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Kulturnachrichten

Mittwoch, 6. August 2014

Das 67. Internationale Filmfestival in Locarno eröffnet

Heute Abend eröffnet Schweizer Festival mit Premiere des Luc Besson Thrillers "Lucy"

Das neben Cannes, Berlin und Venedig wichtigste europäische Filmfestival zeigt bis zum 16. August mehr als 250 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in verschiedenen Wettbewerben und Sektionen. Zwei deutsche Ko-Produktionen konkurrieren mit 15 weiteren Filmen aus anderen Ländern um den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden. Der 83-jährige deutsche Schauspielstar Armin Mueller-Stahl wird vom Festival mit einem Ehrenleoparden für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Ruhrtriennale als Experimentierfeld der Avantgarde

Große Ticket-Nachfrage zur letzten Saison von Heiner Goebbels

Eineinhalb Wochen vor Beginn der dritten und letzten Ruhrtriennale-Saison unter Leitung des Komponisten Heiner Goebbels sind dreiviertel aller Karten des experimentellen Festivals ausverkauft. Gerade die Konzerte seien stark nachgefragt, sagte Geschäftsführer Lukas Crepaz am Mittwoch in Duisburg. Die ehemaligen Zechen und Industriehallen des Ruhrgebiets werden vom 15. August bis zum 28. September Schauplatz von etwa 30 Produktionen aus den Bereichen Tanz, Musik, Theater und bildender Kunst. Intendant Heiner Goebbels setzt abermals auf eine ungewöhnliche Programmauswahl und eigene Regiearbeiten und Kompositionen. "Es gibt gerade bei unserem Festival eine Reihe von Künstlern, die nicht in eine Kategorie passen", sagte Goebbels. "Wir ignorieren die Grenzen einfach."

Nachlass von Dietrich Fischer-Dieskau an Berliner Staatsbibliothek

Konzertflügel und Manuskripte gehen an Heimatstadt Berlin

Zwei Jahre nach dem Tod von Star-Bariton Dietrich Fischer-Dieskau (1925-2012) hat die Berliner Staatsbibliothek seinen Nachlass geschenkt bekommen. Das umfangreiche Material werde nun gesichtet und für die Erfassung in der Datenbank vorbereitet, teilte die Bibliothek heute mit. Neben Musikdrucken, Manuskripten, Korrespondenzen, Fotos, Schallplatten und CDs gehört zum Nachlass auch ein Konzertflügel, den der Sänger und Dirigent in den 50er Jahren gekauft hatte. Der innenliegende goldfarbene Metallrahmen trägt den Angaben zufolge die Unterschriften berühmter Künstlerkollegen wie Leonard Bernstein, Arnold Schönberg und Daniel Barenboim.

Fischer-Dieskau, einer der bedeutendsten Lied- und Opernsänger des 20. Jahrhunderts, hatte schon zu Lebzeiten verfügt, dass sein Nachlass in seiner Heimatstadt Berlin der Forschung zur Verfügung gestellt werden soll. Fischer-Dieskau war im Mai 2012 kurz vor seinem 87. Geburtstag im bayerischen Berg am Starnberger See gestorben.

Osnabrück will Dauerausstellung für "Judenretter" Hans Calmeyer

Calmeyer ließ Abstammungsnachweise fälschen und rettete mindestens 3000 Juden

Die Stadt Osnabrück will das Leben und Wirken des Rechtsanwalts und "Judenretters" Hans Calmeyer mit einer Dauerausstellung würdigen. Es sei an der Zeit, dem Mann, der mehr Juden gerettet habe als Oskar Schindler, eine ständige Ausstellung zu widmen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde am Mittwoch dem epd.
Calmeyer war ab 1941 im Reichskommissariat der von Deutschland besetzten Niederlande zuständig für die Judenverfolgung. Unter seiner Aufsicht wurden jedoch Abstammungsnachweise gefälscht, um Juden vor einem Abtransport in Vernichtungslager zu bewahren. Dadurch soll der Rechtsanwalt mindestens 3.000, möglicherweise aber mehr als 5.000 Juden, vor dem Tod bewahrt haben.

Filme über Roma in Ungarn nicht willkommen

Nach Angaben des Verleihers befürchte die Festivalleitung wohl zu hohe politische Wellen

Die Leitung des Festivals CineFest in der nordungarischen Stadt Miskolc habe mitgeteilt, dass zwei Filme zur Situation der Roma in Ungarn nicht willkommen seien, weil ihre Vorführung angesichts der wenig später stattfindenden Kommunalwahlen zu hohe politische Wellen schlagen würde, sagte Diana Groo von der Filmverleihgruppe DunaDock. "Wahrscheinlich befürchten sie, staatliche Subventionen zu verlieren, falls sie unsere Filme zeigen." Die Festivalleitung sagte ungarischen Medien, dass es bei CineFest sehr wohl ein "Roma-Programm" geben werde, bei dem allerdings Filmporträts "erfolgreicher Roma" gezeigt würden. Zu den abgelehnten Filmen äußerte sich die Festivalleitung nicht.
CineFest steht unter anderem unter der Schirmherrschaft der Medienbehörde NMHH, der oft politische Zensur im Auftrag der ungarischen Regierung vorgeworfen wird.

Kunsthalle Emden dank Landesmittel wieder auf Kurs

Niedersachsen erhöht Zuwendung des von Henri und Eske Nannen gestifteten Museums

Das Land Niedersachsen sichert die defizitäre Kunsthalle in Emden langfristig ab. Jährlich sollen 850 000 Euro Fördergelder in das Haus fließen, sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Hannover. Mit der Unterstützung könne die Kunsthalle kostendeckend arbeiten, erklärte Ministerin Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne) nach Angaben ihrer Sprecherin. Die Geldsorgen von Kunsthallen-Geschäftsführerin Eske Nannen sind damit aber noch nicht behoben.
Das Ehepaar Nannen hatten die Kunsthalle im Jahr 1986 gestiftet.

Elfriede Brüning mit 103 Jahren gestorben

Letztes noch lebendes Mitglied des in der Weimarer Republik gegründeten Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller in Berlin verstorben

Die am 8. November 1910 in Berlin geborene Autorin Elfriede Brüning beschäftigte sich in ihren Werken vor allem mit Frauenthemen und der Vergangenheitsbewältigung. Zu ihren Werken der 1930er Jahre zählen die Romane "Und außerdem ist Sommer" sowie "Junges Herz muss wandern". Als engagierte Kommunistin blieb sie zwar während der Nazi-Herrschaft in Deutschland, ging aber in die "innere Emigration" und stellte das Publizieren weitgehend ein. Seit 1950 lebte Brüning als freie Schriftstellerin in der DDR, wo sie in verschiedenen Verlagen publizierte und zahlreiche Preise erhielt. Sie schrieb über die
besonderen Probleme von Frauen in der DDR und Zwangsadoptionen.

Sanierung des Filmmuseums Potsdam abgeschlossen

Ab 25. Oktober steht das Haus Besuchern wieder offen

Die Sanierung des Potsdamer Filmmuseums ist abgeschlossen. Die Mitarbeiter bezogen heute ihre Räume im angestammten Haus im einstigen königlichen Marstall. Stück für Stück folgen dann die im Depot eingelagerten Exponate, wie eine Sprecherin sagte. Zur Eröffnung ist eine neue Schau über die Abenteuer des jungen Marco Polo neben der ständigen Ausstellung "Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg" geplant. Das bereits 1981 zu DDR-Zeiten gegründete Museum war fast eineinhalb Jahre wegen der Sanierung geschlossen.

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