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Kulturnachrichten

Dienstag, 1. Juli 2014

Ai Wei Wei-Ausstellung verlängert

Die Retrospektive des chinesischen Künstlers Ai Wei Wei im Berliner Martin-Gropius-Bau ist ein Publikumsmagnet.

Innerhalb von drei Monaten hat sie mehr als 200 000 Besucher angezogen. Das sei ein überrraschender, toller Erfolg, sagt Museumsdirektor Gereon Sievernich. Allerdings gebe es nach wie vor keine Anzeichen dafür, dass Ai Weiwei noch zu der Schau nach Berlin kommen könne. Der unter dauerhafter Überwachung stehende Künstler kann China nicht verlassen, weil die Behörden seinen Pass eingezogen haben. Ai Wei Wei hat die massive Überwachung in mehreren künstlerischen Arbeiten thematisiert. Noch sind sie in Berlin zu sehen. Wegen des großen Besucherinteresses wird die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau um eine Woche verlängert - bis zum 13. Juli.

Autor von "Flammendes Inferno" gestorben

Mit der Verfilmung seines Romans wurde der US-amerikanische Schriftsteller Frank M. Robinson weltberühmt.

Am Montag ist der Science-Fiction-Autor im Alter von 87 Jahren in San Francisco gestorben. Dort spielte auch der Katastrophenfilm mit Steve McQueen und Paul Newman aus dem Jahr 1974. Die Geschichte über den höchsten Wolkenkratzer der Welt, in dem noch vor der Eröffnung aufgrund mangelhafter Kabelisolierung ein Feuer ausbricht. Neben dem Roman „Flammendes Inferno" schrieb Frank M. Robinson für verschiedene Zeitschriften, unter anderem für den "Playboy". Er machte sich für die Rechte Homosexueller stark und war Redenschreiber von Harvey Milk, dem ersten Politiker der USA, der sein Schwulsein öffentlich machte.

Europagericht stärkt Burka-Verbot

Europäische Staaten haben das Recht, den Ganzkörperschleier zu verbieten

Das Burka-Verbot, das Frankreich im Jahr 2010 erlassen hat, stellt keine Menschenrechtsverletzung dar. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg in einem wegweisenden Urteil entschieden. Die europäischen Länder
hätten in dieser Frage einen großen Entscheidungsspielraum, erklärten die Richter. Das Argument der französischen Regierung, daß Bürger zwecks eines guten gesellschaftlichen Miteinanders ihre Gesichter nicht verschleiern sollten, sei legitim.

Stauffenberg und "stille Helden" in neuer Dauerausstellung

Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin ist der zentrale Ort
der Erinnerung an den Kampf gegen das nationalsozialistische Regime

Eine neue Dauerausstellung im Bendler-Block in Berlin-Tiergarten zeigt, welche Menschen ihr Leben im Kampf gegen Hitler und das System einsetzten. Weit mehr Menschen als nur die Verschwörer um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg hätten das auf sich genommen, sagte Bundeskanzlerin Merkel bei einem Festakt in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die seit 1989 bestehende Ausstellung ist zum 70. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 neu gestaltet worden. Sie will die Breite des Widerstands gegen die Nationalsozialisten dokumentieren - von den Umsturzversuchen der militärischen Opposition bis zum Kampf von Juden, Sinti und Roma, Kommunisten, Christen und Gewerkschaften.

Kulturstiftung gibt Geld für Ruhrtriennale und modernen Tanz

Die Kulturstiftung des Bundes stellt in einer neuen Finanzierungsrunde knapp 12 Millionen Euro für Projekte in den Bundesländern zur Verfügung

