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Kulturnachrichten

Dienstag, 15. Juli 2014

Albertinum: Neue Direktorin berufen

Hilke Wagner tritt Amt zum 1. November an

Die in Kassel geborene Kunsthistorikerin hatte sich gegen starke Mitbewerber durchgesetzt, heißt es in der Pressemitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Für die neue Aufgabe bringe Hilke Wagner "Führungsstärke, hervorragende Kenntnisse, weitreichende Verbindungen in die internationale Kunstszene und umfassende Ausstellungserfahrungen" mit, lobte Generaldirektor Hartwig Fischer. Begonnen hatte Wagner, 42, ihre Laufbahn bei der Kestnergesellschaft in Hannover, beim Kunstverein Braunschweig hat sie in den vergangenen Jahren eine Fülle von Ausstellungen kuratiert. Das Albertinum beherbergt die Galerie Neue Meister und den Bereich 19. bis 21. Jahrhundert der Skulpturensammlung. Wagner wird sowohl die Galerie Neue Meister führen als auch die Verantwortung für die Skulpturensammlung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart übernehmen. Dabei solle sie die Kunst der Gegenwart stärker profilieren.

Europäische Bürgerinitiative: Kritiker eines Freihandelsabkommens mit den USA schließen sich zusammen

120 Nicht-Regierungs-Organisationen aus 18 Ländern der Europäischen Union gründen ein gemeinsames Bündnis.

Ziel ist es, das Freihandelsabkommen mit einer Unterschriftenaktion zu verhindern. Pünktlich zum Beginn der sechsten Verhandlungsrunde zwischen der EU und den USA wurde damit begonnen, mindestens eine Million Unterstützer in sieben EU-Ländern zu finden. Getragen wird das Bündnis in Deutschland unter anderem von Attac, Mehr Demokratie, Campact und BUND.
Vor zwei Jahren hatte die Initiative „Right2Water“ mit fast 1,7 Millionen Unterschriften erreicht, dass die EU-Kommission ihre Pläne zur Privatisierung der Wasserversorgung ändern musste.

Grotestker Humor 2015: Frank Schulz erhält Kasseler Literaturpreis

Der Schriftsteller Frank Schulz erhält den Kasseler
Literaturpreis für grotesken Humor 2015.

Wie die Stiftung mitteilte, bekommt der in Hamburg lebende Autor den Preis für seine "einzigartige hochkomische Sprachkunst". Bewiesen habe der 57jährige den "ganz normalen Irrsinn des heutigen Lebens detailversessen und in höchster Präzision" besonders in seinen Romanen "Kolks blonde Bräute" und "Onno Viets und der Irre vom Kiez".
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 31. Januar verliehen.
Bisherige Preisträger der vom Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner gestifteten Auszeichung sind Loriot, Ernst Jandl, Irmtraud Morgner, Robert Gernhardt, Peter Rühmkorf und zuletzt posthum Dieter Hildebrandt.

Bundesbildungsministerin Wanka erfreut: Noch nie gab es in Deutschland so viele Studenten aus dem Ausland

Das geht aus dem Bericht "Wissenschaft Weltoffen 2014" hervor, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdient und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung vorgestellt hat.

"Deutschland ist bei ausländischen Studierenden so beliebt wie nie zuvor. Deutsche Hochschulen sind internationale Orte geworden. Besonders groß ist der Zustrom in Masterstudiengänge", sagte Bildungsministerin Johanna Wanka. DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel ergänzte: "Die Tatsache, dass so viele von ihnen bleiben, zeigt, dass Deutschland für Talente aus aller Welt ein Anziehungspunkt ist."
Die Zahl aller ausländischen Studierenden lag im Wintersemester 2013/14 erstmals über der Marke von 300.000. Jeder zehnte Student kommt aus dem Ausland. Damit sei Deutschland nach den USA und Großbritannien das beliebteste Gastland. Dagegen ist die Zahl der deutschen Studenten, die im Ausland studieren, seit dem Jahr 2000 nahezu konstant.

