Dienstag, 22.10.2019
 

Kulturnachrichten

Montag, 20. Juni 2016

Berliner Volksbühne meutert gegen neuen Intendanten

Mitarbeiter fürchten Stellenabbau unter der Leitung von Chris Dercon

Zahlreiche Mitarbeiter der Berliner Volksbühne wehren sich mit einem offenen Brief gegen den neuen Intendanten Chris Dercon. "Uns schreckt nicht das Neue", heißt es in dem Schreiben. Die Vollversammlung Ende April habe jedoch darauf schließen lassen, dass es an der Bühne keine neuen Formen und künstlerischen Herausforderungen geben werde. "Dieser Intendantenwechsel ist keine freundliche Übernahme", heißt es. Die Mitarbeiter befürchten eine "irreversible Zäsur" und einen Stellenabbau - "bis hin zur Abwicklung ganzer Gewerke". Zu den Unterzeichnern gehören Schauspieler wie Sophie Rois, Birgit Minichmayr und Martin Wuttke sowie weitere prominente Theaterschaffende wie René Pollesch, Jürgen Kuttner und Anna Viebrock. Dercon, ehemaliger Direktor des Londoner Museums Tate Modern, soll im Sommer 2017 Nachfolger des langjährigen Intendanten Frank Castorf werden. An der Ernennung des Belgiers hatte es bereits viel Kritik gegeben. Die Theatermitarbeiter fordern das Berliner Abgeordnetenhaus und den Senat auf, das Konzept des Leitungsteams mit Blick auf ihre Sorgen zu prüfen.

Kunstsammler Marzona gibt Archiv nach Dresden

Sammlung zeitgenössischer Kunst umfasst mehr als eine Million Objekte

Der Kunstsammler Egidio Marzona schenkt Dresden sein Archiv der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Der mit etwa 1,5 Millionen Objekten weltgrößte Bestand dieser Art wird künftig in den Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) zu sehen sein und neue Forschungen ermöglichen, wie die Generaldirektion mitteilte. Das seit Ende der 1960er Jahre angelegte Konvolut umfasst Briefwechsel, Skizzen und Collagen, Plakate, Fotografien und Filme, Kataloge, Künstlerbücher und Zeitschriften sowie exemplarische Kunstwerke, Skulpturen und Designobjekte. Das Archiv gibt laut SKD Einblick in die Geschichte der großen künstlerischen Strömungen des von der Suche nach radikal Neuem geprägten Jahrhunderts - vom Expressionismus bis zu den Jungen Wilden. Egidio Marzona ist einer der wichtigsten Sammler zeitgenössischer Kunst und gilt als einer der großen Mäzene der Gegenwart.

Freies WLAN in Berliner Kirchen

Bischof Dröge startet "godspot"

Besucher evangelischer Kirchen in Berlin und Brandenburg können künftig kostenlos im Internet surfen. Mit "godspot" startet Berlins Landesbischof Markus Dröge das kostenlose WLAN für zunächst 220 Gotteshäuser und kirchliche Einrichtungen in der Region. Mitte Mai hatte die Kirchenleitung beschlossen, die Gotteshäuser ins Netz zu bringen. Das WLAN kann innerhalb und außerhalb der Gebäude von Besuchern und Passanten kostenlos genutzt werden - eine Registrierung oder Anmeldung ist nicht notwendig. Bis zum Evangelischen Kirchentag 2017 sollen weitere Kirchen, Pfarrhäuser und kirchliche Einrichtungen "godspot" erhalten. Ziel ist es, in 3000 Kirchen und kirchlichen Gebäuden den kostenlosen Netzzugang zur Verfügung zu stellen.

