jahren habe der Junge bereits erfolgreich am HPI-Schülerkolleg-Programm teilgenommen. 2014 gewann er den ersten, in diesem Jahr den zweiten Preis im brandenburgischen Landeswettbewerb Informatik. Lempert wurde bereits mit fünf Jahren eingeschult. In der Grundschule übersprang er zwei Klassen, auf dem Gymnasium eine. Das Abitur bestand er mit einer Durchschnittsnote von 1,2.

Die "Bourne"-Reihe geht in die fünfte Runde

Matt Damon ist wieder mit dabei

Matt Damon und Tommy Lee Jones werden zusammen in einer Fortsetzung des "Bourne"- Agententhrillers zu sehen sein. Für Oscar-Preisträger Damon ist es das vierte Mal, sein Kollege Jones ist neu dabei. Paul Greengrass soll Regisseur des noch titellosen Films werden, der wahrscheinlich im Sommer 2016 in die Kinos kommt. Die Serie um den Auftragskiller Jason Bourne ist eine der erfolgreichsten Filmreihen der vergangenen Jahrzehnte. Die Filme basieren auf einer Thrillerbuchreihe von Robert Ludlum. Den bisher letzten Film, "Das Bourne Vermächtnis", inszenierte Tony Gilroy, erstmals mit Jeremy Renner als neuem Held der Serie.

DAI-Literaturpreis geht an Verleger Gerhard Steidl

Steidl zeige ein großartiges Gespür für die ästhetischen Strömungen unserer Zeit

Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl erhält in diesem Jahr den Literaturpreis des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine (DAI). Der 64-Jährige bringe als Verleger die Themen Architektur, Fotografie, Politik und Soziologie zusammen und zeige dabei ein großartiges Gespür für die ästhetischen Strömungen unserer Zeit, sagte DAI-Präsident Christian Baumgart. Steidl soll die Auszeichnung - eine gut 1,5 Kilogramm schwere Bronzeplakette - am 26. September im Schloss Herrenhausen in Hannover übergeben werden. Der gelernte Siebdrucker gründete bereits als 18-Jähriger seinen eigenen Verlag. Heute hält er unter anderem die Weltrechte am Werk des im April gestorbenen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass. Seit etwa 20 Jahren veröffentlicht Steidl zudem hochkarätige Fotobücher von zeitgenössischen Fotokünstlern.

Freilichtbühnen mit Saison zufrieden

Fast eine Million Besucher

Die deutschen Amateur-Freilichtbühnen sind mit ihrer Auslastung in diesem Sommer bisher sehr zufrieden. "Es sieht danach aus, dass wir wie im vergangenen Jahr wieder 900 000 Besucher erreichen", sagte der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Freilichtbühnen, Heribert Knecht. Im Verband sind 90 Amateurbühnen aus sieben Bundesländern organisiert. Die Millionenmarke werde aber wahrscheinlich nicht geknackt, meinte Knecht. Bei den Amateurtheatern unter freien Himmel hätten das Wetter, aber auch die Stückauswahl einen großen Einfluss auf die Nachfrage. "Im Kindertheater laufen Klassiker wie "Pippi Langstrumpf" oder "Das Dschungelbuch", aber auch aufgepeppte Grimmsche Märchen am besten", sagte der Chef der Nordbühnen, der selbst in Hallenberg im Sauerland auf der Bühne steht. Für das erwachsene Publikum seien bekannte Singspiele und Musicals wie "Im weißen Rössl" oder "My Fair Lady" Erfolgsgaranten. Neue Stücke hätten es schwer. "Eine Ausnahme ist das St.-Pauli-Musical "Heiße Ecke", das schon einige Bühnen nachgespielt haben", so Knecht.

Wacken Open Air startet mit Blasmusik

Auftritt der örtlichen Feuerwehrkapelle ist Tradition

Das Heavy-Metal-Festival in Wacken startet heute Abend mit seinem Vorprogramm. Als einer der ersten Höhepunkte gilt der Auftritt der Wackener "Firefighters". Die örtliche Feuerwehrkapelle spielt traditionell 20 Stunden vor dem offiziellen Start des Wacken Open Air Blasmusik. In der Nacht treten dann die Band Europe und das Scorpions-Gründungsmitglied Uli John Roth auf. Insgesamt erwarten die Veranstalter 75 000 Besucher. Viele von ihnen werden heute Vormittag mit dem "Metal Train" im benachbarten Itzehoe ankommen. Das 26. Wacken Open Air endet in der Nacht zu Sonntag.

Horror-Klassiker "Nosferatu" soll neu verfilmt werden

Friedrich Wilhelm Murnaus Film ist Vorlage für Remake

Hollywood will den Stummfilm-Klassiker "Nosferatu" neu verfilmen. Wie die Branchenblätter "Variety" und "Deadline.com" berichten, hat die Produktionsfirma Studio 8 den US-Autor und Regisseur Robert Eggers mit dem Remake des Vampir-Horrorfilms beauftragt. Vorlage ist die legendäre Stummfilmfassung "Nosferatu, eine Symphonie des Grauens" aus dem Jahr 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau, der die Geschichte des Vampirs Graf Orlok erzählt. Werner Herzog drehte 1979 "Nosferatu: Phantom der Nacht" mit Klaus Kinski in der Rolle des Blutsaugers. Für Schlagzeilen sorgte kürzlich eine Grabschändung in Stahnsdorf in Brandenburg, wo Murnau 1931 bestattet worden war. Unbekannte hatten aus einem Mausoleum auf dem Südwestkirchhof den einbalsamierten Kopf der Leiche gestohlen.

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