Seit 07:40 Uhr Interview

Montag, 23.09.2019
 
Seit 07:40 Uhr Interview

Kulturnachrichten

Montag, 23. September 2019

Erster deutscher Raumfahrer Sigmund Jähn ist tot

Der erste deutsche Raumfahrer Sigmund Jähn ist tot. Er sei am Samstag im Alter von 82 Jahren gestorben, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR mitteilte. Jähn war 1978 für die damalige DDR gemeinsam mit dem russischen Kosmonauten Bykowski knapp acht Tage lang in den Weltraum gereist. Mit Sigmund Jähn verliere die deutsche Raumfahrt einen weltweit anerkannten Kosmonauten, Wissenschaftler und Ingenieur, sagte die Vorstandsvorsitzende des DLR, Ehrenfreund.

Star Trek-Schauspieler Aron Eisenberg gestorben

Der US-Schauspieler Aron Eisenberg ist tot. Er sei im Alter von 50 Jahren gestorben, teilte seine Ehefrau auf Facebook mit. Woran, das blieb zunächst unklar. Zuvor hatte sie geschrieben, dass Eisenberg im Krankenhaus liege und sich in einem "kritischen Zustand" befinde. Der Schauspieler wurde in den 90er-Jahren bekannt durch seine Rolle des Ferengi "Nog" in der Serie "Star Trek: Deep Space Nine". Zuletzt war es aber ruhiger um ihn geworden.

Schriftsteller György Konrad in Budapest beigesetzt

Der ungarische Schriftsteller György Konrad ist in Budapest beigesetzt worden. Der Romanautor, Essayist, ehemalige Dissident und frühere Präsident der Berliner Akademie der Künste war am 13. September im Alter von 86 Jahren in Budapest gestorben. Zur Beerdigung kamen zahlreiche Freunde und Weggefährten auf den jüdischen Friedhof im Stadtteil Farkasret, wie Teilnehmer berichteten. Als Kind hatte Konrad einen großen Teil seiner jüdischen Familie durch den Holocaust verloren. Zu seinen Werken gehören der Debütroman "Der Besucher" (1969), "Geisterfest" (1986) und "Gästebuch - Nachsinnen über die Freiheit" (2016). Anfang der 1990er Jahre war Konrád Präsident des internationalen PEN-Clubs. 2001 erhielt er den Aachener Karlspreis. Mit seinem Tod verstummte in Ungarn eine wichtige Stimme, die in Zeiten einer Dominanz des Rechtspopulismus in der Politik für Toleranz und Menschenrechte eintrat.

Schriftsteller Günter Kunert gestorben

Der Schriftsteller Günter Kunert ist im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Kaisborstel bei Itzehoe gestorben. Kunert gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und als einer der produktivsten. Bekannt wurde er für seine Gedichte, Kurzgeschichten, Hörspiele und Romane. 1950 erschien Kunerts erster Gedichtband „Wegschilder und Mauerinschriften“und in diesem Jahr der kritische DDR-Roman „Die zweite Frau“. Das Manuskript war bereits 45 Jahre zuvor entstanden. Doch Kunert hatte es aus Sorge, ins Gefängnis zu müssen, unter Verschluss gehalten. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller gehörte 1976 zu den Erstunterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Kunert wurde daraufhin 1977 die SED-Mitgliedschaft entzogen. 1979 ermöglichte ihm ein mehrjähriges Visum, die DDR zu verlassen.

Kulturnachrichten hören

Juli 2019
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur