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Dienstag, 20.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 18. Juni 2019

Dominique Meyer wird Chef der Scala in Mailand

Dominique Meyer wird die Mailänder Scala ab 2020 leiten. Das berichtet die österreichische Nachrichtenplattform kurier.at mit Verweis auf die italienische Nachrichtenagentur ANSA, die sich auf eine Aussage des Mailänder Bürgermeisters beruft. Der bisherige Chef der Wiener Staatsoper soll in Mailand Alexander Pereira ablösen. In der heutigen Aufsichtsratssitzung zum Personalwechsel soll für die Entscheidung auch die Auslastung des Opernhauses für 2018 ein Grund gewesen sein. Noch sei unklar, wie lange Pereira in Mailand bleibt, es gab Stimmen für eine Verlängerung bis 2022 an der Seite von Meyer. Offiziell soll die Personalie am 28. Juni bekanntgegeben werden.

Direktor verlässt Germanisches Nationalmuseum

Der Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (GNM), Ulrich Großmann, verlässt Ende Juni das Haus und geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Kunsthistoriker Daniel Hess - er ist bisher Stellvertreter Großmanns. Bei einer Abschiedspressekonferenz erinnerte der 65 Jahre alte promovierte Kunsthistoriker und Ethnologe an wichtige Etappen seiner 25-jährigen Amtszeit. Unter seiner Führung gelang es, das Museum neu auszurichten. Dazu gehörte, dass Großmann der Forschung einen besonderen Schwerpunkt einräumte und die didaktische Präsentation von Sammlungsobjekten modernisierte. Einen besonderen Ruf genoss Großmann als Experte der Burgenforschung. Von 2012 bis 2016 war er Präsident des Internationalen Kunsthistorikerverbandes. Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg gilt als das größte kulturhistorische Museum im deutschsprachigen Raum.

Internationaler Literaturpreis für Fernanda Melchor

Die mexikanische Autorin Fernanda Melchor und die Übersetzerin Angelica Ammar werden für den Roman "Saison der Wirbelstürme" mit dem Internationalen Literaturpreis 2019 ausgezeichnet. Die Jury urteilte zur Verleihung in Berlin, Melchor habe "den Roman der Armut im Globalkapitalismus des 21. Jahrhunderts" geschrieben. Angelica Ammar habe in ihrer Übersetzung die vielen Herausforderungen des Originals mit großer Eleganz bewältigt. Der Roman handelt von der alltäglichen Gewalt gegen Frauen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Der Preis des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin und der Stiftung Elementarteilchen ist mit 35 000 Euro dotiert. 20 000 Euro gehen an die Autorin, 15 000 Euro an die Übersetzerin.

Hörspielpreis für Autoren des BR

Das Autorenduo Andreas Ammer und Franz-Martin Strauß alias FM Einheit wird mit dem Günter-Eich-Preis 2019 geehrt. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung erhalten sie für ihre herausragende Arbeit als Hörspielautoren, wie die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig mitteilte. Den Preis verleiht die Stiftung alle zwei Jahre. Er wird am 25. Juni in Leipzig übergeben. Ammer und FM Einheit starteten ihre Zusammenarbeit 1993 mit dem für den Bayerischen Rundfunk (BR) produzierten Hörspiel "Radio Inferno". Zahlreiche weitere Produktionen wie "Deutsche Krieger" folgten, zuletzt 2018 "Symphonie der Sirenen" in Kooperation von BR und Deutschlandradio.

"Spiegel" und "Spiegel online" fusionieren

Die Spiegel-Gruppe will die Redaktionen von "Spiegel Online" und des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" von Herbst an unter einem Dach zusammenbringen. Die Betriebsräte beider Bereiche hätten sich mit der Geschäftsführung auf die wesentlichen Eckpunkte für die Verschmelzung geeinigt, sagte ein Verlagssprecher in Hamburg auf Nachfrage. Über die geplante Fusion seien die Mitarbeiter in getrennten Betriebsversammlungen informiert worden. Die Einigung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Gesamtbetriebsrat des Spiegel-Verlages.

