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Kulturnachrichten

Freitag, 12. Juni 2020

China kritisiert Löschung von Twitter-Konten

Die chinesische Regierung kritisiert den Onlinedienst Twitter für die Löschung von mehr als 170.000 Konten wegen Falschinformationen. Laut Twitter seien über die Konten unter anderem die Demokratiebewegung in Hongkong angegriffen und die USA diskreditiert worden. Die Führung in Peking wies die Vorwürfe zurück. "Wenn Twitter etwas ändern will, dann sollten sie die Konten löschen, die organisiert und koordiniert werden, um China anzugreifen und zu diskreditieren", erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Twitter ist ebenso wie Google, Facebook und Youtube in China verboten, die Nutzung der Dienste wird in der Volksrepublik durch eine Art virtuelle "Große Mauer" geblockt. Zugleich aber nutzen die Kommunistische Partei und Staatsmedien diese Internet-Plattformen massiv, um Pekings Standpunkte in der Welt zu verbreiten.

Bundespräsident besucht Berliner Kudammbühnen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Berliner Kudammbühnen besucht, um sich über Privattheater in der Corona-Pandemie zu informieren. Steinmeier habe sich das Bühnenbild von "Mord im Orientexpress" angeguckt. Die Inszenierung liegt vorerst auf Eis. Angedacht sei die Premiere nun für Januar. Theaterintendant Martin Woelffer sagte, viele Bühnen in Deutschland seien weniger subventioniert und nun existenziell bedroht. Das gelte besonders dann, wenn sie wieder öffnen könnten, aber nicht den ganzen Zuschauerraum besetzen dürften. Dann könne man nicht die nötigen Einnahmen erzielen. Solange es Einschränkungen gebe, müssten Theater daher finanziell unterstützt werden, sagte Woelffer. Sein Haus arbeite darauf hin, ab August wieder zu spielen.

Spinne nach Greta Thunberg benannt

Der Frankfurter Arachnologe Peter Jäger hat eine neue Spinnengattung auf Madagaskar nach der Klima-Aktivistin Greta Thunberg benannt. Mit der Namenswahl will der Forscher der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung auf die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam machen. "Die steigenden Temperaturen beeinflussen alle Bereiche der Natur - die madegassische Spinnenfauna eingeschlossen", sagte der Wissenschaftler. Jäger hat in der Vergangenheit schon mehrfach Spinnen nach prominenten Namenspaten benannt - unter anderem nach David Bowie, Udo Lindenberg und Punk-Ikone Nina Hagen.

Österreich senkt Mehrwertsteuer für Kultur

Ab 1. Juli bis zum Ende des Jahres soll in Österreich eine reduzierte Mehrwertsteuer für Kultur von 5 Prozent gelten. Damit sollen unter anderem Museen, Kinos und Musikveranstaltungen in der Coronakrise unterstützt werden, teilte die Regierung in Wien mit. Auch für Zeitungen und andere periodische Druckschriften sowie Bücher ist die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung geplant. Die EU muss den Plänen noch zustimmen. Man sei mit der Kommission in Kontakt und hoffe auf eine "temporäre" Ausnahmegenehmigung aus Brüssel, teilte Finanzminister Gernot Blümel von der ÖVP mit.

Neuer Hilfsfonds für ausländische Kulturinstitutionen

Das Goethe-Institut und das Auswärtige Amt haben einen neuen Hilfsfonds gegründet. Unterstützt werden Institutionen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, die im Bereich Kultur und Kunst tätig sind. Das Auswärtige Amt stellt die Grundfinanzierung von drei Millionen Euro zur Verfügung, das Goethe-Institut koordiniert die Mittelvergabe. Die Förderauswahl trifft eine Jury. Weitere Beteiligte sind unter anderem die Deutsche UNESCO-Kommission, die S. Fischer und die Robert Bosch Stiftung.

340 Schulen sind beim Anne-Frank-Tag dabei

Zum bundesweiten Anne-Frank-Tag engagieren sich heute 340 Schulen gegen Antisemitismus und erinnern an Anne Frank und das Kriegsende. Wegen des 75. Jahrestags des Kriegsendes steht der Aktionstag unter dem Motto "Freiheit". Die Schirmherrschaft hat Justizministerin Christine Lambrecht. Anne Frank wäre heute 91 Jahre alt geworden.

Twitter sperrt chinesische Propaganda-Konten

Der Online-Dienst Twitter hat nach eigenen Angaben mehr als 170.000 Konten gelöscht, auf denen Nachrichten im Interesse der chinesischen Regierung verbreitet worden sein sollen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden rund 24.000 besonders aktive Accounts gesperrt, weil sie in Verbindung zum chinesischen Staat gestanden hätten. Zudem seien 150.000 Nutzerkonten gelöscht worden, die solche Botschaften weiterverbreitet hätten.Dabei sei es um das Coronavirus gegangen, aber auch um Berichte über die Proteste der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong.

Linke will Kultur im Grundgesetz verankern

Die Linke im Bundestag will die Kultur als Staatsziel im Grundgesetz verankern. Erreicht werden solle dies durch eine Diskussion mit allen demokratischen Parlamentsfraktionen sowie zwischen Bund und Ländern, sagte die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Simone Barrientos. Die Linke-Politikerin sprach sich zudem dafür aus, das Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bereich Kunst und Kultur zugunsten eines Kooperationsgebotes aufzuheben. Dazu sei eine Grundgesetzänderung nötig. Barrientos sprach sich für eine Lösung aus, "die den Bund in die Pflicht nimmt, ohne den Ländern die Gestaltungsfreiheit zu nehmen". Die Corona-Krise habe gezeigt, dass Bund und Länder eng, verlässlich und im Gleichklang zusammenarbeiten müssten.

Video-Plattform sperrt Menschenrechtsaktivisten aus

Die populäre Video-Plattform Zoom hat das Nutzerkonto einer Gruppe von chinesischen Menschenrechtsaktivisten in den USA geschlossen. Diese hatte zuvor in einer Videokonferenz eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China abgehalten. Wie die US-Website "Axios" berichtet, rechtfertigte sich Zoom mit der Einhaltung "örtlicher Gesetze". Inzwischen sei das Konto aber reaktiviert worden. Das Gedenken hatte der damalige Studentenführer Zhou am 31. Mai organisiert. Er ist Gründer der in den USA ansässigen Organisation "Humanitarian China". Rund 250 Personen hätten teilgenommen, schreibt die Plattform, darunter viele Menschen aus China.

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Fazit

Neue Serie "Spy City"Hauptstadt der Spione und Klischees
Szenenfoto aus der Spionage-Serie "Spy City", auf dem der Schauspieler Dominic Cooper in der Rolle des Agenten Fielding Scott mit einem gefalteten Schachbrett unter dem Arm an zwei Soldaten vorbei die Straße hinunter läuft. (Dusan Martincek /  Odeon Fiction )

Die neue Serie "Spy City" spielt in Berlin während des Kalten Krieges. Sie bietet alles, was zu einem zünftigen Spionagethriller dazugehört: Mord, Intrigen, Bösewichter. Leider bleibt die Serie damit auch in allzu bekannten Klischees hängen.Mehr

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