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Dienstag, 20.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 23. Juni 2019

Bartoli sagt Opern an Scala ab

Die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli hat ihr Mitwirken an drei Händel-Opern an der Mailänder Scala abgesagt. Auf Facebook und Twitter teilte die Italienerin mit, sie würde aus Solidarität mit Alexander Pereira nicht an der Scala auftreten. Am vergangenen Montag hatte das Opernhaus angekündigt, den Vertrag des Scala-Intendanten Pereira nicht zu verlängern. Bartoli hätte unter anderem die Rolle der Cleopatra in der im Oktober geplanten neuen Produktion von Händels "Giulio Cesare in Egitto" in der Regie von Robert Carsen übernehmen sollen. Die Scala hatte bereits mit dem Vorverkauf der Karten für die Oper begonnen.

68.000 Festival-Besucher feiern "Hurricane"

Bei besten Festival-Bedingungen neigte sich das "Hurricane" in Scheeßel mit rund 68.000 Besuchern dem Ende zu. Als Höhepunkte sollen am Abend noch The Cure und Foo Fighters auftreten. "Wir hatten eine super Stimmung unter den Besuchern, bestes Wetter und ein tolles Programm", sagte Festivalsprecherin Sina Klimach und zog ein positives Fazit. Der Zeitplan sei eingehalten worden, alle Künstler hätten pünktlich auf der Bühne gestanden. Die Besucher verfolgten die vielen Konzerte - etwa von den Toten Hosen am Freitag sowie Macklemore und Mumford & Sons am Samstag. Auch aus Sicht der Polizei verlief das Musiktreffen in Scheeßel nahezu problemlos.

Kirchentag in Dortmund mit Gottesdiensten beendet

Mit Appellen zur Flüchtlingsrettung und zur Zivilcourage ist der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund zu Ende gegangen. "Wir müssen handeln! Haltung zeigen!", appellierte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker bei strahlendem Sonnenschein im Abschlussgottesdienst im BVB-Stadion. Kirchentagsteilnehmer forderten von der Evangelischen Kirche in Deutschland, ein eigenes Schiff zur Rettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer zu entsenden. Leyendecker rief vor 32.000 Gläubigen zum Einsatz für Menschenrechte auf. Pontius Pilatus habe sich vor der Kreuzigung Jesu die Hände in Unschuld gewaschen, sagte der Journalist. "Europäische Politikerinnen und Politiker waschen sie in dem Wasser, in dem Flüchtlinge ertrinken." Es gehe darum, sich "den Spaltern und Hetzern in unserer Gesellschaft entgegenzustellen". Man dürfe den öffentlichen Raum nicht Leuten überlassen, die das Gemeinwesen zerstören wollen. Bei einem weiteren Abschlussgottesdienst im Westfalenpark rief Pastorin Kristin Jahn die Gläubigen angesichts der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf, sich Rechtsextremismus entschieden entgegenzustellen. Die Teilnehmerzahlen der beiden Gottesdienste blieben mit insgesamt rund 37.000 Besuchern deutlich hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück, die mit bis zu 100.000 Menschen gerechnet hatten.

Fontane-Gedenkjahr übertrifft die Erwartungen

Das Gedenkjahr zum 200. Geburtstag des Schriftstellers Theodor Fontane übertrifft nach Worten des Literaturwissenschaftlers Rainer Falk die Erwartungen. "Es läuft phänomenal", sagte Falk, der Archivar am Potsdamer Fontane-Archiv ist, im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das Interesse an dem Autor von Werken wie "Effi Briest" und "Der Stechlin" sei bereits vor zwei bis drei Jahren angestiegen; derzeit seien zahlreiche Veranstaltungen "überdurchschnittlich gut besucht". Fontane sei ein sehr facettenreicher Autor, fügte Falk hinzu: nicht nur ein Romancier, sondern auch Wanderer und Theaterkritiker. Zudem habe der Schriftsteller "miterlebt, wie sich die Moderne in den verschiedensten Bereichen Bahn brach. Er war ein Seismograph dieser Entwicklung." Insofern gebe es "immer wieder einen Anreiz, sich mit Fontane zu beschäftigen".

