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Kulturnachrichten

Samstag, 27. Juni 2020

Autor von "Die Reifeprüfung" gestorben

Der Autor des Romans "Die Reifeprüfung", Charles Webb, ist tot. Er sei bereits am 16. Juni im Alter von 81 Jahren im englischen Eastbourne gestorben, teilte sein Freund und "The Times"-Journalist Jack Malvern mit. "Die Reifeprüfung" war Webbs erstes Werk; die Satire über Schulbildung und reiche Familien wurde 1963 veröffentlicht - als Webb 24 Jahre alt war. Der vier Jahre später veröffentlichte Film "Die Reifeprüfung" mit Dustin Hoffman und Anne Bancroft wurde zum Klassiker. Sein Werk "New Cardiff" wurde 2003 in die romantische Filmkomödie "Hope Springs - Die Liebe deines Lebens" mit Colin Firth, Heather Graham und Minnie Driver adaptiert.

Banksy-Diebstahl: Sechs Verdächtige festgenommen

Nach dem Fund eines gestohlenen Werkes des Streetart-Künstlers Banksy sind in Frankreich sechs Verdächtige festgenommen worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf französische Justizkreise. Banksy soll das Bild einer trauernden Mutter auf einer Tür des Pariser Bataclan-Clubs platziert haben. Dort waren bei einem Terroranschlag im November 2015 neunzig Menschen getötet worden. Die Tür wurde Anfang 2019 gestohlen und war vor gut zwei Wochen in einem Landhaus in den italienischen Abruzzen aufgetaucht. Zwei der Verdächtigen wird bandenmäßiger Diebstahl vorgeworfen, den übrigen vier Beihilfe dazu.

Honda und Unilever stoppen Werbung auf Facebook

Weitere Unternehmen haben sich einem Werbeboykott gegen Facebook angeschlossen. Damit wollen sie gegen den Umgang von Facebook mit Hasskommentaren und abwertenden Inhalten protestieren. Auch der Konsumgüterriese Unilever und der Autobauer Honda gaben bekannt, in den USA vorerst keine Werbeanzeigen mehr bei dem Online-Netzwerk und seiner Tochter Instagram zu schalten. Facebook-Chef Zuckerberg kündigte in einem Livestream an, künftig stärker gegen Hassnachrichten vorzugehen, Falschmeldungen unmittelbar vor der US-Präsidentschaftswahl zu löschen sowie die Standards für Werbung zu erhöhen. Medienberichten zufolge äußerten einige Unternehmen Zweifel daran.

Grütters will Clubs mit Millionen helfen

Kulturstaatsministerin Grütters stellt Clubs eine Förderung in Millionenhöhe in Aussicht. Um ein Clubsterben wegen der Coronapandemie zu verhindern, müsse die Politik reagieren, sagte Grütters dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Denn die Clubs seien die ersten gewesen, die schließen mussten, und sie würden voraussichtlich erst sehr spät wieder öffnen können. Nach Angaben der CDU-Politikerin sind in dem Konjunkturprogramm für die Kultur, das der Bundestag kommende Woche verabschieden will, auch 150 Millionen Euro für die überwiegend privatwirtschaftlich organisierte Musiksparte enthalten.

US-Designer Milton Glaser ist tot

Der Erfinder des weltberühmten "I love New York"-Logos ist tot. Der Designer Milton Glaser sei gestern an seinem 91. Geburtstag in Manhattan gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf seine Frau. Todesursache sei ein Schlaganfall gewesen. Glaser war einer der weltweit bekanntesten und gefeiertsten Designer. Das «I love New York»-Logo entwarf er in den 1970er Jahren im Auftrag des Bundesstaats New York. 2009 bekam er die National Medal of Arts, die bedeutendste Kunstauszeichnung der US-Regierung.

Anne Weber wird Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim

Die Autorin und Übersetzerin Anne Weber ("Luft und Liebe") wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Sie bekommt damit neben dem Wohnrecht in dem Frankfurter Stadtteil auch ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. In der Begründung der Jury heißt es: "Anne Webers Texte sind hintergründige und existenzielle Spiele mit der Wirklichkeit, sie bringen Bewegung in scheinbar Festgefügtes, Verbrieftes oder Vergangenes." Weber ist nach Angaben der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim die 47. Amtsinhaberin und löst die Autorin Anja Kampmann ab. Die Jury hob Webers Recherche über ihren Urgroßvater, "Ahnen", hervor sowie ihr Buch "Annette, ein Heldinnenepos". Der Literaturpreis soll am 30. August verliehen werden. Auch Herta Müller und Peter Härtling wurden schon damit geehrt.

Dirigent Chuang wird Generalmusikdirektor in Bochum

Der aus Taiwan stammende Dirigent Tung-Chieh Chuang wird ab der Saison 2021/2022 Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker. Sein Vertrag läuft über drei Jahre und kann dann zunächst um zwei weitere Jahre verlängert werden, teilte die Stadt Bochum mit. Der 37-jährige Dirigent folgt auf Steve Sloane, der dann 27 Jahre im Amt war. Sloane hatte vor zwei Jahren seinen Rückzug angekündigt. Chuang, der derzeit in Berlin lebt, wird auch Intendant des Anneliese Brost Musikforums Ruhr, so wie sein Vorgänger.

Filmstart von Nolans Thriller "Tenet" erneut verschoben

Der Filmstart des neuen Mega-Budget-Thrillers von Regisseur Christopher Nolan ist wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben worden. Der im Vorfeld als möglicher Sommer-Kassenschlager angepriesene Film "Tenet" werde nicht - wie nach einer ersten Terminverschiebung festgelegt - am 31. Juli, sondern erst ab dem 12. August in die Kinos kommen. Das sagte eine Sprecherin des Unterhaltungskonzerns Warner Brothers der Nachrichtenagentur AFP. Sie fügte hinzu, der Film werde anlaufen, wenn die Kinobetreiber und die Gesundheitsbehörden der Meinung seien, dass es der richtige Zeitpunkt sei. "Tenet" sollte der erste Film sein, der nach den monatelangen Corona-Beschränkungen in die Kinos kommt. Der Film wurde mit einem Budget von 205 Millionen Dollar (rund 182 Millionen Euro) produziert. John David Washington, der Sohn von Hollywood-Star Denzel Washington, spielt die Hauptrolle.

Regisseur Serebrennikow erhält Bewährungsstrafe

Der russische Regisseur Kirill Sereebrennikow muss nicht ins Gefängnis. Ein Gericht in Moskau verhängte eine Bewährungsstrafe. In Berlin hatten zuvor deutsche Theaterschaffende gegen die Verurteilung demonstriert. Etwa 120 Protestierende versammelten sich vor der russischen Botschaft, unter ihnen der Schauspieler Lars Eidinger, der Intendant des Deutschen Theaters, Ulrich Khuon und der künstlerische Leiter der Schaubühne, Thomas Ostermeier. Ein russisches Gericht hatte heute Serebrennikow in einem umstrittenen Verfahren wegen der Veruntreuung von Fördergeldern schuldig gesprochen.

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Fazit

Neue Serie "Spy City"Hauptstadt der Spione und Klischees
Szenenfoto aus der Spionage-Serie "Spy City", auf dem der Schauspieler Dominic Cooper in der Rolle des Agenten Fielding Scott mit einem gefalteten Schachbrett unter dem Arm an zwei Soldaten vorbei die Straße hinunter läuft. (Dusan Martincek /  Odeon Fiction )

Die neue Serie "Spy City" spielt in Berlin während des Kalten Krieges. Sie bietet alles, was zu einem zünftigen Spionagethriller dazugehört: Mord, Intrigen, Bösewichter. Leider bleibt die Serie damit auch in allzu bekannten Klischees hängen.Mehr

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