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Kulturnachrichten

Samstag, 29. Juni 2019

Unesco berät über Welterbe-Anträge

Das Erzgebirge in Sachsen und das Augsburger Wassersystem sollen Weltkulturerbe werden: Die Unesco befasst sich ab Sonntag bei einer Tagung in Aserbaidschan mit den deutschen Anträgen. Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation entscheidet in Baku über insgesamt 36 mögliche Neuzugänge auf die Liste des Kultur- und Naturerbes. Island bewirbt sich mit dem Nationalpark Vatnajökull, in dem sich der größte Gletscher Europas befindet. Indien will die prunkvollen Paläste und die Festungsanlagen der Stadt Jaipur anerkennen lassen. Der Irak hofft auf die Aufnahme von Babylon als einer der wichtigsten Stätten des Altertums auf die Liste des bedrohten Welterbes. Die Unesco-Tagung dauert bis zum 10. Juli.

Letzter Tag des "Fusion"-Festivals

Das linksalternative "Fusion"-Festival in Lärz bei Mirow (Mecklenburgische Seenplatte) geht am Sonntag zu Ende. Seit Mittwoch feierten rund 70.000 Besucher auf dem ehemaligen russischen Militärflugplatz. Im Vorfeld war lange zwischen Behörden und Veranstaltern um das Sicherheitskonzept gerungen worden. Mit der Einrichtung einer mobilen Polizeiwache außerhalb des Festivalgeländes und einem täglichen Austausch zwischen den Veranstaltern und den Sicherheitskräften zeigten sich beide Seiten jedoch zufrieden. Bis Samstagnachmittag sei die Polizeiwache zweimal aufgesucht worden, teilte die Polizei Neubrandenburg mit.

Erste Gay-Pride-Parade zieht durch Skopje

Zum ersten Mal ist eine Schwulen-Parade durch Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje gezogen. Rund 1000 Teilnehmer schlossen sich dem Umzug an, mit dem Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender das Ende ihrer Diskriminierung besonders in kleineren Gemeinden des eher konservativen Landes forderten. Die Teilnehmer hatten sich nicht von den Vorfällen vorangegangener Pride-Paraden in der Region einschüchtern lassen: In anderen Städten des früheren Jugoslawiens wie Belgrad, Split und Podgorica hatten Schläger-Gruppen die Umzüge angegriffen und Teilnehmer verletzt. In Skopje versammelten sich einige Hundert Kirchenbesucher nach dem Gebet zu einer "Gegen-Pride"-Demonstration und protestierten unter dem Motto "für die Familie" etwas entfernt von der Parade.

Ewald Dietrich verlässt das Mainzer Unterhaus

Er hat das Unterhaus aus der Krise geführt und 16 Jahre lang die Geschäfte geführt - jetzt verabschiedet sich Ewald Dietrich von der Kleinkunstbühne in Mainz, deren Ruf weit über die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hinaus reicht. "Das Unterhaus ist eine Marke, man kann dort was bewirken", sagte Dietrich vor seinem Abschied zum 1. Juli. Sein Nachfolger Stephan Denzer will die Öffentlichkeit Mitte Juli über die künftige Ausrichtung des Hauses unterrichten.

Gemälde "Vaso di Fiori" wird an Florenz zurückgegeben

Das Gemälde "Vaso di Fiori" ("Blumenvase") des holländischen Malers Jan van Huysum wird nach Angaben des Auswärtigen Amtes an die Gemäldegalerie des Palazzo Pitti in Florenz zurückgegeben. Außenminister Heiko Maas (SPD) und sein italienischer Amtskollege Enzo Moavero Milanesi reisen deswegen nach Florenz, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Das Bild war den Angaben zufolge während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg aus dem Museum entwendet worden und war seitdem in Deutschland. Für die Rückgabe des Bildes hatte sich der Direktor der Uffizien, Eike Schmidt, seit Januar öffentlich eingesetzt. Ein konkreter Termin für die Rückgabe wurde nicht genannt.

Kritik an ARD-Ausstrahlung der Doku "Elternschule"

Essens Cartias-Direktor Björn Enno Herman kritisiert die geplante Ausstrahlung des Dokumentarfilms "Elternschule" in der ARD. Es bestehe "die große Gefahr, dass der Film missverstanden wird", sagte der Psychologe in einem Zeitungsinterview. Anders als der Titel es andeute, sei der Film "keine nachahmenswerte Schule für Eltern". Die Doku von Ralf Bücheler und Jörg Adolph zeigt eine psychosomatischen Station der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen. Hier werden verhaltensauffällige Kinder sowie auch deren Eltern behandelt. Dass das Erste den Film ohne etwa eine flankierende Diskussionsrunde ausstrahle, halt er für einen Fehler, so Hermans, der auch Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) ist. Das Erste zeigt den Film am 3. Juli als TV-Premiere.

Dominique Meyer wird neuer Intendant der Scala

Der Direktor der Wiener Staatsoper, Dominique Meyer, wird neuer Intendant der Mailänder Scala. Der Franzose übernehme das Amt an der renommierten Oper im Sommer 2021, erklärte Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala. Bis dahin sei weiter der österreichische Intendant Alexander Pereira im Amt. Meyer werde aber von Mitte kommenden Jahres an bereits zur Scala wechseln. Um Pereira hatte es an der Scala seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2014 immer wieder Ärger gegeben, sein Vertrag endet im Februar kommenden Jahres. Er hatte zuletzt zum Beispiel ein umstrittenes Sponsoring aus Saudi-Arabien angestrebt. Dabei sollte der saudische Kulturminister Prinz Badr bin Abdullah einen Platz im Aufsichtsrat der Scala bekommen. Jedoch platzte der Deal nach Protesten. Pereira ist es dennoch gelungen, mit neuen Produktionen und großen Namen das damals finanziell gebeutelte Theater in Schwung zu bringen.

Original-Videoaufnahmen der Mondlandung werden versteigert

Zum 50. Jahrestag der Mondlandung sollen in New York die Original-Videoaufnahmen des geschichtsträchtigen Ereignisses versteigert werden. Die drei Filmrollen, auf denen insgesamt 2 Stunden und 24 Minuten lang zu sehen ist, wie Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond betreten, könnten bei der Auktion am 20. Juli bis zu zwei Millionen Dollar (etwa 1,7 Millionen Euro) einbringen, teilte das Auktionshaus Sotheby's in New York mit. Die Aufnahmen seien von der Nasa selbst während der Mondlandung am 20. Juli 1969 erstellt worden und seitdem nur dreimal angesehen worden, deswegen handele es sich um die schärfsten und am wenigsten technisch veränderten Bilder, hieß es vom Auktionshaus.

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