Mehr Geld für Goethe-Institut: Politiker von Union und SPD fordern für 2015 Zuschlag

Die Kürzungen der vergangenen Jahre müssten rückgängig gemacht werden, um dem weltweit tätigen Haus Kontinuität bei seiner wichtigen Kulturarbeit zu ermöglichen, sagte
Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt.

Für den Staatshaushalt im kommenden Jahr wollen Kulturpolitiker von SPD und Union einen Zuschlag von sieben Millionen Euro erreichen. Man müsse dafür sorgen, dass wachsende Aufgaben auch finanziert werden, erklärte die SPD-Politikerin gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bundestags-Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Peter Gauweiler (CSU).
Im vergangenen Jahr hatte das Auswärtige Amt mit gut 200 Millionen Euro knapp Zweidrittel des Goethe-Etats getragen.

Kinderhörbuch-Preis: 20 Produktionen nominiert

Hörbücher mit Starqualität

Die Fachjury Deutscher Kinderhörbuchpreis hat getagt und aus über 100 Einsendungen ihre Favoriten 2014 ausgewählt. In der Alterskategorie I bis zu sechs Jahren ist z.B. Nina Kunzendorf als beste Interpretin in "Ein Elefant für die Prinzessin" nominiert, unter den Hörbüchern für Sieben- bis Elfjährige Katharina Thalbach in "Stichkopf und der Scheusalfinder". Kategorie III umfasst Hörbücher ab zwölf Jahren, hier haben die Produktionen "So fern wie nah" und "Tintenherz" die Chance, Hörbuch des Jahres zu werden. Überzeugt haben die Jury vor allem "herausragende literarische Vorlagen, die eindrucksvoll und treffsicher ins Medium Hörbuch" transportiert wurden.

"Deutschlands Beste!": ZDF weiter in der Kritik

"Es muss verlässlich sichergestellt werden, dass sich solche Vorgänge in Zukunft nicht wiederholen können."

Mit diesen Worten hat der Fernsehratsvorsitzende Ruprecht Polenz das Zweite Deutsche Fernsehen kritisiert und dazu aufgefordert, "die notwendigen Konsequenzen" zu ziehen.
Der Sender, der zugegeben hatte bei der Unterhaltungsshow "Deutschlands Beste!" Anfang Juli die Ergebnisse manipuliert zu haben, teilte inzwischen mit, dass das ignorierte Online-Voting der Zuschauer andere Platzierungen ergeben hatte als von Johannes B. Kerner vorgestellt: Den ersten Platz in der Beliebtheitsskala erreichte demzufolge die Entertainerin Ina Müller - und nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Polenz kündigte in einem Schreiben an alle Mitglieder seines Aufsichtsgremiums an, der Fernsehrat werde sich mit den Vorgängen befassen.

Sotheby's: Zusammenarbeit mit eBay

Das traditionsreiche Kunst-Auktionshaus Sotheby's und das Internet-Auktionshaus eBay arbeiten zusammen.

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, künftig könnten bei Auktionen in der Zentrale von Sotheby's in New York eBay-Kunden über ein neues Internetportal live mitbieten. Die Kooperation sei dem wachsenden Kunstmarkt einerseits und den neuen Technologien andererseits geschuldet, erklärte Sotheby's-Geschäftsführer Bruno Vinciguerra. Devin Wenig, der Chef von eBay Marketplaces, sprach von einem "Meilenstein".
Das Online-Auktionshaus mit Sitz in Kalifornien hat 145 Millionen Kunden in 190 Ländern. Im vergangenen Jahr wurden nach Unternehmensangaben schon Sammlerstücke im Wert von fast sechs Milliarden Euro über die Plattform erworben. Sotheby's teilte mit, dass 2013 bereits 17 Prozent aller Gebote online eingingen.

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