So werden mit dem Antritt des Regisseurs Johan Simons als künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale 800 000 Euro für eine Regiearbeit des Niederländers bereitgestellt. Mit der Uraufführung des Bühnenwerks «Accattone» nach dem gleichnamigen Film von Pier
Paoli Pasolini soll das Festival 2015 im Tonnengewölbe der Kohlenmischhalle Lohberg in Dinslaken eröffnet werden. Den modernen Tanz in Deutschland unterstützt die Stiftung bis 2019 noch einmal mit 2,16 Millionen Euro. Bisher seien aus Stiftungsmitteln 198 Einzelvorstellungen und zwei Festivals bezuschusst worden. Eine halbe Million Euro geht in eine Ausstellung im Düsseldorfer Museum K21 über christliche Ikonografie in der Gegenwartskunst. Dabei sollen die Werke von 40 international renommierten Künstlern gezeigt werden. Fortgesetzt wird mit 3,5 Millionen Euro auch die Förderung der Arbeit freier Theatergruppen an etablierten Bühnen. Eine Million Euro geht an die alle zehn Jahre stattfindende Schau «Skulptur Projekte Münster» im Jahr 2017.

Theatervertrag in Sachsen-Anhalt mit Millionenkürzungen

Kabinett in Magdeburg stimmt dem Theatervertrag für Halle und damit dem letzten von neun in Sachsen-Anhalt zu

Die Theater, Oper und Orchester GmbH Halle erhält künftig eine jährliche Grundförderung
von rund neun Millionen Euro, bislang waren es knapp zwölf Millionen. Für die Reduzierung des Personals und Umstrukturierungen zahlt Sachsen-Anhalt einmalig gut fünf Millionen Euro. Neu ist, daß das Land sich künftig an den Tarifsteigerungen für die Beschäftigten
beteiligt. Die Kürzungen hatten über Halle hinaus für viel Unmut und Proteste gesorgt. Besonders stark betroffen von den Kürzungen sind neben Halle das Anhaltische Theater Dessau sowie das Theater in Eisleben. Die neuen Theaterverträge schaffen für die Häuser eine verlässliche Finanzierung bis zum Jahr 2018.

Fontane-Archiv wird Universitätsinstitut

Das Potsdamer Theodor-Fontane-Archiv hütet den weltweit größten Teilnachlaß des märkischen Dichters.

Seit heute ist das Literaturarchiv von besonderer nationaler Bedeutung mit rund 20.000 Blatt Originalhandschriften des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898) Teil der philosophischen Fakultät der Universität Potsdam. Zu den aktuellen Projekten gehört eine wissenschaftliche Edition der Briefe von und an Fontane, die auch online zugänglich gemacht werden soll. Das Fontane-Archiv wurde 1935 als Literaturarchiv für die Provinz Brandenburg gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in der DDR als Abteilung der Landes- und Hochschulbibliothek Brandenburg wiedergegründet, 1969 der Ost-Berliner Staatsbibliothek zugeordnet und nach der Wende als nachgeordnete Landesbehörde in Brandenburg neu gegründet. Seit 2007 war das Archiv an das Brandenburgische Landeshauptarchiv angegliedert. Standort ist und bleibt auch weiterhin die Potsdamer Villa Quandt.

Wettbewerb zur Neugestaltung der St.-Hedwigs-Kathedrale entschieden

Innenraum der katholischen Berliner Bischofskirche soll saniert werden

Aus dem Architektenwettbewerb ist das Büro Sichau und Walter, Fulda, als Sieger hervorgegangen. Die Entscheidung sei «mit großer Mehrheit» gefallen, teilte das Erzbistum Berlin mit. Die Sankt-Hedwigs-Kathedrale ist eines der historischen Wahrzeichen Berlins. Der erstplatzierte Entwurf sieht vor, die umstrittene Bodenöffnung vor dem Altar der Kathedrale zu schließen. Sie verbindet bislang Ober- und Unterkirche durch eine Treppe. Das gegenwärtige Raumkonzept stammt vom Architekten Hans Schwippert und ist bislang denkmalgeschützt. Schwippert schuf es zu Beginn der 1960er Jahre im Rahmen des Wiederaufbaus der kriegszerstörten Kathedrale. Jury-Vorsitzender Kaspar Kraemer erklärte, der Sieger-Entwurf erhalte die Kathedrale «als architektonischen Glanzpunkt». Zudem gelinge es mit ihm, die Bischofskirche den «veränderten gottesdienstlichen Anforderungen entsprechend aufzuwerten». Nach Angaben von Dompropst Ronald Rother ist vorgesehen, den Sieger-Entwurf zu realisieren. Zuvor jedoch müsse der Entwurf weiter präzisiert und ein Finanzierungskonzept erstellt werden. Deshalb seien die Baukosten derzeit noch nicht genau zu beziffern. Insgesamt waren 169 Konzepte eingereicht worden. Alle sind in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale und im benachbarten Bernhard-Lichtenberg-Haus öffentlich ausgestellt.

