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Kulturnachrichten

Montag, 1. Juni 2020

Steinmeier dankt Kindern und Eltern für Disziplin in Corona-Krise

Bundespräsident Steinmeier hat sich bei den Kindern für ihre Disziplin in der Corona-Krise bedankt. Sie hätten auf vieles verzichten müssen, auf Besuche bei Freunden und Verwandten - und sie konnten auch nicht zum Spielen raus ins Grüne, sagte er zum heutigen Weltkindertag im Kinderfernsehkanal "KiKa". Dass sie sich trotzdem so gut an die Regeln gehalten hätten, finde er klasse. Zugleich lobte Steinmeier die Eltern.

Nobelpreisträger Tutu verurteilt weltweiten "Alltagsrassismus"

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger und Bürgeraktivist Desmond Tutu hat angesichts der Proteste in den USA einen weltweiten "Alltagsrassismus" verurteilt. Es sei eine "unangenehme Wahrheit", dass die Leben bestimmter Gesellschaftsgruppen als wertvoller erachtet würden als von anderen, meldete die Stiftung des früheren Anti-Apartheid-Aktivisten. Tutus Kritik folgt auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz vergangene Woche in den USA. Floyds letzte Worte, "Ich kann nicht atmen", sprächen "für Milliarden Menschen, die man ihrer Rechte beraubt hat, weil sie arm, schwarz, eine Frau, homosexuell sind oder einen 'anderen' Glauben haben", so Tutus Stiftung weiter.

"Symbolischer Moment": Kolosseum in Rom geöffnet

Das Kolosseum in Rom kann nach rund drei Monaten Corona-Sperre wieder besichtigt werden. "Das ist ein symbolischer Moment für Rom und für Italien", sagte die Direktorin des Archäologischen Parks am Kolosseum, Alfonsina Russo. Das Amphitheater ist eine der beliebtesten Tourismus-Attraktionen des Landes. Die Neuöffnung des antiken Baus und der umliegenden Ruinen-Areale am Forum Romanum und dem Palatin-Hügel zeige, dass Italien sich erhole, so Russo. Die Besucherzahl solle bei 1.000 bis 1.600 pro Tag liegen. Italien ist mit rund 33.500 offiziellen Corona-Toten heftig von der Lungenkrankheit betroffen. Seit Wochen sinken die Ansteckungszahlen.

Steinmeier und Grütters würdigen verstorbenen Künstler Christo

Bundespräsident Steinmeier und Kultur-Staatsministerin Grütters haben den verstorbenen Aktions-Künstler Christo gewürdigt. Mit dem verhüllten Reichstag in Berlin habe Christo den Deutschen ein Kunstwerk geschenkt, das unvergessen bleiben werde, sagte Steinmeier. Es habe sich als Symbol für ein weltoffenes Deutschland in die Herzen eingebrannt. Schöner und freier habe Kunst nicht wirken können. Grütters schrieb auf Twitter, Christo habe durch seine Kunst "die Menschen weltweit gelehrt, neu und schärfer zu sehen". Der Künstler war im Alter von 84 Jahren in New York gestorben.

Verpackungskünstler Christo gestorben

Der Künstler Christo ist tot. Er sei am Sonntag im Alter von 84 Jahren in seiner New Yorker Wohnung eines natürlichen Todes gestorben, teilten seine Mitarbeiter auf der offiziellen Facebook-Seite des Künstlers mit. Der in Bulgarien geborene Christo Vladimirov Javacheff realisierte mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude Projekte wie die Verhüllung der Brücke Pont-Neuf in Paris (1985) und des Reichstags in Berlin (1995). Diesen Herbst wollte Christo den Pariser Arc de Triomphe verhüllen. Dafür setzte er schon zum dritten Mal auf eine Firma aus Lübeck. In einem Tweet mit Christos Todesnachricht heißt es, es habe immer festgestanden, dass die Kunst von ihm und Jeanne-Claude auch nach ihrer beider Tod fortgesetzt werden solle. Die Verhüllung des Arc de Triomphe werde deshalb wie geplant weiter vorangetrieben.

Kolosseum und Vatikanische Museen wieder geöffnet

Heute öffnen in Rom wieder das Kolosseum und die Vatikanischen Museen. In Florenz folgen auch die Uffizien und die Galleria dell'Accademia mit Michelangelos David-Statue. In der Toskana durften Besucher bereits am Sonntag nach fast drei Monaten Corona-Sperre wieder den Schiefen Turm von Pisa besichtigen. Bei einem Flashmob gedachten zahlreiche Menschen an die Corona-Opfer und warben gleichzeitig für Besucher. Die Touristenströme seien "gleich Null", sagte der Vorsitzende des Verwaltungsamtes Primaziale Pisana, Pierfrancesco Pacini. Wichtig sei aber ein Zeichen des Vertrauens und der Hoffnung.

Teile des Taj Mahal durch Unwetter beschädigt

Bei einem Unwetter im Norden Indiens sind Teile des weltberühmten Mausoleums Taj Mahal beschädigt worden. Die Schäden traten unter anderem am Haupttor auf, wie die Behörden mitteilten. Auch eine Original-Sandstein-Brüstung aus dem 17. Jahrhundert sowie eine nachträglich eingebaute Brüstung aus Marmor nahmen durch das Gewitter Schaden, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Das Hauptgebäude sei aber heil geblieben. Das Taj Mahal, das 250 Kilometer südlich der indischen Hauptstadt Neu Delhi liegt, wird üblicherweise von rund acht Millionen Touristen jährlich besucht. Im Rahmen der Corona-Maßnahmen in Indien ist das Taj Mahal allerdings seit Mitte März geschlossen.

Vorplatz von Notre Dame ist wieder geöffnet

Mehr als ein Jahr nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame ist der Vorplatz wieder geöffnet. Die große freie Fläche vor der Kathedrale war seit dem Feuer gesperrt, weil damals giftiges Blei freigesetzt worden war. Der Staub hatte sich auch auf dem Vorplatz abgesetzt. Jetzt ist der Platz gereinigt und darf wieder betreten werden. Die Kathedrale selbst wird allerdings noch für Jahre geschlossen bleiben. Wegen der Coronakrise haben sich die Arbeiten am Wiederaufbau verzögert. Dennoch hält die französische Regierung immer noch an ihrem Plan fest, dass 2024 erste Teile der Kathedrale wieder geöffnet werden sollen.

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