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Kulturnachrichten

Donnerstag, 15. Juni 2017

Daniil Trifonov sagt Konzerte in Europa ab

Grund seien neue Bestimmungen zur Aufenthaltserlaubnis in den USA

Daniil Trifonov, einer der gefragtesten Pianisten weltweit, hat offenbar alle Konzerte für Juni und Juli in Europa abgesagt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Grund dafür seien neue Bestimmungen zum Erwerb einer Green Card, einer unbeschränkten Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in den USA, wo Trifonov seit mehreren Jahren seinen Zweitwohnsitz hat. Nun dürfe er das Land mehrere Wochen lang nicht verlassen. Die Absagen betreffen voraussichtlich die Sommerfestspiele in Baden-Baden und das Verbier-Festival. Die US-Botschaft in Berlin konnte zu entsprechenden Änderungen in den USA keine Angaben machen.

Kulturpolitischer Bundeskongress in Berlin

Kulturstaatsministerin Grütters eröffnete zweitägigen Kongress

In Berlin ist der 9. Kulturpolitische Bundeskongress eröffnet worden. Er widmet sich der Frage, wie Kunst und Kultur zur Bewahrung der Demokratie beitragen können. Zur Eröffnung sprach Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) über Wege der kulturellen Verständigung, Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) über die globale Verantwortung der deutschen Kulturpolitik angesichts aktueller Krisen. Der Kongress im Tagungszentrum der Katholischen Akademie wird von der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).

Plácido Domingos "Aida"-Tour geplatzt

Der Veranstalter der geplanten Stadiontour in Europa hat Insolvenz angemeldet

Die geplante "Aida"-Stadiontour von Opernstar Plácido Domingo ist wegen finanzieller Probleme geplatzt. Der Veranstalter, die Art & Entertainment LIVE GmbH, hat beim Amtsgericht Düsseldorf Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Domingo wollte Giuseppe Verdis berühmte Oper in europäischen Stadien und Arenen aufführen und großenteils auch selbst dirigieren. Domingo reagierte "mit großer Enttäuschung" auf die finanziellen Probleme des Veranstalters. "Es war mein Traum als Dirigent und künstlerischer Leiter, eine Großproduktion von "Aida" zu realisieren", sagte der 76-jährige Spanier in einer Erklärung. Ob und wann Ticketkäufer ihr Geld zurückbekommen, ist unklar.

Plagiatsvorwürfe gegen Bob Dylan

US-Sänger soll für Nobel-Vorlesung abgeschrieben haben

Bob Dylan ist wegen seiner Nobel-Vorlesung unter Plagiatsverdacht geraten. Die Autorin Andrea Pitzer verdächtigt den Literaturnobelpreisträger, in seiner Vorlesung zur Entgegennahme des Preises von einer Website abgekupfert zu haben, die Literaturklassiker für Schüler zusammenfasst und interpretiert. Mindestens 20 Passagen in Dylans Ausführungen über den Roman "Moby Dick" ähnelten Passagen auf der Website "SparkNotes", berichtet die US-Nachrichtenplattform "Slate" unter Berufung auf Pitzers Analyse. Von Dylan kam zunächst keine Stellungnahme. Die Vorsitzende der Nobel-Akademie, Sara Danius, hatte die Vorlesung des Musikers als "außerordentlich" und "eloquent" bezeichnet.

"Man Booker International Prize" für David Grossman

Israelischer Autor teilt Preisgeld mit Übersetzerin

Der israelische Autor David Grossman hat den diesjährigen "Man Booker International Prize" gewonnen. Der 63-Jährige wurde für seinen Roman "A Horse Walks Into a Bar" ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund geht je zur Hälfte an Grossman und seine englische Übersetzerin Jessica Cohen. In dem Buch geht es um den letzten Auftritt eines Standup-Comedians in einem kleinen Dorf in Israel. Im Laufe der Vorstellung offenbart der Mann eine schicksalhafte und grausame Entscheidung, die er einst getroffen hat und die ihn bis heute verfolgt. Der "Man Booker Prize" ist einer der wichtigsten Literaturpreise Großbritanniens, er wurde erstmals im Jahr 1969 vergeben. Der "Man Booker International Prize" wird seit 2005 vergeben.

Zwei Aquarelle von de Saint Exupéry versteigert

Zeichnungen des kleinen Prinzen übertreffen Schätzwert

Für mehr als 500.000 Euro sind zwei Aquarelle des kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry versteigert worden. Eine Zeichnung, die den Literaturhelden auf einem Stuhl beim Betrachten der untergehenden Sonne zeigt, wurde für 294.000 Euro verkauft, teilte das Auktionshaus Artcurial in Paris mit. Ein zweites Aquarell, auf dem der kleine Prinz in einem Rosengarten liegt, wurde für 226.000 Euro versteigert. Beide Bilder, die Saint-Exupéry für die erste Ausgabe seines Literaturklassikers malte, erzielten rund das Doppelte ihres Schätzpreises. Saint-Exupéry hatte "Der kleine Prinz" 1942 im Exil in den USA geschrieben und gezeichnet. Die Geschichte wurde in 270 Sprachen übersetzt und mehr als 145 Millionen Mal verkauft.

