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Kulturnachrichten

Sonntag, 27. Juli 2014

94. Salzburger Festspiele offiziell eröffnet

Fünf Neuinszenierungen in diesem Jahr

Mit einem großen Festakt sind die 94. Salzburger Festspiele offiziell eröffnet worden. Der australische Historiker Christopher Clark («Die Schlafwandler») hielt vor zahlreichen Gästen aus Politik und Kulturbetrieb in der Felsenreitschule in Salzburg die traditionelle Festrede. Nach dem musikalischen Auftakt in der vergangenen Woche mit Joseph Haydns «Schöpfung» stehen in diesem Jahr insgesamt fünf Opernneuinszenierungen auf dem Programm. Zentrales Thema des bis zum 31. August dauernden Events ist der Erste Weltkrieg, dessen Ausbruch sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt.

Hunderte Menschenskelette in bolivianischen Anden entdeckt

Zwangsarbeiter aus spanischer Kolonialzeit in Massengrab vermutet

Bei Bauarbeiten in den bolivanischen Anden ist ein Massengrab entdeckt worden, in dem die sterblichen Überreste von hunderten eingeborenen Bergleuten liegen sollen. Die Bergleute hätten vermutlich während der spanischen Kolonialzeit als Sklaven und Knechte geschuftet und seien dann in dem knapp zwei Meter tiefen Erdloch verscharrt worden, sagte der Forscher Sergio Fidel von der staatlichen Universität Tomás Frías. Der Fundort befinde sich im Einzugsgebiet der Gebirgsstadt Potosí, die auf 4000 Meter Höhe liegt. Fidel zufolge wurden die über eine Fläche von 16 Quadratmetern verstreuten Skelette entdeckt, als Bauarbeiter mit der Konstruktion eines neuen Gebäudes in Potosí beginnen wollten. Die Universität schaltete sich schließlich ein, nachdem die sterblichen Überreste auf einen Haufen geworfen und ungeschützt liegen gelassen worden waren, während die Bauarbeiten weiterliefen. Augenzeugen wollen 400 bis 500 Skelette gezählt haben, vielleicht sogar noch mehr.

Wagner-Pasquier beklagt komplizierte Festspiel-Struktur

Für Wagner-Pasquier soll nach den Festspielen 2015 Schluss sein

Eva Wagner-Pasquier hatte als Co-Leiterin der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele mit der komplizierten Gesellschafterstruktur zu kämpfen. «Mit vier Gesellschaftern ist es sehr kompliziert. Da sind sehr viele, die bei allem mitsprechen», sagte die 69-Jährige in einem Interview des Magazins «Focus».
Wagner-Pasquier hatte bereits im Februar mitgeteilt, dass sie sich im kommenden Jahr von der Festspielleitung zurückziehen will. Ein Zerwürfnis mit ihrer jüngeren Halbschwester und Co-Intendantin Katharina Wagner gebe es nicht. «Mit meiner Halbschwester läuft es gut», betonte sie. «Es geht mir gut damit, dass ich aufhöre.»

China will eigene Version des Films «Avatar» drehen

Die Dreharbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen

Chinesische Filmemacher haben die Produktion eines Films in Anlehnung an das US-amerikanische 3D-Fantasy-Spektakel «Avatar» angekündigt. Inspiriert von einer Legende der
chinesischen Minderheit Zhuang werde es um die Verteidigung einer Volksgruppe gegen einen bösen Drachen gehen, meldete Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. «Avatar - Aufbruch nach Pandora» (2009) war der bislang erfolgreichste Film und spielte weltweit umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro ein. Er erzählt vom Kampf zwischen Menschen und den blauen Bewohnern des Planeten «Pandora».

Buckingham-Palast zeigt Spielzeug der kleinen Royals

Die Spielküche der kleinen Prinzessin Elizabeth, ein Schulheft von Prinz William und Prinz Georges Schaukelpferd

Der Londoner Buckingham-Palast gewährt Besuchern einen Blick in die Kinderzimmer des britisch-königlichen Nachwuchses. Während der Sommermonate sind die Prunkzimmer des Palasts jedes Jahr acht Wochen lang für die Öffentlichkeit zugänglich. Neben der Ausstellung «Royal Childhood» (Königliche Kindheit) erwartet Gäste dort unter anderem der Raum, in den Prinz William und seine Frau Kate ihr Hochzeitsfoto aufnahmen. Zudem sind historische Fotos und Filmaufnahmen der Königsfamilie zu sehen. Die Ausstellung schließt am 28. September.

Bayreuther Publikum versöhnt sich mit «Fliegendem Holländer»

Gab es im Premierenjahr 2012 noch ein Buh-Konzert, wird die Inszenierung in ihrem dritten Jahr gefeiert.

Das Bayreuther Publikum und Jan Philipp Glogers «Fliegender Holländer» werden immer bessere Freunde. Im Premierenjahr 2012 noch mit einem Buh-Konzert bedacht, hat das Publikum inzwischen Gefallen gefunden an der Interpretation. Möglicherweise liegt das daran, dass Gloger einfach die Geschichte erzählt. Bei den Richard-Wagner-Festspielen, die in diesem Jahr von einem Biogasanlagen-«Tannhäuser» und Frank Castorfs «Ring des Nibelungen» dominiert werden, ist das nämlich eine Seltenheit. Das als traditionsbewusst geltende Bayreuther Publikum goutiert so etwas. Als allzu werktreu, musterknabenhaft sogar, war die Inszenierung, die den «Holländer» in einer Ventilator-Fabrik und damit im halbwegs modernen Turbokapitalismus ansiedelt, in ihrem ersten Jahr kritisiert worden. Im Jahr drei scheint das von den Zuschauern zumindest niemanden mehr zu interessieren. Zu schön ist es für viele wohl, dass das Bühnenbild einen Tag nach der Biogasanlage tatsächlich schön aussieht.

Ralf Stegner im ersten Halbjahr Talkshow-König

Von der Leyen bei Günther Jauch Stammgast

Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner war im ersten Halbjahr der deutsche "Talkshow-König". Insgesamt fünf Mal trat Stegner, der auch Vizechef der Bundes-SPD ist, in den verschiedenen Talkshows von ARD und ZDF auf, wie der "Focus" auf Grundlage einer eigenen Auswertung berichtete. In der Runde von "Anne Will" in der ARD war Stegner gleich zwei Mal zu Gast. "Wenn mein Typ gefragt ist, freut mich das natürlich", sagte Stegner dazu.
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gastierte ausschließlich bei "Günther Jauch", bei dem sie binnen vier Monaten an drei Sendungen teilnahm.

Ärger um nackte Haut im Papstpalast

Stefan Szczesny ist der erste deutsche Künstler, der den Papstpalast in Avignon mit einer großen Soloschau bespielt

Im Papstpalast in Avignon auszustellen, war sein Traum. Doch nun scheint für den deutschen Künstler Stefan Szczesny daraus ein Albtraum zu werden: Besucher reagieren mit Empörung auf die farbenprächtigen und teilweise sinnlichen Gemälde. Und die Organisatoren der bis zum 26. Oktober dauernden Retrospektive «Métamorphoses méditerranéennes» ziehen sich zunehmend zurück. «Ich kann nur hoffen, dass die Werkschau nicht vorzeitig geschlossen wird», sagte der gebürtige Münchner, der seit mehr als 12 Jahren in St. Tropez lebt und arbeitet. Anstoß des Ärgernisses scheint vor allem das Bild «Figure regardant sculpture» zu sein: Eine nackte Frau, die sich auf einem Divan räkelt und dabei von einer dunklen Silhouette beobachtet wird.

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