Autor Wolfgang Welt gestorben

Bochumer Schriftsteller wurde 63 Jahre alt

Der Schriftsteller Wolfgang Welt ist tot. Er starb im Alter von 63 Jahren, wie der Suhrkampverlag mitteilte. Mit seiner lakonischen Art galt Wolfgang Welt für viele als Verkörperung des Ruhrgebiets. Welt war ein echter Nachtarbeiter, nicht als Autor, sondern seit 1991 als Nachtportier am Schauspielhaus Bochum. Bücher schrieb er immer nur im Urlaub. Prominente Führsprecher wie Regiesseur Leander Haußmann oder Starautor Peter Handke setzten sich für ihn ein. Bekannt wurde Wolfgang Welt mit seiner autobiographischen Romansammlung „Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe" die 2006 bei Suhrkamp erschien. Weitere Werke Welts sind u.a. "Der Tick" (Heyne Verlag)und zuletzt "Fischsuppe" (Engstler Verlag, 2014). Darin beschreibt Wolfgang Welt seinen Weg durch die Musikszene der 1980er-Jahre.

China beschränkt Nutzung ausländischer TV-Formate

Programme der heimischen Rundfunkanstalten sollen kulturelles Selbstbewusstsein schaffen

Chinesische Fernsehsender sollen auf Anordnung der Regulierer bei der Nutzung von ausländischen TV-Formaten wie "The Voice" beschränkt werden. In der Weisung werden Rundfunkanstalten aufgerufen, Präsident Xi Jinpings Ruf nach der "Schaffung von kulturellem Selbstbewusstsein" Folge zu leisten und "Qualitätsprogramme mit chinesischen kulturellen Eigenschaften" zu produzieren. Satellitenkanäle, die Programme mit ausländischen Rechten ausstrahlen wollen, müssen diese den Angaben zufolge zur Überprüfung bei den Regulierungsbehörden der jeweiligen Provinz einreichen. Der Schritt solle zu mehr Innovation und Originalität in den heimischen Programmen führen, teilte die Verwaltungsbehörde für Presse, Publikationen, Radio, Film und Fernsehen mit. Der Direktive zufolge sind einige Fernsehkanäle "noch immer zu abhängig von der Ausstrahlung ausländischer Programme", hieß es. Sie hätten außerdem zu wenige einfallsreiche Ideen.

3.000 Bundesfreiwillige für Flüchtlinge

Soziales Engagement mit Flüchtlingsbezug seit Dezember 2015 möglich

Rund 3.000 Menschen leisten derzeit einen Bundesfreiwilligendienst mit Bezug zur Flüchtlingshilfe. Fast 900 davon seien selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" unter Berufung auf Zahlen des Bundesfamilienministeriums. Im Dezember 2015 startete das spezielle Angebot des Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug. Die jährlich 10.000 zusätzlichen Stellen wurden zunächst auf drei Jahre mit jeweils 50 Millionen Euro im Jahr budgetiert. Die Bundesfreiwilligen helfen bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen, verteilen Sachspenden, arbeiten als Integrationshelfer oder Übersetzer und unterstützen Asylsuchende bei Behördengängen und Arztbesuchen. Freiwillige, die sich für soziale oder kulturelle Projekte engagieren, erhalten im Bundesfreiwilligendienst ein Taschengeld von rund 350 Euro und zum Teil kostenlose Verpflegung und Unterbringung. Frauen und Männer jeden Alters können sich um Plätze bewerben.

Serverprobleme bei Ticketverkauf für Elbphilharmonie

Online-Pannen-Start für Einzelticketverkauf

Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Elbphilharmonie hat heute der Einzelkartenverkauf für die erste Spielzeit begonnen. Wer sich ab 10.00 Uhr online Karten bestellen wollte, hatte allerdings Pech: Die Server brachen gleich zu Beginn zeitweise zusammen. Eine Sprecherin sagte, man sei bemüht, das Problem zu lösen. Kurz nach dem Verkaufsstart hatte es bereits einen Ansturm auf die Abonnementkonzerte der Elbphilharmonie gegeben. Neben dem Online-Shop und den Vorverkaufsstellen gibt es aber auch die Möglichkeit, Karten telefonisch zu bestellen. Auf die Eröffnungskonzerte am 11. und 12. Januar 2017, für die 1000 Tickets verlost werden, folgt ein dreiwöchiges Festival. Dabei werden unter anderen das Chicago Symphony Orchestra, die Wiener Philharmoniker und die Berliner Band Einstürzende Neubauten spielen.

