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Kulturnachrichten

Montag, 14. Juli 2014

Nadine Gordimer: Südafrikanische Literaturnobelpreisträgerin mit 90 Jahren gestorben

Das berichtet die BBC unter Berufung auf ihre Familie.

Bewundert für ihre Courage während der Apartheid, 1991 ausgezeichnet mit dem höchsten literarischen Preis der Welt, ist Nadine Gordimer vier Monate vor ihrem 91. Geburtstag in Johannesburg gestorben.
In ihren Romanen, Erzählungen und Essays stehen die Zerstörungen der südafrikanischen Gesellschaft durch die Politik im Vordergrund. 1949 erschien ihre erste Erzählung "Face to Face". Ihr erster Roman "Die Entzauberung" wurde 1953 veröffentlicht. In ihrer 2012 erschienen Geschichte "Keine Zeit wie diese" zeigte sich sich enttäuscht über die Entwicklung ihres Heimatlandes nach dem Ende des Apartheid-Regimes.

"Einzigartiger Schauspieler": Gert Voss gestorben

Gert Voss starb gestern nach kurzer schwerer Krankheit, teilte das Burgtheater in Wien mit.

1941 in Shanghai geboren, feierte er an der Seite von Claus Peymann in den 80er Jahren seine ersten großen Erfolge und wechselte mit ihm 1986 von Bochum nach Wien. Thomas Bernhard verewigte den Schauspieler 1987 in seinem Stück "Ritter, Dene, Voss".
Als einer der herausragenden Schauspieler seiner Generation, war Voss nicht nur Ensemblemitglied, sondern Ehrenmitglied des Burgtheaters. "Wir sind in tiefer Trauer über den Verlust dieses in der europäischen Theaterwelt einzigartigen Schauspielers und großen Menschen", teilte die Bühne mit. "Mit Gert Voss verliert das Burgtheater einen virtuosen Charakterdarsteller mit phänomenaler Strahlkraft", sagte Interims-Intendantin Karin Bergmann. Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die Voss in den Jahrzehnten seines Schaffens erhielt, zählten der Fritz-Kortner- und der Nestroy-Preis. Von der "Times" wurde er 1995 als bester Schauspieler Europas geehrt.

Festspiele Bayreuth: Katharina Wagner weiter an Spitze

Anschlussvertrag läuft bis 2020

Die Bayreuther Festspiele haben den Vertrag mit Katharina Wagner um fünf Jahre verlängert. Das teilte der kaufmännische Geschäftsführer der Richard-Wagner-Festspiele, Heinz-Dieter Sense, heute mit. Der neue Vertrag sehe "nur geringfügige Änderungen zu den bisherigen Aufgaben" vor. Eva Wagner-Pasquier, die Schwester Katharinas, wird auf eigenen Wunsch hin nur noch beratend für die Festspiele tätig sein. Die diesjährige Spielzeit der Bayreuther Festspiele wird mit der Inszenierung von Richard Wagners Oper "Tannhäuser" in der Regie von
Sebastian Baumgarten am 25. Juli 2014 eröffnet.

Berliner Literaturfestival mit 24 Premieren

Das Internationale Literaturfestival Berlin findet in diesem Jahr vom 10. bis 21. September statt

Buchpremieren gibt es etwa von den US-Autoren Junot Diaz, Joshua Cohen und Stewart O'Nan, der Pulitzerpreisträgerin Jhumpa Lahiri und der amerikanisch-mexikanischen Schriftstellerin Jennifer Clement. «Auch in diesem Jahr geht es wieder darum, die Pluralität von Stimmen und Farben der Weltliteratur abzubilden», sagte Festivaldirektor Ulrich Schreiber. In der Reihe «New Level» wurden internationale Autoren eingeladen, Computerspiele zu schreiben - ohne Rücksicht auf technische Realisierbarkeit. Beim Festival sollen die so entstandenen «literarischen Computerspiele» mit Spiele-Entwicklern und Spiele-Wissenschaftlern diskutiert werden.

"Deutschlands Beste!": DJV kritisiert ZDF

Der Deutsche Journalisten-Verband zweifelt an der Glaubwürdigkeit des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Es sei zu befürchten, dass viele Zuschauer nicht nur dem Unterhaltungs-, sondern auch dem Informationsangebot des Senders künftig mit Skepsis begegneten, kritisierte der Bundesvorsitzende Michael Konken, der auch Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist. Das ZDF hatte eingeräumt, Umfrageergebnisse zu Prominenten für die Show "Deutschlands Beste!" mit Johannes B. Kerner am 2. und 3. Juli manipuliert zu haben. Gäste, die in die Sendung eingeladen werden sollten, waren nach oben gestuft worden. Am Wahrheitsgehalt dürfe es keinen Zweifel geben, sagte Konken. Er erwarte eine lückenlose Aufklärung.

Spiel des Jahres 2014: "Camel up"

Fünf Kamele auf Wettrennen durch die Wüste

Ein Spiel für die ganze Familie für zwei bis acht Spieler ab acht Jahren. Das ist das Spiel des Jahres 2014, das eine Kritikerjury aus vielen Vorschlägen ausgewählt hat. Mit einfachen Regeln, lustiger Gestaltung und außergewöhnlichem Würfelbecher in Form einer Pyramide sei es das "Familienspiel par excellence", urteilte die Jury am Montag in Berlin. Als "Kennerspiel des Jahres" setzte sich "Istanbul" durch. Ein besonderer Spieletrend sei in diesem Jahr nicht zu erkennen gewesen. Der Preis wurde zum 36. Mal verliehen.

Lorin Maazel: Große Trauer um den Dirigenten

"Mit Lorin Maazel ist einer der ganz großen Künstler der internationalen Musikszene von uns gegangen"

So würdigt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit den Dirigenten und Komponisten, der gestern im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Für Dominique Mayer, den Direktor der Wiener Staatsoper, verliert die Musikwelt mit Maazel einen "vielschichtigen Künstler und eine feine Person" und für Alan Gilbert, den Chefdirigenten der New Yorker Philharmoniker, eine "große Kraft und eine wahre Inspiration". Der 1930 geborene Maazel hatte als Wunderkind bereits mit neun Jahren ein großes Orchester dirigiert. 1960 war er der erste Amerikaner, der ans Pult der Bayreuther Festspiele treten durfte. Vielfach preisgekrönt, leitete er Orchester in Berlin, Wien, New York, Cleveland, Pittsburgh, London und München. 2008 trat Maazel mit den New Yorker Philharmonikern - als erstem Spitzenorchester aus dem Westen - in Nordkorea auf. Erst im vergangenen Monat hatte Maazel sein Amt als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker aufgegeben. Ein Musiker müsse sich wohl fühlen, hatte er einmal gesagt. Um sich auf die Schönheit der Töne konzentrieren zu können.

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