Privattheatertage gehen mit Preisverleihungen zu Ende

Mit der Verleihung der Monica-Bleibtreu-Preise gehen heute in den Kammerspielen die Hamburger Privattheatertage zu Ende. Die undotierten Auszeichnungen werden in den Kategorien "Komödie", "Zeitgenössisches Drama" und "Klassiker" vergeben. Zwei Wochen lang hatten Privattheater aus dem Bundesgebiet insgesamt zwölf herausragende Inszenierungen gezeigt. "Die Schulz-Story" über den ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hatte das Festival eröffnet. Das kleine Hoftheater aus Hamburg zeigte die Komödie "Herbstgold".

Bundespräsident lobt Kriegsgräberfürsorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Empfang zum 100-jährigen Bestehen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge dessen Engagement als Friedensarbeit gewürdigt. Die Gräberpflege des Volksbundes trage zum internationalen Frieden bei, so Steinmeier. Die Grabstätten der Toten müssten Orte der Erkenntnis und des Lernens sein. "Ihre endlosen Gräberreihen zeigen, wohin Diktatur, Nationalismus und Rassismus führen." Die Mitarbeiter des Volksbundes engagieren sich neben der Grabpflege auch in der Bildungs- und Jugendarbeit und organisieren Gedenkveranstaltungen oder Spendensammlungen. Inzwischen ehrt der Volksbund auch die Opfer des Holocausts. Als Aufgaben der Zukunft nannte der Bundespräsident die Umwandlung von Kriegsgräberstätten in internationale Lernorte und den Ausbau des europäischen Partnernetzwerks.

Ältestes Tafelbild ist wahrscheinlich ein Germanenschild

Das rund 1700 Jahre alte Prunkschild eines germanischen Fürsten ist wahrscheinlich das älteste Tafelbild Deutschlands. Das haben jetzt aufwendige Restaurierungsarbeiten im Landesmuseum Halle ergeben. "Mir ist kein derart bemaltes Schild in Deutschland bislang bekannt", sagte der Leiter der Restaurierungswerkstatt, Christian-Heinrich Wunderlich, der Deutschen Presse-Agentur. Das Schild mit einem Durchmesser von etwa 1,30 Meter stand in der Grabkammer eines germanischen Fürsten bei Gommern (Landkreis Jerichower Land). "Unter dem Digitalmikroskop zeigte sich, dass das Holzschild weiß grundiert wurde, wahrscheinlich mit leimgebundener Kreide", sagte Wunderlich. "Darüber kamen zwei blaue Farbschichten. Ebenso fanden sich Einschlüsse von roter Farbe. Leider sind auf den Holzfragmenten keine Motive mehr zu erkennen."

Brandenburger Kunstpreise in Neuhardenberg vergeben

Die im Oderbruch lebende Künstlerin Christiane Wartenberg ist in Neuhardenberg mit dem diesjährigen Brandenburgischen Kunstpreis des Ministerpräsidenten für ihr Lebenswerk geehrt worden. Sie sei besonders vielseitig, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke in seiner Laudatio. Ob Bildhauerei, Rauminstallationen, Kunst am Bau oder Grafik; Wartenberg besteche mit immer neuen Ideen und Projekten. Dabei arbeite sie nicht zurückgezogen im Elfenbeinturm, sondern realisiere Kunstprojekte mit Gleichgesinnten. Der Kunstpreis wird von der "Märkischen Oderzeitung" und der Stiftung Schloss Neuhardenberg verliehen. Weitere Preisträger sind in diesem Jahr Stephane Leonard (Malerei), Elli Graetz (Grafik), Liz Mields-Kratochwil (Plastik) und Frank Gaudlitz (Fotografie). Die Multimediakünstlerin Cécile Weselowski erhielt den Nachwuchsförderpreis.

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