Festival des deutschen Films ehrt Ulrich Tukur

"Ausnahmeschauspieler" tritt auch in Festival-Film auf

Der deutsche Schauspiel-Star Ulrich Tukur ist mit einem weiteren Filmpreis geehrt worden. Der 58-Jährige erhielt am Sonntag in Ludwigshafen beim Festival des deutschen Films den undotierten Preis für Schauspielkunst. Festivaldirektor Michael Kötz begründete die Ehrung des "Ausnahme-Schauspielers" mit dessen Authentizität und Vielseitigkeit. Tukur hat bereits in 75 Filmen mitgespielt. Er war unter anderem Zoodirektor Bernhard Grzimek, Wehrmachtsgeneral Erwin Rommel und RAF-Mitglied Andreas Baader. Außerdem spielt er im Theater und arbeitet auch als Musiker und Schriftsteller. Beim Festival des deutschen Films ist Tukur in "Herr Lenz reist in den Frühling" zu sehen - als erfolgloser Versicherungsvertreter, der in Thailand nach den Spuren seines verstorbenen Vaters sucht.

Schumann-Preise für Sänger aus Deutschland und Portugal

Schumann-Geburtsstadt Zwickau richtet Wettbewerb seit 60 Jahren aus

Der 17. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb ist am Sonntag in Zwickau mit Ehrungen für Sänger aus Portugal und Deutschland zu Ende gegangen. Mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden die 30-jährige deutsche Mezzosopranistin Henriette Gödde und der 27-jährige Bariton André Baleiro aus Portugal, wie das Kulturamt der Stadt mitteilte. In der Kategorie Klavier wurde kein erster Preis vergeben, dafür zwei zweite und zwei dritte Preise. Ein Sonderpreis ging nach Österreich: Als beste Liedbegleiterin wurde die 30-jährige Fiona Pollak geehrt. Robert Schumann wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren. Der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang findet seit 1956 statt.

"Star Trek"-Schauspieler Anton Yelchin ist tot

Der 27-Jährige kam bei einem Unfall ums Leben.

Laut Polizei wurde er vor seinem Haus in Los Angeles von seinem eigenen Auto erfasst. Er habe in der steilen Einfahrt gestanden, als das Auto aus bisher unbekannten Gründen losrollte und ihn gegen eine Mauer drückte. Yelchin war 1989 in der Sowjetunion geboren und als Baby mit seinen Eltern in die USA gekommen. Bereits als Neunjähriger hatte er seine Schauspielkarriere begonnen und zahlreiche TV-Rollen, bevor er immer häufiger in Kinofilmen mitspielte. Dazu zählten "Star-Trek", "Star Trek into Darkness" und "Star Trek Beyond" sowie der Thriller "Alpha Dog - Tödliche Freundschaften".

Bruce Springsteen rockt Berlin

"The Boss" gab letztes von zwei Deutschland-Konzerten

Mit einer fast dreieinhalbstündigen Show hat US-Rocklegende Bruce Springsteen Berlin gerockt. Der 66-Jährige spielte am Sonntag im Olympiastadion vor mehr als 67 000 Menschen - und begeisterte mit einer Show, die kaum Atempausen gestattete. Springsteen und seine "E Street Band" präsentierten mehr als 30 Titel aus mehreren Generationen Musik-Geschichte. Die Höhepunkte waren - neben "Born In The USA" - "The River", der Song, der der aktuellen Tour auch ihren Namen gab. Mit "Thunder Road" stand Springsteen mit seiner Gitarre ganz zum Schluss allein auf der Bühne. Es war das letzte von nur zwei Deutschland-Konzerten. Nächste Tournee-Station ist Kopenhagen.