Mukherjee neuer DAAD-Präsident

Der Gießener Universitätspräsident Joybrato Mukherjee wird neuer Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Der 45-jährige Anglist werde damit ab Januar 2020 Nachfolger der scheidenden DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel, teilte die Universität Gießen mit. Mukherjee war bislang Vizepräsident des DAAD. Die Organisation ist eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Hochschulen und fördert den internationalen Austausch von Studenten und Wissenschaftlern. Wintermantel ist seit 2012 Präsidentin. Zu den Aufgaben gehört die Repräsentation des DAAD.

Grütters fördert 49 bedeutende Kulturdenkmäler

49 national bedeutende Kulturdenkmäler werden in diesem Jahr von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gefördert. Dazu gehörten etwa der Evangelisch-Lutherische Johannisfriedhof in Dresden, der KUNST Pavillon in Eisenach, die Münsterkirche in Bonn, der Fernsehturm Europe 1 in Überherrn-Berus und die Burg Meersburg am Bodensee, wie Grütters bekanntgab. Insgesamt stellt der Bund über ein spezielles Denkmalpflegeprogramm rund sechs Millionen Euro zur Verfügung.

"Spiegel" und "Spiegel online" fusionieren

Die Spiegel-Gruppe will die Redaktionen von "Spiegel Online" und des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" von Herbst an unter einem Dach zusammenbringen. Die Betriebsräte beider Bereiche hätten sich mit der Geschäftsführung auf die wesentlichen Eckpunkte für die Verschmelzung geeinigt, sagte ein Verlagssprecher in Hamburg auf Nachfrage. Über die geplante Fusion seien die Mitarbeiter in getrennten Betriebsversammlungen informiert worden. Die Einigung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Gesamtbetriebsrat des Spiegel-Verlages.

Kölner Künstler C. O. Paeffgen gestorben

Der Künstler C. O. Paeffgen ist tot. Er starb bereits am 5. Juni im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit in einem Kölner Krankenhaus, wie am Dienstag seine Tochter Nicole Paeffgen berichtete. Claus Otto Paeffgen war vor allem für seine "Umrandungen" bekannt. Der studierte Jurist umwickelte und umschnürte zum Beispiel alle möglichen Gegenstände mit Draht. Wesentliches Antriebsmoment des 1933 in Köln geborenen Künstlers sei "Misstrauen gegen alles, was ankommt", hieß es 1987 in einer Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Die letzte Retrospektive war 1999 im Museum Ludwig in Köln.

Facebooks Digitalwährung "Libra" kommt

Facebook will seine Digitalwährung "Libra" in der ersten Hälfte des kommenden Jahres an den Start bringen und damit in den weltweiten Zahlungsverkehr einsteigen. Von der Cyberwährung, die von Unternehmen wie Mastercard, PayPal und Spotify unterstützt wird, verspricht sich das weltgrößte soziale Netzwerk großes Wachstum in der E-Commerce-Branche. Branchenkenner halten es für nicht ausgeschlossen, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen kann. Mit Libra sollen nicht nur Transaktionen zwischen Firmen und Verbrauchern, die Facebook nutzen, über die Bühne gebracht werden. Die Kryptowährung soll auch Menschen ohne eigenes Bankkonto erstmals Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen. Vor allem in Regionen wie Asien und Afrika dürfte das Potenzial von Libra nach Meinung von Branchenkennern groß sein.

Bastei Lübbe verkauft Rätselsparte

Kein Happy-End für Rätselhefte bei Bastei Lübbe: Der für seine Groschenromane bekannte Verlag verkauft seine Rätselmagazine und Sudoku-Hefte an die niederländische Keesing Media Group, wie das Kölner Verlagshaus mitteilte. Damit werde die Portfolio-Bereinigung weiter vorangetrieben, betonte das sich aus der Verlustzone kämpfende Unternehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mitarbeiter würden nicht übernommen. Im Geschäftsbereich 'Romane und Rätsel' hätten die 33 Rätselmagazine einen Anteil von rund einem Viertel gehabt. Der Chef der Keesing Media Group, Philip Alberdingk Thijm, sprach von einem Meilenstein für die Aktivitäten im deutschen Rätselmarkt.