Berliner Mauerteile stehen auf allen Kontinenten

Überreste der Mauer erinnern heute in aller Welt an den Zusammenbruch der totalitären kommunistischen Systeme

Auch 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und des "Eisernen Vorhangs" in Europa ist das Interesse weltweit an der Friedlichen Revolution von 1989 anhaltend groß.
Ungezählte Mauerteile wurden nach Ende der DDR in die Welt hinaus getragen – und mit ihnen symbolisch der Freiheitswille der Ostdeutschen. Mehr als 240 tonnenschwere Mauersegmente, die an mehr als 140 Orten auf allen bewohnten Kontinenten stehen, wurden für den Band "Die Berliner Mauer in der Welt" ausfindig gemacht, den die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur jetzt neu und erstmals auch auf Englisch herausgebracht hat. Unter den neuen Mauer-Besitzern befinden sich japanische Geschäftsmänner, prominente Kunstsammler, US-Präsidenten und der Papst. Das Buch erzählt spannende, kuriose, aber auch tragische Geschichten, die die facettenreiche Erinnerung an die Mauer und den Kalten Krieg eindrucksvoll widerspiegeln. Ergänzt wurden in dieser erweiterten Neuausgabe Mauerdenkmäler im gesamten Bundesgebiet.
Die im Band "Die Berliner Mauer in der Welt" gezeigten Mauerstücke wurden im Rahmen des Langzeitprojekts "Erinnerungsorte an die kommunistischen Diktaturen" der Bundesstiftung Aufarbeitung dokumentiert. Dabei wurden bisher rund 5.500 Denkmäler, Gedenkzeichen, Museen und Gedenkstätten erfasst, die weltweit an die Opfer des Kommunismus, an Opposition und Widerstand sowie an die Überwindung der kommunistischen Diktaturen erinnern.

Monty-Python-Comeback in London

Legendäre britische Komikertruppe feiert am Abend Premiere.

Berühmte Sketche und viel Spektakel haben die fünf alten Herren für ihr kurzzeitiges Comeback angekündigt. Ursprünglich wollten die Komiker nur einmal auftreten. Als aber die Karten für die Show binnen weniger Sekunden verkauft waren, kündigte die Gruppe insgesamt zehn Auftritte an. Monty Python hatte in den 1970er Jahren mit Fernsehserien und Filmen wie "Die Ritter der Kokosnuss" riesige Erfolge gefeiert. Auch ihre Bibel-Satire "Das Leben des Brian" hat bis heute Kultstatus.

Beyoncé laut «Forbes» die «mächtigste Berühmtheit»

Das amerikansiche Wirtschaftsmagazin «Forbes» erklärt die US-Sängerin Beyoncé zur einflussreichsten Prominenten im Unterhaltungsgeschäft.

Die Zeitschrift gab heute ihre «Celebrity 100»-Liste bekannt. Der Spitzenplatz-Star vom vorigen Jahr, US-Talkmasterin Oprah Winfrey, muss diesmal mit dem vierten Platz Vorlieb nehmen. Den zweiten Rang sicherte sich der Basketball-Profi LeBron James, gefolgt von dem Musikproduzenten Dr. Dre auf Platz drei. Das Magazin erstellt sein Ranking nach dem Einkommen der Stars und nach ihrer Popularität in den Medien. Dazu zählen Auftritte im Fernsehen, Magazin-Titelbilder und Internet-Präsenz.

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