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Freitag, 24.05.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 24. Mai 2019

Civis-Medienpreis geht an Deutschlandradio-Feature

Die Autorin Johanna Bentz hat für ihr Radio-Feature "Bella Palanka - Abgeschoben ins serbische Nirgendwo" den Civis Medienpreis bekommen. Die Produktion von Deutschlandfunk Kultur erhielt die Auszeichnung in der Kategorie "Audio lang". Darin geht es um einen jungen Mann, einen gebürtigen Serben, der in das Land seiner Eltern abgeschoben wird, weil er in Deutschland kriminell geworden ist. Der Civis-Medienpreis zeichnet jährlich Programmleistungen aus, die sich in herausragender Weise mit Themen der Migration, Integration und kulturellen Vielfalt beschäftigen. Bei der Gala im Auswärtigen Amt in Berlin wurden vierzehn Programme im Bereich Film, Fernsehen, Radio und Internet ausgezeichnet. Am Wettbewerb beteiligten sich insgesamt 767 Programme aus 22 EU-Staaten und der Schweiz.

Jackson Nachlassverwalter einigen sich mit Ex-Manager

Die Nachlassverwalter von Michael Jackson haben einen jahrelangen Rechtsstreit mit einem früheren Manager des «King of Pop» beigelegt. Tohme R. Tohme war Jacksons Manager im letzten Jahr vor dessen Tod im Juni 2009. Er reichte Klage ein, um fast 20 Millionen Dollar aus dem Erbe zu erstreiten. Es ging um Provisionen aus Geschäften, die Tohme eingefädelt hatte und deren Gewinne erst nach dem Tod flossen. Jacksons Nachlassverwalter hielten dagegen, dass Tohmes Vertrag mit dem Tod des Sängers ausgelaufen sei. Einzelheiten zu dem Vergleich blieben unter Verschluss.

Katholischer Jugendbuchpreis in Hamburg verliehen

Der australische Autor Steven Herrick und der deutsche Übersetzer Uwe-Michael Gutzschhahn haben den diesjährigen Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis für den Jugendroman "Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen" erhalten. Es sei dem Autor gelungen, die ganz großen Fragen des Lebens - die Fragen nach Werden und Vergehen - anklingen zu lassen, sagte Medienbischof Gebhard Fürst zur Verleihung in der Hamburger Elbphilharmonie. Der Australier Herrick hat 24 Bücher für Erwachsene, junge Erwachsene und Kinder veröffentlicht. Er gilt weithin als Pionier der Versromane für Kinder und junge Erwachsene. Sein Übersetzer Uwe-Michael Gutzschhahn erhielt den Preis bereits zum zweiten Mal. Die Herausforderung bei der Übersetzung sei die rhythmisierte Verssprache gewesen, erklärte er. Sie gebe die Melodie des Textes vor.

Studentenorganisation mit Karlsmedaille geehrt

Die internationale Studentenorganisation Erasmus Student Network (ESN) hat die Karlsmedaille für europäische Medien erhalten. Gerade in derzeit schwierigen Zeiten, in denen Europa unter Druck stehe, sei Erasmus ein ermutigendes Symbol, das für die Zukunft des europäischen Projekts steht, für Toleranz und Akzeptanz, für grenzüberschreitende Kontakte und Kooperation, für Vielfalt und zugleich europäische Einigkeit, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp zur Preisverleihung. Mit der 19. Verleihung des Preises werden laut Kuratorium die Verdienste des Netzwerks gewürdigt, Studenten bei Auslandssemestern zu unterstützen und Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenzubringen. Das Erasmus Student Network ist eine nicht-kommerzielle internationale Studentenorganisation in Europa. Es betreut Austauschstudenten und unterstützt die Integration vor Ort. Weltweit umfasst das Netzwerk 472 Sektionen in 37 Ländern, die über 150.000 Studenten im Erasmus-Stipendium zur Seite stehen. In Deutschland gibt es 29 Sektionen.

Al-Dschasira-Journalist in Ägypten aus Haft entlassen

Nach mehr als zwei Jahren Gefängnis hat ein ägyptisches Gericht die Freilassung eines Journalisten des Fernseh-Senders Al-Dschasira angeordnet. Sowohl der Sender aus Katar als auch ägyptische Justizkreise berichteten über eine entsprechende Anordnung. Mahmud Hussein war im Dezember 2016 bei der Einreise nach Ägypten festgenommen worden. Die Behörden warfen ihm vor, Falschnachrichten zu verbreiten und der in Ägypten verbotenen Muslimbruderschaft anzugehören. In Ägypten werden immer wieder Journalisten festgenommen. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" stuft das nordafrikanische Land bezüglich der Pressefreiheit auf Platz 163 von 180 Ländern ein.

Museum gibt NS-Raubgut an Opferfamilie zurück

Das Stadtmuseum Memmingen hat von den Nationalsozialisten geraubte Kunstschätze an Nachfahren einer jüdischen Kaufmannsfamilie zurückgegeben. Vier Angehörige der Familie Guggenheimer waren aus Großbritannien zur Übergabe ins Memminger Rathaus gereist. Die Gegenstände sind eine Tischuhr, ein Gemälde und eine Elfenbeinminiatur in Form eines Gartenpavillons. Der Kaufmann und Fotograf Julius Guggenheimer und seine Frau wurden während des Zweiten Weltkriegs deportiert und ermordet. Zuvor mussten sie die Kunstgegenstände für einen geringen Betrag an das Memminger Stadtmuseum verkaufen.

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