"Prix Pantheon" für Michael Mittermeier

Kabarettist erhält den Satirepreis zum zweiten Mal

Michael Mittermeier ist als erster Kabarettist zum zweiten Mal mit dem Satire-Preis "Prix Pantheon" ausgezeichnet worden. Im Bonner Pantheon-Theater bekam der 51-Jährige einen mit 4.000 Euro dotierten Sonderpreis überreicht. Kaum einer habe für den Comedy-Standort Deutschland mehr getan als Michael Mittermeier, hatte die Jury schon im Mai geurteilt. Vor 20 Jahren hatte Mittermaier den "Prix Pantheon Publikumspreis" bekommen. Das Bonner Kabarett-Theater vergibt den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis seit 1995 zusammen mit dem WDR in verschiedenen Kategorien.

Model und Schauspielerin Anita Pallenberg gestorben

Als Muse der Rolling Stones verehrt, als Groupie belächelt

Die Tochter eines Italieners und einer Deutschen ging jung nach New York und wurde als Model entdeckt. Nach einem Gastspiel beim Living Theatre und wohl auch in Andy Warhols Factory wurde sie in den 1960er Jahren im Umfeld der Rolling Stones bekannt: Als Muse von Gitarrist Brian Jones, Lebensgefährtin von Keith Richards, als Groupie und Schauspielerin. Drogen und Entzug bestimmten Pallenbergs Leben, nach der Trennung von Richards Ende der 70er Jahre zog sie sich ins Private zurück. Anita Pallenberg wurde 73 Jahre alt.

Ehrenbürgerschaft für Ariana Grande?

US-Sängerin hatte Benefizkonzert nach Terroranschlag in Manchester organisiert

Die nordenglische Metropole Manchester erwägt, US-Sängerin Ariana Grande die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Die 23-Jährige soll für die Organisation des Konzerts "One Love" in Manchester geehrt werden, das für die Opfer des Bombenanschlags nach ihrem Solo-Konzert am 22. Mai fast 3,4 Millionen Euro sammelte. Die Stadt erwägt, auch Menschen, die nicht in der Stadt wohnen, künftig zu Ehrenbürgern zu erklären. Der Leiter des Stadtrates, Richard Leese, sagte, das sei ein passender Moment, die Regeln zu ändern. Alle könnten stolz darauf sein, wie die Stadt reagiert habe; "mit Liebe und Mut, statt mit Hass und Angst". Ariana Grande habe dies beispielhaft vorgelebt.

Millionenloch bei Halles Bühnen

Stadt will mit Land Sachsen-Anhalt verhandeln

Bei den Bühnen der Stadt Halle klafft ein Finanzloch von rund 1,7 Millionen Euro. Die Summe müsse von der Stadt ausgeglichen werden, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Die Stadt Halle zahle den Bühnen der Stadt pro Jahr einen Zuschuss von 23 Millionen Euro. Das Land habe seine Zahlungen zuletzt um rund 3 Millionen auf 9 Millionen Euro heruntergefahren. Die Stadt wolle mit dem Land neu verhandeln, um etwa mehr Spielraum bei der Verwendung der Landesmittel zu bekommen. Wegen sinkender Landeszuwendungen müssen die Bühnen in Sachsen-Anhalt sparen.

DDR-Filmkritikerin Renate Holland-Moritz gestorben

"Kino Eule" genoß für ihre Kolumne in Satirezeitschrift "Eulenspiegel" Kultstatus

Renate Holland-Moritz, eine der bekanntesten Filmkritikerinnen aus der DDR und Drehbuchautorin, ist tot. Wie die Satirezeitschrift "Eulenspiegel" mitteilt, starb Holland-Moritz am Mittwoch in Berlin im Alter von 82 Jahren. Mehr als 50 Jahre lang hatte Holland-Moritz für das Blatt Filmkritiken und satirische Texte geschrieben. Die 1935 in Berlin geborene und in Thüringen aufgewachsene Holland-Moritz genoss in der DDR wegen ihres Witzes Kultstatus. Bekannt wurde sie vor allem als bissige Kritikerin. Als "Kino Eule" schrieb sie jeden Monat für den "Eulenspiegel". Zu den erfolgreichsten Titeln von Holland-Moritz gehört "Die tote Else - Ein wahrhaftiges Klatschbuch", das 1986 erschien. Darin berichtete sie über Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten. 1978 wurde sie mit dem Goethe-Preis der Stadt Berlin ausgezeichnet.

Kunstausstellung für Hunde in New York geplant

"dogumenta" soll an Uferpromenade in NYC installiert werden

Die ehemalige Kunstkritikerin und Professorin in New York, Jessica Dawson, will im August eine documenta für Hunde veranstalten. Die "dogumenta" werde vom 11. bis 13. August auf einer Uferpromenade in der Millionenmetropole zu sehen sein, sagte Dawson der dpa. Zehn eigens für Hunde angefertigte und entsprechend extra tief aufgestellte Kunstwerke sollen zu sehen oder zu beschnuppern sein. Auf die Idee habe sie ein adoptierter Terrier-Mischling gebracht, mit dem sie durch die New Yorker Galerien gezogen sei. Er habe sie unermüdlich begeistert und schwanzwedelnd von einer Ausstellung zur anderen begleitet. Die "dogumenta" soll nach Dawsons Vorstellung künftig regelmäßig stattfinden und irgendwann auch nach Kassel kommen.

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