Zu viele Menschen wollen Christos "Floating Piers" sehen

Behörden stoppten den Zugverkehr zum Iseo-See

Schlechtes Wetter hat am Wochenende die Freude am neuesten Werk des Verpackungskünstlers Christo getrübt - doch der Ansturm war riesig und überforderte die Veranstalter. Die für die Sicherheit der Besucher auf den "Floating Piers" auf dem Iseo-See in Italien zuständigen Veranstalter riefen deshalb Christo-Fans auf, ihren Besuch zu verschieben. Die Behörden stoppten den Zugverkehr Richtung Iseo-See. Insgesamt kamen bereits am Eröffnungssamstag mehr als 55.000 Menschen zum See. Die "Floating Piers" erlauben es den Besuchern, von Sulzano aus zu den Inseln Monte Isola und San Paolo zu schreiten - und dabei gleichsam über das Wasser zu wandeln - allerdings maximal 11.000 Menschen zugleich, weshalb es zu langen Wartezeiten kam. Die "Floating Piers" sollen bis zum 3. Juli zugänglich sein.

Ex-"Voice"-Sänger in Chicago erschossen

Alejandro Fuentes wurde bei einem Überfall getötet

Dem durch "The Voice" bekannt gewordenen Musiker Alejandro "Jano" Fuentes ist bei einem Überfall in Chicago drei Mal in den Kopf geschossen worden. Der 45-Jährige erlag am Samstag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, die ihm am Donnerstag zugefügt worden waren. Fuentes war 2011 Teilnehmer in der mexikanischen Version der Castingshow. Erst vor einer Woche war in Orlando die amerikanische "Voice"-Teilnehmerin Christina Grimmie erschossen worden. Fuentes hatte ein Studio in Chicago. Er hatte am Donnerstag in seiner Musikschule seinen Geburtstag gefeiert, wie seine Freunde mitteilten. Als er nach der Party mit ihnen habe wegfahren wollen, sei ein bewaffneter Mann neben dem Auto aufgetaucht. Dieser habe Fuentes zum Aussteigen aufgefordert und ihm dann dreimal in den Kopf geschossen. Die Fahndung der Polizei nach dem Täter blieb zunächst ohne Erfolg. Dem Fernsehsende WGN zufolge gehen Ermittler von einem Raubüberfall aus, bei dem es der Täter auf Geld oder das Auto oder beides abgesehen hatte.

Gay Prides gedenken der Opfer von Orlando

Brandenburger Tor erstrahlt wie Bauwerke in aller Welt in Regenbogenfarben

Hunderttausende Menschen haben in Wien, Florenz, Lissabon und anderen Städten Europas an der jährlichen Gay Pride Parade teilgenommen, die dieses Jahr im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Orlando stand. Die größte Parade fand in Wien statt, wo laut den Veranstaltern 130.000 Menschen an dem Umzug teilnahmen. In Berlin erstrahlte das Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben, während sich hunderte Menschen auf dem Pariser Platz versammelten. Vor der angrenzenden US-Botschaft wurden zahlreiche Kerzen angezündet und Blumen für die Opfer von Orlando niedergelegt. Die Gay Pride wird zahlreichen Ländern der Welt abgehalten und erinnert an eine Revolte von Schwulen gegen die Polizei in einer New Yorker Bar am 28. Juni 1969.

10 000 gestohlene Kunstwerke in Spanien sichergestellt

Werke wurden bei mindetstens 15 Raubüberfällen erbeutet

Die Polizei in Ostspanien hat bei einer Razzia in der Stadt Bullas rund 10 000 gestohlene Kunstwerke und Artefakte von großem historischen Wert sichergestellt. Ein Verdächtiger sei dabei festgenommen worden, gegen eine weitere Person werde wegen Verdachts auf Beteiligung an dem Diebstahl ermittelt, teilten die Behörden mit. Zum beschlagnahmten Diebesgut gehörten 4000 archäologische Artefakte, 5000 seltene Münzen, 100 paläontologische und ethnographische Stücke sowie 40 Gemälde und 30 Manuskripte aus dem 16. Jahrhundert. Bei einem der Dokumente soll es sich um ein sehr seltenes, in Latein verfasstes Manuskript mit gotischen Schriftzügen und goldüberzogenen Großbuchstaben mit dem Titel "Buch der Psalmen" handeln, wie die Polizei weiter mitteilte. Die sichergestellten Artefakte und Kunstwerke sollen bei mindestens 15 Raubüberfällen entwendet worden sein.