Tür des "Tresor"-Clubs zieht ins Humboldt Forum

Die Tresortür des ehemaligen Wertheim-Kaufhauses und legendären Techno-Clubs "Tresor" in Berlin-Mitte ist als erstes Exponat der Berlin-Ausstellung ins Humboldt Forum eingezogen. Die Tresortür stehe wie kaum ein anderes Teil "für die bewegte Geschichte der Stadt über die letzten einhundert Jahre", erklärten die Stiftung Humboldt Forum und "Kulturprojekte Berlin". Die 3,5 Tonnen schwere Stahltür sicherte den Tresorraum des 1897 gegründeten weltberühmten Kaufhauses Wertheim am Leipziger Platz. 1937 von den Nationalsozialisten enteignet, wurde das Warenhaus im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört. Nach der Wende von 1989 wurde der ehemalige Tresorraum mit den historischen Schließfächern als Techno-Club entdeckt. Er galt fortan als Sinnbild des neuen Berlins, bis er 2005 geschlossen wurde.

Neuer "Tribute von Panem"-Roman kommt 2020

Die erfolgreiche "Tribute von Panem"-Saga geht mit einem neuen Roman und wahrscheinlich auch mit einem neuen Film weiter. Der Roman werde kommendes Jahr im Mai erscheinen und spiele mehrere Jahrzehnte vor den Abenteuern in der "Tribute von Panem"-Trilogie von Autorin Suzanne Collins, teilte ihr Verlag Scholastic mit. In der Buchreihe geht es um die junge Katniss Everdeen, die in einem live übertragenen Wettkampf um Leben und Tod dem totalitären Regime im fiktiven Panem die Stirn bietet. Die Bücher wurden weltweit mehr als 100 Millionen Mal verkauft und mit Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence in der Hauptrolle in vier Teilen verfilmt. Das Filmstudio Lionsgate, das die ersten drei Abenteuer aus Panem verfilmt hat, signalisierte bereits, dass es auch Collins' neuen Roman auf die Leinwand bringen will.

Friedenspreis für Fotograf Salgado

Zum ersten Mal wird mit Sebastião Salgado ein Fotograf mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Berlin bekannt. Der zeichnet mit Salgado einen Künstler aus, "der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht", wie es zur Begründung hieß. In seinen konsequent in Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern porträtiere er durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelte Menschen, aber auch solche, die in ihrer natürlichen Umwelt verwurzelt seien. Die Auszeichnung ist mit 25 000 Euro dotiert. Geehrt werden Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben.

Verleihung der MTV Movie & TV Awards

Im kalifornischen Santa Monica sind die MTV-Film- und Fernsehpreise verliehen worden. Bester Film wurde das Superhelden-Epos "Avengers: Endgame", für seine Rolle darin Josh Brolin als "Bester Bösewicht" ausgezeichnet. Preise für ihre schauspielerischen Leistungen bekamen Lady Gaga in "A Star is Born" und Sandra Bullock für "Bird Box". Wrestler und Schauspieler Dwayne Johnson wurde mit dem "Generation Award" für sein Lebenswerk geehrt. Moderiert wurde die 28. Verleihung von Schauspieler Zachary Levy. Die Auszeichnungen werden in Form von goldenen Popcornbechern übergeben, über die Gewinner dürfen die Fans im Internet abstimmen.

