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Kulturnachrichten

Sonntag, 18. Juni 2017

Kunstwerk der Skulptur Projekte beschädigt

Polizei bittet um Hinweise

Unbekannte haben ein LED-Kunstwerk des japanischen Künstlers Ei Arakawa auf der Freiluftausstellung Skulptur Projekte Münster beschädigt und Teile davon gestohlen. Der Künstler Ei Arakawa inszenierte auf der Wiese vor Haus Kump eine Gruppe von sieben handgemachten, grobgerasteten LED-Panels, die auf Gemälde verschiedener Künstler referieren. Die Täter öffneten nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag eine Glasvitrine, trennten die Anschlusskabel durch und stahlen daraus die LED-Malerei auf handgefärbtem Textil. Bei den nur alle zehn Jahre laufenden Skulptur Projekten werden bis zum 1. Oktober über das ganze Stadtgebiet verteilt Kunstwerke von 35 internationalen Künstlern gezeigt.

Mülheimer Dramatikerpreis an Anne Lepper

Theaterpreis gilt als einer der begehrtesten im deutschsprachigen Raum

Grotesk, surreal und komisch - Die Bühnen- und Hörspielautorin Anne Lepper ist am Sonntag für ihr Stück "Mädchen in Not" in der Inszenierung des Nationaltheaters Mannheim mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wurde der Autorin im Rahmen des Mülheimer Theaterfestivals "Stücke" überreicht. Lepper sei "eine wirkliche Entdeckung", sagte Jurymitglied Kathrin Röggla, Vizepräsidentin der Berliner Akademie der Künste. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Virtuosität, mit der Lepper auf literarische Vorbilder wie Ibsen oder E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann" anspielt. Lepper schreibe in einer Comic-artigen Sprache, nahezu ohne Satzzeichen. Bei den Mülheimer Theatertagen werden seit 1976 jährlich sieben bis acht Theaterstücke gezeigt, die um den Mülheimer Dramatikerpreis konkurrieren.

Strafprozess gegen Bill Cosby endet ergebnislos

Möglicherweise wird neu verhandelt

Der bisher einzige Strafprozess gegen Bill Cosby wegen sexueller Nötigung ist Medienberichten zufolge ergebnislos zu Ende gegangen. Es wird möglicherweise neu verhandelt. Die zwölfköpfige Jury konnte sich nach mehrtägigen Beratungen nicht auf ein Urteil für den US-Entertainer einigen, wie der Sender CNN und andere US-Medien berichteten.

Grütters: Bundeskunsthalle setzt Maßstäbe

Kunsthalle feiert 25-jähriges Bestehen

Als Ideenschmiede und Zukunftswerkstatt hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn gewürdigt. Das Haus hat am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Mit ihrem selbst formulierten Anspruch, vielfältig und interdisziplinär zu arbeiten, auf gesellschaftliche Veränderungen einzugehen und alle Menschen an kulturellen Angeboten teilhaben zu lassen, setze die Kunsthalle national wie international Maßstäbe, fügte Grütters hinzu. Die Bundeskunsthalle bietet seit 1992 ein breit gefächertes Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Insgesamt fanden bislang mehr als 230 Ausstellungen zu Kunst und Kulturgeschichte, Archäologie, Wissenschaft und Technik statt, die rund 19 Millionen Besucherinnen und Besucher sahen. Die Bundeskunsthalle, die vom Bund und allen Bundesländern getragen wird, erhält jährlich rund 26 Millionen Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin.

Woidke würdigt Menschenrechtszentrum Cottbus

Arbeit der Zeitzeugen "von unschätzbarem Wert"

Zum 64. Jahrestag des Volksaufstands in der DDR am 17. Juni 1953 hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke die Arbeit des Menschenrechtszentrums Cottbus zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte gewürdigt. "Das ehemalige Zuchthaus hat sich zu einem überregional bekannten Ort des Gedenkens an die Opfer der politischen Verfolgung in der DDR und der politischen Bildung entwickelt", sagte Woidke. Das Menschenrechtszentrum hat am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Woidke würdigte insbesondere das Engagement ehemaliger Häftlinge, die sich als Zeitzeugen zur Verfügung stellen. "Das Interesse der jüngeren Generationen für historische Ereignisse und Entwicklungen wird immer dann besonders geweckt, wenn es um die Biographien von Menschen geht", meinte der Regierungschef. "Nicht zuletzt fasziniert die Frage, was sie damals gefühlt, gedacht und warum sie wie gehandelt haben." Daher sei die Arbeit der Zeitzeugen "von unschätzbarem Wert".

"Rocky"-Regisseur John G. Avildsen gestorben

Schauspieler Sylvester Stallone bedankt sich bei Avildsen via twitter

Mit dem Box-Drama "Rocky" gewann Regisseur Avildsen den Regie-Oscar, Schauspieler Sylvester Stallone machte der Film zum Star. Der amerikanische Regisseur John G. Avildsen wurde 81 Jahre alt. 1977 gewann die erste Folge von "Rocky" einen Oscar für den besten Film und brachte Avildsen den Regie-Oscar ein. Er trat ein weiteres Mal für "Rocky V" (1990) hinter die Kamera. Bekannt wurde Avildsen auch durch die Inszenierung der "Karate Kid"-Trilogie (1984 - 1989) und durch den Actionstreifen "Inferno" mit Jean-Claude van Damme (1999).

Reinhard Goebel mit Bach-Medaille geehrt

Ikone der Alten-Musik-Bewegung

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig hat in diesem Jahr der Dirigent und Violinist Reinhard Goebel bekommen. Die Auszeichnung wird seit 2003 im Rahmen des Bach-Festes an Musiker verliehen, die sich um das Werk Johann Sebastian Bachs besonders verdient gemacht haben. Die Ehrung wurde von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und dem Direktor des Bach-Archivs, Peter Wollny, überreicht. Reinhard Goebel gründete 1973 das Ensemble Musica Antiqua Köln, das er jahrelang leitete. Laut Bach-Archiv habe kein anderer deutscher Musiker "einen derart hohen Einfluss auf die Entwicklung der historischen Aufführungspraxis gehabt wie Reinhard Goebel". Mit dem Ensemble Musica Antiqua Köln und dessen preisgekrönten Einspielungen habe Goebel neue Maßstäbe gesetzt, hieß es weiter. Bisher ist mit der Medaille noch keine Frau als Solokünstlerin geehrt worden.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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