Anbau von Museum Berggruen wieder offen

Gebäude war 2013 wegen Schimmels geschlossen worden

Nach zweieinhalbjähriger Sanierung ist der Erweiterungsbau des Museums Berggruen wieder geöffnet. Der Neubau war im Oktober 2013 kurz nach seiner Eröffnung wegen Schimmels wieder geschlossen worden. Der historische Bau des Museums nahe dem Schloss Charlottenburg blieb in der Zeit jedoch geöffnet. Nach der Sanierung seien rund 70 Werke von Paul Klee wieder zu sehen, teilten die Staatlichen Museen mit. Zur Wiedereröffnung bietet das Museum bei einem Tag der Offenen Tür kostenlose Führungen und Workshops für Kinder an. Das Museum, gestiftet vom Sammler und Kunsthändler Heinz Berggruen (1914-2007), versammelt Werke der Klassischen Moderne, unter anderem von Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Georges Braque, Paul Klee und Henri Matisse. Das Museum hat nun eine Ausstellungsfläche von 1250 Quadratmetern.

Neue Hall of Fame für Rhythm & Blues geplant

Prince, The Supremes, Jimi Hendrix und Dionne Warwick werden aufgenommen

Mit einer neuen Hall of Fame des Rhythm & Blues wird Legenden wie Prince im Sommer ein Denkmal gesetzt. Die offizielle Einführungsfeier der Ruhmeshalle ist für den 21. August im Vorort Dearborn im Südwesten von Detroit geplant, wie die Organisatoren mitteilten. Als Moderatorin der Gala fungiere Mary Wilson, deren frühere Band The Supremes bei der Gelegenheit in die Hall of Fame aufgenommen werde. In die Ruhmeshalle werden neben dieser Gruppe und Superstar Prince auch Smokey Robinson, Fats Domino, Jimi Hendrix, Dionne Warwick, Bootsy Collins und Bettye LaVette vertreten sein. Ziel sei es, dem Rhythm & Blues eine ständige Heimat zu geben, die über die Geschichte der Musikrichtung aufkläre, hieß es.

Fotograf Wresch erhält "Freelens Award"

Reportage über Kolumbien wurde ausgezeichnet

Der deutsche Fotograf Jonas Wresch hat beim fünften "Lumix Festival" in Hannover den mit 10.000 Euro dotierten "Freelens Award" erhalten. Seine Reportage "Kolumbiens Weg zum Frieden" zeigt ein kleines Dorf, das als einer der am härtesten umkämpften Orte des Landes gilt. Wresch habe die Fachjury mit der "Vielschichtigkeit der Geschichte" und dem Fokus auf den Alltag eines ganzen Dorfes überzeugt, teilte eine Sprecherin der Hochschule Hannover mit. Der 28 Jahre alte Wresch ist Absolvent der Hochschule. Bisher arbeitete er als freier Fotograf unter anderem für die Magazine "Stern" und "Cicero" sowie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Das fünftägige Festival zählte nach eigenen Angaben mehr als 40.000 Besucher. Nachwuchsfotografen aus aller Welt präsentierten ihre besten Arbeiten. Insgesamt hatten sich mehr als 1.200 Nachwuchsfotografen unter 35 Jahren aus 85 Ländern beworben.
Veranstalterin des Festivals ist die Hochschule Hannover.

Australischer Regisseur Paul Cox gestorben

"Vater" des Arthouse-Kinos stammte aus Venlo

Der australische Filmemacher Paul Cox ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das teilte die Vereinigung Australischer Regisseure heute mit. Die Todesursache nannte sie nicht, erwähnte aber, dass Cox im sich 2009 einer Lebertransplantation unterzog und an Krebs litt. In dem 2015 veröffentlichten Film "Force of Destiny" mit David Wenham erzählte Cox Stationen aus dem Leben eines Mannes, der seine große Liebe findet, während er auf eine lebensrettende Lebertransplantation wartet. Cox schrieb das Drehbuch und führte Regie in dem Film mit autobiografischen Zügen. In Australien galt der 1940 in Venlo geborene Cox als Vater des "Arthouse Cinemas". Cox kam 1965 als professioneller Fotograf nach Australien. Er drehte 19 Spielfilme und zwölf Dokumentarfilme und gewann mehrere Preise.

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