Ralf-Dahrendorf-Preis geht nach Marburg

Zwei Redakteure der "Oberhessischen Presse" in Marburg haben den Ralf-Dahrendorf-Preis für Lokaljournalismus erhalten. Andreas Schmidt und Björn Wisker wurden für ihre Aufarbeitung fragwürdiger Grundstücksgeschäfte einer Tochtergesellschaft der Stadt Marburg ausgezeichnet. Die Preisträger seien ein hervorragendes Beispiel dafür, dass guter Journalismus lebe, sagte der Herausgeber der "Badischen Zeitung", Thomas Hauser, bei der Preisverleihung am Montagabend im Freiburger Konzerthaus. Den zweiten Preis bekamen Redakteurinnen und Redakteure der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" für eine Faktenanalyse zu Unterrichtsausfällen an Schulen. Der dritte Preis ging an Alice Echtermann vom "Weser-Kurier" für eine einfühlsame Schilderung eines Bremer Problembezirks. Der nach dem deutsch-britischen Soziologen und Politiker Ralf Dahrendorf benannte Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Gestiftet wird er vom Badischen Verlag.

Kunstsammlerin Gloria Vanderbilt gestorben

Die Kunstsammlerin Gloria Vanderbilt ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Sie entstammte einer der reichsten Familien der USA und betätigte sich im Laufe ihres Lebens als Model, Schauspielerin und Designerin. Vanderbilt war eine glamouröse Erscheinung und ein Liebling der Regenbogenpresse. Sie war auch eine anerkannte bildende Künstlerin, die malte, zeichnete und Installationen herstellte. Außerdem schrieb sie Romane, Bücher über Kunst wie Wohnkultur und natürlich ihre Memoiren.

Art Basel dementiert beschädigtes Kunstwerk

Die Meldung, dass eine Dreijährige eine Skulptur vom Sockel gerissen und einen Schaden von 50.000 Euro verursacht haben soll, verbreitete sich schnell. Jetzt dementierte die Art Basel die Nachricht. Das Kunstwerk sei nicht beschädigt worden, habe die Galerie mitgeteilt. Auf Wunsch der Galerie könne man keine weiteren Details bekannt geben.

Weltkongress begrüßt Rücktritt von Peter Schäfer

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat den Rücktritt des Direktors des Jüdischen Museums in Berlin, Peter Schäfer, begrüßt. "Wir brauchen keine Leiter von jüdischen Institutionen, die sich mit der BDS-Bewegung identifizieren", sagte WJC-Präsident Ronald Lauder laut Mitteilung in New York. Der emeritierte Judaistik-Professor Schäfer war in der vergangenen Woche zurückgetreten. Auslöser war ein Tweet des Museums mit einer Leseempfehlung zur israelkritischen Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen). Darin hatten jüdische und israelische Wissenschaftler kritisiert, dass der Bundestag BDS als antisemitisch eingestuft hatte. Die BDS-Kampagne fordert ein Ende der israelischen Besatzung des Westjordanlands, des Gazastreifens und Ost-Jerusalems, die Israel 1967 erobert hat und ruft dazu auf, keine israelischen Waren zu kaufen.

"Runtergespart": Lübecker Theaterdirektor wirft hin

Wegen der seiner Meinung nach unzureichenden Finanzhilfe des Landes Schleswig-Holstein verlässt der Lübecker Theaterdirektor Christian Schwandt das Haus. Er habe seinen Vertrag zum 31. Juli 2020 gekündigt, sagte Schwandt der Deutschen Presse-Agentur. Noch spielten die Theater in Lübeck, Kiel und das Landestheater Schleswig-Holstein quasi in der zweiten Liga. "Jetzt laufen wir in Lübeck Gefahr, viertklassig zu werden", warnte Schwandt, der seit 2007 in der Stadt arbeitet. Sein Hauptvorwurf ist die nach seiner Ansicht viel zu geringe Dynamisierung der Landeszuschüsse um jährlich 1,5 Prozent. Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien (CDU) sagte: "Wir wissen, dass die Theater in Schleswig-Holstein mehr Geld benötigen, und ich werde mich auch weiterhin für eine bessere Ausstattung einsetzen."

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