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Kulturnachrichten

Samstag, 26. Juli 2014

Sommerliche Musiktage Hitzacker beginnen

Die 69. Ausgabe steht unter dem Motto «Tanz!»

Die Bewegung im Tanz und in der Musik steht in diesem Jahr im Mittelpunkt bei Deutschlands ältestem Kammermusikfestival. Heute um 16 Uhr werden die Sommerlichen Musiktage Hitzacker mit einem Streichoktett George Enescus eröffnet. Die künstlerische Leiterin Carolin Widmann wird dabei selbst die Violine spielen. Im Deutschlandradio Kultur sagte sie zum diesjährigen Festivalmotto: «Bewegung ist fast überall in der Musik. Stillstand gibt es ja schon deshalb nicht, weil die Zeit fortschreitet und bei allem, wo die Zeit fortschreitet, ist Bewegung da.» Das ganze Gespräch mit Carolin Widmann ist in der Sendung «Fazit» ab 23 Uhr zu hören. Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker gehen noch bis zum 3. August.

Theaterfestival Avignon endet mit Verlust

Schlechtes Wetter und Streiks haben dem Theaterfestival in Avignon 300 000 Euro Verlust beschert.

Das werde Auswirkungen auf die nächste Veranstaltung haben, sagte der Leiter Olivier Py am Samstag in Avignon. Von den mehr als 50 Aufführungen fielen 12 wegen eines Streiks der Bühnentechniker und Künstler aus, die seit Monaten gegen eine Reform ihrer spezifischen Arbeitslosenversicherung kämpfen. Zwei weitere Vorstellungen fielen buchstäblich ins Wasser. Das Festival könnte sich im nächsten Jahr gezwungen sehen, sein Programm zu reduzieren, erklärte der 49-jährige Intendant.

Letzter Saramago-Roman erscheint im Oktober

Der letzte Roman des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers soll als Fragment veröffentlicht werden.

Der Schriftsteller (1922-2010) hatte das Werk vor seinem Tod nicht mehr vollenden können. Wie die Witwe des Autors, Pilar del Río, am Samstag in der Online-Zeitschrift «Blimunda» mitteilte, soll das Fragment in Europa und Lateinamerika gleichzeitig auf Portugiesisch, Italienisch, Spanisch und Katalanisch erscheinen. Saramago habe nur ein paar Kapitel des Romans schreiben können, aber die Handlung und die Struktur seien klar. Die fertiggestellten Kapitel sollen zusammen mit Notizen des Autors veröffentlicht werden. Der Roman trägt den Titel «Alabardas, alabardas, Espingardas, espingardas» (Hellebarden, Hellebarden, Gewehre, Gewehre), der einem Vers des portugiesischen Schriftstellers Gil Vicente entnommen ist.

Gegen Schwulenfeindlichkeit - Pinke Liste beim Friedrichstadt-Palast

Auf einer «pinken Liste» stehen 83 Staaten, deren Botschafter künftig nicht mehr zu Premieren eingeladen werden

Der Berliner Friedrichstadt-Palast, Europas größtes Revue-Theater, setzt ein Signal gegen Schwulenfeindlichkeit. «Wir feiern unsere Premieren nicht mit Vertretern, die Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung unterdrücken, drangsalieren oder kriminalisieren», sagte Intendant Berndt Schmidt der Nachrichtenagentur dpa. «Berlin steht nach den mörderischen Nazi-Erfahrungen heute für Toleranz und Freiheit.» Die Regel soll das erste Mal zur Premiere der neuen Show «The Wyld» im Oktober greifen. Neben zahlreichen afrikanischen und asiatischen Staaten steht auch Russland auf der Rosa Liste. Schon 2012 hatte der Friedrichstadt-Palast einen Boykott gegen die schwulenfeindlichen russischen Gesetze beschlossen und war dafür vom Berliner CSD mit einem Sonderpreis für Zivilcourage ausgezeichnet worden.

«Die Wikinger» kommen nach Berlin

Die dänische Königin Margrethe und Bundespräsident Joachim Gauck eröffnen die Ausstellung

Vom 9. September 2014 bis zum 4. Januar 2015 zeigt die Schau «Die Wikinger» rund 800 Ausstellungsstücke im Berliner Martin-Gropius-Bau. Im Zentrum stehe das Wrack des größten bislang gefundenen Wikingerschiffs, die Roskilde 6, kündigte das Museum an. Zu sehen sind auch Glanzlichter wie der Goldschatz von Hiddensee, der Silberbecher aus Jelling und der Vale of York Hort. «Letzterer ist einer der größten je gefundenen Wikingerschätze überhaupt und wird erstmals in Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert.»

Halles Schauspielchef kritisiert Stellenausschreibung

Generalintendant André Brücker müsse nach Ansicht Brenners im Amt bleiben

Der Intendant des Neuen Theaters Halle, Matthias Brenner, hat die Neuausschreibung der Stelle des Generalintendanten des Anhaltischen Theaters Dessau scharf kritisiert. Demnach hält es Brenner für besonders verwerflich, dass die Ausschreibung durch den neuen Oberbürgermeister Peter Kuras (parteilos) erfolgt sei, ohne sich vorher mit Brücker ins Benehmen zu setzen. «Die Landespolitiker reiben sich die Hände, welche damit ekelerregend sauber bleiben», zitiert die «Mitteldeutsche Zeitung» aus einem Schreiben Brenners an die Zeitung. Brücker gilt als prominentester Kritiker des Sparkurses der Landesregierung bei den Theatern.

Choriner Musiksommer zieht mehr Besucher an

Zur Halbzeit Ende Juli waren bereits 23 000 von den 25 000 geplanten Vorverkaufskarten weg

Der Choriner Musiksommer wird offenbar immer beliebter. «Wir liegen über dem Schnitt der Vorjahre», sagte Geschäftsführer Lars Döbler. Der Musiksommer war Ende Juni in der historischen Klosteranlage in der Nähe von Eberswalde (Barnim) in seine 51. Saison gestartet. Künstlerischer Leiter ist erstmals Christoph Drescher. Bis 31. August stehen 17 Konzerte auf dem Programm.

Baumgartens Tannhäuser-Inszenierung schreibt Festspiel-Geschichte

Regisseur muss nach der Aufführung ein Buh-Konzert über sich ergehen lassen

Gefeiert wurden dagegen der Chor (Leitung: Eberhard Friedrich), Markus Eiche als Wolfram von Eschenbach und Camilla Nylund als Elisabeth. Der Applaus für Torsten Kerl als Tannhäuser fiel - passend zu seiner blassen Performance - deutlich gedämpfter aus. Weil ein Käfig, der den Venusberg darstellen soll, sich in der ersten Szene nicht hochfahren ließ, musste ausgerechnet die Eröffnungspremiere fast eine Stunde lang unterbrochen werden. Eine einzigartige Panne auf dem Grünen Hügel. Fast 170 Jahre nach der Uraufführung in Dresden eine «Weltpremiere», wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte: Ein «Tannhäuser» mit drei Pausen. Inzwischen ist auch klar, dass Baumgartens Inszenierung 2015 vom Bayreuther Spielplan weichen muss - nach verhältnismäßig kurzer Verweildauer.

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