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Kulturnachrichten

Samstag, 19. Juli 2014

Kulturdezernent der Stadt Duisburg: Entscheidung des Oberbürgermeisters gegen Kunst-Skulptur ist keine Zensur

Thomas Krützberg verteidigte im Deutschlandradio Kultur die Entscheidung des sozialdemokratischen Oberbürgermeisters Sören Link gegen eine Tunnel-Skulptur des Raumkünstlers Gregor Schneider.

Sören Link hatte mit Verweis auf die Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten vor vier Jahren das Kunstwerk "Totlast" aus begehbaren Röhren nicht genehmigt. Es sollte für die Ruhrtriennale 2014 im Duisburger Lehmbruck Museum gebaut werden.

"Als Kulturdezernent könnte ich es mir ganz einfach machen und sagen: Einen renommierten Künstler wie Gregor Schneider nach Duisburg zu holen, wäre sicher eine künstlerische Bereicherung gewesen", so Thomas Krützberg, als gebürtiger Duisburger wisse er aber um die andauernde Auseinandersetzung der Stadt und der Bürger mit dem Thema Loveparade. Die Angehörigen oder die Verletzten der Katastrophe sähen die Entscheidung des Oberbürgermeisters anders als Kulturschaffende. Jede Entscheidung von Sören Link - ob für oder gegen das Kunstwerk "Totlast" - hätte zu einer bundesweiten Diskussion geführt.

Der Künstler Gregor Schneider werde in Duisburg hoch geschätzt, bekräftigte Thomas Krützberg. Sowohl mit ihm, als auch mit dem Leiter der Ruhrtriennale, Heiner Goebbels, werde die Stadt möglichst bald das Gespräch suchen, um die "für alle unglückliche" Entscheidung verarbeiten zu können.

Welterbestätte Kloster Lorsch neu eröffnet

Das ehemalige karolingische Reichskloster war in den vergangenen drei Jahren für zwölf Millionen Euro neu gestaltet und erweitert worden

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein sprach von einem der bedeutendsten Orte der abendländischen Geschichte. Die dramaturgische Neuordnung des Geländes mache die ehemalige Klosteranlage "lesbar". Das Kloster Lorsch wurde vor genau 1.250 Jahren erstmals erwähnt.

Künftig verbindet ein drei Kilometer langer Rundweg den Klosterhügel aus dem 8. Jahrhundert und die Grundmauern des ursprünglichen Klosters Altenmünster an dem Flüsschen Weschnitz.

Das zwischen Rhein und Odenwald liegende Kloster Lorsch wurde 772 dem späteren Kaiser Karl dem Großen geschenkt. Er erhob es zu einem der wichtigsten Reichsklöster. Lorsch war ein Zentrum zur Umsetzung seines Bildungsprogramms, es hatte Schreibwerkstätten und eine bedeutende Bibliothek. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Klosteranlagen durch spanische Truppen verwüstet.

70 Jahre Stauffenberg-Attentat: Gedenkstätte Deutscher Widerstand will sich neuen Herausforderungen stellen

Der wissenschaftliche Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Peter Steinbach, sieht neue Herausforderungen bei der Vermittlung der Geschichte der Hitler-Attentäter

"Der Widerstand ist ein Stachel im Fleisch der deutschen Gesellschaft. Er ist nur zu verstehen vor der Haltung der Anpassung", sagte Steinbach im Deutschlandradio Kultur mit Blick auf den morgigen 70. Jahrestag des Attentats- und Umsturzversuchs gegen Hitler. Heute gehe es darum, gerade jungen Menschen die Wichtigkeit von Zivilcourage und "Widerständigkeit" zu vermitteln. Die Aufgabe bestehe darin, das Ereignis vom 20. Juli mit der grundsätzlichen Frage nach den Aufgaben und Grenzen eines Staates zu verknüpfen, sagte Steinbach, der seit 1989 wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin ist und bis 2013 an der Universität Mannheim Neuere und Neuste Geschichte lehrte.
Historiker müssten sich wesentlich intensiver mit der Frage der Vermittlung in der Geschichte des Widerstands in der Öffentlichkeit  beschäftigen, forderte Steinbach. Filme wie "Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" mit Tom Cruise von Bryan Singer oder andere filmische Umsetzungen könnten ein guter erster Einstieg in das Thema sein. In der aktuellen Forschung seien auch Themen wie die Verschränkung von Widerstand und Geheimdienst noch "ein sehr brisantes und sehr offenes Thema".
Steinbach würdigte die "beeindruckende Weise", in der zur Zeit die verwaisten Angehörigen der Widerstandskämpfer sich noch einmal mit ihren Eltern auseinandersetzten: "Und das ganze ohne jeden Heroismus!"

Heute und morgen finden in Berlin Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag der Ermordung der Widerstandskämpfer nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler statt.

Baukonzern: Arbeiten an Elbphilharmonie liegen im Zeitplan

An der Hamburger Elbphilharmonie gehen die Arbeiten nach Angaben des Baukonzerns Hochtief planmäßig voran

Es sei aber zu früh, um nun über eine frühere Übergabe des Konzerthauses am Hafen an die Stadt Hamburg zu sprechen, sagte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter der Nachrichtenagentur dpa. Bis zum geplanten Übergabe-Termin am 30. Juni 2016 seien es ja noch zwei Jahre. "Wir wollen die Vertragstermine einhalten. Das sieht im Moment gut aus", erklärte Pütter.

Lange hatte an der Elbphilharmonie Stillstand geherrscht. Erst nachdem sich die Stadt und Hochtief Anfang 2013 nach langem Streit auf den Weiterbau geeinigt hatten, ging es auf der Großbaustelle wieder voran. Nach bisherigem Stand sind die Kosten für das Konzerthaus von ursprünglich genannten 77 Millionen auf 789 Millionen Euro gestiegen, die offizielle Eröffnung wurde von 2010 auf 2017 verschoben.

J.K. Rowling will mehr Krimis schreiben

Sie ist nach ihren Dedektiv-Romanen auf den Geschmack gekommen

Die Reihe um den Zauberschüler Harry Potter hat sie abgeschlossen - zumindest vorerst. Jetzt schreibt Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith. Bisher hat sie unter diesem Namen die Romane "Der Seidenspinner" und "Der Ruf des Kuckucks" um Privatdetektiv Cormoran Strike veröffentlicht. Sie liebe das Genre, weil sie dabei ganz verschiedene Geschichten über ihre Hauptfigur erzählen könne und nicht wie bei den sieben Potter-Romanen an einen Handlungsstrang gebunden sei, sagte die 48-jährige Britin gestern Abend auf einem Krimi-Festival im nordenglischen Harrogate.

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